Heilpflanzen zur Unterstützung bei Alzheimer Demenz

Die Alzheimer-Demenz ist eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen, die vor allem ältere Menschen betrifft. Sie führt zu einem fortschreitenden Verlust kognitiver Fähigkeiten wie Gedächtnis, Denkvermögen und Orientierung. Während die moderne Medizin intensiv an Medikamenten zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit forscht, rücken auch natürliche Heilpflanzen immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit. Einige dieser Pflanzen haben in Studien vielversprechende Ergebnisse gezeigt und könnten sowohl präventiv als auch zur Linderung der Symptome eingesetzt werden.

Griechischer Bergtee (Sideritis scardica)

Griechischer Bergtee, auch bekannt als Sideritis, ist ein Kräutertee mit einer langen Geschichte in der europäischen Volksmedizin. Schon seit Jahrhunderten geschätzt, wurde er traditionell zur Behandlung verschiedener Leiden eingesetzt. Reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie Flavonoiden, Antioxidantien, zahlreichen Phenolsäuren wie Ferulasäure, Chlorogensäure und Apigenin sowie ätherischen Ölen, wird er heute vor allem für seine potenziellen positiven Auswirkungen auf kognitive Funktionen und Gedächtnisleistungen untersucht.

Traditionelle Anwendung und Inhaltsstoffe

Seit Jahrhunderten wird das Heilkraut bei Verdauungsproblemen, Erkältungen, Schmerzen und Entzündungen, vor allem aber auch zur Beruhigung bei Angstzuständen und zum Stressabbau sowie generell zur Stärkung des Immunsystems angewandt.

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Erfreulicherweise hat sich seit rund 20 Jahren auch die Wissenschaft des naturheilkundlichen Tausendsassas angenommen - mit erstaunlichen Resultaten, vor allem in Bezug auf Alzheimer und Demenz: Dabei ist es die Pflanzenart Sideritis scardica (es gibt rund 200 Unterarten der Gattung der sog. Gliedkräuter namens Sideritis), die ein probates Mittel zur Prävention und für Alzheimer-Patient:innen darstellen kann.

Studien, insbesondere an der Universität Magdeburg und durch Forscher wie Prof. Dr. Dr. Jens Pahnke, haben längst klare Hinweise auf seine Wirksamkeit bei der Reduktion von Alzheimer-typischen Plaque-Ablagerungen im Gehirn gefunden, was eine Verbesserung von Gedächtnis und Orientierungsfunktionen zur Folge haben kann. Diese Erkenntnisse bieten einen vielversprechenden Ansatz aus der naturheilkundlichen Forschung, von dem Menschen sowohl präventiv als auch bereits an Alzheimer- oder anderen Formen der Demenz erkrankte Betroffene einfach und vor allem nebenwirkungsfrei profitieren können.

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Es ist vor allem dem deutschen Demenz-Forscher Prof. Dr. Dr. Jens Pahnke zu verdanken, dass die postulierten Wirkpotentiale des griechischen Bergtees heute bereits gut belegt sind. Der heute an der Universität Oslo in eigenem Labor „Pahnke Lab in Dementia Research“ forschende Mediziner und Molekularbiologe ist u. a. Experte auf dem Gebiet der Funktion von Blut-Hirn-Schranken-Transportmolekülen, spezifischen mitochondrialen Mutationen und der Entstehung von Proteinaggregaten bei neurodegenerativen Erkrankungen. Nach Stationen an den Universitäten Magdeburg, Rostock und Lübeck sowie dem Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) forscht er seit rund 15 Jahren vornehmlich am griechischen Bergtee, aber auch am Johanniskraut ((Hypericum perforatum). Auch die Deutsche Alzheimer Forschung subventionierte die Forschungsarbeiten von Prof.

Zusammenfassend haben Prof. Pahnke, aber auch andere Forschende wie etwa ein Team um Dr. Emma Whitman von der Northumbria University, Newcastle, England, in placebo-kontrollierten Studien gezeigt, dass der Griechische Bergtee eine deutlich verbesserte kognitive Leistung herstellen kann. Auch zeigte Sideritis scardica in diesem Zusammenhang überlegene Ergebnisse im Vergleich zu anderen Pflanzenextrakten, die normalerweise zur Förderung von Gedächtnis und Konzentration verwendet werden. Bereits nach kurzer Zeit waren erste positive Auswirkungen feststellbar, und nach 28 Tagen konnte eine signifikante Verringerung des Angstniveaus beobachtet werden.

Empfohlene Anwendung und Darreichungsformen

Aktuelle Empfehlungen gehen allerdings davon aus, dass man den Griechischen Bergtee zur Prävention vor neurodegenerativen Erkrankungen täglich mit einer Menge von rund 1-2 Liter des Tees trinken muss. Doch nicht jeder kann oder will täglich literweise Tee konsumieren. Abhilfe schafft hier jetzt die pfiffige Entwicklung des Bäckermeisters Gustav Eisinger aus dem schwäbischen Biberach in Baden-Württemberg. Der seit jeher sozial engagierte Bäcker, der die 1698 (!) eröffnete Meisterbäckerei Eisinger in 10. Generation mit heute 11 Filialen und Cafés betreibt, hatte die zündende Idee, ein neues Brot zu entwickeln: das „Mentalbrot“.

Das "Mentalbrot"

„Die Zahlen an Alzheimererkrankungen nehmen ja massiv zu,“ erzählt Inhaber Gustav Eisinger im Gespräch: „Das erleben wir immer wieder im Gespräch mit unseren Kunden oder auch im Bekanntenkreis. Als Bäcker setze ich mich natürlich seit Jahren mit gesunder Ernährung auseinander, was sich auch in unserem Sortiment niederschlägt. Wir bieten neben den klassischen Backwaren zunehmend auch gesundes Vollkornbrot und auch Brote ganz ohne Mehl an, denn ein Zuviel an Weißmehl kann sich mit der Zeit negativ auf die Gesundheit auswirken, wie man heutzutage weiß. Deshalb plädiere ich natürlich nicht dafür, kein Weißmehl mehr zu essen, aber es sollte in Maßen geschehen. Als ich vom Griechischen Bergtee und auch vom Johanniskraut erfuhr und dass diese beiden Heilkräuter sowohl in Hinblick auf Alzheimer als auch auf Depressionen mittlerweile wissenschaftlich so gut untersucht sind, war ich elektrisiert. Gustav Eisinger wandte sich an Experten und in monatelanger intensiver Experimentier- und Feinarbeit entwickelten sie das „Mentalbrot“, das ebenfalls völlig ohne Mehl auskommt, sondern aus einer Reihe verschiedener Kornarten sowie speziellen Konzentrat aus Griechischem Bergtee und Johanniskraut besteht.

Qualität und Bezugsquellen

Ist im Mentalbrot die bioverfügbare Aufnahme des Sideritis gewährleistet und welchen Bergtee verwendet die Bäckerei? „Auch damit haben wir uns natürlich intensiv auseinander gesetzt,“ so Gustav Eisinger. „Wir nutzen für unser Mentalbrot ausschließlich Sideritis scardica von einem zertifizierten Lieferanten aus Griechenland. Unser Sideritis scardica stammt aus Anbau in Höhenlagen, gewachsen in trockenem, sonnigen Klima ohne künstliche Bewässerung, frischer Ernte von Hand und in reiner Bio-Qualität. Das garantiert die hohe Konzentration der wirksamem Bestandteile. Gleiches gilt natürlich auch für unser Johanniskraut, das wir ebenfalls in höchster Bioqualität beziehen. Mittlerweile hat Gustav Eisinger sein „Mentalbrot“ als Marke angemeldet. „Das ist notwendig, denn es ist mir ein großes Anliegen, dass unser Mentalbrot mit der Zeit so viele Menschen wie möglich erhalten können. Wir verkaufen unser Mentalbrot in all unseren Filialen und unsere Kunden können das Brot mittlerweile auch online bei uns unter www.baeckerei-eisinger.de/mental-brot bestellen. Es kommt dann sicher verpackt direkt nach Hause. Und ich hoffe, dass das Mentalbrot zugunsten vieler Betroffener und jener Menschen, die Genuss und Prävention verbinden wollen, sich zu gegebener Zeit auch in anderen Verkaufsstellen verbreitet.

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Worauf man beim Kauf von Griechischem Bergtee achten sollte

  • Anbau in Höhenlage: Pflanzen, die reich an aktiven Substanzen sind, wachsen in den Bergen auf über 1.000 Metern Meereshöhe.
  • Trockenes, sonniges Sommerklima und keine künstliche Bewässerung der Pflanzen: Die Sideritis-Pflanze bildet einige der wertvollen Inhaltsstoffe als Schutz vor dem Austrocknen. Ein Bewässern der Pflanzen bewirkt geringere Konzentrationen an ätherischen Ölen. Rote Spitzen der Scardica-Dolden sind ein Indiz für bewässerungsfreien Anbau.
  • Der Anbau in Monokulturen bringt ein weiteres Problem mit sich. Je größer das Feld und je geringer die Pflanzenvielfalt in dem Feld, desto geringer auch die Qualität des Tees. Die Böden werden einseitig belastet und es entstehen keine guten Wechselwirkungen zwischen diversen Pflanzenarten, wie es z.B. auf einer wilden, duftenden Blumenwiese der Fall ist.
  • Frische Ernte: Kaufe stets Tee von der frischesten Ernte, denn mit langen Lagerzeiten gehen wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Den besten Teeaufguss hat man, wenn man die Blüten-Dolden erst vor dem Aufguss zerkleinert oder der Kleinschnitt der Stängel nicht länger als 6 Monate her ist. Eine lichtgeschützte Aromaschutzverpackung verringert außerdem das Ausdämpfen der Inhaltsstoffe.
  • Achte auf laborgeprüfte Bio-Qualität: Nach unserer Erfahrung sind die Sideritis-Pflanzen häufig mit Insektiziden belastet. Die Belastung entsteht durch zufällige Kontamination bei der Ernte, z.B. wenn sich Erntehelfer zuvor mit Insektenschutzmittel eingesprüht haben und anschließend die Pflanzen berühren.

Zubereitung von Griechischem Bergtee

Für die Zubereitung des Bergtees empfehlen wir fünf bis sechs großzügige Esslöffel geschnittenen oder zerkleinerten Bergtee für einen Liter Tee zu verwenden. Der Bergtee wird mit möglichst kochendem Wasser aufgegossen - so können sich die ätherischen Öle und Flavonoide besonders gut lösen. Die Ziehzeit wählt man am besten mit ca. 5 Minuten. Längere Ziehzeiten schaden der Wirksamkeit nicht, jedoch leidet dann der Geschmack ein wenig. Das beste Geschmacksbild mit besonders feinen Aromen erzielt man bei Ziehzeiten um die fünf Minuten. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass in einigen Gegenden Griechenlands der Bergtee traditionell 10-15 Minuten lang auf dem Herd ausgekocht wird.

Sehr zu empfehlen ist der Kaltaufguss. Dazu gießt man den Bergtee z.B. in einer Glasteekanne mit kaltem Wasser auf und lässt ihn ca. 12 h im Kühlschrank ziehen. Man bekommt ein besonders zartes Geschmacksbild mit sehr feinen Kräuternoten.

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Johanniskraut ist eine weitere Heilpflanze, die in der Alzheimer-Forschung Beachtung findet. Es ist bereits seit langem für seine stimmungsaufhellenden Eigenschaften bekannt und wird traditionell bei Depressionen eingesetzt.

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Laut aktuellen Forschungsergebnissen Pahnkes hat die Heilpflanze einen hocherfreulichen Zusatznutzen. Ein ganz spezielles nebenwirkungsarmes Johanniskrautextrakt (das sogenannte Hyperforin/Hyperizinarme 80%ige ethanolische Extrakt) ist demnach in der Lage, Alzheimer-Plaques zu reduzieren und die Gedächtnis- und Orientierungsfunktion zu verbessern. Da Demenzpatienten häufig an Depressionen leiden, ist eine kombinierte Therapie von Depressionen und Demenzen von großem Interesse. Der genaue Wirkmechanismus des Johanniskrauts wird jetzt erforscht.

Langzeitbehandlung und Demenzrisiko

Die Langzeitbehandlung mit trizyklischen Antidepressiva, Johanniskraut-Extrakt (Hypericum perforatum) oder Escitalopram könnte das Risiko für das Auftreten einer Demenz mindern. Menschen mit Depressionen sind stärker gefährdet als Nichtbetroffene später an einer Demenz zu erkranken. Dieses Ergebnis erbrachte eine von Wissenschaftlern aus Göttingen, Leipzig, Frankfurt und Aveiro (Portugal) durchgeführte Analyse. Sie untersuchten in einer retrospektiven Fall-Kontroll-Studie die Effekte von vier Antidepressiva-Klassen und einzelnen Wirkstoffen mit unterschiedlicher Behandlungsdauer auf das Langzeitrisiko an einer Demenz zu erkranken. Als Basis dienten die Daten von 62.317 Personen mit einer Erstdiagnose Demenz* aus der Datenbank „German Disease Analyzer“ der IQVIA GmbH. Verglichen wurde diese Kohorte mit einer - u. a. bzgl. Bei einer Langzeitbehandlung von mindestens zwei Jahren zeigte sich eine geringere Inzidenz an einer Demenz zu erkranken als im Vergleich zu einer nur kurzfristigen Anwendung der genannten Antidepressiva.

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Ginkgo biloba

Ginkgo biloba ist einExtrakt aus den Blättern des Ginkgo-Baums, der zur Förderung der Durchblutung eingesetzt wird. Er gilt allgemein als gut verträglich.

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Die Wirkung von Ginkgo auf Alzheimer-Patienten wurde in verschiedenen Studien untersucht. Auch wenn die Ergebnisse sehr unterschiedlich ausfielen, sieht das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) eine Verbesserung der Alltagsaktivitäten bei einer höheren Dosierung von täglich 240 mg als belegt an. Eine Verbesserung der kognitiven Leistung sowie eine vorbeugende Wirkung konnten hingegen nicht nachgewiesen werden.

Weitere Forschung

Die tägliche Einnahme von 240 mg Ginkgo biloba-Extrakt EGb 761® die Symptome bei leichter bis mittelschwerer Demenz mildern kann. signifikant stärker als unter Placebo.

Salbei (Salvia officinalis)

Salbei ist seit der Antike als Mittel für ein leistungsstarkes Gedächtnis bekannt.

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Von den Salbeiarten schnitt in Studien der Echte Salbei (Salvia officinalis) am besten ab. Seine Rosmarinsäure hemmte das Acetylcholin-abbauende Enzym Acetylcholinesterase [2]. Dessen Hemmung sorgt dafür, dass mehr freies Acetylcholin im zentralen Nervensystem verfügbar ist. Das wiederum kann der temporären Demenz von Labortieren entgegenwirken und könnte auch uns beim Erinnern und Konzentrieren helfen. Auch die antioxidativen Eigenschaften des Salbeis dürften unsere kognitiven Leistungen fördern, seine Bestandteile wie Carnosol oder Kaffeesäure binden freie Radikale im zentralen Nervensystem [3]. Freie Radikale entstehen dort, wenn wir uns intensiv geistig beschäftigen, zum Beispiel bei längerer Arbeit am Bildschirm. Sie stören die Funktion von Nervenzellen, was dazu führt, dass wir ermüden und uns geistig nicht mehr fit fühlen. Auch unser Erinnerungsvermögen kann unter der Belastung durch freie Radikale leiden. So könnte Salbei zur Gedächtnisstärkung helfen

Anwendung

Alle oben erwähnten Bestandteile des Salbeis - Carnosol, Kaffeesäure und Rosmarinsäure - haben etwas gemeinsam: Sie sind gut wasserlöslich. Das heißt, sie können gut bei einer Teezubereitung gelöst werden. Salbeitee könnte deshalb zum Beispiel bei intensivem geistigem Arbeiten oder beim Lernen von Vorteil sein.

Salbei-Tee Zubereitung

1 EL getrocknetes Salbeikraut (Salviae herba) mit ¼ Liter siedendem Wasser übergießen. Zugedeckt 15 Minuten ziehen lassen. Im Anschluss trinken. Diesen Tee kannst Du Dir 3 x täglich zubereiten.

Wichtiger Hinweis

Auch wenn Salbei positive Wirkungen in der Grundlagenforschung zeigte, eine positive Wirkung bei der Alzheimer-Erkrankung ist bis heute noch nicht ausreichend belegt.

Kontraindikationen?

Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen, die bei einer Anwendung von Salbei zu berücksichtigen wären, sind heute keine bekannt. Da Salbei die Produktion der Muttermilch hemmen könnte, rate ich jedoch von einer Anwendung während der Stillzeit ab.

Lithium und Alzheimer

Ein Forschungsteam um den Genetiker und Neurologen Prof. Dr. Bruce Yankner von der Harvard University (USA) fand heraus: Ein Mangel des Spurenelements Lithium im Gehirn könnte an der Entstehung von Alzheimer beteiligt sein und den Verlauf der Krankheit beschleunigen. Die Studie wurde im Fachmagazin Nature veröffentlicht.

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Die Forschenden um Yankner beobachteten nun, dass im Gehirn von Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen - oft einer Vorstufe von Alzheimer - und Menschen mit Alzheimer-Krankheit weniger Lithium vorhanden ist als bei Gesunden. Die für Alzheimer typischen Eiweiß-Plaques im Hirn banden das Lithium - sie scheinen es also den Nervenzellen des Gehirns zu entziehen. In Experimenten mit Mäusen konnte das Forschungsteam dann zeigen, dass ein Lithium-Mangel im Gehirn zu den Alzheimer-typischen vermehrten Eiweißablagerungen im Gehirn führte. Die Forschenden behandelten die Tiere mit verschiedenen Lithium-Formen, unter anderem Lithiumorotat, einer speziellen Lithium-Verbindung. Dabei stellten sie fest: Dieses Lithium band nicht an die Alzheimer-Plaques an. Schon in niedriger Dosierung stoppte Lithiumorotat die Entwicklung bei den Tieren. In weiteren Versuchen konnte das Mittel sie sogar rückgängig machen.

Wichtiger Hinweis

Auf keinen Fall sollte jetzt jemand auf die Idee kommen, Lithium auf Verdacht zu nehmen. „Das ist kein Wirkstoff, den man einfach so ausprobiert“, sagt Dodel, „es kann schwerwiegende Schäden an den Nieren und der Schilddrüse und Nebenschilddrüse verursachen.“ Lithiumpräparate sind in Deutschland etwa zur Behandlung bipolarer Störungen zugelassen. Dabei ist die exakte Dosierung allerdings wichtig. Lithiumpräparate sind in Kombination mit anderen Arzneimitteln häufig problematisch, etwa durch Anstieg oder Abfall des Blutspiegels, was im Extremfall lebensbedrohlich sein kann.

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