Neurologische Rehabilitation in Herzogenaurach: Eine umfassende Betrachtung der Einrichtungen und Erfahrungen

Die neurologische Rehabilitation ist ein entscheidender Schritt für Patienten nach neurologischen Ereignissen wie Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder anderen Erkrankungen des Nervensystems. In Herzogenaurach gibt es spezialisierte Einrichtungen, die sich auf diesen Bereich konzentrieren, darunter die m&i-Fachklinik Herzogenaurach. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der neurologischen Rehabilitation in Herzogenaurach, einschließlich der angebotenen Leistungen, der Erfahrungen von Patienten und Angehörigen sowie der Herausforderungen und Verbesserungspotenziale.

Die m&i-Fachklinik Herzogenaurach: Ein Überblick

Die m&i-Fachklinik Herzogenaurach ist eine moderne Klinik für spezialisierte Akutmedizin und medizinische Rehabilitation. Seit 1996 behandelt sie Patienten in der konservativen Akutmedizin sowie in der stationären und ambulanten medizinischen Rehabilitation. Mit ihrer interdisziplinären Kernkompetenz in einem vernetzten Rehabilitationsspektrum hat sich die Fachklinik als unverzichtbarer Baustein in der Gesundheitsversorgung Mittelfrankens etabliert. Im Mittelpunkt des Handelns und Denkens stehen stets die Patienten. Diese genießen eine persönliche, ganzheitliche Betreuung durch alle Mitarbeitenden der Klinik.

Die Klinik behandelt Patienten in den Fachabteilungen Neurologie/Neuropsychologie, Orthopädie/Unfallchirurgie und Geriatrie. Das akutmedizinisch-therapeutische Behandlungsspektrum umfasst die Fachbereiche Neurologie (Frührehabilitation Phase B) und Orthopädie. Die m&i-Fachklinik Herzogenaurach behandelt in der Abteilung für neurologische Frührehabilitation Patienten der Phase B. Die Patienten in der neurologischen Frührehabilitation erhalten intensive Pflege und Behandlungen durch ein fachübergreifendes Team. Dieses setzt sich aus Ärzten verschiedener Fachrichtungen, unterschiedlichen Therapeuten, dem speziell geschulten Pflegeteam und den Mitarbeitern der Beratungsstellen zusammen. Die Angehörigen werden bei Bedarf auch in die Behandlungen einbezogen. Zu Beginn ist das Ziel die Stabilisierung des Gesundheitszustandes der Patienten, damit Folgeschäden vermindert oder sogar ganz verhindert werden können. Ein weiteres Ziel des Behandlungsteams ist der Erhalt und Wiederaufbau von körperlichen Fähigkeiten. Für die Behandlung von Patienten in der Neurologischen Frührehabilitation Phase B stehen alle Ressourcen der Klinik und der Partner zur Verfügung.

Behandlungsspektrum und Therapieansätze

Die neurologische Rehabilitation in Herzogenaurach umfasst ein breites Spektrum an Behandlungen und Therapieansätzen, die auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten sind. Dazu gehören:

  • Physiotherapie: zur Verbesserung der motorischen Fähigkeiten, der Koordination und des Gleichgewichts.
  • Ergotherapie: zur Förderung der Selbstständigkeit im Alltag, z.B. durch Training von Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL).
  • Logopädie: zur Behandlung von Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen.
  • Neuropsychologie: zur Behandlung von kognitiven Defiziten, z.B. Gedächtnis-, Aufmerksamkeits- oder Exekutivfunktionsstörungen.

Dem Behandlungsteam stehen eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Behandlung von neurologischen Erkrankungen ist immer Teamarbeit. Dafür arbeiten die Einrichtungen auch sehr eng mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zusammen.

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Das Neuromuskuläre Zentrum Bayern Mitte behandelt Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen (wie Myasthenia Gravis, ALS, Muskeldystrophie u.ä.) engmaschig und individuell. Sowohl im Akutsektor, diagnostisch, als auch in der Rehabilitationsklinik werden umfassende Konzepte individuell umgesetzt, mit dem Ziel, die Störungen zu minimieren, die Teilhabe möglichst wiederherzustellen.

Erfahrungen von Patienten und Angehörigen

Die Erfahrungen von Patienten und Angehörigen mit der neurologischen Rehabilitation in Herzogenaurach sind vielfältig. Viele berichten von positiven Erfahrungen und Fortschritten während der Rehabilitation.

Viele Patienten äußerten sich sehr zufrieden mit der Fachkompetenz, den Therapien und der Freundlichkeit des gesamten Personals. Auch das Wohlbefinden im Haus (Hygiene, Essen und das ausgesprochen niveauvolle musikalische Programm für Patienten) wurde positiv hervorgehoben. Einige Patienten berichteten von erstaunlichen Fortschritten, die durch Ärztinnen und Therapeutinnen einfühlsam und engagiert begleitet wurden. Die Mitarbeiter*innen auf der Station, in Küche, Speisesaal, Massage und Bäderabteilung, Neuropsychologie … bis hin zu den Physio- und Ergotherapeuten wurden als ausgesprochen freundlich, kompetent und zugewandt beschrieben, was wesentlich zum Heilungsverlauf beigetragen habe. Ein Patient wurde nach einem geplatztem Aneurysma, einer Gehirnblutung, Not-OP, künstlichen Koma und einer darauf folgenden halbseitigen Lähmung wieder erfolgreich ins Leben/ den Alltag zurück geholt. Gelobt wurden das sehr durchdachte und gute Behandlungskonzept und das sehr kompetente und geduldige Team/ Personal. Das gesamte Personal wurde dafür gelobt, die Patienten wieder zurück ins Leben gebracht zu haben. Medizinische und Therapeutische Behandlungen wurden ohne Zweifel gelobt. Frühstück, Mittag und Abendessen waren reichhaltig und gut. Die Aufnahme in die Klinik war sehr gut. Die ärztliche Behandlung und Betreuung waren klasse. Diese Klinik hat den Patienten ein neues Leben geschenkt.

Es gibt jedoch auch kritische Stimmen, die auf Verbesserungspotenziale hinweisen.

Einige Angehörige bemängelten, dass es schwierig sei, einen behandelnden Arzt an das Telefon zu bekommen. Ein Kritikpunkt betraf den Mitarbeiter an der Rezeption, dessen Verhalten teilweise überzogen wirkte. Die Einteilung in „normale“ und „Plus“-Patienten wurde als nicht mehr zeitgemäß empfunden. In der Cafeteria fühlten sich einige Patienten ignoriert.

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Ein Patient bemängelte, dass weder die Zimmer noch die Therapieräume modernisiert wurden sind. Das Mobiliar sei total verranzt, die Wände dreckig und die Stühle /Armlehnen/Tische verkrustet. Es gäbe noch immer keine Seife auf den Zimmern. Es finden keine Vorträge oder Veranstaltungen statt. In allen Fluren brennt tagsüber volles Licht, am Wochenende auch im Verwaltungstrakt im EG. Der matschige Schotterweg im Park sei ungeeignet für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollatoren. Es finden keine regelmäßigen Coronatests statt wie in einer Klinik. Die Fotos der Zimmer seien so retuschiert, dass es nicht der Wirklichkeit entspricht. Es gibt alte Holzbetten, die für das Pflegepersonal als Arbeitsmaterial absolut unmöglich sind, da sie nicht in der Höhe verstellbar sind. Die Vorhänge sind noch aus Uromas Zeiten, wie auch der Teppichboden mit vielen nicht definierbaren Flecken. Ein Patient fand die Reha einen totalen Reinfall. Es gäbe keinerlei wichtige Behandlungen, sondern unnütze nichte relevante Termine. Die Schwestern seien unfreundlich. Niemand habe mal nach ihr geschaut. Sie hatte Unterzucker. Eine Schwester kam rein, weil sie geläutet hat und hies es nur " was sie den will"! Auch von anderen Patienten hörte Sie nur Unzufriedenheit. Zu hause haben wir mehr und sinnvollere Sachen gemacht als diese sogenannten Therapeuten. Der eine meinte" ja was mach ich den mit ihnen"? Ach kommen sie morgen und wir gehen mal mit Walking Stöcken Spazieren. Leider hatte er diese am nächsten Tag vergessen und kien Lust mehr nach oben zu gehn und diese zu holen. Nehmen sie doch ihren Rollator . Uninteressiert gelangweilt genervt. Die Reha wurde nach gut einer Woche abgebrochen. Schlaganfall-Patienten die auf der stationären Kranken-Abteilung liegen, müssen sich selbst (vor allem Nachts)auf die Toilette bewegen obwohl sie nicht können, da das Bein/der Fuß gelähmt war. Es war den Schwestern nicht möglich, meiner Mutter ein Toilettenstuhl ans Bett zu stellen, ich habe als Angehörige 100te Mal gebettelt dies wenigstens zu machen, aber nur bösartige Ablehnung des Personals erhalten! Ihre tägliche Arznei wurde nicht besorgt, ich mußte alles selbst von Arzt besorgen!! Asthma-Spray was wichtig ist für Asthma-Patienten nach 6 Tagen noch nicht erhalten! Ein Oberarzt wurde als sehr barsch und empathielos beschrieben. Es wurde bemängelt, dass man für Fernsehen und für Wlan am Tag bezahlen muss. Da es nahezu keinen Mobilfunkempfang im Haus gibt, ist man gezwungen Wlan zu buchen. Es fehlt an Aufenthaltsräumen. Die Cafeteria ist geschickterweise mit Bedienung, so dass man gezwungen ist etwas zu konsumieren.

Herausforderungen und Verbesserungspotenziale

Trotz der positiven Erfahrungen gibt es in der neurologischen Rehabilitation in Herzogenaurach auch Herausforderungen und Verbesserungspotenziale. Dazu gehören:

  • Personelle Ausstattung: Einige Patienten bemängelten die personelle Ausstattung, insbesondere den Mangel an Pflegepersonal und die Schwierigkeit, Ärzte zu erreichen.
  • Therapieangebot: Ein Patient bemängelte, dass für seine Hemianopsie (Sichtfeldeinschränkung) keine brauchbare Therapie angeboten wurde. Eine Freundin bekam einmal pro Woche Sprachtherapie, obwohl in der Reha-Phase mindestens dreimal die Woche angegeben sind.
  • Ausstattung und Modernisierung: Mehrere Patienten kritisierten die veraltete Ausstattung der Zimmer und Therapieräume.
  • Kommunikation und Empathie: Einige Patienten und Angehörige berichteten von mangelnder Empathie und unfreundlichem Verhalten des Personals.

Um die Qualität der neurologischen Rehabilitation in Herzogenaurach weiter zu verbessern, ist es wichtig, diese Herausforderungen anzugehen und die genannten Verbesserungspotenziale zu nutzen.

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