Das Ortenau Klinikum hat sich in der Region als ein wichtiger Anlaufpunkt für die Behandlung von neurologischen Erkrankungen und neurochirurgischen Eingriffen etabliert. Mit verschiedenen Standorten und spezialisierten Abteilungen bietet das Klinikum ein breites Leistungsspektrum, das von der Akutversorgung bei Schlaganfällen bis hin zu komplexen Operationen an Gehirn und Wirbelsäule reicht. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der neurologischen und neurochirurgischen Versorgung am Ortenau Klinikum, einschließlich der Standorte, der angebotenen Leistungen und der Kooperationen mit anderen Einrichtungen.
Zertifizierte Schlaganfallversorgung am Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl
Das Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl erfüllt bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten die hohen Standards der Deutschen Schlaganfallgesellschaft. Die Stroke Unit des Ortenau Klinikums in Offenburg, Betriebsstelle Ebertplatz, hat kürzlich erneut die Zertifizierung durch die Fachgesellschaft erlangt. Diese Auszeichnung unterstreicht die hohe Qualität der Schlaganfallversorgung in der Klinik.
Moderne Schlaganfalltherapie
Privatdozent Dr. Vincent Ries, Chefarzt der Klinik für Neurologie mit regionalem Schlaganfallschwerpunkt und Zentrum für Schlafmedizin am Ortenau Klinikum in Offenburg, berichtet über die positive Entwicklung der Schlaganfallversorgung an der Klinik. Moderne bildgebende Verfahren ermöglichen es heute, auch Patienten mit unklarem Zeitpunkt des Schlaganfall-Ereignisses bei Bedarf mit einer Gerinnsel auflösenden Behandlung zu versorgen.
Die Thrombolyse ist nach wie vor die wesentliche Therapie in der Akutphase des Schlaganfalls und sehr wichtig, da Nervenzellen im Gehirn besonders empfindlich auf Sauerstoffmangel reagieren. Dank neuer Techniken und der guten Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst gelingt es heute, einen höheren Anteil an Schlaganfallpatienten mit dieser Methode zu behandeln.
Anerkennung durch Gutachter
Die Gutachter der Fachgesellschaft würdigten besonders diese positive Weiterentwicklung der Stroke Unit sowie die gute Infrastruktur und klar festgelegte Abläufe, insbesondere auch in der Notaufnahme. Darüber hinaus hoben die Gutachter die sehr gute interdisziplinäre Zusammenarbeit hervor.
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Neurochirurgie am Ortenau Klinikum: Breites Leistungsspektrum
Die Sektion Neurochirurgie am Ortenau Klinikum umfasst das gesamte Gebiet der Allgemeinen Neurochirurgie - Ausnahme sind die Aneurysma-/ Angiomchirurgie und komplexe Schädelbasiseingriffe. An den Betriebsstellen Lahr und Offenburg werden jährlich etwa 1.000 operative - meist mikrochirurgische - Eingriffe ausgeführt.
Versorgung neurochirurgischer Notfälle
Im Rahmen der gemeinsamen Versorgung neurochirurgischer Notfälle behandeln die Neurochirurgen in Zusammenarbeit mit dem Regionalen Schlaganfallschwerpunkt am Ortenau Klinikum in Lahr und der Schlaganfalleinheit am Ortenau Klinikum in Offenburg Patienten mit Hirnblutungen und Hirninfarkten (Stroke). Zudem versorgen die Neurochirurgen Patienten mit Schädel-Hirn-Verletzungen aus der gesamten Region.
Eingriffe an der Wirbelsäule
Ein weiterer wichtiger Bereich der neurochirurgischen Tätigkeit sind operative Eingriffe an der Wirbelsäule in Fällen des gedrückten Rückenmarks bzw. der abgehenden Nervengeflechte an Armen und Beinen (Ischiassyndrom), um Schmerzen im Rückenbereich und an den Extremitäten zu lindern sowie Lähmungen zu vermeiden bzw. zu beheben. Diese können entstehen durch Bandscheibenvorfälle, degenerative Wucherungen von Knochen und Bändern im Wirbelkanal, aber auch durch Tumore.
Leistungsschwerpunkte im Überblick
Die Leistungsschwerpunkte der Neurochirurgie am Ortenau Klinikum umfassen:
- Operationen bei degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen, insbesondere bei Bandscheibenerkrankungen, beim Krankheitsbild des engen Wirbelkanals an Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule.
- Entlastungsoperationen (Dekompression) und Fusionsoperationen an der Wirbelsäule.
- Behandlung von Wirbelgleitprozessen.
- Funktionserhaltende Implantationen von sogenannten Bandscheiben-Prothesen.
- Operative Behandlung von Patienten mit Gehirn- und Wirbelsäulentumoren bzw. Tumoren des Spinalkanals.
- Chirurgie des Hydrocephalus (Wasserkopf) mit liquorableitenden Systemen (Shunts).
- Neurochirurgische Notfallversorgung von Patienten mit Hirnblutungen und Hirninfarkten (Stroke) sowie bei Schädel-Hirn-Verletzungen.
- Operationen bei Engpasssyndromen an peripheren Nerven, z. B. beim sogenannten Sulcus-ulnaris-Syndrom (Druckschädigung des Nervs am Ellbogen), Karpaltunnelsyndrom (Nerv-Einengung im Handbereich) sowie bei der Meralgie (Nerv-Einengung im Leistenbereich mit Ausstrahlung in den Oberschenkel).
Epilepsiezentrum Kork: Überregionale Expertise
Das Epilepsiezentrum Kork ist eines der führenden Epilepsiezentren in Deutschland mit überregionalem Angebot der ambulanten und stationären Diagnostik und Therapie einschließlich Forschung und Lehre. Über die Arbeit mit epilepsiekranken Menschen hinaus begleiten und fördern wir auch Menschen, die nicht an einer Epilepsie erkrankt sind. Orientierung und Rechtsrahmen für das Handeln zugleich ist die UN-Behindertenrechtskonvention. Der Oberlin-Schulverbund setzt sich aus einer Gemeinschaftsschule und einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum Förderschwerpunkt körperliche und motorische Beeinträchtigung (SBBZ) zusammen.
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Historische Entwicklung der Neurochirurgie am Ortenau Klinikum
Vor 25 Jahren begann das Ortenau Klinikum mit dem Aufbau eines neurochirurgischen Angebots in der Ortenau. Heute ist die Neurochirurgie ein unverzichtbarer Bestandteil des Leistungsspektrums des Klinikverbundes und spielt eine entscheidende Rolle bei der wohnortnahen medizinischen Versorgung in der Region.
Kooperation mit Dr. Christian Smely
Mit der Eröffnung einer neurochirurgischen kassenärztlichen Facharztpraxis am Ortenau Klinikum Lahr durch Dr. Christian Smely am 1. Januar 2000 wurde der Grundstein für eine enge Kooperation gelegt. Der Klinikverbund unterstützte die Praxisgründung mit einem Kooperationsvertrag, der Dr. Smely die Nutzung der Krankenhausinfrastruktur für operative Eingriffe im Ortenaukreis ermöglicht. Durch dieses Modell konnte das Ortenau Klinikum Ressourcen schonen, da die Einrichtung einer eigenen Hauptabteilung nicht erforderlich war. Für die Patienten bedeutete dies zugleich eine neue Möglichkeit, neurochirurgische Eingriffe direkt in der Region durchführen zu lassen.
Heute ist die Sektion Neurochirurgie integriert in die Klinik für Neurologie und Neurogeriatrie unter der Leitung von Chefarzt Privatdozent Dr. Christian Blahak. „Die Arbeit von Herrn Dr. Smely für die neurochirurgische Versorgung unserer Patienten in der Region und die immer tadellose Zusammenarbeit über die vielen Jahre sind eine gemeinsame Erfolgsgeschichte“, erklärt Dr. Peter Kraemer, Medizinischer Vorstand des Ortenau Klinikums.
Kontinuierliche Weiterentwicklung
Seit Beginn der Zusammenarbeit bietet die Neurochirurgie am Ortenau Klinikum eine umfassende Versorgung. Dazu gehören die operative Notfallversorgung von Patienten mit Schädel-Hirn-Verletzungen, Schlaganfällen, Hirnblutungen sowie komplexen Verletzungen der Wirbelsäule und des Rückenmarks mithilfe mikrochirurgischer OP-Techniken. Ergänzend dazu ermöglicht die ambulante Betreuung durch die Praxis von Dr. Smely die planmäßige operative Behandlung degenerativer Wirbelsäulenerkrankungen, wie Bandscheibenvorfällen, engen Wirbelkanälen (Spinalkanalstenosen) oder Wirbelgleiten. Die stationäre Nachsorge erfolgt durch die Neurologischen Kliniken in Lahr und Offenburg sowie die Unfallchirurgische Klinik in Offenburg.
„Wir betreuen unsere Patienten in täglichen Visiten und arbeiten eng mit den jeweiligen Hauptabteilungen zusammen“, berichtet Dr. Smely. Bereits nach kurzer Zeit wurde die Kooperation so erfolgreich, dass Dr. Smely zum Sektionsleiter des neuen Fachbereichs Neurochirurgie am Ortenau Klinikum Lahr ernannt wurde. Heute betreut Dr. Smely in seiner neurochirurgischen KV-Praxis jährlich rund 2.500 ambulante Patienten. Am Ortenau Klinikum Lahr werden pro Jahr etwa 700 mikrochirurgische Eingriffe durchgeführt - vorwiegend an der Wirbelsäule, aber auch bei Hirntumoren, Tumoren im Rückenmarkskanal und Hydrocephalus (krankhafte Erweiterung der Räume im Gehirn, die mit Hirnwasser -Liquor- gefüllt sind).
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Standortübergreifende Notfallversorgung
Notwendige Notfalleingriffe sind standortübergreifend in Zusammenarbeit mit den neurochirurgischen Kollegen des von Chefarzt Dr. Eike Mrosek geleiteten Departments Unfallklink Offenburg an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr sichergesellt. Das Einzugsgebiet der neurochirurgischen Versorgung ist mittlerweile weit über die Region hinausgewachsen. Patienten reisen aus Städten wie Pforzheim, Sindelfingen und Singen an, um sich in der Ortenau behandeln zu lassen - ein Beleg für das hohe Renommee der Neurochirurgie am Ortenau Klinikum.
Spezialisierte Arbeitsteilung
Mit der Einrichtung eines überregionalen Traumazentrums am Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl sowie der überregionalen Schlaganfalleinheit in Lahr wurde 2017 eine spezialisierte Arbeitsteilung zwischen den beiden Standorten umgesetzt. Die Neurochirurgen Dr. Sergiu Gaivas und Pierre Kluge, die zuvor im Team von Dr. Smely tätig waren, wechselten vollständig in die Unfallchirurgische Klinik am Standort Offenburg. Dort werden jährlich rund 400 Eingriffe durchgeführt, hauptsächlich Notfalloperationen bei Schädel-Hirn-Verletzungen und Wirbelsäulenverletzungen. Zusätzlich umfasst das Leistungsspektrum Operationen von Wirbelsäulentumoren bei onkologischen Patienten.
„25 Jahre Neurochirurgie sind eine Erfolgsgeschichte für die Häuser des Ortenau Klinikums. Ausschlaggebend waren die Weitsicht der Konzernleitung, die kollegiale Aufnahme sowie die hervorragende Zusammenarbeit mit den beteiligten Ärzten und dem Pflegepersonal“, zieht Dr. Smely Bilanz.
Neurologie, Schlaganfalleinheit, Schlafmedizin Offenburg Ebertplatz
Die Neurologie am Standort Offenburg Ebertplatz ist als Regionaler Schlaganfallschwerpunkt (regionale Stroke Unit) ausgewiesen.
Entwicklung der Neurologie
Die Neurologie hat sich in den vergangenen 25 Jahren von einem überwiegend diagnostischen Fach zu einer sehr aktiven therapeutischen Disziplin der Medizin entwickelt. Einerseits bringt der demografische Wandel mit sich, dass immer mehr Menschen an neurologischen Erkrankungen leiden. Andererseits ermöglicht der rasante Fortschritt in Diagnostik und Therapie, dass viele dieser Erkrankungen immer besser behandelt werden können. Und so können wir mit ganzheitlicher Betreuung durch Medizin und Pflege und dem Einsatz modernster diagnostischer Verfahren und Therapien unseren Patientinnen und Patienten bestmöglich helfen.
Leistungsspektrum der Klinik für Neurologie
Die Klinik für Neurologie in Offenburg Ebertplatz ist eine akut-neurologische Klinik mit 50 Betten, die alle modernen diagnostischen und therapeutischen Verfahren im Bereich der Neurologie bietet. Hier werden die Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems, der Muskulatur und Schlafstörungen behandelt. Integraler Bestandteil der Klinik ist die Schlaganfalleinheit (Stroke Unit) mit 13 Überwachungs- und Behandlungsplätzen, die nach den Kriterien der Deutschen Schlaganfallgesellschaft zertifiziert ist und als Regionaler Schlaganfallschwerpunkt ausgewiesen ist. Zur Versorgung schwerkranker Patienten stehen ferner interdisziplinär betreute Betten auf der Intensivstation zur Verfügung.
Weiterer Teil der Neurologischen Klinik ist das Zentrum für Schlafmedizin, das über weitere 12 polysomnografische Plätze verfügt. Hier werden alle Formen von Schlafstörungen und schlafbezogenen Atemstörungen diagnostiziert und behandelt. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Klinik ist die Behandlung von Patienten mit neuroimmunologischen und neuromuskulären Erkrankungen sowie die Behandlung von Bewegungsstörungen.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Für akute neurologische Erkrankungen stehen bei uns im Haus sämtliche moderne diagnostische und therapeutische Verfahren zur Verfügung. Dabei arbeiten wir auch eng mit den Kollegen aus anderen Abteilungen, insbesondere den Medizinischen Kliniken für Kardiologie, Pneumologie, Angiologie und Intensivmedizin, Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie, Altersmedizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Diabetologie und Shuntchirurgie der Anästhesiologie und dem Radiologischen Institut zusammen.
Symptomatische und palliative Therapie
Aber auch bei nicht heilbaren chronischen Erkrankungen ist uns die symptomatische Therapie ein wichtiges Anliegen, um die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten langfristig zu erhalten und zu verbessern. Im Endstadium nicht heilbarer Erkrankungen sorgen wir in Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen für eine optimale palliative Therapie, um die Leiden unserer Patientinnen und Patienten zu lindern.
Ganzheitliche Betreuung
Zum Wohl unserer Patientinnen und Patienten arbeiten Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal, Physio- und Ergotherapeuten, Logopädinnen, Sozialarbeiter und Seelsorger zusammen, um eine ganzheitliche Betreuung zu ermöglichen.
Wichtige diagnostische Verfahren
Die Neurologische Klinik setzt verschiedene diagnostische Verfahren ein, um Funktionsstörungen des Nervensystems und der Muskulatur zu erfassen und genau zu diagnostizieren.
Lumbalpunktion
Viele Patientinnen und Patienten haben große Sorge vor einer notwendigen Lumbalpunktion. Bei einer Lumbalpunktion handelt es sich um einen kleinen, wenig schmerzhaften Routineeingriff. Dabei wird mit einer sehr feinen Nadel im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule eine geringe Menge von Nervenwasser (8-10 ml) abgelassen. Die komplikationsarme und meist schmerzarme Untersuchung dient dazu, gefährliche oder chronische entzündliche Erkrankungen des Nervensystems, Hirnblutungen und akute Hirnhautentzündungen nachzuweisen oder auszuschließen. Das dadurch gewonnene Nervenwasser wird anschließend in unserem Labor, bei Spezialuntersuchungen auch in auswärtigen Laboren, weiter untersucht, sodass mit Hilfe dieser Untersuchung die Erkrankung genau diagnostiziert werden kann. Dies ist Grundlage für eine optimale Behandlung etwa bei Multipler Sklerose, bei Demenzerkrankungen oder im Rahmen von Hirnhautblutungen.
Klinische Neurophysiologie
Die klinische Neurophysiologie dient dazu, Funktionsstörungen des zentralen oder peripheren Nervensystems oder der Muskulatur zu erfassen. Dabei wird häufiger eine Stimulation des Nervensystems mittels elektrischen Stroms, seltener auch durch Magnetstimulation notwendig. Diese Stimulation kann ein wenig unangenehm sein, ist jedoch selten schmerzhaft. Mit Oberflächenelektroden kann dann von einer anderen Stelle des Nervensystems oder von der Muskulatur abgeleitet werden. Für die Elektromyographie ist es meist notwendig, eine dünne Nadelelektrode in die zu untersuchenden Muskeln einzuführen. Dies ist mit einem leichten Schmerz wie bei einer Blutentnahme verbunden. Die Elektroenzephalographie ist eine Ableitung der elektrischen Aktivität der Hirnrinde. Völlig schmerzlos wird dabei mit Oberflächenelektroden die hirnelektrische Aktivität vom Kopf abgeleitet. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet dies lediglich, nach Anlegen der Elektroden etwa 20 Minuten in ruhigem Zustand mit geschlossenen Augen zu verbringen. Gelegentlich werden dabei bestimmte Tätigkeiten, wie etwa Augenöffnen oder tiefes Atmen, von Ihnen gefordert. Alle Verfahren dienen dazu, Funktionsstörungen im Bereich des Nervensystems und der Muskulatur zu erfassen und genau zu diagnostizieren, damit nach Diagnosestellung die bestmögliche Therapie gefunden werden kann.
Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Gefäße
Zur Diagnose von Durchblutungsstörungen des Gehirns ist es notwendig, die hirnversorgenden Gefäße mittels eines Ultraschallverfahrens zu untersuchen. Dabei wird eine Ultraschallsonde entweder im Halsbereich, an der Schläfe oder am Hinterkopf aufgelegt, um damit schmerzlos den Blutfluss in den hirnversorgenden Schlagadern zu bestimmen. Damit können Engstellen oder Verschlüsse der hirnversorgenden Gefäße aufgedeckt werden, die eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Schlaganfällen spielen.
Videoendoskopie der Schluckfunktion
Nach einem Schlaganfall, aber auch bei anderen Erkrankungen wie Parkinson-Syndrom oder neuromuskulären Erkrankungen tritt nicht selten eine Schluckstörung auf. Durch die logopädische Befundung kann diese oft, aber nicht immer erkannt werden. Mittels einer Videoendoskopie kann die Schluckfunktion genau und zugleich schonend untersucht werden. Dazu wird ein dünnes Endoskop durch die Nase eingeführt, mit dem von innen Rachen und Kehlkopf dargestellt und beurteilt werden. Nach einem standardisierten Protokoll wird der Schluckakt für flüssige, weiche und feste Speisen überprüft. Je nach Befund kann festgelegt werden, welche Art von Ernährung möglich ist.
Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen
Eng arbeiten wir mit Selbstgruppen in der Region zusammen, u.a. der SAS - Schlaganfall Selbsthilfegruppe Ortenau SONNE - Selbsthilfegruppe Ortenau nach neurologischen Erkrankungen AMSEL - MS-Selbsthilfe, Kontaktgruppe Ortenau Neben stationärer und ambulanter Rehabilitation ist der Kontakt mit einer Selbsthilfegruppe wichtig. Dies hilft, die Erkrankung zu verstehen, Beratung und Unterstützung durch andere Betroffene zu erfahren und Zugang zu Therapiemöglichkeiten und sozialen Hilfsangeboten zu haben.
Ärztliche Aus- und Weiterbildung
Die Neurologische Klinik verfügt die volle Weiterbildungsermächtigung für das Fach Neurologie von 48 Monaten. Ferner bilden wir Studierende im Praktischen Jahr aus.
"Gehirnchirurg für einen Tag" im Städtischen Klinikum Karlsruhe
Das Gehirn ist nicht nur für die Steuerung aller lebensnotwendiger Körperfunktionen verantwortlich, es ermöglicht ebenfalls das Denken und Erinnern. Darüber hinaus ist es das Zentrum des emotionalen Erlebens und hat dadurch einen großen Einfluss auf das Leben eines jeden Menschen.
Mit seiner Idee für das Projekt "Gehirnchirurg für einen Tag" schafft Prof. Dr. med. Dr. h.c. Uwe Spetzger eine bisher einzigartige Gelegenheit für Nichtmediziner*innen, den Tagesablauf eines Gehirnchirurgen kennen zu lernen und dem OP-Team bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.
Als Spezialist für Neurochirurgie und Leiter der Neurochirurgischen Klinik am Städtischen Klinikum Karlsruhe möchte Spetzger Medizin so nahbarer und greifbarer machen.
Ablauf eines "Brain Day"
Ihr habt mit eurem Team die einmalige Chance, im Operationssaal live einen Gehirn- oder Wirbelsäuleneingriff zu verfolgen. Nach einer Vorbesprechung der anstehenden Operation beginnt die Vorbereitung mit dem Gang zum OP-Trakt… Testet Eure mikrochirurgischen Fähigkeiten anhand einer Operationssimulation an realistischen Silikonmodellen mit mikrochirurgischem Instrumentarium Nach der OP gibt es eine Nachbesprechung mit der Möglichkeit zur Diskussion und Fragen an die Operateure.
Teambuilding und Perspektivenwechsel
Eure Mitarbeiterinnen nehmen gemeinsam an einem einzigartigen Ereignis teil. Das verbindet und stärkt den Zusammenhalt. Ein Erlebnis, das Euer Team staunen lässt, Diskussionen anregt und unvergesslich bleibt. Aber wo sitzt das Gedächtnis überhaupt und wo die Emotionen? Im Austausch mit führenden Expertinnen der Medizin entstehen neue Ideen und Perspektiven für eure eigene Branche.
Exklusive "Brain Days" für Unternehmen
Ihr seid auf der Suche nach einem nachhaltigen Erlebnis für eure Teams, eure Mitarbeiterinnen? Dann ist ein exklusiver ‚Brain Day‘ genau das richtige Teamevent. Als Unternehmen habt ihr die Möglichkeit einen ‚Brain Day‘ exklusiv für eure Mitarbeiterinnen zu buchen. Nehmt jetzt Kontakt auf! Öffnen Sie neue Türen für Ihre Produkte, für Ihre Märkte, für Ihre Kunden!
Mit 'Gehirnchirurg für einen Tag' bieten wir Ihnen eine Plattform, Ihre Innovationen im Medical-Bereich zu präsentieren, Neuerungen zu kommunizieren, Kundenkontakte aufzubauen und zu vertiefen. Profitieren Sie von unserer Reichweite und festigen Sie Ihre Markenbekanntheit.
Prominente "Gehirnchirurgen für einen Tag"
Edgar Schmitt (Euro-Eddy) Peter Freudenthaler (Fools Garden) Möchtet auch Ihr dabei sein und einen Tag als Gehirnchirurg erleben, dann schreibt uns! Das sind einige der prominenten "Gehirnchirurgen für einen Tag" - bekannte Namen, spannende Persönlichkeiten, die den Blick in den menschlichen Schädel wagten. Edgar Bohn, Pascal Rastetter, Heidrun Lorch, Sebastian Metz… Martin Hubschneider, Robin Schuster, Frank Theurer, Tino Kordts… Richard Einstmann, Achim Quitz, Tim Stracke… Jürgen Spitzer, Anne Helene Kratzert, Sören Hohmann… Jonas Lauinger, Lucca Beiler… Philipp Herz, Schahryar Essari, Hayde Ansari…