Koriandersirup: Ein natürliches Mittel gegen Migräne?

Migräne ist eine weit verbreitete neurologische Erkrankung, die durch starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit gekennzeichnet ist. Die Suche nach wirksamen und gut verträglichen Behandlungsmethoden ist daher von großer Bedeutung. In den letzten Jahren hat sich Koriander als vielversprechendes natürliches Mittel zur Linderung von Migränesymptomen herausgestellt.

Was ist Koriander?

Koriander (Coriandrum sativum) ist ein beliebtes Gewürz, das in der Küche vielfältig eingesetzt wird. Ursprünglich aus dem Orient stammend, wird er heute weltweit angebaut. Sowohl die Samen als auch die frischen Blätter des Korianders werden zum Würzen von Speisen verwendet. Besonders in der mexikanischen und lateinamerikanischen Küche ist Koriander sehr beliebt.

Inhaltsstoffe und Heilwirkungen von Koriander

Koriander enthält eine Vielzahl von wertvollen Inhaltsstoffen, die ihm verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften verleihen. Dazu gehören:

  • Vitamine: Vitamin C, Vitamin K, Provitamin A, Beta-Carotin, Folsäure
  • Mineralstoffe: Kalium, Mangan, Cholin, Lutein
  • Antioxidantien: Koriander ist reich an Antioxidantien, die Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen können.
  • Ätherische Öle: Linalool und Geraniol sind Hauptbestandteile des ätherischen Korianderöls und tragen zum charakteristischen Geruch bei.
  • Weitere Inhaltsstoffe: Kohlenhydrate, Proteine, Eisen

Dank dieser Inhaltsstoffe werden Koriander verschiedene Heilwirkungen zugeschrieben:

  • Entzündungshemmend und schmerzlindernd: Koriander kann bei der Behandlung von Arthritis, Migräne und Menstruationsbeschwerden unterstützend wirken.
  • Antibakteriell und antimykotisch: Koriander kann das Wachstum von Bakterien und Pilzen hemmen und eignet sich daher auch zur Lebensmittelkonservierung. Ätherisches Korianderöl kann Candida albicans wirksam bekämpfen.
  • Herz-Kreislauf-Gesundheit: Koriander kann dazu beitragen, die Herz-Kreislauf-Gesundheit zu erhalten, schlechtes Cholesterin zu senken und die Verdauung zu verbessern.
  • Blutzuckersenkend: Koriander kann die Insulinsekretion anregen und den Blutzuckerspiegel senken, was ihn für Diabetiker nützlich macht.
  • Nervensystem: Koriander wirkt sich positiv auf die Funktion des Nervensystems aus und kann das Gedächtnis verbessern.
  • Blutbildung: Koriander hilft, LDL-Cholesterin und Blutzucker zu senken und unterstützt gleichzeitig die Blutbildung.

Koriandersirup bei Migräne: Was sagt die Wissenschaft?

Eine iranische Studie untersuchte die Wirkung von Koriandersirup auf Migräne. Die Forscher gaben Migränepatienten Korianderfruchtsirup, der die Dauer und Schwere der Migräne deutlich reduzierte.

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In einer placebokontrollierten Studie erhielten 68 Migränepatienten über einen Zeitraum von einem Monat zusätzlich zu Natriumvalproat (500 mg täglich) entweder 15 ml eines Sirups aus Korianderfrüchten oder die gleiche Menge eines Placebo-Sirups. Der Sirup wurde von beiden Gruppen drei Mal täglich eingenommen. Die Ergebnisse zeigten eine deutliche Überlegenheit des Koriandersirups gegenüber der Placebo-Kontrolle. Die Anfallshäufigkeit pro Woche wurde um die Hälfte reduziert, die Anfallsdauer um 5,7 Stunden verkürzt und der Schmerzgrad (gemessen auf der Visuellen Analogskala - VAS) war signifikant niedriger.

Die Studie deutet darauf hin, dass die prophylaktische Einnahme von Koriandersirup (in Ergänzung zu Natriumvalproat) helfen kann, die Häufigkeit, Dauer und Schmerzintensität von Migräneattacken zu senken. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Studiendauer von einem Monat relativ kurz war und eine Nachbeobachtungsphase fehlte. Zukünftige Studien sollten diese Kriterien berücksichtigen, um die Langzeitwirkung und längerfristige Sicherheit von Koriandersirup zu untersuchen.

Anwendung von Koriander bei Migräne

Koriandersirup

In der traditionellen persischen Medizin wird Koriandersirup seit langem als Mittel gegen Migräne eingesetzt. Er wird dreimal täglich eingenommen und gilt als gut verträglich und für die Langzeittherapie geeignet.

Herstellung:

Der in der Studie verwendete Koriandersirup wurde eigens hergestellt. Für die Herstellung wurde das frisch gepresste Öl getrockneter Koriandersamen verwendet, das reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie Linalool und Geraniol ist.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten

  • Ätherisches Korianderöl: Ätherisches Korianderöl kann zur Aromapflege der Haut verwendet werden. Es sollte jedoch nicht unverdünnt angewendet werden, sondern mit einem Bio-Pflegeöl gemischt werden.
  • Koriandertee: Koriandertee kann aus den Blättern oder Samen der Pflanze zubereitet werden. Für Tee aus Korianderblättern werden 1-2 Teelöffel getrocknete Blätter mit ca. 250ml kochendem Wasser übergossen und 10 Minuten ziehen gelassen. Für Tee aus Koriandersamen werden die Samen zerstoßen und 1-2 Teelöffel mit ca. 250ml Wasser zum Kochen gebracht. Anschließend 10 Minuten ziehen lassen.
  • Koriander in der Küche: Koriander kann als Gewürz in verschiedenen Gerichten verwendet werden, um den Geschmack zu verbessern und von den gesundheitlichen Vorteilen zu profitieren.

Weitere Ursachen und alternative Behandlungen von Migräne

Obwohl Koriander eine vielversprechende Option zur Linderung von Migränesymptomen darstellt, ist es wichtig, auch andere mögliche Ursachen und alternative Behandlungen in Betracht zu ziehen.

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Mögliche Ursachen von Migräne

  • Hyperaktives Gehirn: Eine übermäßige Aktivität der Nervenzellen kann zu einem erhöhten Nährstoff- und Sauerstoffverbrauch führen.
  • Stress und seelische Ursachen: Stress, veränderte Tagesabläufe und andere psychische Faktoren können Migräne auslösen.
  • Ernährung: Bestimmte Nahrungsmittel und Getränke wie Schokolade, Käse, Bier, Rotwein, Kaffee, Nüsse, Schellfisch, Milch, Natriumglutamat und Nitrite können Migräneattacken provozieren. Auch Kohlenhydrate, die zu Glucose abgebaut werden, können Migräne fördern.
  • Darmpilze und Leaky-Gut-Syndrom: Darmpilze und eine durchlässige Darmschleimhaut (Leaky-Gut-Syndrom) können mit Vitalstoffmängeln einhergehen und Migräne begünstigen.
  • Vitalstoffmängel: Ein Mangel an Vitaminen (B2, B9, D) und Mineralstoffen (Magnesium) kann Migräne auslösen.
  • Fehlstellungen der Halswirbelsäule: Fehlstellungen im Bereich der Halswirbelsäule können zu Muskelverspannungen und Migräne führen.
  • Schwäche der Gallenblase: Eine Funktionsstörung der Gallenblase kann ebenfalls Migräne verursachen.
  • Stoffwechselprobleme: Stoffwechselstörungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Menstruation bei Frauen, können zu Migräne führen.
  • Wetterfühligkeit: Wetterwechsel können bei manchen Menschen Migräneattacken auslösen.
  • Elektrolyt-Haushalt: Störungen im Elektrolyt-Haushalt, beispielsweise durch Medikamente wie Protonenpumpenhemmer (PPI), können Migräne verursachen.

Alternative Behandlungen von Migräne

  • Naturheilkunde: Die Naturheilkunde bietet verschiedene Ansätze zur Behandlung von Migräne, darunter die Verwendung von Heilpflanzen, Akupunktur, Homöopathie und Entspannungsverfahren.
  • Ernährungsumstellung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, ausreichend Flüssigkeit und der Vermeidung von Trigger-Nahrungsmitteln kann helfen, Migräneattacken zu reduzieren.
  • Stressmanagement: Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Yoga und Meditation können helfen, Stress abzubauen und Migräne vorzubeugen.
  • Manuelle Therapie: Die Behandlung von Fehlstellungen der Halswirbelsäule und Muskelverspannungen durch manuelle Therapie kann zur Linderung von Migräne beitragen.
  • Vitalstofftherapie: Die gezielte Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen kann helfen, Vitalstoffmängel auszugleichen und Migräne zu reduzieren.

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