Schmerzen im Schienbein, insbesondere Krämpfe, können sehr unangenehm sein und verschiedene Ursachen haben. Auch wenn Schmerzen am oder im Schienbein harmlos erscheinen, können in einigen Fällen ernste Erkrankungen daraus werden. Dieser Artikel soll einen umfassenden Überblick über die Ursachen von Krämpfen im vorderen Schienbeinbereich, insbesondere nachts, geben und Behandlungsansätze aufzeigen.
Was sind Schmerzen im Schienbein?
Das Schienbein verbindet das Sprunggelenk mit dem Knie und trägt bei jeder aufrechten Bewegung einen wesentlichen Teil des Körpergewichtes. Da es vor allem bei sportlichen Überbeanspruchungen zu Reizungen dieser Strukturen kommen kann, sind Schmerzen im Bereich des Schienbeins ein häufiges Problem. Auch eine Krampf der Muskulatur im Schienbein kann Schmerzen auslösen. Besonders ist ein Krampf im M. tibialis anterior Muskel die Ursache.
Ursachen für Krämpfe im Schienbein vorne nachts
Krämpfe im Schienbein, insbesondere nachts, können verschiedene Ursachen haben:
Shin Splints (Mediales Tibialis Stress-Syndrom)
Diese Überlastungsverletzung tritt oft bei Sportlern auf und kann auch im Ruhezustand Schmerzen verursachen. Die typische Stelle liegt auf der Innenseite im unteren Drittel des Unterschenkelknochens. In den meisten Fällen liegt eine Überlastung der Muskeln und ihrer Sehnen vor. Dazu kommt es etwa bei Menschen, die nach langer Pause wieder anfangen zu joggen.
Stressfraktur
Bei wiederholter Belastung kann es zu kleinen Haarrissen im Schienbein kommen, die vor allem nachts oder in Ruhe schmerzen. Dann entwickelt sich ein Einriss in einem kleinen Teil des Schienbeinknochens, der sich bis zu einer sogenannten Stressfraktur ausweiten kann. Das frühe Stadium eines Ermüdungsbruches vom Schienbein ist nur im MRT vom Schienbein zu sehen.
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Mangelnde Durchblutung
Durchblutungsstörungen können zu Schmerzen in den Beinen führen, die sich in Ruhe verstärken.
Nervenirritation oder -kompression
Eine Reizung oder Kompression eines Nervs kann ebenfalls Schmerzen verursachen.
Entzündliche Erkrankungen
Entzündungen im Knochen (Osteitis) oder im umgebenden Gewebe können nächtliche Schmerzen hervorrufen, ebenso wie systemische entzündliche Erkrankungen. Eine Knochenhautentzündung (Periostitis) bezieht sich meist nur auf einen begrenzten Bereich.
Restless-Legs-Syndrom (RLS)
Diese neurologische Erkrankung führt zu einem unangenehmen, oft schmerzhaften Ziehen in den Beinen, das vor allem nachts im Ruhezustand auftritt und den Schlaf beeinträchtigen kann.
Gutartige Tumore
Schmerzen am Schienbein, die typischerweise nachts auftreten, können auf einen gutartigen Tumor, das sogenannte Osteoidosteom, hindeuten.
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Weitere Ursachen
Alle anderen Ursachen für Schmerzen des Schienbeins können jedoch auch zu nächtlichen Schmerzen führen oder nachts zum ersten Mal in Erscheinung treten.
Schmerzen unterhalb vom Knie am Schienbein
Schmerzen unterhalb des Knies am Schienbein können folgende Gründe haben:
Patellaspitzensyndrom (Jumper’s Knee)
Eine Überlastung der Patellasehne unterhalb der Kniescheibe, die oft in das Schienbein ausstrahlt.
Pes anserinus-Syndrom
Das Pes anserinus-Syndrom ist eine schmerzhafte Reizung des Sehnenansatzes von drei Oberschenkelmuskeln (M. gracilis, M. semitendinosus und M.
Begleitende Symptome
Schmerzen im Schienbein können von verschiedenen Symptomen begleitet sein, die auf die zugrunde liegende Ursache hindeuten:
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- Schwellungen: Können auf eine Entzündung oder eine Thrombose hindeuten.
- Bewegungsbeeinträchtigungen: Sind meist eine Folge der Schmerzen und der daraus resultierenden Schonhaltung.
- Hämatome: Können auf eine Gefäßverletzung hindeuten.
- Neurologische Beschwerden: Wie Taubheitsgefühle oder Kribbeln, können auf eine Nervenkompression hindeuten.
Diagnose
Bei der Diagnose von Schmerzen im Schienbein ist es zunächst erforderlich, die potenziellen, akut bedrohlichen Ursachen auszuschließen. Hierzu können laborchemische Untersuchungen des Blutes oder das Durchführen einer Ultraschalluntersuchung notwendig werden.
Ärztliche Untersuchung
Bestehen Schienbeinschmerzen länger als etwa eine Woche, sollte man eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Anhand dessen, was seine Patientinnen und Patienten ihm erzählen, hat Weinert häufig schon einen Verdacht: „Wenn jemand mit Schienbeinschmerzen in meine Praxis kommt und erzählt, dass sie oder er kürzlich mit Sport angefangen hat, dann ist ein Schienbeinkantensyndrom hochwahrscheinlich“, sagt er.
Weinert lässt seine Patientinnen und Patienten dann erst einmal verschiedene Belastungstests durchführen und versucht herauszufinden, wie groß das Areal ist, in dem das Schienbein schmerzt. „Wenn das Areal länger als ungefähr fünf Zentimeter ist, liegen die Probleme in den Sehnen und Muskeln, die dann meist überlastet sind. Das ist mit Abstand die häufigste Ursache für Schienbeinschmerzen“, sagt Weinert.
Ist der Schmerz hingegen punktuell, dann ist laut Weinert eher der Knochen betroffen - der seltenere Fall. „Zu einem direkten Knochenschaden kommt es eher bei Menschen, die häufig Sport machen“, sagt Weinert.
Bildgebende Verfahren
- Ultraschall: Bei Schmerzen im Schienbein kann der Ultraschall beispielsweise zur Anwendung kommen, um eine Beinvenenthrombose auszuschließen. Hierfür ist allerdings der Facharzt für Orthopädie nicht der richtige Ansprechpartner, da hierfür spezielle Ultraschallgeräte (Dopplersonographie) benötigt werden.
- Röntgenbild: Ein Röntgenbild dient vor allem der Beurteilung knöcherner Strukturen und kann aus mehreren Ebenen erfolgen, um die zu beurteilenden Knochen genauestens darzustellen.
- MRT: Das frühe Stadium eines Ermüdungsbruches vom Schienbein ist nur im MRT vom Schienbein zu sehen. MRT-Aufnahmen werden in der Regel dann durchgeführt, wenn vorangegangene Untersuchungen, wie z.B. Röntgen oder Ultraschall, keinen Hinweis auf Verletzungen oder strukturelle Schäden gegeben haben, aber die Beschwerden weiterhin bestehen. Die MRT ist eine strahlungsfreie Schnittbilduntersuchung, die es ermöglicht, alle Gewebe um den Knochen herum detailliert darzustellen.
Weitere diagnostische Maßnahmen
- Laufbandanalyse: In dieser wird der Laufstil bei verschiedenen Geschwindigkeiten aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und mit einer Videokamera aufgezeichnet. Drucksensoren in der Bodenplatte erfassen die individuelle Gewichtsverteilung des Probanden.
- Elektromyografie (EMG): Bei Lumedis vermessen wir die Muskelgruppen in Ruhe (durch Elektromyographie) und unter Belastung (durch Übungen oder auf dem Laufband) um die Ursache der Schmerzen im Schienbein ohne Sport zu klären. Zusätzlich werden Elektroden auf den Muskeln des Patienten platziert, um die elektrische Aktivität der Muskeln zu messen.
Behandlung
Die Behandlung von Schmerzen im Schienbein richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache.
Konservative Behandlung
- Sportpause: Da Schienbeinschmerzen oft aufgrund von Fehl- oder Überbelastungen entstehen, sollte zunächst eine Sportpause eingehalten werden.
- Schuhwerk überprüfen: Das eigene Schuhwerk sollte auf Passform und Größe überprüft werden. Bei Läufern muss eventuell ein anderes Schuhmodell gewählt werden.
- Kühlung: Falls das Schienbein auch in Ruhe zunächst noch schmerzt, empfiehlt Orthopädin Diehm vorübergehend Kühlen.
- Schmerzsalbe: Das Auftragen von Schmerzsalbe, etwa mit dem Wirkstoff Diclofenac, kann helfen.
- Ibuprofen-Tabletten: Gegebenenfalls kann man auch für kurze Zeit einmal Ibuprofen-Tabletten nehmen.
- Physikalische Therapie: Physikalische Anwendungen und Krankengymnastik mit Dehnungen verkürzter Muskeln oder Quermassage können angewendet werden.
- Einlagenversorgung: Bei Fußfehlformen oder -fehlstellungen kann eine Einlagenversorgung erfolgen.
- Stoßwellentherapie: Stoßwellen sind energiereiche Schallwellen, die von den Patienten sowohl hör-, als auch spürbar sind. Sie bewirken eine lokale Verbesserung der Durchblutung, des Gewebsstoffwechsels und der Zellregeneration. Durch die stärkere Durchblutung können Kalkeinlagerungen und Entzündungen besser abgebaut und bekämpft werden.
- Lasertherapie: Bei der Lasertherapie wird niederenergetisches Laserlicht auf die schmerzende Stelle gerichtet. Dort kann es durch Anregung der Durchblutung zur Reduktion von Schmerzen und zur effektiveren Bekämpfung von Entzündungen durch die körpereigene Abwehr kommen.
- Spezielle Trainingsübungen: Lumedis erstellt spezielle Trainingsübungen auf Basis von Kraftmessungen, Messungen der Muskelaktivität (EMG) und ggf. auch dem Laufverhalten über eine Laufbandanalyse.
Medikamentöse Behandlung
- Entzündungshemmende Tabletten: Auf medikamentöser Seite sind entzündungshemmende Tabletten sinnvoll.
- Schmerzlindernde Salben: Schmerzlindernde Salben können helfen.
- Injektionen mit Antiphlogistika: Injektionen mit Antiphlogistika wie Ibuprofen- oder Diclofenac-haltigen Arzneimitteln können sinnvoll sein.
- Kortisonpräparat: Im Einzelfall kann eine lokale Injektion mit einem Kortisonpräparat erfolgen.
Operative Behandlung
Bei nachgewiesenen Knochenbrüchen lässt sich oft eine Operation nicht vermeiden. Ob Bandagen, Schienen oder Gipsverbände notwendig werden, entscheidet der behandelnde Arzt aufgrund der gestellten Diagnose. Gutartige Tumoren müssen operativ behandelt und histologisch untersucht werden.
Vorbeugung
Um das Auftreten von Schmerzen im Schienbein zukünftig zu vermeiden, sind folgende Maßnahmen sinnvoll:
- Laufbandanalyse: Um das Auftreten von Schmerzen im Schienbein zukünftig zu vermeiden, ist es sinnvoll, eine professionelle Laufbandanalyse durchführen zu lassen.
- Schuhberatung: Neben einer Laufbandanalyse kann hierzu eine spezielle Schuhberatung durch den Diplom-Sportwissenschaftler oder Sportmediziner bei der Auswahl geeigneter Schuhe und evtl.
- Ausgewogenes Training: Um Fehl- und Überbelastungen zu vermeiden, ist es unabdingbar auf ein ausgewogenes Verhältnis der einzelnen Muskelgruppen zueinander zu achten.
- Korrektur von Fehlhaltungen: Auch Fehlhaltungen des Oberkörpers und der Wirbelsäule können zu falschen Belastungen im Bereich der Beine führen.
- Langsame Steigerung der Belastung: Überlastung ist in den meisten Fällen der Auslöser für das Schienbeinkantensyndrom - um eine Wiederholung zu vermeiden, gilt entsprechend, beim Sport künftig die Belastung nicht wieder zu schnell und zu intensiv hochzufahren. Eine häufig empfohlene Regel bei Läufern ist die sogenannte 10-Prozent-Regel. Sie besagt, dass der wöchentliche Trainingsumfang nicht um mehr als zehn Prozent erhöht werden sollte.
- Lauftechnik optimieren: Zu große Schritte können problematisch sein: Das Risiko für ein Schienbeinkantensyndrom steigt ein wenig, wenn man weniger als ungefähr 160 Schritte pro Minute läuft. Die Lösung: Mehr und kleinere Schritte machen. „Ich empfehle meinen Patientinnen und Patienten auch, ‚leiser‘ zu laufen. Manchmal können hier auch dämpfende Laufschuhe helfen. Außerdem solle man auf die Spurbreite achten: bei manchen Betroffenen sei es günstiger, die Füße weiter auseinander zu setzen.
- Fußfehlstellungen behandeln: Auch Fußfehlstellungen - insbesondere ein sogenannter Plattfuß - können zu einem Schienbeinkantensyndrom führen. „Wegen einer Fehlstellung wird die Muskulatur auch im Schienbein häufig ungewöhnlich strapaziert. Daher kann es dort schneller zu einer Überlastung kommen“, sagt Diehm.
- Vitamin-D-Mangel ausgleichen: Mindestens eine Studie legt nahe, dass sich das Schienbeinkantensyndrom möglicherweise durch einen latenten oder chronischen Vitamin-D-Mangel erklären lässt.
- Trainingspausen beachten: Verletzungs- oder urlaubsbedingte Trainingspausen können zu Schmerzen im Schienbein führen. Oftmals kommt es nachfolgende zu unbeabsichtigten Fehl- oder Überbelastungen.
Das Schienbeinkantensyndrom
Das Schienbeinkantensyndrom, das auch als Shin Splints oder Tibiakantensyndrom bekannt ist, bezeichnet Schmerzen im Unterschenkel, die meist verursacht sind durch eine Überlastung derjenigen Bereiche, in denen die Sehnen der Muskeln am Schienbeinknochen ansetzen. Die typische Stelle liegt auf der Innenseite im unteren Drittel des Unterschenkelknochens.
Risikofaktoren
Nach langer Zeit ohne Sport soll es endlich wieder losgehen, am besten von Null auf Hundert: Mindestens dreimal die Woche laufen, und das jeweils mindestens eine Stunde und nicht zu langsam. Genau das ist nicht ratsam. „Zu schnell, zu plötzlich, zu viel Belastung - ein solches Verhalten birgt ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines Schienbeinkantensyndroms“, sagt Dr. Caroline Diehm, niedergelassene Orthopädin in Heidelberg. Sie rät, gerade bei Übergewicht und in mittlerem oder fortgeschrittenem Alter: „Sport? Ja, unbedingt! Aber wenn man lange nichts gemacht hat, sollte man zunächst langsam anfangen und sich dann steigern.“
Behandlung
„Ein Schienbeinkantensyndrom ist keine Erkrankung, bei der man eine Spritze gibt und den Patienten oder die Patientin nach Hause schickt und alles wird wieder gut. Leider ist es häufig eine längere Angelegenheit“, sagt Dr. Ingo Tusk, Chefarzt der Abteilung für Sportorthopädie und Endoprothetik.
Die gute Nachricht: Mit wortwörtlichem Nichtstun wird es meist wieder besser - das überlastete Schienbein sollte geschont werden, idealerweise macht man bis zu sechs Wochen keinen Sport. Natürlich fällt es nicht jedem Menschen, der nach langer Pause gerade wieder die Begeisterung für Sport entdeckt hat, leicht, dann gleich wieder auf Sport zu verzichten. „Das Entscheidende ist, diejenigen Belastungen zu vermeiden, die den Schmerz ausgelöst haben und auslösen. In vielen Fällen ist dies das Joggen. Andere sportliche Betätigungen hingegen, insbesondere Fahrradfahren oder Schwimmen, sind meist noch problemlos möglich“, sagt Diehm. Sie empfiehlt ihren Patientinnen und Patienten, auf den eigenen Körper zu hören - und Sportarten und Bewegungen, bei denen wieder Schmerzen auftreten, strikt zu vermeiden.
Eine Beteiligung des Knochens, wie sie häufiger bei trainierten Sportlern vorkommt, sollte in der Regel durch eine längere Pause von übermäßiger körperlicher Bewegung behandelt werden.
Wadenkrämpfe
Auch Wadenkrämpfe können zu Schmerzen im Schienbeinbereich führen.
Ursachen
- Überlastung der Wadenmuskulatur: Eine Überlastung der Wadenmuskulatur kann zu einem Krampf führen.
- Störung im Elektrolyt- oder Wasserhaushalt: Starkes Schwitzen und zu wenig Trinken kann einen schmerzhaften Wadenkrampf auslösen. Auch starkes Schwitzen und zu wenig Trinken kann einen schmerzhaften Wadenkrampf auslösen.
- Erkrankungen: In seltenen Fällen kann der Muskelkrampf ein Begleitsymptom von Erkrankungen sein. So können Störungen im Bereich der Muskeln, des Stoffwechsels oder des Nervensystems die Schmerzen hervorrufen.
- Verkürzte Muskeln: Verkürzte Muskeln können zudem bei Menschen, die viel am Schreibtisch sitzen, oder Älteren nachts einen Wadenkrampf auslösen.
- Fehlstellungen: Eine weitere Ursache für den Wadenkrampf kann eine Fehlstellung an Fuß oder Bein sein: Bei Senkfüßen etwa werden die Muskeln stärker oder nur auf einer Seite belastet.
- Medikamente: Manche Medikamente können den körpereigenen Mineralstoffhaushalt stören und Krämpfe hervorrufen.
- Nervenerkrankungen: Tritt nachts ein Wadenkrampf auf, kann das Symptom für neurologische Störungen und Erkrankungen sein.
- Muskelkrankheiten: Auch sogenannte Myopathien können Ursache für einen Wadenkrampf sein.
- Gefäßerkrankungen: Wer unter Krampfadern (Varizen) leidet, kennt nicht nur schwere Beine.
Behandlung
- Unterschenkel dehnen: Ziehen Sie die Fußspitze Richtung Körper, treten Sie mit der Ferse nach vorne oder strecken Sie das schmerzhafte Bein nach hinten durch und drücken Sie dabei die Ferse auf den Boden.
- Massage: Auch leichtes Massieren der Wade lockert sich die Muskulatur, das steigert die Durchblutung und kann entspannen.
- Magnesium-, Kalium- oder Natrium-haltige Getränke: Am besten eignen sich Magnesium-, Kalium- oder Natrium-haltige Getränke, um den Elektrolythaushalt auszugleichen.
- Aufstehen und Herumlaufen: Aufstehen und vorsichtiges Herumlaufen kann den Krampf lösen.
- Wärme: Gegen nächtliche Wadenkrämpfe nehmen Sie am besten eine kurze Fuß- oder Wadendusche oder legen eine Wärmflasche auf die schmerzende Muskulatur.
- Kälte: Auch kalte Auflagen können den Wadenkrampf lösen.
Vorbeugung
- Magnesium und Elektrolytpräparate: Da der Wadenkrampf oft eine Folge von Mineralien ist, braucht Ihr Körper Nachschub: Natrium, Kalium, Magnesium und Kalzium können über die Nahrung aufgenommen werden.
- Ausreichend trinken: Wer genug trinkt, beugt Störungen des Elektrolythaushalts vor.
- Regelmäßiges Training: Wenn Sie sich regelmäßig sanft bewegen, werden Ihre Muskeln gut durchblutet. Zusätzliches Dehnen wiederum wirkt einer Verkürzung entgegen.
- Massage mit Latschenkiefernöl: Ein sanftes Massieren mit Latschenkiefernöl wirkt beim Wadenkrampf besonders wohltuend.
Was haben Beinschmerzen mit dem Herzen zu tun?
Beinschmerzen aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Arterien können nämlich auch auf eine Herzerkrankung und ein erhöhtes Infarktrisiko hindeuten. Sie sollten die hier aufgeführten Beschwerden daher ernst nehmen und ärztlich abklären lassen. Typisch für Beinschmerzen, die durch Durchblutungsstörungen hervorgerufen werden, ist, dass sie beim Gehen in den Waden auftreten und beim Stehenbleiben wieder nachlassen. Die schmerzfreie Gehstrecke verringert sich im Verlauf deutlich, in höheren Erkrankungsstadien unter 200 Meter. Außerdem kann es im Liegen zu Schmerzen in der Zehengegend kommen, die sich beim Aufstehen wieder abschwächen.
Risikofaktoren für Arteriosklerose
- Rauchen: Rauchen zählt zu den größten Risikofaktoren.
- Übergewicht: Ein zu hohes Körpergewicht ist eine häufige Ursache für Arteriosklerose.
- Erhöhter Blutdruck: Erhöhte Blutdruckwerte können die Blutgefäße der Beine massiv beschädigen.
- Erhöhtes LDL-Cholesterin: Dies gilt auch für Medikamente, die das LDL-Cholesterin senken.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
- Wenn Schienbeinschmerzen länger als etwa eine Woche bestehen.
- Wenn die Muskeln sich immer wieder schmerzhaft verkrampfen und sich die Schmerzen auf andere Körperpartien ausbreiten.
- Wenn der Wadenkrampf lange anhält oder auf Dauer Ihre Nachtruhe oder den Tagesablauf stört.
- Wenn Sie unter einer chronischen Stoffwechselerkrankung wie Diabetes mellitus oder einer Nierenschwäche leiden.
- Wer hohes Fieber und/oder Durchfall und Erbrechen hat.
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