Neurologische Notfallambulanz Klinikum Aachen: Umfassende Versorgung bei neurologischen Notfällen

Die neurologische Notfallambulanz des Klinikums Aachen bietet eine umfassende Versorgung für Patienten mit akuten neurologischen Erkrankungen. Dieser Artikel soll Ihnen einen Überblick über die Leistungen, Schwerpunkte und Erreichbarkeit der Klinik geben und Ihnen im Notfall helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Was tun im Notfall?

Lebensbedrohliche Notfälle: Bei lebensbedrohlichen Notfällen, wie beispielsweise einem schweren Unfall oder plötzlicher Bewusstlosigkeit, wählen Sie sofort den Notruf 112. Es ist wichtig, Ruhe zu bewahren und dem Rettungsdienst folgende Informationen mitzuteilen:

  • Wo geschah es?
  • Was geschah?
  • Wie viele Menschen sind betroffen?
  • Welche Art der Verletzung oder Erkrankung liegt vor?

Leisten Sie bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe und warten Sie auf Rückfragen.

Akute Erkrankungen (nicht lebensbedrohlich): Bei allen anderen akuten Erkrankungen, die nicht lebensbedrohlich sind, rufen Sie bitte die hausärztliche Notfallnummer 116 117 an. Unter dieser Nummer erfahren Sie, welche Arztpraxis in Ihrer Nähe Notdienst hat. Die Telefonnummer 116 117 funktioniert ohne Vorwahl und ist deutschlandweit kostenfrei erreichbar - egal, ob Sie vom Festnetz oder mit dem Mobiltelefon anrufen. Der Patientenservice ist rund um die Uhr erreichbar.

Notfallversorgung in Aachen

  • Notdienste Stadt Aachen: Die Stadt Aachen bietet umfassende Informationen zu Notdiensten.
  • Notfallinformationen der Stadt Aachen: Hier finden Sie wichtige Notfallinformationen.
  • Rettungspunkte Aachener Wald: Im Aachener Wald sind Rettungspunkte eingerichtet.
  • Ökumenische Notfallseelsorge: Die ökumenische Notfallseelsorge steht Ihnen in Krisensituationen zur Seite.
  • Notdienstpraxis Aachen-Mitte: Die Notdienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein am Luisenhospital ist über den Haupteingang des Luisenhospitals am Boxgraben 99 zu erreichen.
  • Koordination der ambulanten Notfalleinsätze: Wenn ein Patient die Notdienstpraxis nicht aufsuchen kann oder der fachärztliche Notdienst für Kinder-, Augen- und Hals-Nasen-Ohrenärzte benötigt wird, ist die nordrheinweite Arztrufzentrale der richtige Ansprechpartner. Hier erfahren Sie, welcher Facharzt dienstbereit ist.

Alle Aachener Notaufnahmen sind seit 2019 rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, als Anlaufstellen für Notfallpatienten in Betrieb. Vom Rettungsdienst erstversorgte Notfallpatienten werden unter Aufrechterhaltung ihrer Transportfähigkeit in das nächstgelegene geeignete Krankenhaus transportiert. Die Auswahl des Krankenhauses richtet sich neben dem Wunsch des Patienten nach den medizinisch-fachlichen Anforderungen des konkreten Notfallpatienten und berücksichtigt, ob das Krankenhaus über die für die Behandlung notwendige medizinische Fachdisziplin und über freie Ressourcen für diese Behandlung verfügt.

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Die Klinik für Neurologie der Uniklinik RWTH Aachen

Die Klinik für Neurologie der Uniklinik RWTH Aachen behandelt Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems sowie der Muskulatur. Die Klinik verfügt über:

  • Zwei Normalstationen
  • Eine neurologisch geführte Intensivstation mit Beatmungsplätzen
  • Eine überregionale Stroke Unit und eine Comprehensive Stroke-Unit mit neurologischer Frührehabilitation
  • Eine neuropsychologische Therapiestation
  • Eine Sektion für Neurogeriatrie
  • Eine Sektion für Epileptologie mit Video-EEG-Monitoring-Betten
  • Ein Schlaflabor
  • Eine Poliklinik
  • Ein umfangreiches Angebot an Spezialsprechstunden inklusive einer Infusionsambulanz

Schwerpunkte liegen unter anderem im Bereich neurodegenerativer Erkrankungen (Parkinson, Demenzen, Ataxien), in der Schlaganfallversorgung und -nachsorge, der Epileptologie sowie neuroimmunologischer und neuromuskulärer Erkrankungen. Zahlreiche Erkrankungen werden in interdisziplinären Zentren gemeinsam mit anderen Fachdisziplinen der Uniklinik RWTH Aachen behandelt.

Behandlungsschwerpunkte der Neurologischen Klinik

  • Schlaganfall: Die Behandlung von Schlaganfällen ist ein Spezialgebiet der Abteilung. Die Klinik verfügt über eine eigene, speziell ausgestattete Schlaganfall-Station (Stroke Unit) mit entsprechend ausgebildetem Personal. Nach der Akutversorgung werden Schlaganfallpatienten auf der Stroke Unit aufgenommen, wo durch enge Überwachung am Monitor im Fall einer Verschlechterung sofort reagiert werden kann. Um weiteren Schlaganfällen gezielt vorzubeugen, wird sorgfältig nach der Ursache gesucht. Das Schlaganfallzentrum ist durch die Deutsche Schlaganfallgesellschaft und die Stiftung Schlaganfallhilfe als regionale Stroke Unit zertifiziert. Die Klinik ist Mitglied der Berliner Schlaganfall-Allianz und Teil des Schlaganfall Netzwerk West. Die Indikationsstellung ist eine spezielle Blutverdünnungstherapie, die sog. Rückbildung der Symptome und Verbesserung der Prognose möglich. verschlossener Gefäße. Ein Schlaganfall ist immer ein Notfall! Die nächste neurologische Klinik sollte umgehend aufgesucht werden. Wenn die Blutzufuhr des Gehirns unterbrochen wird, treten schlagartig je nach betroffenem Gebiet z.B. Lähmungen, Gefühlsstörungen, Sprachstörungen, Sehstörungen oder heftiger Schwindel auf. Nur wenn die Durchblutung rechtzeitig wiederhergestellt wird, können dauerhafte Behinderungsfolgen verhindert werden. In der Notaufnahme sind die Ärzte der Klinik für Neurologie an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr auf Schlaganfallpatienten vorbereitet.

  • Epilepsie: Eine stationäre Aufnahme ist immer angezeigt, wenn ein Anfall oder eine unerklärte Bewusstlosigkeit erstmals aufgetreten ist, um eine akute und potentiell gefährliche Ursache auszuschließen. Bei einer bekannten Epilepsie stellen Anfallsserien oder ununterbrochene Anfälle (Status epilepticus) stationär zu behandelnde Notfallsituationen dar. Im St. Josefs-Krankenhaus werden zur Epilepsiediagnostik Hirnstrommessungen (EEG), erweiterte Bildgebung und Laboruntersuchungen durchgeführt. In manchen Fällen kann eine Behandlung in einem spezialisierten Epilepsiezentrum nötig sein. Epileptische Anfälle können in jedem Lebensalter auftreten. Sogenannte Gelegenheitsanfälle lassen sich auf klare und vermeidbare Auslöser zurückführen, während eine dauerhaft erhöhte Anfallsneigung als Epilepsie bezeichnet wird. Einsatz anfallssuppressiver Medikamente.

  • Multiple Sklerose (MS): Gesetzlich oder privat krankenversicherte Patienten mit Multipler Sklerose und verwandten Erkrankungen (z.B. Neuromyelitis optica) können durch die Ambulanz für Multiple Sklerose behandelt werden. Bei der Erstvorstellung benötigen gesetzlich Versicherte eine Überweisung vom Hausarzt oder von einem Facharzt speziell an die MS-Ambulanz (sog. „ASV-Überweisung“). Auf dem Überweisungsschein ist „Behandlung gemäß §116 b“ und „Spezialambulanz für Multiple Sklerose, Alexianer St. Josefs-​Krankenhaus Potsdam“ zu vermerken. Termine für die MS-Ambulanz können von Mo - Fr 8:00 - 15:00 Uhr vereinbart werden. Die ambulante Terminvergabe für Privatversicherte und Selbstzahler erfolgt über die Privatambulanz Chefarzt PD Dr. Das Alexianer St. Josefs-Krankenhaus ist anerkanntes MS-Schwerpunktzentrum nach den Richtlinien der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG). Weitere Autoimmunerkrankungen, mit denen wir uns befassen, betreffen Nerven- oder Stützzellen des Gehirns (z.B. Autoimmunenzephalitis), periphere Nerven (Guillain-Barré-Syndrom, chronisch-inflammatorisch demyelinisierende Polyneuropathie), die Muskulatur (z.B. Dermatomyositis, Polymyositis) oder die Reizübertragung vom Nerv auf den Muskel (Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom), aber auch Blutgefäße (Arteriitis temporalis und andere Vaskulitiden). Bei akuten Erkrankungen führen wir alle zur Diagnose erforderlichen apparativen und Laboruntersuchungen bis hin zu Biopsien von Nerven, Muskeln oder Blutgefäßen durch und beginnen eine immunsuppressive Therapie. Mit etwa 200.000 Betroffenen in Deutschland ist die Multiple Sklerose (MS) die häufigste Autoimmunerkrankung in der Neurologie und eine sehr wichtige Ursache von erworbener Behinderung bei jüngeren Menschen. Typische frühe Symptome sind Sensibilitätsstörungen, Sehstörungen oder Lähmungen, die zu Beginn in der Regel als Schübe auftreten und sich im Verlauf von Wochen spontan bessern können. Meist kommt es im Verlauf jedoch zu einer Erschöpfung der Reparaturmechanismen und zur Gefahr bleibender Behinderungen. Während die Multiple Sklerose früher als schicksalhafte Erkrankung galt, die früher oder später in den Rollstuhl führte, stehen uns heute zahlreiche wirksame Behandlungen zur Verfügung, um frühzeitig in den Krankheitsverlauf einzugreifen. Das stationäre Leistungsangebot umfasst die Diagnose der MS bzw. ihren Ausschluss im Verdachtsfall sowie die Behandlung schwerer Schübe, einschließlich der Möglichkeit der Plasmapherese, mit der Antikörper und Entzündungsstoffe aus dem Blut entfernt werden. Außerdem betreibt die Klinik gemeinsam mit weiteren Experten eine Spezialambulanz für Patienten mit MS und verwandten Erkrankungen.

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  • Parkinson-Syndrom: Die Klinik bietet eine spezialisierte Parkinson-Komplexbehandlung an. Während die Parkinson-Krankheit und andere Bewegungsstörungen im Frühstadium meist vom niedergelassenen Arzt diagnostiziert und behandelt werden, ergeben sich im späteren Verlauf nicht selten akute Probleme, die ambulant nicht bewältigt werden können. Insbesondere bei betagten Patienten oder solchen mit Demenz ist es oft schwierig, bei der medikamentösen Behandlung eine Balance zwischen ausreichender Wirksamkeit, einfacher Einnahme und akzeptablen Nebenwirkungen zu erzielen. Gelegentlich ist eine klare Zuordnung von Symptomen zu einer Diagnose durch den niedergelassenen Arzt nicht möglich. In diesen Fällen können spezielle diagnostische Verfahren hilfreich sein, eine Diagnose zu stellen und in der Folge die richtige Therapie einzuleiten. Eine stationäre Behandlung kann außerdem notwendig werden, wenn akut starke Wirkungsschwankungen der Medikamente mit Über- und Unterbeweglichkeit, Verwirrtheit und Halluzinationen oder Kreislaufstörungen auftreten. Zu den Aufgaben gehört auch, bei einer plötzlichen Verschlechterung nach auslösenden Ursachen wie z.B. Infektionen zu suchen.

  • Demenzerkrankungen: Ziel einer Diagnostik im stationären Rahmen ist die Identifikation bzw. der Ausschluss behandelbarer Ursachen bei rasch verlaufenden Demenzformen oder plötzlicher Verschlechterung. Im St. Josefs-Krankenhaus stehen alle relevanten diagnostischen Methoden der Neurologie zur Verfügung. Es werden Liquordiagnostik und alle einschlägigen Laboruntersuchungen sowie Biopsien von Nerv, Muskel und Blutgefäßen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Radiologischen Institut stehen darüber hinaus die notwendigen Bildgebungsverfahren einschließlich CT, MRT, Myelographie und Angiographie (kontrastmittelgestützte Untersuchungen des Rückenmarkskanals bzw. der Hirngefäße) zur Verfügung. Dementielle Erkrankungen werden durch einen zunehmenden Verlust geistiger Fähigkeiten bemerkbar, wobei zu Beginn häufig Störungen der Gedächtnisfunktionen im Vordergrund stehen. Die Ursache liegt meist in einer Schädigung und Zerstörung von Nervenzellen im Rahmen einer Alzheimer-Erkrankung oder Erkrankungen der kleinsten Blutgefäße (Vaskuläre Demenz). Daneben finden sich weitere degenerative Ursachen wie die Lewy-Körper-Erkrankung. Bereits verlorengegangene Nervenzellen können nicht ersetzt werden, so dass die Schädigungsfolgen im Grundsatz nicht umkehrbar sind. Neben diesen in der Regel langsam verlaufenden Demenzformen finden sich allerdings auch seltene Erkrankungen, die meist durch einen raschen Verlauf gekennzeichnet sind und hinter denen sich z.T. behandelbare Ursachen wie Autoimmunerkrankungen oder Stoffwechselstörungen verbergen. Eine besondere behandelbare Ursache bildet der sog. Normaldruckhydrozephalus, bei dem es zu einer Erweiterung der Hirnkammern (Ventrikel) kommt.

  • Weitere neurologische Erkrankungen: Die Klinik behandelt auch jede andere neurologische Erkrankung. Hierzu gehören: Neurologische Erkrankungen gehören zu den Hauptursachen chronischer Schmerzen. Daher gibt es am St. Josefs-Krankenhaus ein stationäres Therapieangebot zur multimodalen Schmerztherapie. Parallel zur Schmerztherapie wird die zugrunde liegende Diagnose überprüft und notwendige Untersuchungen ergänzt. Typische Krankheitsbilder, bei denen multimodale Schmerztherapie helfen kann, sind chronische Rückenschmerzen, chronische Kopf- und Gesichtsschmerzen oder Nervenschmerzen (Trigeminusneuralgie, M. Die eher seltenen Erkrankungen der Muskulatur (Myopathien) können akut, schubförmig oder chronisch verlaufen. Bei Erkrankungen peripherer Nerven reicht das Spektrum von der lokalisierten Schädigung einzelner Nerven oder Nervenwurzeln (z.B. Das Ursachenspektrum ist vielfältig und kann mechanische bzw. orthopädische, stoffwechselbedingte, infektiöse, immunologische oder toxische Ursachen beinhalten. Gründe für eine stationäre Diagnose und Behandlung sind insbesondere akute starke Schmerzen und rasch zunehmende, behindernde Ausfallerscheinungen, z.B. Durch Anamnese und klinische Untersuchung, elektrische Messungen (Neurographie, Elektromyographie), Nervenultraschall, bildgebende Verfahren, Laboruntersuchungen und ggf. elektrophysiologische Diagnostik. enge Überwachung. und bedürfen langfristiger Behandlungsstrategien. Auslösern und Ursachen in Frage kommen. Polyneuropathien oder Muskelerkrankungen. von Gangstörungen oder Schmerzen.

Diagnostische Möglichkeiten

Um den Anforderungen bei der Diagnose der häufig komplexen Erkrankungen gerecht zu werden, bestehen enge Beziehungen zu der neurologisch ausgerichteten Röntgenabteilung (Radiologie) und speziellen Laboratorien für rheumatologische und entzündliche Erkrankungen.

Stationäre Versorgung

Patienten, die Wahlleistungen beanspruchen, werden auf der Komfortstation St. Lydia betreut. Akut lebensbedrohlich erkrankte Patienten werden auf der interdisziplinären Intensivstation St. Patricius oder auf der Intermediate Care-Station St. Valentin behandelt. Die Klinik für Neurologie befindet sich im Haus St. Alexius des St. Josefs-Krankenhauses auf der Station St. Lydia und St.

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Weiterführende Versorgung

Viele Patienten bedürfen im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt einer weiteren Versorgung. Sollte eine Rehabilitation notwendig sein, organisieren unsere Sozialarbeiterinnen eine passgenaue Anschlussrehabilitation. Für geriatrische Patienten gibt es im eigenen Haus die Möglichkeit zur anschließenden Geriatrischen Rehabilitation. Bei Fragen der weiteren Versorgung hinsichtlich ambulanter oder stationärer Pflege, Ausstattung mit Hilfsmitteln, Umgang mit Behörden, etc. steht Ihnen während des stationären Aufenthaltes ebenso unser Sozialdienst hilfreich zur Seite.

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