Migräne ist eine weit verbreitete neurologische Erkrankung, die durch starke, pulsierende Kopfschmerzen, oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen und Licht- und Geräuschempfindlichkeit, gekennzeichnet ist. Betroffene suchen häufig nach wirksamen Behandlungsmethoden, um die Häufigkeit und Intensität ihrer Migräneattacken zu reduzieren. In den letzten Jahren hat Hanföl, insbesondere CBD-Öl, aufgrund seiner potenziellen therapeutischen Eigenschaften zunehmend an Aufmerksamkeit gewonnen. Dieser Artikel beleuchtet die Anwendung von Hanföl bei Migräne, seine Wirkungsweise, die aktuelle Studienlage sowie Erfahrungsberichte von Betroffenen.
Kopfschmerzen und Migräne: Ein Überblick
Kopfschmerzen haben vielseitige Ursachen. Circa 5 % der Bevölkerung leiden an täglichen Kopfschmerzen, davon sind etwa 40 % mit Spannungskopfschmerz geplagt. Diese Form ist damit eine der häufigsten Kopfschmerztypen. Die Ursache und der genaue Schmerzmechanismus im Körper sind wie bei den meisten anderen Kopfschmerztypen nicht vollständig geklärt. Es wird ein Zusammenspiel aus persönlichen und Umweltfaktoren, sowie eine Veränderung von peripheren und zentralen Schmerzsignalwegen vermutet. Periphere Schmerzsignale stammen von unterschiedlichen Geweben, um den Kopf herum und von den Muskeln. Des Weiteren stehen Entzündungen und Muskelischämien (Minderdurchblutung der Muskeln) im Verdacht periphere Schmerzmechanismen zu verändern und dadurch Kopfschmerzen auszulösen.
Migräne ist eine sehr unangenehme Kopfschmerzform und ist oft ein ewiger Begleiter für Betroffene. Die Ursachen und der genaue Pathomechanismus von Migräne sind auch hier nicht vollständig geklärt. Es gibt hierzu einige Hypothesen, wobei die Neurotransmitter Serotonin, Glutamat, CGRP und Stickstoffmonoxid eine zentrale Rolle einnehmen. Ein prominenter Erklärungsversuch ist die vaskuläre Hypothese, welche auf der verbreiteten Beobachtung basiert, dass Migräne mit einem verlangsamten Blutfluss im Gehirn einhergeht (Vasodilatation). Der typische pochende Schmerz bei Migräne lässt sich gut mit dieser Hypothese erklären, ebenso die Beobachtung, dass Substanzen, die zur Gefäßverengung führen, Abhilfe schaffen.
Was ist CBD-Öl?
CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol und ist ein Wirkstoff, der aus den Blüten der Pflanze Cannabis sativa gewonnen wird. Dabei handelt es sich um einen legal gezüchteten Kultur- und Nutzhanf, der auch für die Herstellung von Textilien und Speiseölen verwendet wird. CBD ist allerdings nicht gleichzusetzen oder zu verwechseln mit THC (Tetrahydrocannabinol), das für seine psychoaktive und anregende Wirkung und das High-Gefühl beim Kiffen verantwortlich ist. CBD enthält nur klitzekleine Mengen THC. Das CBD-Öl beispielsweise, was ich nehme, hat einen THC-Wert von 0,2%. Das ist so gering, dass Konsument:innen dieses Öls ganz normal am Straßenverkehr teilnehmen dürfen und arbeitsfähig sind.
CBD gibt es in sehr unterschiedlichen Formen und Produkten. Wer schon mal in einem CBD-Shop war, kennt die diversen Produkte wie Pasten, Salben, Kapseln, Sprays, Öle, Kaugummis, Schokoladen, Cookies, Gummibärchen… Mit diesen Varianten kenne ich mich allerdings nicht aus. Ich habe ein CBD-Öl verwendet und diese gibt es in verschiedenen Konzentrationen von üblicherweise 3% bis 20% CBD7.
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Die Rolle des Endocannabinoid-Systems (ECS)
Aber warum wirken Cannabinoide wie CBD nun so gut im menschlichen Körper? Anfang der 1990er Jahre beschäftigte sich ein Team von Wissenschaftlern rund um den bekannten Cannabisforscher Dr. Raphael Mechoulam mit genau dieser Frage. Sie fanden heraus, dass der Mensch über ein körpereigenes Cannabinoid-System verfügt. Der Mensch produziert demnach körpereigene, also endogene Cannabinoide, die an sehr vielen essenziellen Körperfunktionen beteiligt sind und diese regulieren. Daher kommt auch der Name - Endocannabinoid-System, kurz ECS genannt. Das ECS ist Teil unseres Nervensystems. Aber nicht nur Menschen verfügen darüber, auch die meisten Tiere. Bisher konnten zwei primäre Cannabinoid-Rezeptoren eindeutig identifiziert werden - der CB1-Rezeptor und der CB2-Rezeptor. Diese Rezeptoren liegen verstreut im zentralen und peripheren Nervensystem.
CBD dockt an dem körpereigenen Endocannabinoid-System an. Dies ist ein Regulationssystem, das der Wächter unseres psychischen Gleichgewichts zu sein scheint. Das Endocannabinoid-System besteht hauptsächlich aus der körpereigenen Substanz Anandamid und seinem Rezeptor. Wenn Nervenzellen z.B. wegen Stress außer Kontrolle geraten, wird Anandamid freigesetzt. Dieses sorgt dafür, dass die Neuronen wieder die normalen Aktivitäten aufnehmen und der empfundene Stress abnimmt. Das Anandamid und seine Rezeptoren befinden sich zwar in erster Linie im Gehirn, aber auch an anderen Stellen im Körper. Und somit greift es auch in diverse Vorgänge wie Schlaf, Schmerzempfinden, Verdauung, Nervensystem und Entzündungsreaktionen ein. CBD-Moleküle docken genau an diesem System an und können sich daher gesundheitsfördernd auswirken.
In einer Tierstudie konnte ein direkter Zusammenhang zwischen neuropathischen Schmerzen und der Erhöhung der Endocannabinoide Anandamid und 2-Arachidonylglycerol gezeigt werden. Es wird vermutet, dass die Ausschüttung dieser Stoffe und die damit erhöhte Aktivität der Cannabinoid-Rezeptoren (auf die auch CBD wirkt), eine Reaktion des Körpers, um Schmerzen zu lindern.
Wie wirkt CBD-Öl bei Migräne und Kopfschmerzen?
CBD wirkt schmerzstillend, entkrampfend, angstlösend, antipsychotisch und generell beruhigend. Darüber hinaus wird dem Cannabidiol nachgesagt entzündungshemmend, antibakteriell und antikanzerogen zu sein sowie bei Übelkeit zu helfen. Der Nachweis über die Wirkung von CBD auf das Endocannabinoid-System ist die theoretisch und wissenschaftliche fundierte Grundlage für die Heilkräfte, die so viele Menschen dieser Pflanze zuschreiben. In Israel, wo die CBD-Forschung aktuell am weitesten ist, sind die Forscher überzeugt: CBD ist DAS Vorreiter-Produkt einer neuen Medizinsparte.
Migräne kann durch entzündliche Prozesse im Gehirn verschärft werden. Einige Studien deuten darauf hin, dass Cannabinoide den Serotoninspiegel beeinflussen können. Migräne geht häufig mit Übelkeit und Erbrechen einher.
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Studienlage: CBD-Öl & Migräne
Es wurden bereits sehr viele Studien durchgeführt, die die Wirkung von Cannabis und Cannabinoiden auf Kopfschmerzen, Migräne und chronische Schmerzen untersuchten. Es gibt einige Hinweise darauf, dass Cannabinoide wie THC und CBD durch einen modulierenden Effekt auf das Endocannabinoid-System eine positive Wirkung auf bestimmte Krankheitsbilder erzielen können. Je mehr Forschung unternommen wird, desto eindeutiger können diese Zusammenhänge bestätigt werden.
Die Forschung über die Verwendung von CBD bei Migräne ist leider sehr begrenzt. Bestehende Studien untersuchen die kombinierten Wirkungen von Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC). Es gibt derzeit keine veröffentlichten Studien, die die Auswirkungen von CBD als alleinigen Bestandteil auf die Migräne untersuchen. Diese begrenzte Forschung ist zum Teil auf Vorschriften zu CBD und Hindernissen bei der Legalisierung von Cannabis zurückzuführen. Dennoch haben einige Studien gezeigt, dass CBD-Öl alle Formen von chronischen und akuten Schmerzen, einschließlich Migräne, lindern kann. Und das mit lediglich geringen Nebenwirkungen.
Eine Meta-Analyse aus Kanada untersuchte die Ergebnisse von 18 verschiedenen klinischen Studien, welche die Wirkung von Cannabis oder Cannabinoiden auf chronische Schmerzen untersuchten.
Auf dem 3. Kongress der europäischen Akademie für Neurologie (EAN) in Amsterdam im Juni 2017 wurde eine interessante Studie aus Italien präsentiert. Bei dieser Studie wurden chronische Migränepatientinnen und Patienten mit einem Kombipräparat aus CBD und THC behandelt. Die Intensität der akuten Schmerzen konnte dadurch um 55 % gelindert werden. In einem zweiten Teil der Studie wurde das gleiche Präparat zur Migräne-Prophylaxe verabreicht. Die Kontrollgruppe erhielt Amitryptylin, ein Medikament, das sich bereits zur Prophylaxe gegen Migräne bewährt hat und eingesetzt wird. Tatsächlich konnte das Kombipräparat aus CBD und THC eine vergleichbare Verbesserung bewirken, wie Amitryptylin (40.4 % vs. 40. 1%). Diese Ergebnisse sind sehr beeindruckend und die Forschung ist drauf und dran diese Befunde durch weitere Studien zu bestätigen.
Eine 2022 durchgeführte Studie fand heraus, dass medizinisches Cannabis die Anzahl der monatlichen Migräneanfälle signifikant reduzieren kann. Patienten, die Cannabis über sechs Monate verwendeten, berichteten von einer Reduktion der Migränehäufigkeit um bis zu 51 % im Vergleich zu Nicht-Cannabis-Produkten. Darüber hinaus ergab eine weitere klinische Studie, dass eine Kombination aus THC und CBD effektiver bei der Linderung von Migräneschmerzen war als die alleinige Verwendung eines dieser Cannabinoide.
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Eine Untersuchung ergab außerdem, dass Patienten, die Cannabis einsetzten, ihre Kopfschmerzintensität fast halbierten. Dabei wurden Konzentrate wie Cannabisöl effektiver in der Schmerzreduktion als Cannabisblüten bewertet.
Insgesamt ist Stand heute die Studienlage zu Cannabis gegen Migräne besser als die von CBD gegen Migräne. Viele Studien beschäftigen sich mit der Wirksamkeit von Cannabisextrakten (mit THC) auf Schmerzen, die Frequenz von Migräneanfällen und die allgemeine Lebensqualität und konnten relativ gut belegen, dass Cannabis gegen Migräne hilft. Trotzdem bevorzugen viele Patienten CBD, weil es eben nicht psychoaktiv wirkt, also nicht berauscht oder die Wahrnehmung verändert (d.h. kein "High"-Gefühl auslöst). CBD ist gut verträglich, macht nicht abhängig und lässt sich problemlos in den Alltag integrieren. Hinzu kommt: THC-haltiges Cannabis kann Migräne-Symptome sogar verschlimmern, Angstgefühle und Herz-Kreislaufprobleme auslösen. Insgesamt scheint CBD also die bessere Wahl gegen Migräne zu sein.
Anwendung von CBD-Öl bei Migräne
Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, CBD zu konsumieren. Neben dem klassischen CBD Öl gibt es diverse andere Produkte, wie zum Beispiel Kapseln, Salben, Pastillen, Kaugummis und ähnliches. Viele Menschen mit Migräne greifen aber meist doch zu CBD in Öl-Form, da sich die Konzentration besser wählen lässt und die Dosis einfacher angepasst werden kann. Natürliche Vollextrakte, im Idealfall in Bio-Qualität mit einer CBD-Konzentration von 8%, 10% und 13%. haben sich in Bezug auf Migräne bewährt. Da die Wirkung von CBD eine sehr individuelle ist, ist der Weg zur eigenen Wohlfühldosis am besten nach dem Motto „Weniger ist mehr“ zu erreichen.
CBD Öl einzunehmen ist zum Glück sehr einfach. Am besten werden Tropfen direkt unter die Zunge getropft. Zuerst sollte man die Flasche allerdings gut schütteln und dann die Pipette neu füllen. Wie bereits erwähnt, muss man sich bei der Anwendung von CBD in Form von handelsüblichen und rezeptfreien CBD-Produkten keine Sorgen um eine berauschende Wirkung machen. THC ist der Stoff, der für die psychoaktive Wirkung von Cannabis verantwortlich ist.
Es gibt keine allgemein gültige Dosierungsempfehlung für CBD Öl. Jeder Mensch reagiert sehr individuell auf den Wirkstoff. Deshalb muss auch jeder seine eigenen Erfahrungen damit machen und ausprobieren, was für einen selbst die ideale Dosis ist. Wichtig ist allerdings, dass man sich langsam „hocharbeitet“. Eine zu hohe Dosis am Anfang kann unter Umständen zu jenen beschriebenen Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Benommenheit führen. Empfehlenswert ist es deshalb, zum Beispiel mit 2×3 Tropfen zu starten und die Dosis dann langsam steigern, bis die individuelle Wohlfühldosis erreicht ist. So gibt man dem Körper die Chance, sich an CBD zu gewöhnen und bestmöglich darauf zu reagieren.
Am besten nimmt man das Öl übrigens auf nüchternen Magen oder in 10 bis 15 Minuten Abstand zu Mahlzeiten und Getränken. Und ein weiterer Hinweis für Kopfschmerz- und Migräne-Betroffene, die zusätzlich andere Medikamente zu sich nehmen: Bei den meisten Medikamenten sollte man einen Abstand von zwei Stunden zu dem Öl einberechnen.
Wie schnell man die Wirkung von CBD bemerkt, hängt ganz von der Art der Aufnahme und auch Art und Qualität der Produkte ab. Wenn man CBD in Form von Öl einnimmt, darf man nach circa zwei bis zwanzig Minuten mit einer Wirkung rechnen. Etwas länger dauert es, wenn CBD über die Haut aufgenommen wird, etwa in Form von einer Salbe oder Tinktur. Hier kann es bis zu einer Stunde oder auch länger dauern, bis die gewünschte Wirkung eintritt. Generell ist es sicher empfehlenswert, das CBD Öl gegen Beschwerden prophylaktisch zu verwenden und den Körper mit CBD bekanntzumachen.
Wenn Sie in der Vergangenheit nur zu bestimmten Tageszeiten unter Migräne gelitten haben, passen Sie Ihre Dosierung entsprechend an und konzentrieren Sie sich auf diese Tageszeiten. Es wird empfohlen, etwa eine halbe Stunde vor dem Auftreten der Migräne CBD einzunehmen. Wenn die Migräne plötzlich auftritt, nehmen Sie CBD regelmäßig 2 bis 3 Mal am Tag ein.
Für eine individuelle Beratung zu den besten Anwendungsmethoden und der passenden Dosierung kontaktieren Sie die kostenlose Hotline der Cannamedical Pharma.
Weitere Tipps zur Anwendung
- Start low, go slow: Beginnen Sie mit einer niedrigen Dosis und steigern Sie langsam, um Nebenwirkungen zu vermeiden.
- Einnahmemethoden variieren: Bei akuten Migräneanfällen ist die Inhalation (z. B. durch Verdampfen) wegen der schnellen Wirkung innerhalb weniger Minuten nützlich. Öle und Tinkturen sind eine diskrete Alternative, die unter die Zunge getropft wird und eine etwas längere Wirkung bietet.
- Überwachung der Reaktion: Führen Sie ein Tagebuch über Dosierung und Reaktionen, um herauszufinden, was am besten wirkt.
- Bei potenziellen Medikamenteninteraktionen: Einige Migränemedikamente können mit Cannabis interagieren.
Mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von CBD
Insgesamt ist CBD sehr viel besser verträglich als klassische Migräne-Medikamente oder THC-haltige Cannabispräparate. Trotzdem kommt es nicht ganz ohne Nebenwirkungen aus. Besonders wichtig: CBD kann mit verschiedenen Medikamenten interagieren, die über Leberenzyme abgebaut werden. Dazu zählen manche Blutverdünner, Antidepressiva oder auch einige Migräneprophylaxe-Medikamente. Ein weiteres Problem ist die Qualität der Produkte. Da der CBD-Markt noch nicht einheitlich reguliert ist, unterscheiden sich Reinheit, Konzentration und Inhaltsstoffe teils erheblich. Auch in der Studie von 2025 warne die Autoren ausdrücklich vor ungetesteten Produkten und unterstreichen die Bedeutung unabhängiger Laboranalysen.
Als ich anfing die Tropfen zu nehmen, war ich die ersten Tage manchmal etwas müde oder fühlte mich teilweise sogar ein bisschen benommen. Zudem hatte ich leichte Konzentrationsschwierigkeiten. Dies war aber auf einen bereits oben unter „Wie nehme ich die CBD-Tropfen ein?“ erwähnten, anfänglichen Dosierungsfehler zurückzuführen. Ansonsten hatte und habe ich keinerlei Nebenwirkungen.
Insgesamt zeigen Studien, dass die Nebenwirkungen von CBD-Produkten minimal sind. Dennoch sind Müdigkeit, Schläfrigkeit, Benommenheit, Schwindel, ein trockener Mund, niedriger Blutdruck, Magen-Darm-Verstimmungen sowie Veränderungen in Appetit und Gewicht möglich. Auch ein Anstieg der Leberwerte wurde bei Mäusen beobachtet, die allerdings mit extrem hohen Dosen von CBD-reichem Cannabisextrakt behandelt wurden.
Das Risiko für Nebenwirkungen kann auch von der Art und Weise abhängen, wie das CBD-Öl verwendet wird. So kann beispielsweise das Vaping zu Lungenreizungen und somit chronischem Husten und Atembeschwerden führen. Wenn du Asthma oder eine andere Art von Lungenerkrankung hast, können Ärzt:innen dir daher raten, CBD-Öl nicht einzunehmen. Als Langzeitrisiko kann ein Übelkeitssyndrom entstehen.
Bezüglich der Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten spreche bitte mit einem qualifizierten Arzt oder Ärztin. CBD kann mit einigen Medikamenten wie beispielsweise Antibiotika, Antidepressiva, Blutverdünnern sowie auch einigen Nahrungsergänzungsmitteln interagieren. Ich weiß nur, dass Betablocker und CBD-Öl beide den Blutdruck senken und daher zwei Stunden Abstand zwischen der Einnahme empfohlen werden. Denn ich nehme auch einen Betablocker als Migräneprophylaxe.
Um auch mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auszuschließen, sollte man die Einnahme von CBD unbedingt vorher mit einem qualifizierten Arzt absprechen! CBD könnte beispielsweise mit manchen Blutverdünnern, Antidepressiva oder Antibiotika wechselwirken.
Erfahrungsberichte von Anwendern
Seitdem CBD-Öl in vielen Ländern legalisiert wurde, konsumieren Schmerzpatient:innen und Menschen mit anderen chronischen Erkrankungen das Öl aus Cannabidiol in unterschiedlichen Formen - und das aus gutem Grund. In den Medien und in den Kopfschmerz- und Migräne-Foren liest man schon seit einiger Zeit, dass es einigen Betroffenen hilft die Anzahl und Intensität ihrer Kopfschmerz- und Migräne-Anfälle zu reduzieren.
Ich war bereits nach kurzer Zeit überzeugt: ich möchte es definitiv ausprobieren! Vor circa sieben Monaten dann habe ich angefangen CBD-Tropfen zu nehmen. Da ich schon viele unterschiedliche medikamentöse Prophylaxen sowie diverse Haus- und Heilmittel ausprobiert habe, weiß ich, dass man relativ lange warten muss, bis man wirklich sagen kann, ob etwas langfristig wirkt.
Daher traue ich mich auch erst jetzt nach so langer Zeit ein Resümee über die Wirkung von CBD auf meine Migräne und Spannungskopfschmerzen zu ziehen. Und dabei liegt die Betonung auf MEINE, denn eins gleich vorweg: CBD ist definitiv kein Allheilmittel und wirkt wie auch alle anderen Medikamente und Therapien bei jedem unterschiedlich. Daher kann ich nur jedem raten, es selber auszuprobieren und sich nicht auf allgemeine Aussagen oder meine Erfahrung zu verlassen.
Nun - nach sieben Monaten - kann ich definitiv sagen, dass sich meine Migräne sowie meine Spannungskopfschmerzen langfristig extrem verbessert haben. Die Anfallshäufigkeit und vor allen Dingen die Anfallsstärke haben sich so reduziert, dass ich fast gar keine Schmerzmedikamente oder Triptane mehr nehme.
Ich fühle mich wie ein neuer Mensch und konnte anfangs gar nicht fassen, wie viel Zeit mir plötzlich zur Verfügung steht, wenn ich nicht ständig ausgeknocked im Bett liege. Und wie viel mehr Lebensqualität ich gewinne - so fast ganz ohne Kopfschmerzen. Der Unterschied war sogar so krass, dass selbst mein Freund, der mich nur mit diesen wirklich vielen Migräneattacken pro Monat kennt, überrascht war, was für ein anderer Mensch da noch in mir steckt. Denn ich bin natürlich sehr viel aktiver, wacher und fitter geworden. Ich wache fast jeden Morgen mit einer enormen Energie auf.
Thomas, Ulm: Nachdem ich es einige Zeit testete, nahm das Hanföl 10% CBD meine Frau bei einem extremen Migräne Anfall, keine Stunde verging und der Anfall war weg! Meine Mutter ist seit über 60 Jahren Beinamputiert und hat immer schon Phantom-Schmerzen. Als Kind wusste ich immer, wenn das Wetter sich ändert, weil meine Mutter dann immer fürchterliche Schmerzen hatte. Kein Arzt konnte ihr helfen, inzwischen ist sie Opium abhängig, weil es das einzige ist, was die Ärzte ihr gaben und es hilft nicht einmal! Also war sie das beste Versuchsobjekt. Zunächst war sie skeptisch, aber was hatte sie zu verlieren. Was soll ich sagen, heute nimmt sie täglich 1-2 Tropfen und sie kann nicht wirklich mehr sagen, ob sich das Wetter ändert! "An den Geschmack muss man sich gewöhnen, aber dafür das ich nach so langen Jahren schmerzfrei bin, gewöhne ich mich gerne daran", sagte sie mir und will es nie wieder missen.
Sophia, 11: „Ich benutze das CBD Öl jetzt schon seit knapp 2 Jahren wegen meiner chronischen Migräne. Dadurch habe ich weniger Schmerzen und muss mich auch weniger im Alltag einschränken, außerdem nehme ich weniger Schmerzmittel und fühle mich viel wohler damit."
Andreas, Prag: Aufgrund meiner eigenen Erfahrung (und von anderen) komme ich für mich nun zu folgendem Ergebnis: Bei akuter Migräne (seit Einnahme fast 3 mal gehabt und erfolgreich mit CBD bekämpft) haben sich bei mir und einem anderen Familienmitglied beispielsweise 8 Tropfen mit 5% Hanföl mit CBD bewährt. Prophylaktisch nehme ich (zusammen mit meiner Familie) allerdings nur pro Tag 3 bis 5 (12 bis 15) CBD Tropfen (5%) ein. Eine allgemeine Verbesserung des Wohlbefindens ist dabei deutlich zu bemerken.