Klosterfrau Melissengeist: Wirkung und Anwendungsgebiete

Klosterfrau Melissengeist ist ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel mit einer langen Geschichte. Es wird innerlich und äußerlich angewendet, um eine Vielzahl von Beschwerden zu lindern. Seine einzigartige Zusammensetzung aus 13 hochwertigen Heilpflanzen macht es zu einem vielseitigen Mittel zur Förderung des Wohlbefindens.

Anwendungsgebiete von Klosterfrau Melissengeist

Klosterfrau Melissengeist wird traditionell angewendet:

  • Innerlich:
    • Zur Besserung des Allgemeinbefindens bei Belastung von Nerven und Herz-Kreislauf mit innerer Unruhe und Nervosität.
    • Zur Förderung der Schlafbereitschaft.
    • Bei Wetterfühligkeit.
    • Zur Besserung des Befindens bei Unwohlsein, zur Förderung der Funktion von Magen und Darm, insbesondere bei Neigung zu Völlegefühl und Blähungen.
    • Zur Besserung des Befindens bei unkomplizierten Erkältungen und zur Stärkung.
  • Äußerlich:
    • Zur Unterstützung der Hautdurchblutung z. B. bei Muskelkater und Muskelverspannungen.

Das Arzneimittel ist ein traditionelles Arzneimittel, das ausschließlich aufgrund langjähriger Anwendung für das Anwendungsgebiet registriert ist.

Die besondere Rezeptur von Klosterfrau Melissengeist

Klosterfrau Melissengeist verdankt seine Wirksamkeit einer besonderen Rezeptur mit einer einzigartigen, unverwechselbaren Zusammensetzung aus 13 hochwertig kultivierten Heilpflanzen, deren entscheidende Wirksubstanzen durch ein aufwändiges und schonendes Destillationsverfahren gewonnen werden. Bei der „Klosterfrau-Melisse“ handelt es sich um eine speziell für die Herstellung von Klosterfrau Melissengeist über Jahre hin selektierte Sorte der Zitronenmelisse (Melissa officinalis). Sie zeichnet sich durch einen besonders hohen Gehalt an ätherischem Öl aus. Diesem werden beruhigende, entspannende, antivirale und antimikrobielle Wirkungen zugeschrieben. Darum ist das Anwendungsspektrum der Heilpflanze weit gefächert.

Inhaltsstoffe von Klosterfrau Melissengeist

Klosterfrau Melissengeist enthält eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, darunter:

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  • Fol. Melissae 536 mg
  • Rhiz. Helenii 714 mg
  • Rad. Angelicae 714 mg
  • Rhiz. Zingiberis 714 mg
  • Flor. Caryophylli 285 mg
  • Rhiz. Galangae 285 mg
  • Fruct. Piperis nigri 71 mg
  • Rad. Gentianae 714 mg
  • Sem. Myristicae 71 mg
  • Pericarpium Aurantii 714 mg
  • Cort. Cinnamomi 321 mg
  • Flor. Cassiae 36 mg
  • Fruct.

Anwendung von Klosterfrau Melissengeist

Klosterfrau Melissengeist ist ein Konzentrat und sollte innerlich nur verdünnt eingenommen werden. Soweit nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene ein- bis dreimal täglich 5-10 ml (s. Messbecher) oder 1-3 Teelöffel Klosterfrau Melissengeist bis höchstens 25 ml/Tag ein. Klosterfrau Melissengeist soll mit mindestens der doppelten Menge Flüssigkeit (vorzugsweise Wasser) verdünnt oder auf einem Stück Brot eingenommen werden. Die Anwendung auf einem Löffel Zucker oder Würfelzucker ist ebenfalls möglich.

Äußerlich können Erwachsene Klosterfrau Melissengeist unverdünnt oder bis zur doppelten Menge mit Wasser verdünnt auf die schmerzenden Stellen auftragen. Nur auf gesunde Haut auftragen.

Eine zeitliche Begrenzung der Anwendung besteht grundsätzlich nicht. Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Beschwerden. Bei allen unklaren oder lang anhaltenden Beschwerden sollte jedoch der Arzt/die Ärztin befragt werden.

Wichtige Hinweise zur Anwendung

  • Klosterfrau Melissengeist enthält 3,1 g Alkohol (Ethanol) pro 5 ml Flüssigkeit entsprechend 79 % (v/v).
  • Das Arzneimittel enthält Zimt (Zimtaldehyd). Packungsbeilage beachten.
  • Bitte verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht mehr nach dem auf der Packung oder der Umverpackung angegebenen Verfallsdatum.

Gegenanzeigen

Klosterfrau Melissengeist sollte nicht angewendet werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
  • Geschwüren im Verdauungstrakt (bei Einnahme)
  • Geschädigter Haut, wie z.B. bei Verbrennungen, Ekzemen oder offenen Wunden (beim Auftragen auf die Haut)
  • Hautkrankheiten (beim Auftragen auf die Haut)
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Schwangere und Stillende sollten Klosterfrau Melissengeist nicht anwenden.

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Warnhinweise

  • Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
  • Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
  • Vorsicht bei Allergie gegen bestimmte Schmerzmittel (Nichtsteroidale Antirheumatika)!
  • Vorsicht bei Allergie gegen Korbblütler (lateinischer Name = Kompositen), z.B. Arnika, Ringelblume, Schafgarbe, Sonnenhut und Kamille!
  • Vorsicht bei Allergie gegen Gewürze, wie z.B. Anis, Beifuß, Dill, Fenchel, Karotte, Koriander, Kümmel, Paprika, Petersilie, Sellerie und Tomaten!
  • Das Arzneimittel enthält Alkohol und stellt somit ein Risiko für Leberkranke, Alkoholiker, Epileptiker, Hirngeschädigte, Schwangere, Stillende und Kinder dar.
  • Vorsicht bei Allergie gegen Perubalsam und Zimt.
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben.

Mögliche Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann Klosterfrau Melissengeist Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben.

Weitere Produkte der Klosterfrau

Neben Klosterfrau Melissengeist bietet die Klosterfrau eine Vielzahl weiterer Produkte an, darunter:

  • Klosterfrau Schmerzfluid
  • Klosterfrau Erkältungs-Balsam
  • Klosterfrau Hustensaft
  • Klosterfrau Franzbranntwein Latschenkiefer
  • Klosterfrau Japanisches Heilpflanzenöl
  • Klosterfrau Bronchial-Tropfen
  • Klosterfrau Seda-Plantina
  • Franzbranntwein Aktiv Gel Latschenkiefer
  • Klosterfrau Allergin Globuli
  • Klosterfrau Allergin Tabletten
  • Klosterfrau Allergin Tropfen

Die Melisse in der Geschichte

Im griechisch-römischen Altertum diente die Melisse außer als Heilpflanze vor allem als Bienenweide. Der griechische Pharmakologe Dioskurides sah in ihr ein gutes Mittel gegen die Stiche von Skorpionen und Spinnen sowie Hundebisse. Melisse förderte als Sitzbad die Menstruation, als Mundspülung half sie gegen Zahnschmerzen und als Einlauf gegen die Ruhr. Der römische Gelehrte Plinius ergänzte diese Anwendungen um ein Mittel gegen Verdunklung der Augen. Das Verbreitungsgebiet der Melisse erstreckt sich auf die Kaukasusländer, Türkei, Marokko, Tunesien, die Iberische Halbinsel und den Balkan.

Die Wirkung der Melisse

Die Pflanze wirkt beruhigend, antioxidativ, antibakteriell, antiviral, antihormonal, hilft gegen Blähungen und regt die Gallenabsonderung an. Sie besitzt somit ein großes Potenzial als möglicher Inhaltsstoff in speziellen Diätprodukten.

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Beschwerden, bei denen Klosterfrau Melissengeist traditionell eingesetzt wird

Klosterfrau Melissengeist wird traditionell bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt, darunter:

  • Generelle Schwäche und Kraftlosigkeit (Asthenie): Die Betroffenen beklagen eine ständige Müdigkeit, fühlen sich nur wenig belastbar und leistungsfähig. Alles ist ihnen zu viel, jede Aufgabe wird als große Belastung empfunden.
  • Unruhe und Erregung: Betroffene fühlen sich innerlich getrieben, können schwer stillsitzen oder sich konzentrieren. Diese Zustände sind keine eigenständige Krankheit, sondern treten oft als Symptom verschiedener körperlicher oder seelischer Belastungen auf.
  • Ein- und Durchschlafstörungen: Betroffene können regelmäßig nicht ein- oder durchschlafen und wachen am Morgen nicht erholt auf. Das Befinden am Tag ist beeinträchtigt.
  • Kopfschmerzen: Je nach Ursache werden Kopfschmerzen als pulsierend, dumpf, drückend, bohrend, hämmernd oder stechend beschrieben. Sie können entweder einseitig oder beidseitig auftreten.

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