Kohlkopf von Nerven: Ursachen, Behandlung und Linderung

Das komplexe Zusammenspiel von Nerven und neurologischen Erkrankungen kann sich auf vielfältige Weise äußern. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene neurologische Beschwerden, von Entzündungen des Zahnmarks bis hin zu Polyneuropathien und Ataxie, und bietet einen umfassenden Überblick über Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlungsansätze.

Zahnmarkentzündung (Pulpitis)

Das Zahnmark, auch Pulpa genannt, ist das lebende Gewebe im Inneren eines Zahns. Es besteht aus Zellen, Blutgefäßen und Nerven, die den Zahn vital erhalten. Eine Entzündung des Zahnmarks, die Pulpitis, kann äußerst schmerzhaft sein.

Ursachen und Symptome

Karies ist eine häufige Ursache für Pulpitis. Bakterien und die Demineralisierung des Zahnschmelzes führen zur Entstehung von Karies. Der Zahnschmelz verliert seine Schutzwirkung, wird porös und es entstehen Karieslöcher. Die Schmerzen treten erst auf, wenn die Bakterien den gesamten Zahnschmelz durchdrungen haben.

Weitere Ursachen können Beschädigungen der Zähne wie Risse oder eine abgeriebene Schmelzschicht sein. Auch eine fortgeschrittene Parodontitis kann in Kombination mit Karies zu einer Pulpitis führen.

Das auffälligste Symptom einer Zahnmarkentzündung sind extreme Zahnschmerzen, die oft pochend sind. Diese Schmerzen signalisieren eine Zahnentzündung im frühen Stadium. Wird die Entzündung ignoriert, kann sie sich ausbreiten und zu einem Abszess unterhalb des Zahns führen, der sich als "dicke Backe" äußert.

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Kommt es mit dem Abszess zu weiteren Symptomen wie Schluckbeschwerden, Beeinträchtigungen der Kieferbeweglichkeit oder größeren Schwellungen im Gesicht oder am Hals, hat sich die Infektion noch einmal ausgebreitet. In solchen Fällen ist sofortiges Handeln erforderlich, da sich die Keime im ganzen Körper ausbreiten und Organe wie das Herz angreifen können.

Diagnose und Behandlung

In der Diagnostik verfolgen Behandler zwei Ziele: Feststellung, ob der Zahn noch vital ist, und Beurteilung der Entzündungsausbreitung. Reagiert der Zahn beispielsweise noch auf einen Kältereiz, ist er nicht abgestorben. Röntgenbilder werden angefertigt, um die Entzündungsausbreitung zu beurteilen.

In einem frühen Stadium bei noch vitalen Zähnen genügen eine Kariesbehandlung und eine Füllung der Krone betroffener Zähne. Das Zahnmark kann sich dann wieder vollständig erholen.

Bei fortgeschritteneren Fällen ist eine Wurzelkanalbehandlung erforderlich. Hier öffnen Zahnärzte den entzündeten Zahn von oben, um entzündetes und totes Gewebe aus dem Zahninnern zu entfernen. Eine computergestützte Vermessung der Zahnwurzeln oder Dentalmikroskope unterstützen bei der Behandlung. Zudem wird das Zahninnere dabei immer wieder mit antibakteriellen Spüllösungen gereinigt. Anschließend erhalten die Zähne vorübergehend oft eine Einlage mit desinfizierenden, entzündungshemmenden Medikamenten. Zuletzt erhält der Zahn dann wieder eine Füllung oder eine Krone, je nach Bedarf an Restauration.

Trotz aller Sorgfalt und Präzision treten bei einigen Patienten immer wieder Zahnentzündungen auf oder entwickeln sich chronisch. Gründe dafür können kleinste Bakterienreste sein, die durch die erste Behandlung in winzigen Verästelungen der Zahnwurzeln nicht erreicht wurden. In solchen Fällen ist eine Wurzelspitzenresektion die letzte Möglichkeit, bei chronischen Zahnentzündungen einen Zahn zu retten.

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Regelmäßige Zahnarztbesuche sind wichtig, um Zahn- oder Zahnfleischerkrankungen frühzeitig zu erkennen.

Polyneuropathie

Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Brennen in Fingerspitzen und Fußsohlen können Anzeichen einer Störung der Nerven sein. Die Polyneuropathie ist ein Krankheitsbild, das solche Arten der Missempfindungen beinhaltet. Gleichgewichtsstörungen und Muskelschwäche können hinzukommen.

Ursachen

Die sogenannte Polyneuropathie kann neben Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus, Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie oftmals im Alter bedingt idiopathisch auch aus Medikamentengabe resultieren. Sie muss rasch abgeklärt werden, da auch erbliche Formen beziehungsweise eine noch nicht bekannte Grunderkrankung als Ursache vorkommen können. Im Rahmen einer Chemotherapie bei Krebserkrankungen ist die Polyneuropathie eine der häufigsten Nebenwirkungen.

Eine der häufigsten Ursachen ist die diabetische Neuropathie, bei der Nervenschäden durch langfristig erhöhte Blutzuckerwerte bei Diabetes entstehen. Fast die Hälfte aller Diabetespatienten über 60 Jahre hat eine Neuropathie. Menschen mit Typ-1-Diabetes und Menschen mit Typ-2-Diabetes sind gleichermaßen betroffen.

Weitere Risikofaktoren für eine diabetische Neuropathie sind Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen, eine diabetische Retino- oder Nephropathie, erhöhte Blutfette, Alkohol, Nikotin, Übergewicht, wenig Bewegung und eine falsche Ernährung.

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Symptome

Am häufigsten äußert sich eine diabetische Neuropathie als eine Empfindungsstörung in den Gliedmaßen. Meistens sind die Füße betroffen, aber auch in Händen, Unterschenkeln und Unterarmen können Symptome auftreten. Typische Beschwerden sind Schmerzen, Kribbeln, Brennen oder Taubheit in den Gliedmaßen.

Manche Patienten reagieren überempfindlich auf Berührungen. Schon leichte Berührungen - zum Beispiel mit der Bettdecke oder Socken - empfinden sie als unerträglich. Häufig sind die Missempfindungen nachts schlimmer als tagsüber. Auch Schmerzen treten meistens in der Nacht auf und werden als blitzartig und stechend beschrieben.

Sind die Nerven der Organe geschädigt, können viele unterschiedliche Symptome entstehen, je nachdem welche Nerven und Organsysteme betroffen sind. Wenn Nerven des Magen-Darm-Trakts geschädigt sind, kann dies bei den Patienten Schluckstörungen, Übelkeit, Verstopfung oder Durchfall verursachen. Typische Anzeichen für eine Nervenschädigung des Herz-Kreislauf-Systems sind niedriger Blutdruck, schneller Herzschlag in Ruhe und Herzrhythmusstörungen. Ist der Harn- oder Geschlechtsapparat betroffen, können die Patienten Schwierigkeiten haben, die Blase zu entleeren, eine Blasenschwäche oder Erektionsstörungen.

Diagnose

Menschen mit Diabetes sollten sich regelmäßig auf Anzeichen einer diabetischen Neuropathie untersuchen lassen. Hierfür gibt es Screeninguntersuchungen, die bei Typ-2-Diabetikern ab der Diagnose und bei Typ-1-Diabetikern spätestens fünf Jahre nach Diabetesbeginn einmal jährlich durchgeführt werden sollten.

Bei diesen Untersuchungen erkundigt der Arzt nach Beschwerden und schaut sich Hände und Füße an. Er testet, ob die Patienten sehr leichte Berührungen oder Vibrationen fühlen, und überprüft die Muskelreflexe. Wenn sie diese Berührungen und Vibrationen nicht wahrnehmen oder die Muskelreflexe schwächer sind, ist das ein Hinweis auf eine beginnende diabetische Neuropathie.

Therapie

Eine gute Blutzuckereinstellung kann den Verlauf der Erkrankung bei Typ-1-Diabetes verlangsamen. Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes ist sind gute Blutzuckerwerte allein weniger gut wirksam, um die diabetische Neuropathie aufzuhalten. Hier spielen auch Blutfette, Blutdruck und Körpergewicht eine Rolle. Bei Typ-2-Diabetes sind daher eine gesunde Ernährung und Lebensweise wichtig, um einem Fortschreiten der Erkrankung entgegenzuwirken.

Bei Schmerzen können die Patienten Medikamente nehmen. Allerdings wirken gängige Schmerzmittel wie Aspirin oder Ibuprofen nicht gut bei diabetischer Neuropathie. Zur Schmerztherapie werden Medikamente eingesetzt, die üblicherweise zur Behandlung von Depressionen und Epilepsie verwendet werden, zum Beispiel Pregabalin oder Duloxetin.

Außerdem sollen Alpha-Liponsäure und Benfotiamin, eine Vorstufe von Vitamin B12, einen günstigen Einfluss auf die Nerven haben.

Neben der medikamentösen Schmerztherapie gibt es alternative Behandlungsansätze, zum Beispiel die elektrische Nervenstimulation (TENS) oder Akupunktur.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Behandlung ist die Vorbeugung von Fußkomplikationen. Menschen mit diabetischer Neuropathie haben oft rissige und trockene Haut und kleine Verletzungen werden häufig nicht bemerkt. Daher sollten sie täglich die Füße untersuchen, um Verletzungen, Geschwüre und Hautinfektionen rechtzeitig zu bemerken.

Prognose und Prävention

Eine diabetische Neuropathie ist nicht heilbar, denn die Nervenschäden lassen sich meist nicht rückgängig machen, aber man kann den Verlauf der Erkrankung beeinflussen. Vor allem durch eine gute Blutzuckereinstellung und gesunde Lebensweise kann die Erkrankung aufgehalten werden.

Bei Typ-2-Diabetes ist eine gesunde Lebensweise die beste Maßnahme zur Vorbeugung. Dazu gehört eine gesunde Ernährung, viel Bewegung, Gewichtsreduktion bei Übergewicht und der Verzicht auf Alkohol und Nikotin.

Vegetative Dystonie

Eine vegetative Dystonie bedeutet wörtlich eine "fehlregulierte Spannung (Dystonus) des vegetativen Nervensystems". Dieses koordiniert viele wichtige Körperfunktionen, die sich willentlich kaum oder gar nicht beeinflussen lassen - etwa den Herzschlag, die Atmung oder die Verdauung. Entsprechend lassen sich unter dem Überbegriff der vegetativen Dystonie verschiedene Symptome zusammenfassen - von Herz-Kreislauf-Beschwerden und Kopfschmerzen bis zu zitternden Händen und Durchfall.

Was ist das vegetative Nervensystem?

Das vegetative Nervensystem steuert alle automatisch ablaufenden Körperfunktionen: Es reguliert etwa den Blutdruck, aktiviert die Schweißdrüsen und verengt bei grellem Licht die Pupillen.

Man unterteilt das vegetative Nervensystem in zwei funktionelle Gegenspieler:

  • Sympathisches Nervensystem (Sympathikus)
  • Parasympathisches Nervensystem (Parasympathikus)

Während das sympathische Nervensystem den Menschen in Anspannung versetzt, Herzschlag und Atmung beschleunigt und den ganzen Körper auf eine Kampf-oder-Flucht-Reaktion einstellt, ist der Parasympathikus primär für Prozesse der Entspannung und Regeneration zuständig. Funktioniert das Zusammenspiel zwischen Sympathikus und Parasympathikus nicht richtig, werden die Symptome manchmal als vegetative Dystonie eingeordnet.

Symptome

Eine Vielzahl sehr verschiedener Symptome lässt sich mit dem Begriff vegetative Dystonie in Verbindung bringen. Die Beschwerden sind oft nur schwer einzuordnen.

Mögliche Symptome einer vegetativen Dystonie sind:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Schlafstörungen
  • Krämpfe
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Erhöhter oder erniedrigter Pulsschlag
  • Leichtes Zittern der Hände
  • Kribbeln in den Gliedmaßen

Behandlung

Wie eine vegetative Dystonie am besten behandelt wird, hängt von ihrem jeweiligen Auslöser und ihrer Ausprägung ab. Bleibt die körperliche Diagnostik ohne Ergebnis, raten Ärzte häufig dazu, zunächst abzuwarten und den Verlauf der Beschwerden zu beobachten - somatoforme Störungen legen sich häufig nach einer Weile von alleine wieder.

Ist dies nicht der Fall, empfiehlt der Arzt meist eine Psychotherapie. Dies bedeutet keinesfalls, dass er die Beschwerden des Patienten nicht ernst nimmt. Oft haben körperliche Symptome ihre Wurzeln in der Psyche - es sind dann sogenannte psychosomatische Beschwerden. Die vegetative Dystonie lässt sich deshalb am besten mit psychotherapeutischen Maßnahmen behandeln. Sie versprechen die größte Aussicht auf Beschwerdefreiheit.

Auf einige somatoforme Störungen hat körperliche Bewegung einen positiven Einfluss, also Sport oder Spaziergänge. Einigen Betroffenen helfen Entspannungsübungen wie progressive Muskelentspannung, autogenes Training, Tai-Chi oder Yoga.

Medikamente sind in den meisten Fällen nicht notwendig, werden bei großem Leidensdruck aber eingesetzt, um die Symptome zu behandeln. Dazu gehören zum Beispiel Schmerzmedikamente sowie verschiedene moderne Antidepressiva.

Ursachen und Risikofaktoren

Die vegetative Dystonie hat oft keine klar abgrenzbare Ursache. Nicht selten spielen mehrere körperliche, seelische und soziale Umstände eine Rolle. So ist es schwierig, einen konkreten Auslöser für die vegetative Dystonie zu finden.

Ist eine rein körperliche, organische Ursache für die jeweiligen Symptome nach allen notwendigen medizinischen Untersuchungen ausschließbar, zieht der Arzt eine psychosomatische Ursache in Betracht. Körper und Psyche stehen in einem ständigen Wechselspiel miteinander. Und so ist es nicht ungewöhnlich, dass schwere seelische Belastungen sich auf verschiedene Körperfunktionen niederschlagen.

Diagnose

Die vegetative Dystonie ist keine Diagnose im Sinne einer konkreten Krankheit, sondern umfasst ein uncharakteristisches Zustandsbild, bei dem offensichtlich verschiedene Funktionen des vegetativen Nervensystems gestört sind.

Zunächst erkundigt sich der Arzt nach der Krankengeschichte (Anamnese). Dann folgen verschiedene Untersuchungen, um mögliche körperliche Ursachen der Beschwerden abzuklopfen und auszuschließen.

Verlauf und Prognose

Wie die vegetative Dystonie verläuft, hängt von verschiedenen Umständen ab. In der Regel ist die Prognose gut. Eine vegetative Dystonie schränkt die Lebenserwartung nicht ein. In 50 bis 75 Prozent der Fälle verlaufen somatoforme Störungen leicht und die Symptome bessern sich mit der Zeit wieder.

Nervenverletzungen an den Händen

Nervenausfälle in den Händen wirken sich bei vielen Alltagstätigkeiten störend aus und sollten auf keinen Fall hingenommen werden. Je früher die Behandlung beginnt, umso eher besteht die Chance, die Funktionsfähigkeit ganz oder teilweise wiederherzustellen.

Welche wichtigen Nerven gibt es in der Hand und was bewirken sie?

Die drei wichtigsten Nerven sind der Nervus medianus (Mittelhandnerv), der Nervus radialis (Radialisnerv) und der Nervus ulnaris (Ellbogennerv). Diese drei Nerven versorgen sensibel und motorisch jeweils bestimmte Teile der Hand.

  • Nervus medianus (Mittelhandnerv): Der N. Medianus verläuft durch den Karpaltunnel in die Hohlhand hinein und verzweigt sich dort in seine motorischen und sensiblen Äste. Die motorischen Nervenfasern versorgen die Daumenmuskeln und ermöglichen das Gegenüberstellen des Daumens zum kleinen Finger sowie das Beugen und Strecken beziehungsweise drehen des Daumens. Gleichzeitig versorgen die motorischen Nervenfasern des Mittelhandnervs die tiefe Beugemuskulatur von Mittelfinger und Zeigefinger. Die sensiblen Äste des Nervs sind für die Versorgung der Innenfläche der Hand an der Daumenseite sowie den Mittel-und Zeigefinger zuständig. Bei einem Ausfall des N. Medianus kann der Patient keine Faust machen und nicht mehr nach einer Flasche greifen.
  • Nervus radialis (Radialisnerv): Der Nervus radialis bildet die Fortsetzung der hinteren Nervenwurzeln des Armgeflechts und zieht an der Rückseite des Oberarmknochens entlang Richtung Ellenbeuge. Dort tritt er wieder nach vorne und läuft anschließend auf der Rückseite des Unterarms daumenseitig zur Hand. Am Daumen verzweigt er sich in seine sensiblen Endäste und versorgt sensibel den Daumen sowie Teile des Handrückens. Eine Verletzung dieses Nervs führt zu motorischen Ausfällen und Sensibilitätsstörungen wie der sogenannten Fallhand, da der Patient nicht mehr in der Lage ist, die Hand zu heben. Sie fällt einfach schlaff herunter.
  • Nervus ulnaris (Ellenbogennerv): Der Nervus ulnaris zieht nach seinem Austreten aus dem Armgeflecht innen am Oberarm entlang, schlingt sich um den Ellbogenknochen und läuft anschließend auf der Seite des kleinen Fingers am Unterarm entlang bis zur Hand. Dieser Nerv ermöglicht mit seinen Verzweigungen das Schließen und Spreizen der Finger. Außerdem sorgt er für Sensibilität in der Haut des kleinen Fingers und in der Hälfte des daneben liegenden Ringfingers. An der Hand zeigt sich ein Ausfall des Nervus ulnaris an der typischen Krallenhand.

Ursachen von Nervenverletzungen an den Händen

Die häufigste Ursache für Nervenschädigungen an der Hand sind Unfälle mit scharfen Messern, Glasscherben, Kreissägen oder Spaltwerkzeugen. Trotz aller Sorgfalt kann es auch bei Tumor-Operationen an der Hand zu Nervenläsionen kommen.

Diagnosemöglichkeiten bei Nervenverletzungen an der Hand

Anhand der Funktionseinschränkungen an der Hand kann sich der Arzt schon einen groben Überblick verschaffen, welche Nerven betroffen sind. Für die Feindiagnostik stehen eine ganze Reihe von modernen Hochleistungsgeräten zur Verfügung. Eine große Rolle spielt die Elektroneurographie, denn damit lässt sich die Läsionshöhe bestimmen. Mit der Elektromyographie kann der Arzt die Schädigung der Muskulatur im Bereich des betroffenen Nervs feststellen.

Ein weiteres modernes Verfahren nennt sich Traktographie, das ist ein Magnetresonanztomographieverfahren mit sehr hoher Auflösung. Damit können funktionsfähige Nervenfasern in den peripheren Nerven dreidimensional und deutlich dargestellt werden.

Therapie zur Funktionswiederherstellung bei Nervenausfällen

An erster Stelle steht eine Operation, bei der der Arzt die verletzten Nerven vernäht beziehungsweise rekonstruiert. Nach der OP schließt sich eine längere Ergo- und Physiotherapie an, die den Nerv unterstützen soll, wieder vollständig zusammenzuwachsen. Es dauert einige Zeit und Geduld, bis die Funktionswiederherstellung bei Nervenausfällen abgeschlossen ist.

Ataxie

Unter dem Begriff der Ataxie sind verschiedene, den neuronalen Erkrankungen zugeordnete Störungen zusammengefasst, die die Koordination der Bewegungen beeinträchtigen. Sie können durch eine Grunderkrankung ausgelöst werden, auf genetisch bedingte oder erworbene Ursachen zurückzuführen sein.

Symptome und Verlauf

Koordinationsstörungen in verschiedenen Körperbereichen gelten als das Hauptsymptom der Erkrankung. Diese können je nach Form in verschiedenen Körperbereichen auftreten und zu erheblichen Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit führen.

Je nach Schweregrad, Ausprägung, Ursachen und betroffenem Körperbereich wird bei der Ataxie zwischen verschiedenen Formen unterschieden, die mit unterschiedlichen Symptomen einhergehen.

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