Hand Taubheitsgefühl: Ursachen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten

Die Handchirurgie hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt und bietet heute vielfältige Verfahren zur effektiven Behandlung von Beschwerden und Erkrankungen im Handbereich. Ausgehend von den Erfahrungen aus der Wiederherstellungschirurgie nach Unfällen ist die Handchirurgie ein Teilgebiet der Plastischen Chirurgie. Dieser Artikel soll einen umfassenden Überblick über das Thema Hand Taubheitsgefühl geben, wobei insbesondere auf das Karpaltunnelsyndrom und das Überbein (Ganglion) eingegangen wird.

Es ist wichtig zu beachten, dass die hier dargestellten Informationen lediglich einen Überblick darstellen und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Zur weitergehenden Information dienen die Webseiten der Leistungserbringer und das persönliche Arzt-Gespräch.

Ursachen für Taubheitsgefühl in der Hand

Taubheitsgefühl und Kribbeln in der Hand können ein Hinweis auf ein Karpaltunnelsyndrom sein. Es äußert sich im Einschlafen der Finger 1-3 und des 4. Fingers innenseitig. Das Karpaltunnelsyndrom entsteht durch eine Einengung des Mittelarmnerven (Nervus medianus) und löst Handschmerzen und ein Taubheitsgefühl im Bereich von Daumen, Zeige- und Mittelfingern aus. In schweren Fällen kommt es bei den Betroffenen zu Lähmungserscheinungen der Hand und die Greifkraft lässt deutlich nach. Die Hand schläft tagsüber ein und nachts wird der Schlaf durch ein unangenehmes, pelziges Gefühl gestört. Ausgelöst werden die Beschwerden beim Karpaltunnelsyndrom durch einen andauernden Druck auf den Nervus medianus.

Neben dem Karpaltunnelsyndrom gibt es noch weitere Ursachen für Taubheitsgefühl in der Hand:

  • Karpaltunnelsyndrom (KTS/CTS): Ein Engpass des Nervus medianus im Karpaltunnel, einer knöchernen Rinne auf der Innenseite des Handgelenks.
  • Überbein (Ganglion): Mit Flüssigkeit gefüllte Ausstülpungen von Kapselanteilen der Gelenke oder Sehnenscheiden.
  • Dupuytren’sche Kontraktur: Eine Erkrankung des Bindegewebes in der Hohlhand und in den Fingern, die zu einer Einkrümmung der Finger führen kann.
  • Kahnbeinbruch: Entsteht durch einen Sturz auf die im Handgelenk gestreckte Hand.
  • Radiusfraktur: Eine häufige Verletzung der Hand.
  • Rhizarthrose: Ein Gelenkverschleiß im Bereich des Übergangs des ersten Mittelhandknochens (also in Verlängerung des Daumens) zur Handwurzel hin, des sogenannten Daumensattelgelenks.
  • Kompressionssyndrom des N. ulnaris: Dieses Syndrom beschreibt eine Druckerhöhung auf den Ellennerv (Nervus ulnaris) im Bereich des Handgelenks auf der Seite des kleinen Fingers.
  • Sulcus N. ulnaris-Syndrom: Bei einer Einengung des Ellennervs im Bereich der Rinne an der Ellenbogeninnenseite (auch „Musikantenknochen“ genannt).
  • Schnappfinger: Es besteht meist eine schmerzhafte Verdickung über den Grundgelenken in der Hohland/Handinnenfläche. Alle Finger einschließlich des Daumens können betroffen sein.

Das Karpaltunnelsyndrom im Detail

Beim Karpaltunnelsyndrom handelt es sich um einen Engpass im Bereich des Nervus medianus, also des mittleren Handnervs. Der Nervus medianus befindet sich im Karpaltunnel, einer knöchernen Rinne auf der Innenseite des Handgelenks. Die Nerven und Beugesehnen, die zur Handfläche ziehen, durchqueren im Bereich des Handgelenkes den sogenannten Karpalkanal. Dieser Nerv ist hauptsächlich für die Daumenmuskulatur und die Empfindungen der daumenseitigen drei Finger verantwortlich. Der Karpaltunnel besteht im unteren Teil aus Handwurzelknochen, worüber sich ein festes Band (Hohlhandband) spannt.

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Symptome des Karpaltunnelsyndroms

Typische Anzeichen sind Taubheitsgefühle, Kribbeln und Schmerzen in Daumen, Zeige-, Mittel- und teilweise Ringfinger. In fortgeschrittenen Stadien können Schwächeerscheinungen in der Hand und ein Muskelabbau am Daumenballen auftreten. Die Beschwerden treten hauptsächlich nachts und morgens auf. Das liegt daran, dass Menschen im Schlaf häufig die Hand abknicken. Schüttelt man die Hand aus, lassen die Symptome meistens nach. Schreitet die Erkrankung weiter fort, verliert der Daumen an Kraft und es kommt zu Störungen der Feinmotorik.

Ursachen des Karpaltunnelsyndroms

Meist entsteht das Karpaltunnelsyndrom ohne äußere Ursache. Bestimmte Grunderkrankungen fördern das Entstehen eines Karpaltunnelsyndroms, wie rheumatische Erkrankungen, Schwangerschaft, Blutzuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Schilddrüsenerkrankungen, Sehnenscheidenentzündungen oder auch Knochenbrüche. Im Verlauf des Lebens kann es sehr eng werden im Karpaltunnel. Das liegt z. B. daran, dass die Sehnenscheiden der dort verlaufenden Beugesehnen oder das darüber liegende Karpalband (Ligamentum carpi transversum) dicker werden. Die verdickten Strukturen drücken dann auf den darunter liegenden Mittelarmnerv (Nervus medianus). Aber auch knöcherne Fehlstellungen nach einem Bruch der Hand können dazu führen, dass es im Karpaltunnel enger und der Nerv komprimiert wird.

Diagnose des Karpaltunnelsyndroms

Neben dem klinischen Befund bietet eine neurologische Untersuchung mit Messung der Nervenleitungsgeschwindigkeit (Elektroneurografie, ENG) dem Arzt eine objektive Diagnosemöglichkeit. Dafür klebt der Untersucher Elektroden an zwei Hautstellen des Patienten, die vom Medianusnerv versorgt werden. Nun stimuliert er den Nerv mit einem schwachen elektrischen Impuls. Bei einer Druckschädigung des Nerven zeigt sich eine verminderte Nervenleitungsgeschwindigkeit im Vergleich zur normalen Nervenfunktion.

Es gibt auch den Phalen-Test: Der Patient legt die Handinnenflächen und anschließend die Handrückseiten zusammen. Der Phalen-Test fällt positiv aus, wenn das Aneinanderdrücken der Handrücken Gefühlsstörungen in den Fingern auslöst. Bei fortgeschrittenem Karpaltunnelsyndrom findet der Arzt eine deutlich zurückgebildete Daumenballenmuskulatur. Mittels Elektroneurografie kann der Arzt die Nervenleitgeschwindigkeit ermitteln und erkennt auf diese Weise Nervenschädigungen.

Behandlung des Karpaltunnelsyndroms

Der erste Schritt zur Behandlung eines Karpaltunnelsyndroms erfolgt immer über konservative Therapiemaßnahmen. Bei leichten bis mittlere Beschwerden können konservative Mittel, wie Cremes oder Tabletten, die Schmerzen lindern. Als konservative Maßnahmen kommen Schonung mit Vermeiden von Druck auf die Sehne und ggf. Physikalische Behandlungen mittels Kälte dämpfen Entzündungen des Nerven und wirken auf diese Weise schmerzlindernd. Auch Schienen (Orthesen), die das Handgelenk in einer neutralen Position ruhigstellen, entlasten den Nervus medianus. Spezielle orthopädische Schienen entlasten den Handnerven und können die Beschwerden lindern. Diese Maßnahme hilft vor allem bei nächtlichen Schmerzen, indem der Druck auf das Handgelenk reduziert wird. Auch physiotherapeutische Maßnahmen wie Tapen, Koordinations- und Dehnungsübungen oder das Training mit einer Faszienrolle können die Beschwerden eines beginnenden Karpaltunnelsyndroms lindern. Die Schienen bringen den meisten Patienten nach 4-6 Wochen eine deutliche Besserung ihrer Beschwerden. Sie können entweder nur nachts oder auch am Tag getragen werden. Im Anfangsstadium des Karpaltunnelsyndroms können Schienen bereits eine Ausheilung bewirken. Die Infiltration des Karpaltunnels zählt ebenfalls zu den konservativen Therapiemöglichkeiten. Dafür injiziert der Arzt ein lokal wirkendes Schmerzmittel oder Kortison in die betroffene Stelle auf der Innenseite des Handgelenks. Diese Maßnahme wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend und abschwellend. Unserer Erfahrung nach bessern sich bei vielen Patienten innerhalb der ersten 6 Wochen nach Kortison-Behandlung die Beschwerden, aber die Langzeitprognose ist nicht erfolgsversprechend: nach einem Jahr ist nur jeder 5. Eine lokale Infiltration von Schmerzmitteln oder Kortison in den Karpaltunnel lindert die Schmerzen und wirkt abschwellend.

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Patienten mit einem Karpaltunnelsyndrom bringen ihr Handgelenk in eine unbewegliche Schonhaltung, um schmerzhafte Bewegungen zu vermeiden. Diese Strategie führt jedoch auf Dauer zu einer Verspannung und Verkürzung der Muskeln, was die Schmerzen noch weiter verstärkt. Für diese Kräftigungsübung benötigen sie einen kleinen, weichen Ball. Nehmen Sie den Ball in die Hand und drücken Sie ihn kräftig zusammen. Strecken Sie den betroffenen Arm nach vorne. Die Fingerspitzen zeigen zum Boden und die Handfläche nach vorne. Ziehen Sie nun mit der anderen Hand die Finger Richtung Boden und halten Sie die Dehnung für einige Sekunden. Die Übung dehnt den Flexor carpi ulnaris (Beugemuskel des Handgelenks). Führen Sie Ihre Handflächen vor der Brust zusammen (Gebetshaltung).

Operative Behandlung des Karpaltunnelsyndroms

Zur operativen Behandlung des Karpaltunnelsyndroms wird immer dann geraten, wenn die konservative Therapie mit Schonung, nächtlicher Schienung oder Kortisonspritzen keine ausreichende Besserung gebracht hat. Eine sofortige Operation ist bei den seltenen akuten bzw. rasch forschreitenden Verläufen angezeigt. Ist das Karpaltunnelsyndrom durch andere Erkrankungen oder Verletzungen bedingt wie z.B.

Als Eingriff bei einem diagnostizierten Karpaltunnelsyndrom eignet sich eine offene oder endoskopische Operation. Die Hand-OP beseitigt den Druck auf den Nerv, der Nerv erhält wieder Raum. Ist der Nerv noch nicht allzu stark geschädigt, empfiehlt sich der endoskopische Eingriff. Wir sind eine der wenigen Kliniken, die die endoskopische Variante anbieten. Aufgrund seiner langjährigen medizinischen und operativen Erfahrung als Handchirurg, sind Sie in der Handchirurgie in Düsseldorf bei Dr. Das Karpaltunnelsyndrom verlangt schnelles Handeln.

Bei der offenen Operation wird nach einem Hautschnitt an der Innenseite des Handgelenkes das bindegewebige Mittelband (Retinaculum flexorum) durchtrennt, um den Nerven mehr Platz zu verschaffen. Bei der offenen Operation wird das Karpalband über einen etwa 2 cm langen Hautschnitt in der Hohlhand gespalten. Wie bei jedem Eingriff erläutern wir Ihnen in einem eingehenden Beratungsgespräch ganz genau den Eingriff bei einem Karpaltunnelsyndrom. Vereinbaren Sie jetzt eine professionelle Beratung mit Dr.

Bei der minimal-invasiven (endoskopischen) Vorgehensweise wird über zwei kleine Hautschnitte das schmale Operationsinstrument in die Hohlhand eingeführt und die Druckentlastung der betroffenen Nerven durch eine Durchtrennung des Mittelbandes quasi von „innen“ vorgenommen. Für die endoskopische Operation des Karpaltunnelsyndroms (Neurolyse) sind nur minimale Hautschnitte notwendig. Um den Nerv zu entlasten, führt der Operateur eine sogenannte Neurolyse durch. Dabei entfernt der Arzt einengende Gewebestrukturen wie übermäßig gewachsenes Bindegewebe. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung ambulant. Er wird entweder als offene Operation oder endoskopisch (minimalinvasiv) durchgeführt. Die Orthopäden der Gelenk-Klinik bevorzugen die endoskopische Operation, da sie für die Patienten schonender und mit einer sehr kleinen Narbe verbunden ist. Die offene Operationsmethode benötigt einen größeren Schnitt, der meist 2 bis 6 cm lang ist. Sie bietet Vorteile, wenn umfassendere Erkrankungen der Sehnenscheiden oder anderer Weichteile vorliegen.

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Zum Abschluss des Eingriffs werden die Hautschnitte vernäht und ein fester Verband angelegt. Nach der Operation des Karpaltunnelsyndroms haben Sie noch etwa 7-10 Tage einen festen Verband. Sie sollten die Finger aber von Anfang an bewegen und die Hand möglichst nicht nach unten hängen lassen. Eventuell empfiehlt der Arzt auch Krankengymnastik. Die Fäden werden nach 8 bis 14 Tagen gezogen. Noch am Tag des Eingriffs wird Ihr Arzt Ihnen mitteilen, wann Sie zur nächsten Kontrolluntersuchung wiederkommen sollen. Bekommen Sie zu Hause Schwellungen, starke Schmerzen oder Fieber oder drückt der Verband, sollten Sie umgehend mit dem Arzt Kontakt aufnehmen.

Erfolgsaussichten und Risiken der Karpaltunnel-OP

Die Erfolgsaussichten beider Operationen sind sehr gut. Beim Karpaltunnelsyndrom lässt der Schmerz oft schon direkt nach dem Eingriff nach. Bis der Mittelnerv sich aber wieder vollständig von der Quetschung erholt hat, kann es einige Wochen dauern. Vergleichende Studien zwischen operativen und konservativen Therapien beim Karpaltunnelsyndrom zeigen die Überlegenheit der Karpaltunneloperation (Neurolyse): Die Patienten werden durch Medianus-Neurolyse zu 99 % zuverlässig und dauerhaft von ihren Schmerzen befreit. Bei konservativer Behandlung ist die Erfolgsrate geringer und der Heilungsverlauf deutlich langwieriger. Bei vielen Patienten wird nach mehrmonatigen, konservativen Behandlungen mit unklaren Ergebnissen und leichter Symptomlinderung die Neurolyse später noch nachgeholt. Nach einer operativen Behandlung des Karpaltunnelsyndroms ist die operierte Hand nach etwa 3 Wochen wieder eingeschränkt belastbar. Nach 6 Wochen kann der Patient auch körperlich anspruchsvolle Arbeiten wieder verrichten. Ab dann ist die Hand wieder uneingeschränkt belastbar.

Wie bei jeder Operation lassen sich natürlich Komplikationen nicht hundertprozentig ausschließen. In manchen Fällen bildet sich an der gleichen Stelle erneut ein Überbahn und auch das Karpaltunnelsyndrom kann sich durch Narbenstränge erneut ausbilden.

Was ist ein Überbein (Ganglion)?

Ein anderes häufiges Problem im Bereich des Handgelenks ist das sogenannte Überbein (Ganglion). Hierbei handelt es sich um mit Flüssigkeit gefüllte Ausstülpungen von Kapselanteilen der Gelenke oder Sehnenscheiden. Ein Überbein sollte immer dann entfernt werden, wenn es Beschwerden macht oder auf benachbarte Strukturen drückt.

Operative Entfernung eines Überbeins

Bei der Entfernung eines Überbeins wird über der Schwellung ein Hautschnitt angelegt und danach das Ganglion vorsichtig aus seiner Umgebung, die aus Sehnen, Kapselgewebe, Nerven und Blutgefäßen bestehen kann, gelöst und herausgeschält, Manchmal wird dabei zur besseren Sicht auch eine Lupe oder ein Operationsmikroskop benutzt. Das Ganglion wird entfernt und die Wunde vernäht. Nach der Operation wird meist ein ruhigstellender Verband wie z.B.

Vorbereitung auf einen Eingriff an der Hand

Bei Eingriffen an der Hand wird meist die Möglichkeit genutzt, in Blutleere zu operieren, um den Blutverlust so gering wie möglich zu halten und dem Operateur eine bessere Übersicht zu ermöglichen. Dazu wird eine Gummibinde von den Fingern an fest um den betreffenden Arm gewickelt. Sind die Venen dann weitgehend blutleer, wird eine Blutdruckmanschette am Arm aufgepumpt, die einen neuerlichen Bluteinstrom während des Eingriffs verhindert.

Nehmen Sie wegen anderer Erkrankungen regelmäßig Medikamente, sollten Sie den Arzt bzw. Anästhesisten rechtzeitig vorher darüber informieren, da einige Medikamente wie z.B. Auch bei ambulanten Eingriffen am Handgelenk bleiben Sie nach dem Eingriff noch für einige Zeit unter Beobachtung - so lange bis Sie sich fitt für den Heimweg fühlen. Die Betäubung des Armes kann noch einige Zeit anhalten. Sie sollten am Tag des Eingriffs nicht selbst Auto fahren und sollten sich auch nicht alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg machen.

Weitere Hand-OPs

Es gibt verschiedene Möglichkeiten von operativen Eingriffen im Bereich der Hand und des Handgelenkes, u.a. Karpaltunnel-Release, Triggerfinger-Release, Sehnen- und Nervenreparaturen, Gelenkarthroskopien, Frakturreparaturen und die Entfernung von Ganglienzysten.

Die Dupuytren’sche Kontraktur ist eine Erkrankung des Bindegewebes in der Hohlhand und in den Fingern. Mit fortschreitender Krankheit wird das Gewebe strangförmig dicker und es bilden sich Knoten. Durch Gewebeschrumpfung können sich die Finger dann einkrümmen. Durch einen lang andauernden Krankheitsverlauf versteifen sich die Gelenke. Die Patienten können ihre Finger nicht mehr voll strecken und damit ist - je nach Stadium - die Greiffunktion ihrer Hand stark eingeschränkt. Die Erkrankung schreitet in Schüben voran, kann aber auch über viele Jahre stabil bleiben. Der Eingriff kann mit Betäubung des Armes oder in Narkose ambulant oder stationär vorgenommen werden. Dabei werden die für die Kontraktur verantwortlichen Bindegewebsstränge isoliert und entfernt. Die Hand wird kurzfristig auf einer Schiene ruhig gestellt. Eine eventuell eingelegte Drainage wird am Tag nach dem Eingriff entfernt. Die Fäden werden ca. In der Regel können die Finger nach der Operation wieder weitgehend gestreckt werden.

Beim Beugen des Fingers gleitet die Beugesehne noch unter dem Ringband am Grundgelenk durch. Beim erneuten Strecken verhakt sich die Sehne an der Verdickungsstelle am Ringband. Die Sehne kann nicht mehr unter dem Ringband durchgleiten. Bei Beugung des Fingers rutscht die Verdickung unter dem Ringband durch. Ursachen können angeborene Sehnenverdickungen (dann meist am Daumen) oder erworbene Sehnenverdickungen sein. Über einen kleinen Schnitt über dem Ringband des Fingers in der Hohlhand wird das Ringband gespalten.

ist bei handchirurgischen Eingriffen in der Regel nicht erforderlich. Die behandelnde Ärzt:in verordnet im Anschluss an die OP Therapiemaßnahmen wie Physiotherapie und Ergotherapie. Die Patient:in sucht mit der Verordnung eine geeignete Einrichtung - etwa eine Praxis für Physiotherapie - auf, welche die Kosten anschließend direkt mit der Krankenkasse abrechnet. Ob der Gebrauch eines Dosenöffners, das Schneiden von Fleisch mit einem Messer oder das Einsortieren von Medikamenten in eine Pillenbox: Mithilfe der Handtherapie können Sie nach einer OP schnell wieder in Ihren gewohnten Alltag zurückkehren. beim zuständigen Kostenträger einreichen. Erwerbstätige (auch Arbeitslose) wenden sich an die Rentenversicherung, Rentner an die gesetzliche Krankenkasse. für einen stationären Aufenthalt in einer Reha-Klinik nach einer Hand-OP werden nur in Einzelfällen übernommen. Dies könnte beispielsweise bei Handwerkern der Fall sein, denen ohne Reha eine Erwerbsminderung oder gar eine Berufsunfähigkeit droht. Auf dem Antrag bzw. ggf.

Heilungsprozess nach einer Hand-OP

Eine Hand-OP kann Schmerzen im Handbereich lindern und die Beweglichkeit des Handgelenks erhalten oder wiederherstellen. Die Heilung nach einer Hand-OP variiert je nach Art der Operation und individuellen Faktoren, in der Regel dauert die vollständige Genesung jedoch etwa 6 bis 12 Wochen. Nach einer Hand-OP schwillt die Hand häufig an, weil der Körper auf die Operation reagiert und entzündliche Prozesse in Gang setzt, um die Heilung zu unterstützen.

Um die Heilung zu fördern, sollte eine Schonung der Hand für 2-4 Wochen erfolgen. Eine Physiotherapie ist selten erforderlich. Sportliche Ertüchtigung wie z. B. Fahrradfahren ist in der Regel wieder möglich, sobald die Wunde gut verheilt ist und das Handgelenk belastbar ist - meist nach 3-4 Wochen. Die Hand ist oft erst geschwollen und die Wunden müssen in Ruhe heilen. Wir empfehlen daher eine Schonung der Hand für mindestens zwei Wochen. Nach diesen zwei Wochen erfolgt der Fadenzug. Eine Ruhigstellung mittels Schiene ist meist nicht erforderlich, wichtig hingegen ist die zügige Mobilisation der zuvor lange in einer Fehlhaltung fixierten Fingergelenke. Die Wunden sind meistens nach zwei bis drei Wochen verheilt. Schwellungen sind jedoch oft noch bis zu vier bis sechs Wochen nach dem Eingriff sichtbar. Der Verband sollte bis zum Fadenzug trocken bleiben.

Spezialisten für Handbeschwerden

Für die Diagnose und Behandlung des Karpaltunnel-Syndroms ist ein Orthopäde oder ein Handchirurg die richtige Anlaufstelle. Orthopäden sind spezialisiert auf Erkrankungen des Bewegungsapparates und können die hierfür notwendigen Behandlungsschritte einleiten. Sollte eine Karpaltunnel-OP notwendig sein, wird diese von einem Handchirurgen durchgeführt. Beide Fachrichtungen arbeiten oft eng zusammen. Besonders geeignet sind Ärzte, die als Fachärzte für Orthopädie/Unfallchirurgie, Chirurgie oder Plastische Chirurgie eine Zusatz-Weiterbildung zur Handchirurgie absolviert haben.

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