Klaus Meine Schlaganfall: Ursachen, Prävention und Therapie

Klaus Meine, der Frontmann der international erfolgreichen Hardrock-Band Scorpions, ist wie viele andere Menschen nicht vor gesundheitlichen Problemen gefeit. In den letzten Jahren musste er sich einigen Eingriffen unterziehen, darunter eine Wirbelsäulenoperation und eine Nierenstein-OP. Auch wenn diese Eingriffe nicht direkt mit einem Schlaganfall in Verbindung stehen, wirft sein Gesundheitszustand Fragen nach den Ursachen, der Prävention und den Therapiechancen bei Schlaganfällen auf, insbesondere im höheren Alter.

Schlaganfall: Eine Krankheit des Alters?

Der Schlaganfall wird oft als eine typische Alterskrankheit bezeichnet. Prof. Dr. Schäbitz erklärt, dass ein Schlaganfall tatsächlich häufiger im fortgeschrittenen Alter auftritt. Über 50 Prozent der Fälle betreffen Menschen über 65 Jahre, während etwa 15 Prozent der Betroffenen unter 40/45 Jahre alt sind. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter: Eine Person über 70 Jahre hat ein höheres Schlaganfallrisiko als eine Person mit 60 Jahren.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Hauptrisikofaktoren für einen Schlaganfall sind Bluthochdruck und Vorhofflimmern. Weitere relevante Risikofaktoren sind Diabetes, Rauchen, Bewegungsmangel und Fettstoffwechselstörungen. Ein Aneurysma im Gehirn, das die Durchblutung bremst, kann ebenfalls zu den Ursachen gehören. Stress wird auch als Faktor genannt.

Prävention: Risikofaktoren vermeiden

Die besten Tipps zur Prävention eines Schlaganfalls sind die Vermeidung von Risikofaktoren. Maßnahmen, die effektiv einem Bluthochdruck, Übergewicht, Bewegungsmangel und Diabetes vorbeugen und verhindern, sind entscheidend. Dazu gehören:

  • Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene, mediterrane Diät mit viel Gemüse, nicht zu viel Fleisch und wenig Alkohol.
  • Ausreichend Bewegung: 20 bis 30 Minuten Bewegung pro Tag, bei der man leicht schwitzt.
  • Behandlung von Risikofaktoren: Vorhandene Risikofaktoren wie Diabetes oder Bluthochdruck sollten behandelt werden.

Die Deutsche Schlaganfall Gesellschaft bietet einen Schlaganfall-Risikotest an, mit dem man sein persönliches Risiko einschätzen kann. Dieser Test ist eine Art Screening und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Bei einem auffälligen Ergebnis sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen, um Risikofaktoren frühzeitig zu überprüfen und entsprechende Behandlungen einzuleiten.

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Erkennung und Erste Hilfe

Es gibt akute und stille Schlaganfälle, wobei die stillen Schlaganfälle milde Symptome aufweisen. Eine einseitige Lähmung des Gesichts wie ein hängender Mundwinkel kann auftreten.

Was tun bei einem Schlaganfall?

Bei Verdacht auf einen Schlaganfall muss sofort der Rettungsdienst (112) alarmiert werden. Der sogenannte FAST-Test hilft bei der Feststellung eines Schlaganfalls:

  • Face (Gesicht): Die betroffene Person soll lächeln. Ist das Gesicht halbseitig verzogen, ist von einer Lähmung auszugehen.
  • Arms (Arme): Die Person soll die Arme nach vorne ausstrecken und die Handflächen nach oben drehen. Auch dies ist bei einer Lähmung nicht möglich.
  • Speech (Sprache): Die Person soll einen einfachen Satz nachsprechen. Ist dies nicht möglich, liegt vermutlich eine Sprachstörung vor.
  • Time (Zeit): Sind diese Anzeichen gegeben, zählt jede Sekunde. Der Notruf muss schnellstmöglich mit Hinweis auf den Schlaganfallverdacht verständigt werden.

Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes kann man die Person beruhigen und darauf achten, dass sie nicht stürzt. Das Wichtigste ist jedoch die Aktivierung des Rettungssystems.

Therapie und Rehabilitation

Die Erstversorgung sollte in einer spezialisierten Stroke Unit erfolgen. Dort wird nicht nur die Akuttherapie gestartet, sondern es erfolgt auch ein Herz-Kreislauf-Monitoring und die Ursachenforschung des Schlaganfalls.

Therapiechancen

Im Bereich der Thrombektomie gibt es tatsächlich Heilungserfolge, die an Wunderheilung grenzen können. Es gibt Fälle, in denen der Patient mit einer schwerstgradigen Lähmung in die Klinik kommt und bei Entlassung eine Woche später keinerlei Einschränkungen mehr hat - sofern er nach dem Schlaganfall schnell in die Klinik gebracht wurde.

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Die Folgen eines Schlaganfalls hängen immer von Art und Ausmaß des Schlaganfalls ab. Die stärksten Beeinträchtigungen resultieren aus schwerwiegenden Lähmungen und Sprachstörungen. Nach der Akuttherapie erfolgt in der Regel eine Rehabilitation, um dieRecovery zu unterstützen.

Leben nach dem Schlaganfall

Durch die Folgen eines Schlaganfalls sind viele Personen auf Unterstützung oder Pflege angewiesen. Ob und in welchem Umfang dies notwendig ist, hängt von der Schwere des Schlaganfalls ab. Es gibt eine Reihe an Rezidiv-Schlaganfällen, daher ist es wichtig, nach dem ersten Schlaganfall die genauen Ursachen zu erforschen, um eine gute Sekundär-Prävention aufzubauen.

Die Mortalität von Patienten nach einem ersten Schlaganfall liegt bei 25 bis 30 Prozent. Dies betrifft allerdings nur die Subgruppe der sehr schweren Schlaganfälle.

Forschung und Zukunftsperspektiven

Ein Bereich der Forschung dreht sich um die Verbesserung der Akuttherapie, insbesondere die Weiterentwicklung der Thrombektomie. Auch die Genetik des Schlaganfalls wird erforscht, um eine mögliche Veranlagung zu erkennen. Zudem gibt es viele Forschungsprojekte zur Verbesserung der Regeneration und Rehabilitation nach Schlaganfall.

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