Professor Jean Haan ist ein anerkannter Neurologe, Psychiater und Schlafmediziner, der sich durch sein Engagement in der Schlaganfall- und Schlafmedizin einen Namen gemacht hat. Als Chefarzt der Neurologie an den Kliniken Maria Hilf in Mönchengladbach und Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe setzt er sich aktiv für die Prävention, Behandlung und Rehabilitation von Schlaganfallpatienten ein. Seine Expertise umfasst auch die Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen, insbesondere der Schlafapnoe, die er als einen bedeutenden Risikofaktor für Schlaganfälle identifiziert hat.
Akademische Laufbahn und Expertise
Professor Haan hat sich umfassend in den Bereichen Neurologie, Psychiatrie und Schlafmedizin qualifiziert. Seine Expertise ermöglicht es ihm, neurologische Erkrankungen ganzheitlich zu betrachten und innovative Therapieansätze zu entwickeln.
Klinische Tätigkeit in Mönchengladbach
Bündelung der Intensivstationen und Umzug ins St.-Franziskus-Krankenhaus
Die Kliniken Maria Hilf in Mönchengladbach haben ihre Intensivstationen in einem modernen Neubau im St.-Franziskus-Krankenhaus gebündelt. Dieser Schritt ermöglicht eine effizientere Versorgung schwerstkranker Patienten. Der Umzug der Intensivstationen wurde sorgfältig geplant, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten und die Patientensicherheit zu gewährleisten. Professor Haan, der bereits mehrere Umzüge von Intensivstationen geleitet hat, begleitete den Prozess mit seiner Erfahrung.
Hightech-Trakt mit spezialisierten Einheiten
Der Neubau im St.-Franziskus-Krankenhaus umfasst eine moderne Intensivstation mit einer Gesamtfläche von 3340 Quadratmetern. Die Station ist hygienisch isoliert und verfügt über vier "Finger" mit jeweils zwölf Betten. Diese sind unterteilt in eine "Stroke Unit" für Schlaganfallpatienten, eine internistische Überwachungsstation sowie eine neurologische und internistische Intensivabteilung. Die Stroke Unit bietet eine spezialisierte Versorgung für Schlaganfallpatienten, um die bestmöglichen Behandlungsergebnisse zu erzielen.
Optimierte Arbeitsabläufe und Vernetzung
Die Bauweise der Intensivstation ist auf optimale Arbeitsabläufe ausgerichtet. Alle vier Intensiv-Finger sind baugleich, was die Orientierung für das Personal erleichtert und die Fehlermöglichkeiten reduziert. Ein Vorhaltesystem für Medikamente mit Kartenscan-Technologie sorgt für eine rechtzeitige Bereitstellung der benötigten Medikamente. Zukünftig soll ein Computerprogramm die Patientendaten erfassen und die Dokumentation vereinfachen. Die Vernetzung der Überwachungsgeräte mit der Stationszentrale ermöglicht eine umfassende Überwachung der Patienten.
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Konzentration der neurologischen Versorgung am St. Franziskus
Mit der Inbetriebnahme der neuen Intensivstation wurde auch die neurologische Ambulanz von Maria Hilf ins St. Franziskus verlegt. Dies ermöglicht eine umfassende neurologische Versorgung an einem Standort. Die Konzentration der neurologischen Expertise im St. Franziskus kommt den Patienten zugute, da sie von den spezialisierten Angeboten und der interdisziplinären Zusammenarbeit profitieren.
Ausrichtung auf die Zukunft
Die Größe der Intensivstation im St. Franziskus ist ungewöhnlich hoch, was auf eine zukunftsorientierte Planung hindeutet. Professor Haan betont, dass sich die Klinik auf die zukünftigen Herausforderungen in der Intensivmedizin einstellt. Die moderne Ausstattung und die optimierten Arbeitsabläufe ermöglichen eine effiziente und qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten.
Engagement in der Schlaganfallhilfe
Schlaganfallrisiko Schlafapnoe
Professor Haan engagiert sich intensiv in der Aufklärung über das Schlaganfallrisiko durch Schlafapnoe. Er betont, dass Schlafapnoe oft unterschätzt wird, obwohl sie das Schlaganfallrisiko deutlich erhöht. Neuere Studien belegen, dass sowohl schwere als auch leichte bis mittelschwere Schlafapnoe-Syndrome das Schlaganfallrisiko fördern können.
Verschlechterung der Schlafapnoe nach Schlaganfällen
Professor Haan hat in seinem Schlaflabor beobachtet, dass Schlaganfälle die Schlafapnoe bei Betroffenen verschlimmern können. Er plädiert dafür, Patienten nach schweren Schlaganfällen auf Schlafapnoe zu untersuchen und gegebenenfalls zu behandeln. Eine frühzeitige Behandlung der Schlafapnoe kann den Rehabilitationserfolg verbessern und das Risiko für weitere Schlaganfälle reduzieren.
Aufklärung und Prävention
Als Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe setzt sich Professor Haan für die Aufklärung der Bevölkerung über Schlaganfallrisiken und Präventionsmaßnahmen ein. Er betont die Bedeutung einer gesunden Lebensweise, einschließlich einer ausgewogenen Ernährung, regelmäßiger Bewegung, Nikotinverzicht und Stressreduktion. Durch die Sensibilisierung der Bevölkerung und die Förderung eines gesunden Lebensstils können Schlaganfälle vermieden oder zumindest hinausgezögert werden.
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Kontroverse um die Aufnahme eines Notfallpatienten
Im Zusammenhang mit der Verlegung der neurologischen Abteilung kam es zu einer Kontroverse um die Aufnahme eines Notfallpatienten mit Verdacht auf Schlaganfall. Ein Hausarzt berichtete, dass ihm die Notfallaufnahme von Maria Hilf geraten habe, den Patienten zunächst zu einem Radiologen zu bringen, da das CT am Maria Hilf abgebaut werde. Professor Haan wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass die Aufnahme nicht verweigert wurde. Er erklärte, dass lediglich empfohlen wurde, die CT-Untersuchung woanders durchführen zu lassen. Der Geschäftsführer von Maria Hilf bestätigte, dass das Krankenhaus zu diesem Zeitpunkt eine CT-Einheit austauschte, aber eine Auffanglösung vorhanden war.
Das Schlaflabor
Professor Haan leitet ein zertifiziertes Schlaflabor, in dem Schlafstörungen diagnostiziert und behandelt werden. Das Schlaflabor bietet eine umfassende Diagnostik von Schlafstörungen, einschließlich der Schlafapnoe. Die Patienten werden während des Schlafs überwacht, um Atemaussetzer, Sauerstoffsättigung und andere Parameter zu messen. Basierend auf den Ergebnissen der Diagnostik wird ein individueller Therapieplan erstellt.
Bedeutung der Schlafapnoe-Behandlung
Die Behandlung der Schlafapnoe ist von großer Bedeutung, um das Schlaganfallrisiko zu senken und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Die Therapie umfasst in der Regel die Verwendung eines Atemtherapiegeräts, das durch Überdruck verhindert, dass sich die Atemwege während des Schlafs verschließen. In einigen Fällen können auch operative Eingriffe oder andere Maßnahmen erforderlich sein.
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