Rotlichttherapie zur Linderung von Trigeminusneuralgie

Gesichtsschmerzen, insbesondere die Trigeminusneuralgie, können eine erhebliche Belastung darstellen und die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigen. Die Suche nach effektiven und schonenden Behandlungsmethoden ist daher von großer Bedeutung. In diesem Artikel wird die Rotlichttherapie als eine vielversprechende Option zur Linderung von Trigeminusneuralgie untersucht, wobei sowohl die Ursachen und Symptome der Erkrankung als auch die Wirkungsweise der Rotlichttherapie beleuchtet werden.

Was ist Trigeminusneuralgie?

Gesichtsschmerzen, oft als Trigeminusneuralgie bezeichnet, sind ein lästiger Zustand, bei dem Sie einschießende Schmerzen im Gesicht bekommen. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, aber sie kann auch einmalig auftreten. Diese Schmerzen können sogar so stark sein, dass Sie Ihren täglichen Aktivitäten nicht mehr nachgehen können. Die Trigeminusneuralgie ist eine der häufigsten Formen von Gesichtsschmerzen.

Ursachen und Symptome

Die Ursachen für Gesichtsschmerzen können sehr unterschiedlich sein und reichen von Zahnproblemen bis hin zu neurologischen Störungen. Die Schmerzen im Gesicht entstehen, weil der Trigeminusnerv gereizt ist. In ähnlicher Weise hört man, dass Gesichtsschmerzen und Multiple Sklerose (MS) zusammengehören. Stress kann ebenfalls eine Rolle spielen, da er zu Muskelverspannungen und Zähneknirschen führen kann, was wiederum Gesichtsschmerzen auslösen kann. Es ist wichtig, die Ursache zu kennen, damit Sie die Symptome behandeln können.

Die Symptome der Trigeminusneuralgie können bei jedem Menschen unterschiedlich sein und der Schweregrad der Symptome kann variieren. Zu den typischen Symptomen gehören:

  • Intensive, einschießende Schmerzen im Gesicht, meist auf einer Seite
  • Gesichtsschmerzen im Bereich der Zähne oder des Kiefers
  • In seltenen Fällen Gesichtsschmerzen im Auge, begleitet von tränenden Augen, Rötung oder verschwommenem Sehen während der Anfälle

Die Dauer der Schmerzen hängt von mehreren Faktoren ab, einschließlich der zugrunde liegenden Ursache und der gewählten Behandlungsmethode. Bei chronischen Gesichtsschmerzen können die Symptome über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben, manchmal sogar Jahre.

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Diagnose

Die Diagnose der Trigeminusneuralgie wird in erster Linie über die typische Schmerzsymptomatik gestellt. Zunächst werden andere Ursachen wie Migräne, Kiefer- und Zahnkrankheiten ausgeschlossen und es wird ermittelt, ob weitere Symptome vorliegen. Zur Diagnosesicherung wird eine MRT-Untersuchung des Kopfes durchgeführt. So kann einerseits festgestellt werden, ob es zu einem Gefäß-Nerven-Kontakt kommt, andererseits können auch mögliche Raumforderungen wie ein Tumor, der auf den Nerv drückt, entdeckt werden. Auch entzündliche Erkrankungen des Zentralen Nervensystems, wie eine Multiple Sklerose (MS), können mit einer MRT nachgewiesen werden.

Konventionelle Behandlungsmethoden

Es gibt eine Vielzahl von Behandlungsmethoden, um die Trigeminusneuralgie zu behandeln oder die Symptome zu lindern. Die richtige Behandlungsmethode hängt oft von der Ursache der Schmerzen ab. Zu den konventionellen Behandlungsmethoden gehören:

  • Medikamentöse Therapie: Antikonvulsiva beziehungsweise Antiepileptika wie Carbamazepin und Oxcarbazepin oder Gabapentin, Baclofen und Phenytoin
  • Operation: Mikrovaskuläre Dekompression des Trigeminusnervs nach Jannetta (Janetta-OP), Perkutane Radiofrequenzthermokoagulation des Trigeminusnervenknotens

Rotlichttherapie als alternative Behandlungsmethode

Heutzutage hört man immer mehr über die Anwendung der Rotlichttherapie. Dies ist auch eine großartige Behandlungsmethode für Gesichtsschmerzen. Die Rotlichttherapie, auch bekannt als Low-Level-Lasertherapie, kann bei Gesichtsschmerzen helfen. Der Einsatz der Low-Level-Lasertherapie, auch Rotlichttherapie genannt, ist wissenschaftlich erwiesen. Bei dieser Therapie werden Lasergeräte mit einer speziellen Frequenz von schwacher Lichtenergie eingesetzt. Dieses Licht interagiert mit den Geweben in Ihrem Körper. Dadurch werden Schmerzen, Schwellungen, Entzündungen und verschiedene Erkrankungen gelindert.

Wirkungsweise der Rotlichttherapie

Die Rotlichttherapie, auch bekannt als Low-Level-Lasertherapie, nutzt schwaches rotes Licht, das tief in das Gewebe eindringt, ohne es zu erhitzen. Das schwache rote Licht dringt tief in das Gewebe ein, ohne es zu erhitzen. Die Rotlichttherapie kann bei Gesichtsschmerzen helfen. Diese Eigenschaften machen die Rotlichttherapie zu einer wirksamen Behandlung für verschiedene Ursachen von Gesichtsschmerzen.

Vorteile der Rotlichttherapie

Die Rotlichttherapie bietet eine Reihe von Vorteilen gegenüber anderen Behandlungsmethoden:

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  • Schmerzlinderung: Die Rotlichttherapie kann helfen, Schmerzen im Gesicht zu lindern.
  • Entzündungshemmend: Die Rotlichttherapie kann Entzündungen im Gesicht reduzieren.
  • Sicher und schonend: Es ist eine sichere Behandlungsmethode mit geringen bis keinen Nebenwirkungen.

Anwendung der Rotlichttherapie

Die Anwendung der Rotlichttherapie ist einfach und unkomompliziert:

  • Halten Sie während der Sitzung einen Abstand von ca. 15 bis 30 cm zwischen Lichtgerät und Haut ein.
  • Eine Sitzung dauert je nach Intensität des Geräts durchschnittlich 10 bis 20 Minuten pro Mal.
  • Für optimale Ergebnisse wird empfohlen, die Therapie 3 bis 5 Mal pro Woche anzuwenden, vorzugsweise zu festen Zeiten. In der Regel reicht eine Anwendung pro Tag aus.
  • Während der Behandlung spüren Sie oft eine angenehme Wärme, es sollte jedoch nie heiß oder schmerzhaft sein.
  • Tragen Sie gegebenenfalls einen Augenschutz, insbesondere bei der Verwendung des Lichts in Gesichtsnähe.

Studienlage

In einer Übersichtsarbeit vom Herbst 2025 wertete man 25 Studien aus, in denen die Wirkung von Rotlicht und Blaulicht auf die Aktivität des Vagusnervs untersucht wurde. Rotlicht aktivierte den Vagus, während blaues Licht den Sympathikus (Stressmodus) aktivierte. Rotlicht mit einer Wellenlänge von 630 bis 660 nm erhöhte die vmHRV - das Herz entspannte sich, Erholung setzte ein.

Persönliche Erfahrungen

Viele Menschen haben bereits positive Erfahrungen mit der Rotlichttherapie bei Gesichtsschmerzen gemacht.

Weitere Maßnahmen zur Linderung von Gesichtsschmerzen

Neben der Rotlichttherapie gibt es noch weitere Maßnahmen, die Sie selbst ergreifen können, um die Symptome der Trigeminusneuralgie zu lindern:

  • Stressmanagement: Vermeiden Sie Stress, da dieser die Symptome verschlimmern kann. Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditation können helfen, Stress abzubauen.
  • Vermeidung von Triggern: Identifizieren Sie Auslöser für Ihre Schmerzen und vermeiden Sie diese so gut wie möglich.
  • Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und vermeiden Sie entzündungsfördernde Lebensmittel.
  • Physiotherapie: Übungen zur Entspannung der Kau- und Kiefermuskulatur oder gegen Nackenverspannungen können helfen, die Symptome zu lindern.
  • Vitamin B12: Vitamin B 12 kann bei der Trigeminusneuralgie manchmal hilfreich sein. Es hemmt Entzündungen im Körper. Am besten macht man einen Bluttest und schaut, ob ein Vitamin B 12 Mangel vorliegt.

Der Vagusnerv und seine Bedeutung bei Gesichtsschmerzen

Der Vagusnerv, der zehnte Hirnnerv, spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung verschiedener Körperfunktionen, einschließlich der Schmerzverarbeitung. Er wirkt entzündungshemmend, bremst die Stressreaktion des Körpers und verändert die Art und Weise, wie Schmerzsignale im Gehirn verarbeitet werden. Ein gut funktionierender Vagusnerv sorgt also für innere Stabilität und schützt Sie vor den typischen stressbedingten Symptomen und Krankheiten.

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Aktivierung des Vagusnervs

Es gibt verschiedene Methoden, um den Vagusnerv zu aktivieren und seine positive Wirkung auf den Körper zu verstärken:

  • Tiefe und langsame Bauchatmung: Schon eine einzige fünfminütige Session tiefer und langsamer Bauchatmung kann die parasympathische Aktivität aktivieren.
  • Summen: Da der Vagusnerv auch die Kehlkopfmuskulatur innerviert, wirken Schwingungen durch einfaches Summen stimulierend auf ihn.
  • Meditation: Regelmäßige Praxis der Herzrhythmusmeditation führt dazu, dass der Herzschlag ruhiger wird und die Herzratenvariabilität steigt - ein Zeichen für eine stärkere Aktivität des Vagus.
  • Kaltes Wasser: Das Eintauchen des Gesichts in eine Schüssel mit kaltem Wasser für 15 bis 30 Sekunden löst den sogenannten Tauchreflex aus, der den Herzschlag senkt und für Ruhe sorgt.
  • Massagen: Über die Haut und die darunterliegenden Mechanorezeptoren werden Reize an das Rückenmark und den Hirnstamm weitergeleitet, was die HRV erhöht und den Vagus stärkt.

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