Die Heiligen Nerven: Bedeutung, Ursprung und Zusammenhänge

Die menschliche Existenz ist ein komplexes Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele. Störungen in diesem System können sich auf verschiedenen Ebenen manifestieren. In diesem Artikel werden wir uns mit verschiedenen Aspekten der menschlichen Gesundheit und des Wohlbefindens befassen, von traditionellen Heilmethoden bis hin zu modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Chakrenlehre: Eine Reise zu den Energiezentren des Körpers

Die Chakrenlehre, deren Ursprung in der alten indischen Mythologie liegt, betrachtet den Menschen als ein Wesen, dessen Energie entlang der Wirbelsäule in sieben Hauptenergiezentren, den Chakren, fliesst. Das Wort "Chakra" bedeutet in den Veden "Rad" oder "Kreis". Jedes Chakra ist einem bestimmten Körperteil zugeordnet und stellt eine Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele dar.

Gerät dieses Chakrensystem aus dem Gleichgewicht, können seelische und körperliche Störungen auftreten. Es gibt verschiedene Methoden, um die Chakren wieder in Balance zu bringen, darunter Meditation, Yoga, Massage und Akupressur. Eine besonders effektive Methode zur Anregung der Energiefelder ist die Klangmassage, bei der jedes der sieben Chakren mit einer entsprechenden Farbe und einem bestimmten Ton verbunden ist. Der höchste Ton korrespondiert mit dem höchsten Chakra, der tiefste Ton mit dem am tiefsten liegenden Chakra.

Chakra Zuordnung nach 432 Hz Methode

Die 432 Hz Frequenz wird als natürliche Tonfrequenz betrachtet, die im Einklang mit Lebewesen, Natur und Universum schwingt. Es wird angenommen, dass unser Körper und unsere Zellen harmonisch mit dieser Grundfrequenz schwingen. Diese Frequenz soll die beiden Gehirnhälften ausgleichen und einen gesunden Stoffwechsel fördern. Daher eignen sich die Frequenzen auch zur Stimulierung und zum Ausgleich des indischen Chakra-Systems.

Chakra Zuordnung nach Solfeggio

Die Solfeggio Frequenzen basieren auf dem im Mittelalter gebräuchlichen Hexachord System mit einer Skala von 6 Tönen. Diese heiligen Solfeggio Töne bilden eine 6-Ton-Tonleiter, wobei jede Frequenz eine heilende und gesundheitsfördernde Wirkung auf Körper, Geist und Seele haben soll.

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Das Herz in Kunst, Literatur und Wissenschaft

Das Herz wurde in Kunst und Literatur schon immer als besonderes Organ betrachtet. Insbesondere in der Romantik erfuhr das Herz eine vielschichtige Symbolik. Die Dichtung der Frühromantik knüpfte an philosophische Debatten und griff Elemente der zeitgenössischen Medizin auf.

Ob romantische Ideen fachwissenschaftliche Fragestellungen beeinflusst haben, wird oft skeptisch betrachtet. Es scheint ein Gegensatz zwischen romantischen Schwärmereien über das Herz als Quelle der Liebe und den nüchternen Erörterungen der Herzmechanik zu bestehen. Jedoch ist die moderne Herzphysiologie möglicherweise mehr der Romantik verpflichtet, als ihr lieb ist.

Traditionelle Herzvorstellungen

Auf den ersten Blick lässt sich kaum ein Zusammenhang zwischen der romantischen Idealisierung des Herzens und seiner physiologischen Erforschung vermuten. Um die feinen Verbindungslinien zu entdecken, ist es erforderlich, die romantische Idealisierung auf die Vorstellungen der damaligen Zeit zu beziehen.

Der heutige Sprachgebrauch des Wortes "Herz" lässt traditionelle Vorstellungen anklingen. Wir sprechen von einem herzlosen Menschen oder einer Herz erweichenden Geschichte. Dabei verstehen wir unter "Herz" nicht den Hohlmuskel, sondern den Sitz der Seele und des Gemüts, den Ursprung moralischer Empfindung und Verantwortung.

Das Deutsche Wörterbuch belegt, dass die meisten Redewendungen, die die Gebrüder Grimm im 19. Jahrhundert zusammentrugen, heute noch geläufig sind. Nur wenige Bedeutungen beziehen sich auf das anatomische Organ oder den Mittelpunkt des Leibes. Alle anderen kennzeichnen das Herz im übertragenen Sinne als Sitz menschlicher Gemütsbewegungen oder als Hort von Mut, Entschlossenheit, Gewissen oder Gesinnung.

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Diesem Verständnis liegt ein Menschenbild zugrunde, nach dem das Gehirn Verstand und Vernunft, das Herz dagegen Gefühle und Empfindungen beherbergt. Der Gegensatz zwischen "Kopf" und "Herz" lässt sich bis in die griechische Antike zurückverfolgen.

Der Einfluss der Aufklärung

Der alltägliche Sprachgebrauch deckt einen traditionellen Bedeutungsbereich auf, der erst allmählich durch medizinische oder fachwissenschaftliche Vorstellungen überlagert wurde. Die philosophischen und medizinischen Debatten der Aufklärung trugen wesentlich dazu bei, dass das Herz seine Bedeutung als Sitz der Seele und des Gefühls verlor.

Der französische Philosoph René Descartes unterschied zwischen der materiellen und geistigen Natur des Menschen und reduzierte das Herz auf ein rein anatomisch zu verstehendes Organ. Dies ebnete der medizinischen Erforschung der mechanischen Herzaktion und Kreislaufphysiologie den Weg.

Die psychologischen Konzeptionen der Aufklärung hierarchisierten die seelischen Vermögen und ordneten den Verstand unter. Gefühl und Empfindung wurden gegenüber dem Verstand abgewertet. Ende des 18. Jahrhunderts waren sich die Gelehrten einig, dass dem Herz keine besondere Bedeutung bei der Vermittlung seelischer Prozesse zukomme.

Die Romantik als Gegenbewegung

Die Romantik wird oft als eine Epoche der Flucht aus der Verantwortung, des Mystizismus und der Fetischisierung der Natur angesehen. Sie wird als Gegensatz zur Aufklärung betrachtet. Friedrich Frhr. von Hardenberg (Novalis) sah das menschliche Herz als ein "heiliges Organ".

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Die frühromantische Bewegung richtete sich gegen die Aufklärungsphilosophie und propagierte eine intellektuelle Anschauung, mit der der Gegensatz von Natur und Geist aufgehoben werden sollte. Viele Romantiker griffen die traditionelle Vorstellung von der seelisch-körperlichen Doppelnatur des Herzens auf und bauten diese zu einer wichtigen Figur der romantischen Symbolsprache aus. Das Herz bekam eine zentrale Rolle als das für Naturerkenntnis prädestinierte Organ.

Mit der romantischen Kritik an der Überhöhung der Vernunft wurden auch die "niederen" Erkenntnis- und Begehrensvermögen aufgewertet und mit ihnen das Herz als traditioneller Sitz der Gefühle und Empfindungen wieder dem Bereich des Seelisch-Geistigen zugerechnet. Als das leibliche Korrelat des Empfindungsvermögens verkörperte es nun sowohl den Gegenpol zu Verstand und Vernunft als auch das anzustrebende Ideal einer Einheit aller menschlichen Geistesvermögen.

Das Nervensystem im Fokus

Die anatomische Unterscheidung eines besonderen Gangliensystems warf Fragen auf. Johann Christian Reil, ein Anhänger der Philosophie Kants, vertrat den Standpunkt einer "geläuterten Empirie". Er definierte das Seelische als eine Eigenschaft, die zwar in "feineren" Materien aufgehoben, aber nichtsdestotrotz materiell sei. In seinen Schriften koppelte er die Seele an die Hirntätigkeit an und identifizierte sie weitgehend mit den psychischen Vorgängen.

In seiner Untersuchung über die Eigenschaften des Gangliensystems und sein Verhältnis zum Zerebralsystem mischten sich in diese Erörterung anatomischer und klinischer Beobachtungen neue Töne, die im Sprachduktus romantischer Formeln schwelgten. Im Rückgriff auf die naturphilosophische Gedankenwelt der Romantik versuchte Reil die komplizierte Beziehung zwischen Gehirn und Gangliensystem mit einer Analogie zu einer neuen physikalischen Entdeckung zu erfassen: Gleich einem Halbleiter isoliere das Gangliensystem und schirme das Gehirn von der Gefühlswelt ab.

Diese Deutung trennt das seelische Geschehen, das für die Gefühlswelt verantwortlich gemacht wird, vom Verstand als selbständig ab und weist ihm ein eigenes morphologisches Korrelat zu. Sie entspricht dem romantischen Impetus, die unterschiedlichen psychischen Vermögen des Menschen nicht vorbehaltlos dem Primat der Vernunft zu unterstellen. Sie reflektiert mit dem Gedanken einer polaren Organisation und Stufenfolge der lebendigen Systeme zugleich auch wesentliche Grundprinzipien der romantischen Naturphilosophie.

Die moderne Herzphysiologie

In den physiologischen Handbüchern der 1840er Jahre findet sich kaum noch eine Spur vom Herz als einem Organ der Gefühle und der Leidenschaften. Stattdessen werden die anatomischen Grundlagen der Herzaktion beschrieben und der Verlauf der Druckverhältnisse mithilfe der ersten manometrischen Messungen erklärt. Die medizinischen Wissenschaften hatten sich längst für eine naturwissenschaftliche Orientierung entschieden und zur experimentellen Methodik bekannt.

Eine zentrale Frage, die Anatomen und Physiologen seit dem 18. Jahrhundert beschäftigte, war die selbsttätige Herzaktion. Im 18. Jahrhundert hatte man dieses Phänomen als prinzipielle Erregbarkeit der Muskulatur gedeutet und als physiologische Lebenseigenschaft betrachtet. Doch damit waren die Physiologen in der Mitte des 19. Jahrhunderts nicht mehr zufrieden.

Mantra Sprüche: Kraftvolle Worte für Körper, Geist und Seele

Mantra Sprüche sind kurze, kraftvolle Worte oder Sätze, die wiederholt rezitiert werden, um den Geist zu fokussieren, eine bestimmte Energie zu aktivieren oder eine tiefere spirituelle Verbindung herzustellen. Sie stammen aus alten Traditionen wie dem Hinduismus, Buddhismus und Yoga und sind oft in Sanskrit.

Arten von Mantras

  • Bija-Mantras: "Samen-Mantras" - einzelne Silben mit kraftvoller energetischer Schwingung.
  • Japa-Mantras: Mantras, die wiederholt rezitiert werden, um den Geist zu beruhigen, Bewusstsein zu erhöhen oder eine tiefere spirituelle Verbindung zu erreichen.
  • Shakti-Mantras: Kraftvolle Energie-Mantras, die mit der göttlichen weiblichen Energie (Shakti) verbunden sind.
  • Dhyana-Mantras: Mantras, die speziell für die Meditation (Dhyana) verwendet werden.
  • Vedische Mantras: Heilige Klangformeln aus den Veden, den ältesten spirituellen Schriften Indiens.
  • Kundalini Mantras: Heilige Klangformeln, die speziell dafür verwendet werden, die Kundalini-Energie zu erwecken, zu lenken und zu harmonisieren.
  • Hinduistische Mantras: Heilige Klangformeln aus der indischen Spiritualität, die im Hinduismus zur Verehrung von Gottheiten, zur spirituellen Reinigung, zum Schutz oder zur Meditation verwendet werden.
  • Heil-Mantras: Kraftvolle Klangformeln, die traditionell verwendet werden, um körperliche, emotionale, energetische oder spirituelle Heilung zu fördern.
  • Schutz-Mantras: Heilige Klangformeln oder Gebete, die dazu dienen, dich vor negativen Energien, emotionalen Belastungen, geistigen Störungen oder sogar unsichtbaren Einflüssen zu schützen.

Die Evolution des Nervensystems

Wie sind das Gehirn und die Vielzahl heute existierender Nervensysteme entstanden? Die Entwicklungsgeschichte von Nervengewebe und Gehirn könnte relevante Informationen liefern: Nach welchen Mustern verläuft die Evolution? Wie entsteht Bewusstsein?

Fossilien weisen kaum Spuren von Nervengewebe auf, anhand derer Forscher die Vergangenheit rekonstruieren könnten.

Der Neurowissenschaftler Frank Hirth hat zu einer Konferenz geladen, um herauszufinden, wann das Nervensystem entstanden ist. Angereist sind Hirnforscher, Systematiker, Paläontologen, Molekularbiologen, sogar Philosophen.

Strausfeld beschrieb 2012 das erste Gehirn aus dieser Zeit und sorgte damit für eine riesen Sensation.

Die Funde belegen: Schon im frühen Kambrium gab es Lebewesen mit einem komplexen, geradezu modernen Gehirn.

Gerhard Roth vermutet, dass die ersten Nervensysteme vor 600 bis 700 Millionen Jahren entstanden, als urzeitliche Mehrzeller ihr Lebensmodell umstellten: Nicht nur an einem Ort auf dem Meeresboden festsaßen und zufällig vorbei schwimmende Nahrung einsammelten, sondern die Umwelt gezielt durchstreiften.

Zellen spezialisierten sich also darauf, Informationen schnell, effizient und über weite Strecken zu übertragen. Sie bildeten lange Fortsätze, um chemische und elektrische Signale weiterzuleiten, beispielsweise von einer Sinnes- zu einer Muskelzelle. Die frühesten waren vermutlich diffuse Nervennetze auf der Körperoberfläche von Tieren.

Ein Kopf, in dem sich Nervenzellen konzentrieren: Das Prinzip setzte sich in der Entwicklungsgeschichte der Mehrzeller durch.

Um herauszufinden, wie aus den ersten Nervenansammlungen Gehirne entstanden, bleibt den Forschern nur eine Möglichkeit: Sie müssen die Verwandtschaftsverhältnisse klären. Doch das Vergleichen ist tückisch.

Moroz‘ Theorie ist brisant - und überzeugt nicht alle seine Fachkollegen. Viele denken nach wie vor, dass die Rippenquallen entstanden, als es bereits ein Nervensystem gab, und dass sie später die ursprüngliche Signalübertragung abwandelten.

Gerhard Roth schätzt: Komplexe Gehirne haben sich hundertfach entwickelt. Auch Intelligenz entstand dabei mehrfach, etwa bei Honigbienen, Oktopussen, Buntbarschen, Rabenvögeln und Primaten - den Menschen eingeschlossen. Rein äußerlich ähneln sich diese intelligenten Gehirne wenig.

Schätze bergen könnte die Vielfalt der Gehirne auch für Mediziner. Fische, Salamander oder Frösche regenerieren Nervenzellen. Vögel und Säugetiere haben diese Fähigkeit dagegen verloren. Wenn Forscher irgendwann verstehen, was hinter diesem Unterschied steckt, könnte das große Fortschritte im Kampf gegen Alzheimer oder Parkinson bedeuten.

Eselsbrücken und Gedächtnishilfen in der Medizin

In der Medizin gibt es viele komplexe Sachverhalte, die man sich einprägen muss. Eselsbrücken und Gedächtnishilfen können dabei sehr hilfreich sein.

Armnerven

Eine hilfreiche Eselsbrücke für die Armnerven ist: „Ich schwöre Dir beim heiligen Medianus (Schwurhand: N. medianus), dass ich Dir die Augen mit der Ulna auskratze (Krallenhand: N. ulnaris), wenn Du vom Rad fällst (Fallhand: N. radialis).“

Handwurzelknochen

Eine Eselsbrücke für die Anordnung der Handwurzelknochen ist: „Ein Schiffchen fährt im Mondenschein dreieckig um das Erbsenbein, ein Viereck groß, ein Viereck klein, am Kopf da muss ein Haken sein (os scaphoideum, os lunatum, os triquetrum, os pisiforme, os trapezium, os trapezoideum, os capitatum, os hamatum).“

Kortikale Regionen

Eine Eselsbrücke für die kortikalen Hirnregionen ist: „Die Broca-Region ist im frontalen Kortex und wichtig für die Sprachproduktion - dagegen ist die Wernicke-Region im temporale Kortex und wichtig für das Sprachverstaendnis.“

Chorea Huntington: Eine seltene neurologische Erkrankung

Chorea Huntington, auch „Huntington-Krankheit“ oder „Morbus Huntington“ genannt, ist eine vererbbare Erkrankung des Gehirns. Sie wurde nach dem US-amerikanischen Arzt George Huntington benannt, der die Krankheit 1872 als erster wissenschaftlich beschrieb.

Die Krankheit beginnt oft mit unspezifischen Symptomen wie Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Problemen. Typisch sind unwillkürliche Bewegungen, Koordinationsschwierigkeiten, Schluckbeschwerden und Sprachstörungen. Im weiteren Verlauf gehen auch geistige Fähigkeiten verloren.

Ursache der Erkrankung ist ein Gendefekt auf Chromosom Nummer vier. Ein verlängerter DNA-Abschnitt führt dazu, dass ein Eiweißstoff namens Huntingtin nicht korrekt hergestellt wird. Die veränderte Form ist giftig und führt dazu, dass Nervenzellen absterben.

Bislang ist Chorea Huntington noch nicht heilbar.

Hirnnerven: Die Verbindungen zwischen Gehirn und Körper

Die Hirnnerven sind zwölf Nervenpaare der Wirbeltiere und des Menschen, deren Aus- und Eintrittsstellen im Bereich des Gehirns liegen. Sie werden mit römischen Ziffern bezeichnet. Nach Verlassen des Schädels verzweigen sich ihre Äste vorwiegend im Kopfbereich.

Funktionell kann man die Hirnnerven in drei Gruppen gliedern:

  1. Sinnesnerven (I, II, VIII)
  2. Branchialnerven (V, VII, X, XI)
  3. Augenmuskelnerven (III, IV, VI, XII)

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