Heilpraktiker Behandlung von Nervenschmerzen im Ohr: Ohrakupunktur und alternative Therapieansätze

Die Behandlung von Nervenschmerzen im Ohr durch Heilpraktiker umfasst verschiedene alternative Therapieansätze, wobei die Ohrakupunktur eine zentrale Rolle spielt. Dieser Artikel beleuchtet die Grundlagen der Ohrakupunktur, ihre Anwendung bei Nervenschmerzen und weitere naturheilkundliche Verfahren, die zur Linderung von Beschwerden im Ohrbereich eingesetzt werden können.

Einführung in die Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur, auch Auriculotherapie genannt, ist eine Diagnose- und Therapieform mit langer Tradition. Ihre Wurzeln reichen bis ins Altertum zurück (Hippokrates 460-355 v.Chr.). Das Ohr wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) nicht als separates Organ betrachtet, sondern in enger Beziehung zum Meridiansystem. Ein Ungleichgewicht bzw. eine Blockade des Energieflusses kann zu Reaktionen an der zugehörigen Stelle der Ohrmuschel führen. Verschiedene Erkrankungen des Körpers können nach dieser Vorstellung durch Akupunktur korrespondierender Ohrpunkte behandelt werden und dadurch einen ungestörten Energiefluss und die Gesundung des Körpers wiederhergestellt werden.

Grundlagen der Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur basiert auf der Annahme, dass sich an der Ohrmuschel alle Organe und alle Körperbereiche des Menschen widerspiegeln und in einem reflektorischen Zusammenhang stehen. Durch die gezielte Stimulation sensibler Punkte am Ohr mit feinen, dünnen Akupunktur-Nadeln können Störungen, Schmerzen oder Erkrankungen in den entsprechenden Organen oder Körperteilen effektiv behandelt werden.

Die Ohrmuschel als Reflexzone

Im Ohr spiegelt sich der Körper in Form eines Embryos in Kopflage wider. Die reflektorischen Beziehungen zwischen Ohr und Körper lassen sich durch die drei großen Nerven erklären, die die Ohrmuschel durchziehen.

Diagnose und Therapie

Liegt in einem bestimmten Organ oder einer Körperregion wie zum Beispiel der Wirbelsäule eine Störung vor, zeigt sich das als Schmerz oder Missempfindung an sogenannten Reaktionspunkten am Ohr. Das bedeutet, dass die Punkte im Ohr nur aktiv und auffindbar sind, wenn es in dem zugehörigen Organ eine Störung gibt.

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Zu Beginn der Ohrakupunktur, die zu den Naturheilverfahren zählt, sucht der Heilpraktiker entsprechend der anamnestischen Angaben des Patienten mit einem Punktsucher nach schmerzhaften Punkten am Ohr. Sind diese gefunden, werden in diese Punkte feine Akupunktur-Nadeln wenige Millimeter tief in die Ohrmuschel eingestochen. Damit wird der Akupunkturpunkt stimuliert. In der Regel werden fünf oder sechs Nadeln gesetzt, die anschließend zwischen 10 bis 30 Minuten im Ohr verbleiben. Während dieser Zeit kann sich der Patient ausruhen und entspannen.

Verschiedene Richtungen der Ohrakupunktur

Heute gibt es bei der Ohrakupunktur zwei verschiedene Richtungen, die sich in der Punktelokalisation unterscheiden. Bei der Ohrakupunktur in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) fußt die Wirkung auf dem Meridiansystem (Energieleitbahnen). Die andere, französische Methode der Ohrakupunktur, wurde vom französischen Arzt Paul Nogier (1908-1996) begründet und erstmals 1956 im Rahmen eines Kongresses in Marseille vorgestellt. Nogier fand heraus, dass in der Ohrakupunktur nur die Punkte druckempfindlich waren, die einen krankhaft veränderten Teil des Körpers entsprachen bzw. zugeordnet werden konnten. Diese Punkte hatten eine andere Temperatur und auch elektrischen Hautwiderstand.

Wirkungsweise der Ohrakupunktur

Zur Wirksamkeit der Ohrakupunktur gibt es u. a. die Theorie, dass es eine Beziehung der Ohrmuschel zum Gehirn und der dort befindlichen Formatio reticularis gibt (die entscheidende Schaltstelle zwischen Körper und Gehirn). Der Reizweg geht über das periphere, sensible und vegetative Nervensystem und das Rückenmark zum Gehirn. Von der Formatio reticularis läuft der Heilreiz direkt zum anvisierten Organ. Durch den sehr kurzen Reflexweg besteht kaum eine Störanfälligkeit und daher auch die große Wirksamkeit der Ohrakupunktur.

Anwendung der Ohrakupunktur bei Nervenschmerzen

Die Ohrakupunktur kann bei verschiedenen Arten von Nervenschmerzen eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind:

  • Nervenschmerzen (Neuralgien): Wie sie ein eingeklemmter Ischiasnerv auslösen kann.
  • Trigeminusneuralgie: Ein spezifischer Nervenschmerz im Gesichtsbereich.

Behandlung von Nervenschmerzen mit Ohrakupunktur

Die Stärke der Ohrakupunktur liegt im Sinne der traditionellen chinesischen Medizin in den sogenannten Yangkrankheiten und im Sinne der westlichen Medizin bei den sogenannten Akuterkrankungen. Akute Beschwerden des Bewegungsapparates z.B. Rückenschmerzen des unteren Rückens (auch Lumboischialgien genannt), ein Hexenschuss, Nervenschmerzen (auch Neuralgien genannt, wie sie ein eingeklemmter Ischiasnerv auslösen kann) sowie Muskelschmerzen (auch Myalgien genannt).

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Individuelle Behandlung

Vor Beginn einer Ohrakupunktur führt der Heilpraktiker ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten, um mehr über dessen Beschwerden zu erfahren. Anschließend werden die Ohren genau untersucht, um eventuelle Rötungen oder andere Auffälligkeiten zu registrieren und zu analysieren. Danach werden mit dem Punkttaster im Ohr die aktiven Punkte gesucht, die Ohren desinfiziert und dann zwischen 5 - 7 Nadeln in jedes Ohr gesetzt.

Je nachdem ob der Patient Links- oder Rechtshänder ist, beginnt der Heilpraktiker mit dem linken oder dem rechten Ohr. Die meisten Menschen sind Rechtshänder mit einer dominanten linken Hirnhemisphäre. Sie reagieren sensibler/stärker im rechten Ohr. Grundsätzlich ist es so, dass die Körperseite, die die Beschwerden aufweist, vermehrt aktive Punkte und Areale im Ohr verglichen mit der Gegenseite, aufweist. Psychosomatische Beschwerdebilder werden überwiegend kontralateral - also im entgegengesetzten Ohr - mit Ohrakupunktur behandelt. Traumatische bzw. nicht psychische Erkrankungen therapiert der Heilpraktiker über die homolaterale Seite - also das rechte Ohr beim Rechtshänder.

Die Akupunkturnadeln sind steril, aus Stahl, Silber oder Gold. Sie verbleiben zwischen 20 - 30 Minuten in den Ohren. Meist genügen zwischen 10 - 12 Sitzungen, in Akutfällen kommt der Patient 2 - 3 Mal die Woche. Für empfindliche Patienten und bei Kindern setzt der Heilpraktiker anstelle der Akupunkturnadeln einen Laser ein.

Dauernadeln und Ohrsamen

Sollte der Patient unter chronischen Symptomen leiden, eine Raucherentwöhnung oder Gewichtsreduktion planen oder einen akuten Hexenschuss oder eine Wirbelblockierung haben, dann benutzt der Heilpraktiker Dauernadeln in Form von Stahlnadeln mit einem Pflaster oder auch sogenannte Ohrsamen. Die Dauernadeln können dann zu Hause mit einem Magneten selbst stimuliert werden.

Weitere Anwendungsgebiete der Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur wird nicht nur bei Nervenschmerzen eingesetzt, sondern auch bei einer Vielzahl anderer Beschwerden:

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  • Akute und chronische Schmerzen des Bewegungssystems wie beispielsweise Schulter-Arm-Syndrom, Rücken- und Gelenkschmerzen.
  • Erhöhter Blutdruck.
  • Allergien, Heuschnupfen, allergisches oder nichtallergisches Asthma.
  • Magen-Darm-Beschwerden.
  • Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden.
  • Migräne, Kopfschmerzen.
  • Schlafstörungen und psychische Erschöpfungszustände.
  • Schwindel.
  • Raucherentwöhnung.
  • Gewichtsreduktion.

Alternative Therapieansätze für Nervenschmerzen im Ohr

Neben der Ohrakupunktur gibt es weitere alternative Therapieansätze, die bei Nervenschmerzen im Ohr eingesetzt werden können:

Ohrkerzenbehandlung

Die Ohrkerzenbehandlung ist eine traditionelle Therapieform, die seit über 900 Jahren im indonesischen-asiatischen Raum angewandt wird. In der Naturheilkunde hat die Ohrkerze einen hohen Stellenwert.

Wirkungsweise der Ohrkerzenbehandlung

Die Wirkung der Ohrkerze lässt sich in der einfachen und vielseitigen Anwendung als Wärme- und Druckausgleichstherapie erklären. Sie wirkt außerdem über den äußeren Gehörgang auf die Zonen des lymphatischen Rachenrings und Teile des reticulo-endothelialem System (RES). Die durch die Ohrkerzenbehandlung gesetzten Reizwirkungen, werden weiter über das Trommelfell (Trommelfellmassage) auf das gesamte Mittelohr übertragen. Von dort, über die Hörknöchelchen, in die Bereiche der Bogengänge und der Schnecke bis hin zum cortischen Organ. Die Einwirkungsmöglichkeiten auf den Rachenraum werden über die eustachische Röhre, vom Mittelohr aus, hergestellt. Dadurch wird auch eine Wirkung auf die Rachenmandeln und die Rachenlymphe erzielt. Somit werden alle mit dem Ohr verbundenen Organe, Nerven und die Lymphe mit erfasst. Der lymphatische Rachenring, der mit seiner Schutzfunktion von großer Bedeutung für unsere Gesundheit ist, wird durch die gesetzten Reize angeregt. Die Durchblutung und der Lymphfluss werden gefördert, die Entschlackung aktiviert. Ausserdem wird das Abwehrsystem gestärkt. Durch die Ohrkerzenbehandlung werden Ausscheidungsprozesse und Selbstheilungskräfte gestärkt, wodurch es zu einer besseren körperlichen und seelischen Harmonie kommt. Die gelösten und freigesetzten Ablagerungen des Gehörgangs, werden durch den entstehenden Unterdruck zum größten Teil in den äußeren Gehörgang und zum Teil in den unteren Teil der Ohrkerze befördert. Über den Parasympathikus hat die Ohrkerzentherapie zusätzlich einen entspannenden Einfluß auf Herz und Atmung. Ebenso werden die Bauchorgane angeregt, was eine gute Entspannung von Körper und Geist bewirkt, weil hier ein Zustand ähnlich dem Schlaf erreicht wird. Für den Patienten ensteht ein Gefühl von Ruhe und Zufriedenheit.

Anwendung der Ohrkerzenbehandlung

In jedem Fall soll der Behandlungsraum ruhig und die Atmosphäre meditativ sein, damit sich der Patient entspannt und wohlfühlen kann. Durch die Behandlung beider Ohren kann sich die Wirkung der Ohrkerzentherapie voll entfalten. Der Behandlungsraum muss unbedingt frei von Zugluft sein. Der Patienten wird im Nacken und Schulterbereich mit einem Tuch abgedeckt. Das Glas Wasser sollte in Reichweite sein, damit die Ohrkerze am Ende der Therapie wieder gelöscht werden kann. Der Abbrennvorgang beträgt pro Kerze ca. 10 - 15 Minuten. Die Behandlung beider Ohren (nacheinander), mit der erforderlichen Nachruhe von ca. Der Behandler setzt sich an das Kopfende des zu Behandelnden, er selbst achtet auf eine bequeme Sitzhaltung. Nun werden beide Ohren, die hinteren Ohrpartien im Bereich der Ohrspeicheldrüsen und Nacken mit der energetischen Creme eingerieben. Anschließend wird eine Ohrmassage durchgeführt, wodurch eine stärkere Durchblutung im Ohrbereich entsteht. Der zu Behandelnde liegt flach auf der Seite, so dass sich der Gehörgang in senkrechter Lage befindet. Der Kopf liegt auf einem Kissen oder einer geeigneten Rolle, damit die Position bequem eingenommen werden kann. Auch ist es probehalber möglich, den Arm nach oben abzuwinkeln, so dass der Kopf auf dem Unterarm ruht. Wichtig ist, dass die Ohrkerze so dicht im Gehörgang sitzt, dass seitlich kein Weihrauchnebel (Rauch) austreten kann. Aus diesem Grund gibt es drei verschiedene Durchmesser (5, 6 oder 7 mm). Es kommt darauf an, die Kerzen zu wählen, die für den Patienten geeignet sind, da sonst der Unterdruck nicht gewährleistet ist. Die Ohrkerze muss beim Abbrennen immer senkrecht gehalten werden, am besten zwischen dem Zeige- und Mittelfinger. Die Handfläche sollte auf dem Ohr des zu behandelnden liegen. So wird auch ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit vermittelt. Während des Abbrennvorgangs vernimmt der Patient ein angenehmes Rauschen und Knistern, wie bei einem offenen Kamin. Der Wärmefluss intensiviert sich in der Schlussphase angenehm und wohltuend. Beim Abbrennen der Ohrkerze entsteht ein Ascherest, welcher mit der Zeit nach unten abknickt. Man kann diese Asche, bevor sie herunterfällt, mit einem nassen Wattestäbchen abnehmen. Die meisten Ohrkerzen habe eine Markierung, bis zu der die Kerze gefahrlos abgebrannt werden kann. Nun muss die Öffnung des Gehörgangs auf Ablagerungsrückstände überprüft werden, welche - so vorhanden - mit einem Ohrlöffelchen entfernt werden. Es ist wichtig darauf zu achten, dass diese Rückstände nicht in das Ohr zurückgeschoben werden. Aus diesem Grunde sind Wattestäbchen für diesen Vorgang denkbar ungeeignet. Der zu Behandelnde legt sich nun auf die andere Seite und die Behandlung des anderen Ohres kann beginnen. Nach Abschluss der Ohrkerzenanwendung wird noch etwa 15 Minuten nachgeruht. Nach der Ruhezeit drückt man (falls notwendig) mit beiden Handflächen gleichzeitig auf die Ohrmuscheln, was zu einem gleichmäßigen Druckausgleich im Mittelohr führt. Wichtig ist die Einhaltung der Nachruhe, das ist für die nachhaltige Wirkung unbedingt erforderlich. In der Nachruhezeit soll der Patient warm, mit einer Decke zugedeckt sein.

Kontraindikationen

Bei perforiertem Trommelfell, eitrigen und hochentzündlichen Prozessen, Pilzinfektionen im äußeren Gehörgang dürfen Ohrkerzen nicht angewandt werden. Falls allergische Reaktionen auftreten (sehr selten), muss die Behandlung abgesetzt oder zu einem anderen Zusatzstoff übergegangen werden.

Ohrakupressur

Die Ohrakupressur ist ein natürliches Alternativverfahren, bei welchem durch eine sanfte Ohr Massage verschiedene Reflexzonen aktiviert werden. Dies wirkt sich positiv auf den gesamten Organismus aus und kann psychische sowie physische Beschwerden therapieren.

Grundlagen der Ohrakupressur

Das Ohr zählt zu den Sinnesorganen, die dafür verantwortlich sind, Geräusche und Töne wahrzunehmen. Ferner beinhaltet das Ohr ein wichtiges Gleichgewichtsorgan des Menschen und viele wertvolle Reflexzonen. Die reflexogenen Zonen des Ohrs lassen sich dazu mit denen der Hände und Füße vergleichen. So spiegelt das Sinnesorgan den menschlichen Körper in Gestalt eines Embryos wider, beginnend mit den Ohrläppchen als Miniatur-Darstellung für den Kopf.

Anwendung der Ohrakupressur

Im Gegensatz zu der Akupunktur geschieht die Druckpunktstimulation hier ohne den Einsatz von Nadeln, dagegen aber mit intensiven Triggerpunktmassagen. Obendrein zählen Klopfungen, Knetungen oder Reibungen zu einem Akupressurverfahren. Die Reflexzonenmassage und die Akupressur Ohr sind nicht klar voneinander abzugrenzen, weil die Akupressur auf den Erkenntnissen der Reflexzonentherapie basiert. Im Gegensatz zu einer klassischen Reflexzonenmassage agiert ein Therapeut bei der Akupressur allerdings nur in einem begrenzten Behandlungsfeld, dem Ohr. Dies verkürzt die Akupressur zeitlich und verlagert den Fokus. Reflexzonen-Therapien werden stattdessen hauptsächlich an den Füßen angewandt. Auch der Denkansatz aus der traditionellen chinesischen Medizin hinsichtlich der Meridianlehre ist nahezu identisch. Beide Vorgehensweisen nutzen die enge Verbindung des zentralen Nervensystems als Ausgangspunkt für die Therapie. Die Akupressur Ohr konzentriert sich diesbezüglich auf die vorhandenen Druckpunkte am Außenohr, wohingegen eine allgemeine Reflexzonenmassage eben sämtliche Triggerpunkte des Organismus involviert. Grundsätzlich dient die Ohr Massage unter Berücksichtigung der Akupressur dazu, die Meridiane wieder in den Einklang zu bringen. Auf diese Weise soll die wichtige Lebensenergie Qi ungehindert fließen und die Psyche sowie physische Disharmonien werden sanft therapiert. Dabei wird angenommen, dass es viele äußere Einflüsse gibt, die den Energiefluss stören und darauffolgend Symptome hervorrufen. Mittels der Ohrakupunktur werden Blockaden aufgehoben und der Patient fühlt sich langfristig gesünder.

Reflexzonen am Ohr

Die Akupunkturpunkte Ohr sind in umfangreicher Anzahl vorhanden und stehen alle für unterschiedliche Körperbereiche:

  • Reflexzone für Organe: Hier besteht eine enge Verbindung mit sämtlichen Organen des Körpers.
  • Reflexzone für Gelenke: Dieser Akupressurpunkt am Ohr hat eine starke Auswirkung auf das Nervensystem, welches für den Schmerzreiz der Gelenke verantwortlich ist.
  • Akupunkturpunkt für Hals und Nasennebenhöhlen: Ein solcher Triggerpunkt erweist sich besonders während oder nach Erkältungen als hilfreich, weil eine Akupressur an der Reflexzone eine positive Auswirkung auf beanspruchte Nebenhöhlen und den Hals hat.
  • Akupressur für Kopf und Herz: Dieser Triggerpunkt erweist sich als einer der wichtigsten, denn er verbindet das Ohr über die Rezeptoren mit dem Kopf und dem Herz.

Alle sechs Reflexzonen befinden sich in unmittelbarer Nähe zueinander und verteilen sich halbkreisförmig entlang der Ohrform, beginnend am Ansatz des äußeren Ohrs bis zum unteren Ende/den Ohrläppchen.

Durchführung der Ohrakupressur

Die Ohr Massage erfordert viel Fingerspitzengefühl, weshalb eine Akupressur oftmals mit Hilfsmitteln optimiert wird. Sie garantieren eine filigrane Bearbeitung der Reflexzonen und eine intensivere Behandlung. Die Akupressurpunkte am Ohr lassen sich auf unterschiedlichen Wegen stimulieren. Am geläufigsten ist hierbei ein manuelles Verfahren über die Ohr Massage, bei welcher sämtliche Triggerpunkte mit abwechslungsreichen Drucktechniken aktiviert werden. Es finden sich aber noch andere Optionen, um die Akupressur Ohr erfolgreich durchzuführen. Dazu zählt unter anderem ein sogenannter Akupressurstab. Er ist ein schmal geschnittener Stick, welcher eine runde Kugel am Ende hat. Ein Akupressurstab ermöglicht es den Fachkräften, noch präziser zu agieren und die Druckpunkte mit exakter Technik zu behandeln. Wenngleich somit des Öfteren der Verdacht entsteht, eine Akupressur ließe sich bequem in Eigenleistung anwenden, ist hiervon abzuraten. Vor allem bei Menschen mit vorliegenden Erkrankungen gilt äußerste Vorsicht.

Die Akupressur Ohr beginnt immer mit einer kurzen Anamnese durch den behandelnden Therapeuten. Er spürt dabei die verhärteten Reflexzonen auf, um diese im Anschluss gezielt behandeln zu können. Während manche dafür ein spezielles Gerät verwenden, wählen andere Fachkräfte die manuelle Technik und tasten das Ohr ab. Der Therapeut stimuliert nun die verschiedenen Triggerpunkte, damit der Energiefluss wieder ins Gleichgewicht gerät. Hierbei beruft er sich sowohl auf eine Beruhigung der vorhandenen Reflexzonen als auch auf eine Aktivierung, je nach vorliegendem Krankheitsbild. Die Akupressur lässt sich mittels intensiver Druckpunktmassage, durch Nadeln ähnlich der Akupunktur, eine Moxibustion als Wärmereiz für die Akupressurpunkte oder via Zusammenspiel verschiedener Techniken absolvieren. Während der Massage verspürt der Patient meistens eine angenehme Wärme, die das Ohr durchströmt und anzeigt, dass eine Reaktion vonstattengeht. Auch leichte Schmerzreize können verursacht werden, sollten aber binnen kürzester Zeit wieder verschwinden. Am Ende sollte der Patient noch eine Weile ausruhen, damit sich der Organismus von der Reflexzonen-Stimulation erholen kann.

Neuraltherapie nach Huneke

Die Neuraltherapie ist eine bewährte Methode der ganzheitlichen Schmerzbehandlung, die den Körper dabei unterstützt, seine Selbstregulation wiederherzustellen. Durch gezielte Injektionen mit einem Lokalanästhetikum (z. B. Procain) können Störfelder im Körper behandelt werden, die möglicherweise Nervenschmerzen verursachen.

Kombination verschiedener Therapieverfahren

Ohrakupunktur kann mit anderen Therapieverfahren kombiniert werden: Shiatsu, Reflexzonenmassage, Körperakupunktur, Psychotherapie, Chirotherapie, Homöopathie. Nach Massagen ist Ohrakupunktur das "Tüpfelchen auf dem I".

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