Klinik Mara Bielefeld: Bewertungen und Erfahrungen im Überblick

Das Krankenhaus Mara in Bielefeld, ein Fachkrankenhaus für Inklusive Medizin und Epileptologie, das zu den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel gehört, genießt als größte Einrichtung zur Behandlung von Epilepsien in Deutschland ein hohes Renommee. Es arbeitet eng mit dem Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) zusammen, einem Haus der Maximalversorgung. Als Teil des Universitätsklinikums OWL der Universität Bielefeld trägt es wesentlich zum Forschungsprofil der Universitätsmedizin bei. Die Klinik versorgt seit 1932 Patientinnen und Patienten mit Epilepsie und anderen Anfallsleiden.

Struktur und Schwerpunkte des Krankenhauses Mara

Das Krankenhaus Mara verfügt über 177 Betten und behandelt jährlich etwa 7.600 stationäre Patienten. Die Universitätsklinik für Inklusive Medizin widmet sich der ganzheitlichen medizinischen Behandlung von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung, die oft mit komplexen körperlichen Mehrfachbehinderungen einhergehen. Die Universitätsklinik für Epileptologie genießt ein großes Renommee und ist die größte Einrichtung zur Behandlung von Epilepsien in Deutschland. Die beiden Lehrstühle der medizinischen Fakultät, die im Krankenhaus Mara vertreten sind, spiegeln einen wesentlichen Teil des Forschungsprofils der Universitätsmedizin in Bielefeld wider.

Das Behandlungsspektrum der Epilepsiekliniken für Kinder und Erwachsene reicht von der differenzierten medikamentösen Therapie über Psycho- und Verhaltenstherapie bis hin zur operativen Behandlung (Epilepsie-Chirurgie). Betroffenen und deren Angehörigen steht ein Team aus den Fachrichtungen Medizin, Psychologie, Sozialarbeit, Sport- und Ergotherapie, Heilpädagogik, Schule und Seelsorge zur Seite. Die Fachlichkeit im Epilepsie-Zentrum Bethel ist geprägt von einem ganzheitlichen Ansatz. Nicht nur die Diagnostik und Behandlung der Anfälle und Epilepsien sind im Blickpunkt, sondern die betroffenen Menschen werden in ihren individuellen Lebensbezügen gesehen und unterstützt.

Positive Erfahrungen und Aspekte

Viele Patienten berichten von positiven Erfahrungen in der Mara-Klinik. Besonders hervorgehoben werden die Zugewandtheit und Freundlichkeit des Personals, sowohl in der Epilepsie-Ambulanz als auch auf den Stationen. Patienten fühlen sich ernst genommen und gut betreut. Die umfassende Diagnostik wird als positiv wahrgenommen, insbesondere das ausführliche Aufnahmegespräch, bei dem detailliert auf die Anfallsgeschichte eingegangen wird.

Freundlichkeit und Kompetenz des Personals: Zahlreiche Bewertungen loben das Pflegepersonal und die Ärzte für ihre Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Kompetenz. Sie nehmen sich Zeit für die Patienten, erklären Befunde verständlich und gehen auf Fragen ein.

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Umfassende Diagnostik: Die Diagnostik wird als sehr umfassend beschrieben, mit ausführlichen Aufnahmegesprächen und detaillierter Anamnese.

Therapieangebote: Das Therapieangebot wird als gut und hilfreich bewertet, insbesondere die Möglichkeit zur Teilnahme an Gruppen- und Einzeltherapien. Einige Patienten berichten von neuen Erkenntnissen über ihre Erkrankung und einer verbesserten Krankheitsakzeptanz.

Besondere Aspekte für Kinder und Jugendliche: Auf der Kinderseite gibt es ein zusätzliches Bad mit Pflegewanne, ein Spielzimmer und einen Tagesraum zum Essen und Gesellschaftsspiele spielen. Im Garten findet man einen Spielplatz, Hängematten, viele Kinderfahrzeuge und ein großes Trampolin.

Forschungserfolge: Das Krankenhaus Mara hat sich durch seine Forschungstätigkeit einen Namen gemacht, insbesondere im Bereich autoimmun verursachter Anfallsleiden. Die Ergebnisse der Forschung tragen dazu bei, die Behandlung von Epilepsiepatienten kontinuierlich zu verbessern.

Kritische Stimmen und Verbesserungspotenziale

Trotz vieler positiver Rückmeldungen gibt es auch kritische Stimmen, die Verbesserungspotenziale aufzeigen. Einige Patienten bemängeln die Kommunikation zwischen den Ärzten, die zu fehlerhaften Entlassungsberichten führen kann. Auch die Empathie mancher Oberärzte wird kritisiert.

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Kommunikationsprobleme: Einige Patienten bemängeln die Kommunikation zwischen den Ärzten und die Weitergabe von Informationen. Dies kann zu fehlerhaften Entlassungsberichten und einem Gefühl der Unsicherheit führen.

Mangelnde Empathie: Einige Patienten empfinden das Auftreten mancher Ärzte als dominant und wenig empathisch. Sie fühlen sich unter Druck gesetzt und nicht ausreichend unterstützt.

Verpflegung: Das Essen wird von einigen Patienten als durchschnittlich schlecht und wenig abwechslungsreich beschrieben. Insbesondere das Fehlen von Gemüse wird bemängelt.

Ausstattung: Einige Patienten weisen auf die Notwendigkeit hin, die technische Ausstattung zu erneuern, insbesondere in Bezug auf die Videoüberwachung. Auch die Unterbringung von Begleitpersonen in Klappbetten wird kritisiert.

Negative Erfahrungen auf bestimmten Stationen: Einige Patienten berichten von negativen Erfahrungen auf bestimmten Stationen, insbesondere im Zusammenhang mit der Verabreichung von Neuroleptika und dem Umgang mit Patienten.

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Das Epilepsie-Zentrum Bethel im Fokus

Das Epilepsie-Zentrum Bethel im Krankenhaus Mara bietet umfassende Möglichkeiten der Diagnose, Behandlung und Rehabilitation von Menschen mit epileptischen Erkrankungen. Das Angebot orientiert sich individuell am Lebensumfeld der Patienten und ist auf dem neuesten Stand der medizinischen Entwicklung. Neben der ambulanten Behandlung in der Epilepsie-Ambulanz ist auch eine stationäre Versorgung möglich. Die Rehabilitationsklinik erweitert das Angebot um Maßnahmen der medizinischen und medizinisch-beruflichen Rehabilitation. Dabei können die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der Universitätsklinik für Epileptologie genutzt werden.

Forschung als Motor für Fortschritt

Die Universitätsklinik für Epileptologie im Krankenhaus Mara engagiert sich stark in der Forschung, insbesondere im Bereich autoimmun verursachter Anfallsleiden. Durch die Identifizierung von GAD-Antikörpern konnte eine spezielle Form der Epilepsie als eigenständiges Syndrom definiert werden. Diese Forschungsergebnisse tragen dazu bei, die Behandlung von Epilepsiepatienten zu verbessern und zielgerichtete Therapien einzuleiten.

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