Nervöse Erregung, Angst und innere Unruhe sind normale Reaktionen auf einschneidende Ereignisse. Sie können allerdings ein solches Ausmaß annehmen, dass sie einen Menschen beinahe lähmen und geistig blockieren. Es kann dazu führen, dass man kaum mehr in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen oder sich frei und ungezwungen zu verhalten. Betroffene Menschen haben Mühe, sich auf ihre Arbeit oder andere Tätigkeiten zu konzentrieren. Manche können nicht einschlafen oder entwickeln Ohnmachtsgefühle. Dauert dieser Zustand länger an, spricht man auch von nervöser Erschöpfung. Die Kava-Kava Pflanze (lat. Piper methysticum), ein Pfeffergewächs aus der Südsee, ist seit Jahrhunderten als beruhigendes Ritualgetränk bekannt. Die Pflanze ist in Polynesien heilig. Nahezu bei jedem wichtigen Ritual kommt Piper methysticum zum Einsatz und wird von dem gesamten Dorf eingenommen. Die phytotherapeutische Anwendung heute beschränkt sich auf seine psychotherapeutischen Indikationen.
Die Kava-Kava-Pflanze: Ein Überblick
Kava-Kava ist ein ausdauernder Strauch von bis zu 4m Wuchshöhe. Seine Äste fallen dadurch auf sehr knotig zu sein. Die Blätter werden bis zu 20cm groß, sind herzförmig, dunkelgrün und meist leicht behaart. Seine Heimat ist die Südsee. Wo genau er herkommt ist nicht wirklich geklärt. Seine Popularität wuchs schnell und so verbreitete sich das Wissen um diese außergewöhnliche Pflanze schnell über Australien, Hawaii und USA. Im Südsee-Gebiet hat Kava einen festen Platz in der Gesellschaft. Nahezu kein Fest wird ohne Kava begangen. Meist wird es bis heute als braune, bitterschmeckende Flüssigkeit in Kokosnuss-Schalen serviert und getrunken, die aus den Wurzeln der Pflanze hergestellt wird. Der Wurzelstock der Pflanze ist auch das bemerkenswerteste. Er ist enorm groß, bis zu 10kg schwer und sehr saftig.
Traditionelle Verwendung in der Südsee
Piper methysticum ist der botanische Name der Kava-Kava-Pflanze, die auf den Inseln der Südsee heimisch ist. Dort wird der aus den Wurzeln zubereitete Kava-Trank traditionell bei Feiern oder religiösen Zusammenkünften verwendet. Aus dem Wurzelstock wird dabei durch Zerstoßen und Mischen mit Wasser der Kava-Trank bereitet. Die entspannende und beruhigende Wirkung dieses Trankes, der im Gegensatz zu Alkohol das Bewusstsein nicht einengt, macht man sich heute auch bei Arzneimitteln zunutze. In seiner Heimatregion Polynesien ist die Pflanze heilig. Nahezu bei jedem wichtigen Ritual kommt Piper methysticum zum Einsatz und wir von dem gesamten Dorf eingenommen. Der größte und sicherste Wirkstoffgehalt liegt in den Wurzeln vor. Traditionell wird die Pflanze ausgegraben, der Wurzelstock geerntet, getrocknet und ggfls. gemahlen. Kava-Kava ist in seiner Heimatregion eine Ritualpflanze. Ihr Rausch benebelt jedoch nicht die Sinne und man behält eine klare Wahrnehmung. Daher wird es in der Südsee-Gegend traditionell bei Festen, Feiertagen oder auch Streits angewendet.
Wirkstoffe und Wirkungsweise
Die Wirkstoffe der Kava-Kava-Wurzel, die Kavapyrone, und ihre entspannend-beruhigende Wirkung sind auf Grund langjähriger Untersuchungen inzwischen gut erforscht. Wichtigste Einzelsubstanz darunter ist das Kavain. Die aktiven Bestandteile der Kava-Wurzel - die sogenannten Kavalactone - sind dafür bekannt, Stresssignale im Nervensystem abzumildern. Kavalactone sind im wässrigen Milieu des Verdauungstraktes sehr schwer löslich. Das Wirkungsspektrum kann am besten mit der Arzneistoffgruppe der Benzodiazepine (Tranquilizer) verglichen werden, jedoch ohne dass die pflanzlichen Kavapyrone nach heutiger Erkenntnis die Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung mit sich bringen.
Kava-Kava ist beruhigend. Durch seine Wirkung im zentralen Nervensystem beruhigt er nachhaltig. Piper methysticum hat eine entspannende Wirkung. Innerliche wie muskuläre Anspannung fallen nach einiger Zeit der Einnahme ab. Kava ist schlaffördernd. Oftmals können Menschen chronisch nicht schlafen, da ihre Grundanspannung einfach zu hoch ist. Oftmals ist das eine Folge lange anhaltendenden Stresses. Kava-Kava ist das stärkste Phytotherapeutikum gegen Angst. Seine angstlösende Wirkung ist in vielen Studien belegt worden. Jedoch ist auch hier zu sagen, dass Kava-Kava kein akutes Mittel ist. Kava ist euphorisierend und stimmungsaufhellend.
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Anwendungsgebiete
Die Anwendungsgebiete entsprechen dem homöopathischen Arzneimittelbild. Dazu gehören: Erregungs- und nervöse Erschöpfungszustände, Magenübersäuerung. Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab.
"Kava Hevert Entspannungstropfen" sind angezeigt, wenn man sich überfordert bzw. überreizt fühlt, oder unter nervösen Erregungs- und Spannungszuständen leidet. Nervöse innere Unruhe, die z.B. die psychische Komponente der Angst. Die in "Kava Hevert Entspannungstropfen" enthaltene homöopathische Zubereitung aus der polynesischen Kava-Kava-Pflanze wirkt muskelentspannend, entkrampfend und beruhigend. Wer entspannt ist, kann klarer und konzentrierter denken und psychische Belastungen besser bewältigen.
Kava-Kava und seine enthaltenen Kavalactone reduziert die Aktivität des sympathischen Nervensystems, so dass die Magen nicht weiter von diesem überreizt wird und aufhört, Säure zu produzieren und zu krampfen.
Kava Hevert Entspannungstropfen
Kava Hevert Entspannungstropfen sorgen für Ruhe und Ausgeglichenheit bei psychischer Belastung. Dadurch bessern sich auch die körperlichen Beschwerden. Atmung und Puls normalisieren sich, die Anspannung der Muskeln lässt nach und der Magen beruhigt sich wieder. Die nervliche Belastbarkeit und Konzentrationsfähigkeit steigen. Psychische Belastungen können so besser bewältigt werden. Kava Hevert Entspannungstropfen stärken die nervliche Belastbarkeit. Besonders dann, wenn man sich überfordert oder überreizt fühlt oder unter nervöser Erregung und Anspannung leidet, helfen Kava Hevert Entspannungstropfen die innere Ruhe und Ausgeglichenheit wieder zu gewinnen. Die Stressreaktionen des Körpers werden vermindert. Atmung und Puls werden normalisiert, die Anspannung der Muskeln verringert.
Die Kava Hevert Entspannungstropfen werden pur unter die Zunge oder in etwas Leitungswasser gegeben. Bereits nach wenigen Minuten setzt die beruhigende Wirkung ein. Die Kava Hevert Entspannungstropfen enthalten homöopathisch aufbereiteten Kava-Wurzelauszug. Die aktiven Bestandteile der Kava-Wurzel - die sogenannten Kavalactone - sind dafür bekannt, Stresssignale im Nervensystem abzumildern. Sie entspannen die Muskulatur, beruhigen den Puls und mildern Anspannungen im Magen-Darm-Bereich. Die beruhigende Wirkung kann das Reaktionsvermögen und die Sehleistung durch individuell unterschiedliche Reaktion einschränken, insbesondere bei gleichzeitigem Alkoholgenuss.
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Kava Hevert Entspannungstropfen bieten eine sanfte, naturheilkundliche Unterstützung bei nervöser Erschöpfung, innerer Unruhe und stressbedingten Magenbeschwerden. Kava Hevert Entspannungstropfen Wirkstoff: Piper methysticum (Kava-Kava) Dil. D4. Enthält 37 Vol.-% Alkohol.
Soweit nicht anders verordnet 3mal täglich 5-10 Tropfen verdünnnt in einem halben Glas Flüssigkeit grundsätzlich nach den Mahlzeiten einnehmen. Akute Beschwerden: Mehrmals täglich (bis halbstündlich). Die Wirkungsdauer einer Arzneimittelgabe kann individuell verschieden sein. Grundsätzlich wird die Einnahme des Präparates bei Nachlassen der Wirkung oder bei Rückkehr der Beschwerden wiederholt. Wenn bei der Behandlung eines Kleinkindes/ Kindes die gewünschte Besserung nicht eintritt, ist mit ihm ein Arzt bzw. eine Ärztin aufzusuchen. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten, bzw. | Hevert-Arzneimittel GmbH & Co.
Weitere Maßnahmen zur Entspannung
Mit der regelmäßigen Anwendung haben Sie einen wichtigen Schritt für Ihre Gesundheit getan. Erlernen Sie Entspannungstechniken, wie beispielsweise Muskelrelaxation nach Jacobson, autogenes Training oder Yoga. Schlafen Sie sich gesund. Körperliche Ruhe hilft auch Ihrer Psyche Stress abzubauen und sich zu erholen. Gönnen Sie sich etwas und versuchen Sie im Tagesgeschäft verlorengegangene Energie wieder aufzutanken, zum Beispiel durch Konzert- und Theaterbesuche oder Sauna-Gänge. Ergänzend zu den Kava Hevert Entspannungstropfen empfiehlt es sich, Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Pilates anzuwenden. Mit geführten Entspannungsmeditationen (als MP3-Audiodatei oder über Streaming-Dienste) lässt sich Autogenes Training einfach in den Alltag integrieren.
Kontroversen und Sicherheitsbedenken
Die deutsche Zulassungsbehörde BfArM hat am 20.12.2019 alle Zulassungen für Arzneimittel mit pflanzlichen Extrakten aus Kava-Kava widerrufen. Ausgenommen von diesem Widerruf sind homöopathische Arzneimittel mit einer Wirkstoffkonzentration kleiner als D4.Kava Hevert Entspannungstropfen sind von dem Widerruf der Zulassung nicht betroffen. Die Tropfen enthalten 10% Kava-Kava D4, was rechnerisch einer D5 gleichkommt und somit außerhalb der Grenze des Widerrufs liegt.
Eine Einnahme als Phytotherapeutikum ist derzeit schwer, da das BfArM 2019 beschlossen hat Kava-Kava erneut die Zulassung zu entziehen.
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Verbot und Nebenwirkungen
Kava-Kava-Präparate waren weit verbreitet und galten lange Zeit als unbedenklich, da in klinischen Studien keine gravierenden Nebenwirkungen erfasst wurden. Jedoch häuften sich die Berichte über Einzelfälle von erheblichen Nebenwirkungen wie schweren Problemen mit der Leber, die bei Menschen auftraten, die Kava-Kava-Präparate genommen hatten. Diese Nebenwirkungen führten schließlich von 2002 bis 2015 zu einem Verbot von Kava-Kava. Anschließend durften Hersteller Kava-Kava-Produkte unter Angabe von Warnhinweisen bezüglich der Nebenwirkungen wieder verkaufen. Außerdem wurden die Gebrauchsinformationen hinsichtlich Dosierung und Anwendungsdauer überarbeitet und erweitert. Seit 2019 sind Produkte, die Kava-Kava enthalten, nun endgültig verboten. Dies gilt auch für homöopathische Mittel mit einer Endkonzentration bis einschließlich D4. Grund dafür sind zum einen die fehlenden Beweise für eine positive Wirkung bei Angststörungen, zum anderen die in einzelnen Fällen aufgetreten schwerwiegenden Schäden der Leber, die durch die Einnahme von Kava-Kava verursacht wurden.
Grundsätzlich wurde eine tägliche Dosis von 60-120mg pro Tag an Kava-Pyronen empfohlen. Viele Patienten dosierten jedoch aufgrund der hervorragenden Wirkung über. Die Folge waren einige, seltene Fälle von Leberschädigungen bis hin zu Leberversagen. Diese Nebenwirkungen haben leider sehr für Aufsehen gesorgt und dazu geführt, dass deutsche Behörden die Heilpflanze als Phytotherapeutikum aus dem Verkehr gezogen haben. Derzeit sind nur Homöopathika ab der D6 und Spagyrika im Umlauf.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Überempfindlichkeit gegen Kava-Kava, vorbestehende Leberschädigung, Schwangerschaft und Stillzeit, Kinder unter 12 Jahren. Nicht anwenden bei Alkoholkranken und bei erheblichem Alkoholkonsum. Durch die beruhigende bzw. stimmungsaufhellende Wirkung von "Kava Hevert Entspannungstropfen" kann das Reaktionsvermögen und die Sehleistung durch individuell unterschiedliche Reaktion so stark beeinflusst werden, dass möglicherweise die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt insbesondere bei gleichzeitigem Alkoholgenuss (z. B. Unerwünschte, die Leber betreffende Arzneimittelwirkungen sind für Kava-Kava-haltige homöopathische Arzneimittel bisher nicht bekannt geworden. Sehr selten wurde unter Einnahme von pflanzlichen Kava-Kava-Zubereitungen, bisweilen schon nach 2 Wochen, das Auftreten von Leberschäden beschrieben. In einigen Fällen kam es nach Einnahme der zwei- bis dreifachen phytotherapeutischen Dosierung bereits nach 8 bis 12 Wochen zu einem bleibenden Leberversagen.
Wichtig ist, dass sich bei dem Konsum von Kava-Kava die Wirksamkeit von anderen Psychopharmaka verändern kann. Da Kava-Kava bei einigen Patienten Leberprobleme verursacht hat ist hier strikte Vorsicht geboten. Eine Einnahme sollte nur unter medizinischer Beobachtung stattfinden. Ein Screening der Blutleberwerte wird dringend empfohlen. Bei endogenen Depressionen ist Kaya kontraindiziert. Pharmaka und Muskelrelaxantien ist möglich.
Falls der behandelnde Arzt eine Fortsetzung der Einnahme über 1 Monat hinaus befürwortet, sollte dieser über die Notwendigkeit von Leberfunktionskontrollen entscheiden. Sehr selten können allergische Reaktionen der Haut oder Atemwege auftreten.
Kava-Kava im Vergleich
Die Wirkung von Kava-Kava wird als ähnlich zu Benzodiazipinen beschrieben. Durch seine entspannenden und angstlösenden Effekte auf körperlicher wie psychischer Ebene gehen Angst- und Unruhe-Zustände zurück. Unter den Pflanzen gilt Kava-Kava als die Pflanze, mit der stärksten angstlösenden Wirkung.
Kava-Kava und Stress
Stress hat viele Gesichter, da sich seine Auswirkung über das ZNS im ganzen Körper zeigen können. Kava-Kava ist direkt im ZNS wirksam, reduziert den Stress und führt zu einer generalisierten Entspannung von Körper und Geist. Da in der modernen Gesellschaft Stress für viele Erkrankungen mit verantwortlich ist bzw. Ein überreiztes sympathisches Nervensystem bedeutet auch immer eine aktivierte Stresshormon-Kaskade der Nebennierenrinde. Die Nebenniere schüttet Adrenalin und Cortisol aus. Das Adrenalin macht uns nervös und leitungsbereit. Das Cortisol hemmt Entzündungen, erhöht den Blutzuckerspiegel, damit wir Energie haben und hemmt das Immunsystem. Dadurch sind wir anfälliger für Infekte und werden leichter krank. Kava-Kava beruhigt das Nervensystem und in Folge auch die Nebennieren.
Viele Patienten leiden unter anspannungsbedingtem Kopfschmerz. Kava-Kava wirkt grundsätzlich entspannend auf den Körper und das Zentralnervensystem. Volksmedizinisch wird dem Rauschpfeffer eine schmerzstillende Wirkung nachgesagt. Da Kava-Kava nachhaltig entspannt, fördert es auch den Schlaf. Die häufigste Ursache für Einschlafstörungen sind das Gedankenkreisen und die Tatsache, dass man nicht abschalten kann. Genau dieses Loslassen fördert Kava-Kava und hilft damit besser in den Schlaf zu finden. Stress ist eine der häufigsten Ursachen für chronisches Sodbrennen. Die Dauerüberreizung des sympathischen Nervensystems für zu einer Überreizung des Magens.
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