Heidelberg Hirntumor Zweitmeinung Spezialisten: Umfassende Expertise für Ihre Sicherheit

Wenn Sie oder ein Angehöriger mit der Diagnose eines Hirntumors konfrontiert sind, ist es verständlich, dass Sie sich umfassend informieren und alle verfügbaren Optionen in Betracht ziehen möchten. Eine Zweitmeinung von erfahrenen Spezialisten kann Ihnen dabei helfen, die bestmögliche Therapieentscheidung zu treffen und Sicherheit zu gewinnen. In Heidelberg stehen Ihnen hochqualifizierte Experten zur Verfügung, die Ihnen mit ihrem Fachwissen und modernsten Technologien zur Seite stehen.

Wann ist eine Zweitmeinung sinnvoll?

Eine Zweitmeinung kann in verschiedenen Situationen hilfreich sein:

  • Neu diagnostizierte Erkrankung: Um die Diagnose zu bestätigen und verschiedene Therapieansätze zu evaluieren.
  • Bestehende Behandlung: Wenn Sie sich unsicher sind, ob die empfohlene Therapie optimal ist oder ob es alternative Behandlungsmöglichkeiten gibt.
  • Wiederauftreten des Tumors (Rezidiv): Um neue Behandlungsstrategien zu entwickeln.
  • Komplexe Fälle: Wenn die Behandlung kompliziert ist und die Spezialisten verschiedener Fachrichtungen einbezogen werden müssen.

Das Neuroonkologische Zentrum Heidelberg: Ihre Anlaufstelle für eine Zweitmeinung

Das Neuroonkologische Zentrum in Heidelberg bietet Patienten mit Hirntumoren eine umfassende Expertise und modernste Behandlungsmöglichkeiten. Hier arbeiten Spezialisten verschiedener Fachrichtungen interdisziplinär zusammen, um für jeden Patienten eine individuelle Therapieempfehlung zu erarbeiten.

Wie erhalten Sie eine Zweitmeinung?

  1. Kontaktaufnahme: Wenden Sie sich an das Neuroonkologische Zentrum, um einen Termin für eine Zweitmeinung zu vereinbaren.
  2. Unterlagen: Stellen Sie alle relevanten medizinischen Unterlagen zusammen, einschließlich:
    • Originalbericht(e) über die pathologische Beurteilung des Tumors
    • Röntgen-/CT-/MRT-Bilder auf CD (im DiCom-Format)
    • Berichte der behandelnden Ärzte über die bisherige Therapie (Art der Operation, Chemotherapie, Radiotherapie)
    • Berichte über andere relevante Begleiterkrankungen
    • Relevante Laborbefunde
  3. Überweisungsschein: Beachten Sie, dass Sie als Patient einer universitären Hochschulambulanz (außer in Notfällen) einen gültigen Überweisungsschein von Ihrem Haus- oder Facharzt benötigen (Vermerk: "Universitätsklinikum HD, NCT").
  4. Persönliche Vorstellung: Für die Teilnahme an der Zweitmeinung ist eine persönliche Patientenvorstellung zwingend erforderlich.
  5. Interdisziplinäre Beratung: Nach Vorliegen aller Unterlagen und der Patientenvorstellung erfolgt innerhalb von fünf Arbeitstagen eine interdisziplinäre Beratung durch Experten der Medizinischen Onkologie, Strahlentherapie, Chirurgie, Pathologie sowie weiterer Spezialisten des entsprechenden Fachgebietes.

Qualität und Expertise in Heidelberg

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist als erstes international begutachtetes Zentrum in Deutschland von der Deutschen Krebshilfe als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet worden. Dies unterstreicht die hohe Qualität der Versorgung und die enge Verzahnung von Forschung und Klinik.

Strukturelle Qualitätskriterien:

  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Wesentliche Therapieentscheidungen werden interdisziplinär getroffen, wobei Spezialisten aus 22 Fachkliniken des Universitätsklinikums Heidelberg sowie der Thoraxklinik Heidelberg beteiligt sind.
  • Therapiestandards (SOP): Für mehr als 50 Tumorerkrankungen sind Therapiestandards verfügbar, die von allen relevanten Spezialisten gemeinsam erarbeitet wurden und regelmäßig aktualisiert werden.
  • Tumorboards: Komplexe Fälle werden in Expertenrunden, den sogenannten Tumorboards, individuell diskutiert, um maßgeschneiderte Therapiestrategien zu entwickeln.
  • Innovative Behandlungen: Patienten haben Zugang zu innovativen Behandlungen im Rahmen von klinischen Studien. Am Universitätsklinikum Heidelberg werden ständig mehr als 300 klinische Studien zu Tumorerkrankungen durchgeführt.
  • Umfassende Beratung: Ergänzend stehen allen Patienten umfassende Beratungsmöglichkeiten zur Verfügung, etwa Ernährungsberatung, Sozialdienst oder Beratung zu Sport und Krebs.

Präzisionsonkologie / Individualisierte Krebsmedizin

Am Universitätsklinikum Heidelberg wird die Präzisionsonkologie / individualisierte Krebsmedizin als hochinnovatives Programm verfolgt. Dies bedeutet, die individuellen molekularen, zellulären und immunologischen Eigenschaften und die Ausdehnung einer Tumorerkrankung exakt zu bestimmen und basierend auf der individuellen Tumorbiologie eine für den einzelnen Patienten optimierte Therapie zu entwickeln.

Lesen Sie auch: Expertise in Neurologie: Universitätsklinik Heidelberg

Robotische Thoraxchirurgie

Die robotische minimal-invasive Thoraxchirurgie hat in den letzten Jahren aufgrund großer Vorteile gegenüber der offenen Thoraxchirurgie und der klassischen minimal invasiven Chirurgie an Bedeutung gewonnen und bietet eine innovative und schonende Alternative zu traditionellen chirurgischen Verfahren. In der Thoraxklinik der Universität Heidelberg wurden bereits über 1000 Patienten mit Hilfe dieser modernen Operationstechnik komplikationsarm operiert.

Vorteile der robotischen Thoraxchirurgie:

  • Minimale Invasivität
  • Hochpräzise robotische Instrumente mit großer Manövrierbarkeit
  • Hochauflösende 3D-Kamera für eine detaillierte Darstellung des Operationssitus
  • Geringeres postoperatives Schmerzempfinden
  • Schnellere Erholung der Lungenfunktion
  • Verkürzung der Liegedauer der Thoraxdrainagen und des stationären Aufenthalts

Kinderonkologie

Das Zweitmeinungsboard des KiTZ (Kinderkrebszentrum Heidelberg) ist ein Angebot, das sich besonders an Patientinnen und Patienten mit wiederauftretenden Hirntumoren oder soliden Tumoren des Bauchraumes und des Brustkorbes, aber auch anderen Krebsarten richtet. Das KiTZ verfügt über ein kinderchirurgisches Team, dass insbesondere auf die Tumorchirurgie des Bauchraums und des Brustkorbs bei Kindern und Jugendlichen spezialisiert ist.

Hirntumorchirurgie in Heidelberg: Modernste OP-Techniken für bestmögliche Ergebnisse

Die Hirntumorchirurgie steht am Anfang der Behandlung vieler neuroonkologischer Patienten. In Heidelberg setzen die Neurochirurgen neben ihrer operativen Erfahrung ein umfangreiches Spektrum modernster OP-Techniken ein, um ein bestmögliches Operationsergebnis zu erzielen.

Moderne OP-Techniken:

  • Mikrochirurgische Operation: Standardmäßige Verwendung moderner OP-Mikroskope.
  • Fluoreszenz-gestützte Chirurgie: Bei Kontrastmittel-aufnehmenden Gliomen kann das Tumorgewebe selektiv mit der fluoreszierenden Substanz 5-Aminolävulinsäure (5-ALA) angefärbt und sichtbar gemacht werden.
  • Intraoperativer Hochfeld-Kernspintomograph: Ermöglicht die intraoperative Sichtbarmachung und Entfernung von Resttumoren.
  • Intraoperative Raman-Spektroskopie, konfokale Lasermikroskopie und Nanopore-Technologie: Zur Optimierung des Resektionsausmaßes und zur intraoperativen Diagnosestellung.
  • Präoperative funktionelle Bildgebung (fMRT, Traktographie): Zur Darstellung funktionstragender Areale an der Hirnoberfläche und Faserbahnen in der Tiefe des Gehirns.
  • Intraoperatives elektrophysiologisches Neuromonitoring: Zur Lokalisation und Überwachung der motorischen, sensiblen und Sprachfunktionen.
  • Wachkraniotomie: Operationen bei wachem, schmerzfreien Patienten zur Überwachung und Erhaltung wichtiger Funktionen.
  • Computergestützte Operationsinstrumente (Neuronavigationssysteme): Ermöglichen das millimetergenaue Erreichen und Beseitigen des Tumors.
  • Endoskopische Operation: Operationen ohne Öffnung des Schädels, z.B. durch die Nase.

Forschungsschwerpunkte in der Heidelberger Neuroonkologie

Der Heidelberger Schwerpunkt Neuroonkologie nimmt eine international führende Stellung ein und ist integraler Bestandteil des Hirntumorprogramms des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg. Die Forschungsschwerpunkte umfassen:

  • Entwicklung einer molekular-basierten Hirntumor-Diagnostik
  • Generierung einer Datenbank basierend auf genomischen und proteomischen Daten
  • Definition klinisch relevanter Behandlungsergebnisse für Hirntumor-Patienten
  • Translation neuer Forschungsergebnisse in die klinische Praxis im Rahmen von molekular stratifizierten Studien
  • Nachweise der Wirksamkeit und Praxistauglichkeit von personalisierter Immuntherapie

Übergeordnetes Ziel der Forschung ist es, die Tumorbiologie von Hirntumoren zu verstehen und neue Erkenntnisse zeitnah in die klinische Anwendung zu übersetzen.

Lesen Sie auch: Erfahrungen und Einblicke in die Neurologische Klinik Heidelberg

Internationale Patienten

Internationale Patienten können sich über das internationale Telemedizinportal an das Universitätsklinikum Heidelberg wenden. Bitte senden Sie folgende Unterlagen:

  • Das ausgefüllte Kontaktformular mit wichtigen Angaben zum Patienten
  • Einen aktuellen Arztbericht (in Deutsch, Englisch oder Russisch)
  • MRT- / CT-Bilder (diese sollten nicht älter als 3 Monate sein)
  • Den schriftlichen Befund des begutachtenden Radiologen im Heimatland

Das International Office leitet die Anfrage unmittelbar nach Erhalt der vollständigen Informationen an einen erfahrenen neurochirurgischen Experten.

Lesen Sie auch: Psychiatrische Versorgung Heidelberg

tags: #heidelberg #hirntumor #zweitmeinung