Ein Krampf im Fuß kann plötzlich und ohne Vorwarnung auftreten und starke Schmerzen verursachen. Er kann in den ungünstigsten Momenten auftreten und wird oft durch eine Überlastung der Muskeln oder ein Flüssigkeits- oder Mineralstoffdefizit ausgelöst. Glücklicherweise gibt es verschiedene Maßnahmen, um die Schmerzen zu lindern und zukünftigen Krämpfen vorzubeugen.
Was ist ein Krampf im Fuß?
Ein Krampf ist eine unwillkürliche und schmerzhafte Anspannung der Muskeln. Prinzipiell können alle Muskeln von einem Krampf betroffen sein - sogar der Augenmuskel. Am häufigsten treten allerdings Waden- und Fußkrämpfe auf. Muskelkrämpfe sind äußerst schmerzhaft und können unerwartet einsetzen. In den meisten Fällen sind die Ursachen harmlos.
Muskelkrämpfe (medizinisch Crampi genannt), in Füßen und Zehen sind zwar schmerzhaft, meist aber harmlos. Eher selten deuten Fußkrämpfe auf Erkrankungen hin. Mediziner nennen Muskelkrämpfe in Wade, Fuß und Zehen, die ohne erkennbare Ursache in der Nacht auftreten, benigne idiopathische Krämpfe.
Ursachen von Krämpfen im Fuß
Krämpfe entstehen, wenn sich Muskeln plötzlich stark zusammenziehen. Muskelanspannungen bringen große Schmerzen mit sich. Sie gehen meist auf eine (sportliche) Überbelastung oder eine Störung im Elektrolythaushalt des Körpers zurück. Verschiedene Faktoren können die Entstehung von Krämpfen im Fuß begünstigen:
- Überlastung der Muskulatur: Muskelkrämpfe können aber auch während oder nach sportlicher Tätigkeit (trainingsassoziierter Muskelkrampf) auftreten. Sportler sind oft betroffen, besonders nach sehr intensiven Belastungen. Aber auch nach körperlicher Anstrengung im Allgemeinen kann es zu Muskelkrämpfen kommen, wenn eine Disposition zur Verkrampfung besteht. In nicht wenigen Fällen werden die Muskeln durch Fehlstellungen des Fußes, etwa den Platt- und Senkfuß, überlastet. Auch zu enges Schuhwerk kann Fußkrämpfe begünstigen.
- Mineralstoffmangel: Vor allem ein Mangel an Calcium, Magnesium, Natrium oder Kalium kann die Entstehung von Krämpfen begünstigen. Die An- und Entspannung der Muskeln wird durch eine perfekte Balance von Calcium und Magnesium reguliert. Gerät diese beispielsweise durch einen Magnesiummangel aus dem Gleichgewicht, sind unangenehme Fuß- und Zehenkämpfe eine mögliche Folge.
- Flüssigkeitsmangel: Dehydration (Austrocknung) in Folge von Durchfällen, Erbrechen oder starkem Schwitzen.
- Alkohol: Eine weitere Ursache für einen Krampf im Fuß oder der Wade kann Alkoholkonsum sein: Trinkst du am Abend viel Alkohol, kann es sein, dass du in der Nacht von Bein- oder Fußkrämpfen heimgesucht wirst.
- Weitere mögliche Ursachen:
- Verspannungen der Muskulatur (durch zu viel oder zu wenig Bewegung)
- Gelenkprobleme
- Fehlbelastungen
- Bestimmte Medikamente, beispielsweise Blutdrucksenker, Diuretika (Entwässerungsmittel), manche Cholesterinsenker und einige Antidepressiva
- Nervenstörungen, sogenannte Polyneuropathien
- Schwangerschaften
- Nierenerkrankungen
- Lebererkrankungen
- Schilddrüsenüberfunktion
- Durchblutungsstörungen
- Eisenmangel
- Nervenschädigungen, etwa durch Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) verursacht
- Zunehmendes Alter (unter anderem begünstigt durch verkürzte Muskeln, Bewegungsmangel, Gelenkbeschwerden, Fehlbelastungen, Nährstoff- und Flüssigkeitsmangel)
Häufig reißt ein Fußkrampf Betroffene völlig unerwartet aus dem Schlaf. Doch auch eine ungünstige Bewegung beim Sport kann die Verkrampfung verursachen.
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Wer ist häufig betroffen?
Vielfach sind bereits junge Menschen von Krämpfen betroffen, aber die überwiegende Mehrzahl ist im fortgeschrittenen Alter. Etwa 33 bis 50 Prozent der älteren Bevölkerung über 65 Lebensjahre leidet mindestens einmal pro Woche an Muskelkrämpfen. Bestimmte Personengruppen, wie beispielsweise Sportler, Schwangere, oder ältere Menschen können dagegen öfter von Fußkrämpfen betroffen sein.
Symptome eines Krampfes in der Fußsohle
Ein Krampf in der Fußsohle lässt sich anhand verschiedener charakteristischer Merkmale erkennen. In der Regel tritt er plötzlich auf und geht mit einem stechenden, scharfen Schmerz im Bereich der Fußsohle einher. Während des Krampfes kommt es zu einer unwillkürlichen, starken Kontraktion des betroffenen Muskels, was oft zu einer spürbaren Verhärtung führt. In dieser Phase ist es oft schwierig und schmerzhaft, den Fuß zu bewegen oder zu strecken. Die Dauer eines Krampfes ist üblicherweise begrenzt und dauert nur wenige Sekunden bis zu einigen Minuten. Danach entspannt sich der Muskel in der Regel wieder. Personen, die wiederholt unter Fußkrämpfen leiden, bemerken möglicherweise eine Häufung zu bestimmten Zeiten oder unter spezifischen Bedingungen.
Was tun bei einem akuten Krampf im Fuß?
Um den stechenden Schmerz rasch zu lindern, ist es ratsam, den betroffenen Muskel zu dehnen. Zur Linderung der Schmerzen sind folgende Tipps hilfreich:
- Dehnen: Greife deinen Fuß und ziehe ihn langsam, aber mit Kraft in Richtung Oberkörper. Deine Ferse drückst du dabei nach vorn. Diese Position solltest du so lange halten, bis die Schmerzen nachlassen. Ziehen Sie beispielsweise im Sitzen die verkrampften Zehen mit einer Hand hin zum Körper. Greifen Sie (am besten in Sitzposition) nach Ihren Zehen und ziehen Sie sie langsam, aber mit Kraft an den Körper heran. Dabei drücken Sie die Ferse nach vorne. Es ist wichtig, die Dehnung sanft und kontrolliert durchzuführen, um keine zusätzlichen Verletzungen zu verursachen.
- Massieren: Ziehen Sie Socken und Schuhe aus und massieren Sie sanft die verhärteten Stellen. Und/oder fördern Sie durch Ausstrichmassagen an den Zehen und Füßen den lymphatischen und venösen Abfluss.
- Bewegung: Wenn du gerade gesessen oder lange gestanden hast, als der Krampf im Fuß auftrat, kann etwas Bewegung helfen. Sobald Sie sich dazu in der Lage fühlen, sollten Sie vorsichtig versuchen, ein paar Schritte zu gehen. Dadurch lockern Sie die Muskulatur und verhindern, dass der Krampf im Fuß gleich wiederkehrt.
- Wärme: Zudem kann auch Wärme eine entspannende und schmerzlindernde Wirkung haben.
- Entlasten: Tritt der Krampf im Fuß beim Sport auf, sollten Sie den Fuß sofort entlasten.
Kann Magnesium Krämpfe in Fuß und Zehen lindern?
Gerade wer häufig einen Krampf im Fuß oder in der Wade hat, sollte auf eine ausreichende Magnesiumversorgung achten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Frauen ab 19 Jahren beispielsweise 300 mg und für Männer 350 mg täglich.1 In einigen Situationen, zum Beispiel bei Stress und Sport, kann der Bedarf erhöht sein. Besonders die Wirkung von den bei Sportlern beliebten Magnesium-Präparaten ist bei Muskelkrämpfen nämlich gar nicht eindeutig wissenschaftlich belegt. Und: Nicht jeder Muskelkrampf deutet automatisch auf einen Magnesiummangel hin.
Fußkrämpfen vorbeugen: Das können Sie tun
Im Idealfall kommt es erst gar nicht zu einem Krampf im Fuß. Durch regelmäßige Bewegung lassen sich Fußkrämpfe und Wadenkrämpfe vorbeugen. Wer beispielsweise den ganzen Tag im Büro sitzt, kann seine Muskulatur durch Wippen der Füße oder Bewegen der Zehen aktivieren. Aber auch regelmäßiger Sport tut den Muskeln gut. Dabei ist jedoch auf festes Schuhwerk zu achten. Wichtig ist dabei: Sie müssen dafür in der Regel nicht zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen.
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- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Es ist wichtig, ausreichend Wasser zu trinken und für eine ausgewogene Ernährung zu sorgen, um den Elektrolythaushalt im Gleichgewicht zu halten.
- Dehnübungen: Regelmäßiges Dehnen der Waden- und Fußmuskulatur sowie das Aufwärmen vor körperlicher Aktivität können vorbeugend wirken.
- Bequemes Schuhwerk: Bequemes Schuhwerk und eine Ernährung reich an Calcium und Magnesium tragen zur Muskelgesundheit bei.
- Fuß nicht überlasten: Es ist ratsam, den Fuß nicht zu überlasten und ihn bei Bedarf ausreichend zu schonen.
- Entspannungstechniken: Entspannungstechniken wie Entspannungsübungen oder Yoga können ebenfalls helfen, die Muskelspannung zu reduzieren.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Treten Krämpfe im Fuß sehr häufig auf, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Achtung: Solltest du oft an Krämpfen leiden, zum Beispiel am Fuß, kann dies auf eine chronische Erkrankung hinweisen. Da aber auch ernsthafte Beschwerden wie Diabetes oder Durchblutungsstörungen hinter den Muskelkrämpfen stecken können, ist bei regelmäßigem Auftreten der Beschwerden eine ärztliche Untersuchung und Klärung der Ursache ratsam.
Wenn ein Krampf länger als üblich, das heißt mehrere Minuten, anhält, ist es ratsam, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Was sieht man im Ultraschall?
Im Ultraschallbild könnte man bei einem Krampf in der Fußsohle verschiedene Anomalien oder Auffälligkeiten feststellen, die auf das Vorhandensein eines Krampfes hindeuten könnten. Allerdings ist es wichtig zu betonen, dass ein Ultraschall in der Regel nicht der primäre diagnostische Test für Muskelkrämpfe ist. Im Ultraschallbild könnte man sehen, wie der betroffene Muskel sich unwillkürlich zusammenzieht und verhärtet. Der Ultraschall könnte auch verwendet werden, um die Blutzirkulation im betroffenen Bereich zu beurteilen.
Wann braucht man ein Röntgenbild?
Ein Röntgenbild ist in der Regel nicht das erste diagnostische Verfahren, das bei einem Krampf in der Fußsohle eingesetzt wird. Röntgenbilder sind am besten geeignet, um Knochen und einige dichtere Gewebestrukturen darzustellen. Bei einem Muskelkrampf liegt das Hauptproblem jedoch im Muskelgewebe selbst, das auf einem Röntgenbild oft nicht sichtbar ist. Wenn der Arzt vermutet, dass der Krampf durch eine Knochenverletzung oder -bruch ausgelöst wurde, könnte ein Röntgenbild erforderlich sein, um dies zu bestätigen oder auszuschließen.
Wann braucht man ein MRT der Fußsohle?
Ein MRT (Magnetresonanztomographie) der Fußsohle kann in verschiedenen Situationen angezeigt sein, um bestimmte Strukturen im Fuß genauer zu untersuchen. Wenn andere bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Röntgenbilder nicht ausreichend klare Ergebnisse geliefert haben, kann ein MRT eingesetzt werden, um spezifische Informationen über die Gewebestrukturen im Fuß zu erhalten.
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Medikamentöse Behandlung
Bei einem akuten Krampf in der Fußsohle können bestimmte Medikamente Linderung verschaffen. In einigen Fällen können Muskelrelaxantien verschrieben werden, um die Muskulatur zu entspannen und Muskelkrämpfe zu lösen. Calcium und Magnesium sind essentielle Mineralstoffe für die Muskelkontraktion und -entspannung. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann helfen, mögliche Mängel auszugleichen. Wenn ein Ungleichgewicht von Elektrolyten wie Kalium, Magnesium oder Calcium vorliegt, können spezifische Präparate auf Anweisung eines Arztes eingenommen werden.
Was tun bei chronischen Krämpfen im Fuß?
Sollten diese Krämpfe jedoch häufiger auftreten, sollte es zu einer ärztlichen Abklärung kommen. Gerade wer häufig einen Krampf im Fuß oder in der Wade hat, sollte auf eine ausreichende Magnesiumversorgung achten.
Fußschmerzen: Metatarsalgie
Wenn sich Schmerzen vor allem im vorderen Teil des Fußes unter dem Zehenballen lokalisieren lassen, spricht man von einer Metatarsalgie. Der Begriff setzt sich zusammen aus dem griechisch-lateinischen Wort „Metatarsus“ (Mittelfuß) und dem griechischen Wort „Algos“ (Schmerz), also Mittelfußschmerzen. Der Mittelfuß besteht aus den fünf Mittelfußknochen (Metatarsalia). Zum Vorfuß zählen neben diesen Mittelfußknochen auch die fünf Zehenknochen.
Ursachen von Mittelfußschmerzen
Mittelfußschmerzen können aufgrund von Überlastungen, Fußfehlstellungen oder Verletzungen auftreten. Eine Metatarsalgie kann als typische Folge von Verformungen im Fußbereich auftreten.
Weitere Ursachen können sein:
- Nervenreizungen (Morton-Neurom bzw. Morton-Neuralgie): Das Morton-Neurom ist eine Nervenreizung zwischen den Zehengrundgelenken am Vorfuß.
- Längenmissverhältnisse der Mittelfußknochen: Wenn ein zu kurzer Mittelfußknochen zu wenig Belastung trägt, werden die anderen Knochen übermäßig belastet.
Diagnose von Mittelfußschmerzen
Bei Schmerzen im Mittelfuß wird der Fußchirurg den Fuß zunächst manuell untersuchen. Zur sicheren Diagnose einer Metatarsalgie stehen zusätzlich pedobarographische Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Darunter versteht man die Darstellung der Druckbelastung des Fußes während des Stands oder beim Gehen. So erkennt der Fußchirurg, wie sich der Fuß beim Auftreten verhält und wo der Grund für die Schmerzen liegen kann. Bei Schmerzen im Mittelfuß wird der Fußspezialist Untersuchungen des Fußes vornehmen, bei denen der Fuß belastet wird. Durch diese pedobarographischen Untersuchungsverfahren kann die Ursache der Schmerzen erkannt und ein adäquater Behandlungsplan erstellt werden. In vielen Fällen kann bei Schmerzen im Mittelfuß ein MRT (Magnetresonanztomographie) hilfreich sein.
Behandlung von Mittelfußschmerzen
Um Schmerzen unter dem Fußballen zu lindern, stehen verschieden Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Zur Diagnosestellung bei Schmerzen unter dem Vorfuß muss zunächst geklärt werden, woher die Schmerzen kommen. Meistens entstehen die Beschwerden dadurch, dass die Mittelfußknochen zu viel Last tragen. Durch das Setzen einer Betäubungsspritze kann der Fußchirurg die Schmerzen lokalisieren. Eine zusätzliche Injektion von Cortison kann zur Abschwellung beispielsweise des gereizten Nervs führen. Akute Fußschmerzen können dadurch sofort gelindert werden. Treten Schmerzen im vorderen Teil des Fußes auf, können auch konservative Behandlungsmethoden Linderung bringen. Aber auch Krankengymnastik in Form von Muskeltraining ist eine wichtige Therapieoption. Führen konservative Behandlungsmethoden nicht zum Ziel und bleibt der Leidensdruck für den Patienten bestehen, sollte über eine Operation nachgedacht werden.
Morton Neurom
Das Morton Neurom ist die häufigste Mittelfußerkrankung bei Frauen. Das Morton Neurom ist eine Verdickung des Mittelfußnerven. Das Morton Neurom ist eine recht häufige Folge einer Spreizfußfehlstellung. Das Morton Neurom entsteht meist vor dem Hintergrund eines Spreizfußes. Das Morton Neurom ist also ein Nervenkompressionssyndrom.
Ursachen des Morton Neuroms
Ursache des Morton Neuroms bei Frauen kann das häufigere Auftreten eines Spreizfußes sein. Bindegewebsschwäche bzw. starke Belastung, z. B. Laufsportler - sind häufig von einer Metatarsalgie betroffen. Folge eines durchgetretenen vorderen Fußgewölbes. sind durch die Spreizfußfehlstellung verlagert und zeigen fächerförmig nach außen. Abrollbewegung beim Gehen einen viel stärkeren Druck auf die an der Fußsohle verlaufenden Nerven aus. dauernde Reizung entzündet sich der Nerv. Insbesondere die bindegewebige Hülle des Nerven schwillt an.
Symptome des Morton Neuroms
Schmerzen im Mittelfuß (Morton Metatarsalgie) und in den Zehen. kurzfristig nur durch Ruhigstellung und Ausziehen der Schuhe Besserung erfahren. Wenn der Nerv (gelb) gereizt ist, entwickeln sich in seinem gesamten Versorgungsgebiet brennende oder stechende Mittelfußschmerzen. Häufig treten die Beschwerden auf, wenn der Patient Schuhe trägt. Oft besteht zusätzlich zu den Mittelfußschmerzen eine Missempfindung der benachbarten Kleinzehen. typischerweise an den einander zugewandten Zehenunterseiten. Die Schmerzen können brennend, teilweise auch stechend sein. Kombination mit brennenden Schmerzen, die bis in die Zehen ausstrahlen.
Diagnose des Morton Neuroms
Patienten mit Mittelfußschmerzen haben oft eine lange Krankheitsgeschichte hinter sich. Neurom häufig keine angemessene Diagnose erhalten. Zunächst erfolgt die klinische und die Tastuntersuchung des Fußes. Untersuchung, d. h. ob die üblichen Voraussetzungen eines Morton Neuroms vorliegen. veränderte Abrollbewegung beim Gehen. Sicht von unten auf ein Morton Neurom (rot) des plantaren Fußnervs (gelb). Das Morton Neurom kann manuell durch den sog. Mulders Click untersucht werden. Dabei ertastet der Arzt das Morton Neurom zwischen den Zehenstrahlen. Klinische Untersuchung des Morton Neuroms zwischen den Zehenstrahlen des Mittelfußes (Metatarsalknochen) durch das Mulder-Zeichen: Der Fußspezialist kann das Morton Neurom zwischen den Mittelfußknochen ertasten und einen spezifischen Druckschmerz auslösen.
Behandlung des Morton Neuroms
Die Therapie des Morton Neuroms erfolgt in der Hauptsache konservativ, d. h. ohne chirurgischen Eingriff. Vordergrund steht, den Druck auf die Nerven zu verringern, um die Rückbildung des Morton Neuroms zu fördern. steht die Behandlung des Spreizfußes im Vordergrund. der Druck auf die plantaren Fußnerven. (Quergewölbe) zu unterstützen und dadurch die Nerven zu entlasten. die kompressionsbedingte Schwellung des Morton Neuroms abheilen zu lassen. Häufig tritt eine Besserung der Beschwerden nach gezielten Injektionen mit Schmerzmittel an die Nervenenden ein. stoffwechselfördernde, detonisierende und schmerzlindernde manuelle Techniken (z. B. entlasten. Eine intensive Physiotherapie und Fußgymnastik bezieht auch die Wadenmuskulatur ein. zu vermeiden. Fußgymnastik eignet sich auch nach einer operativen Behandlung des Morton Neuroms. die Schmerzen sich über einen längeren Zeitraum verändert haben.
Übungen bei Morton Neurom
Übung zur Mobilisation des Quergewölbes: Ausgangsstellung: Sitz auf dem Boden oder einem Stuhl. einen sanften Druck in der Mitte der Fußsohle aus. Wiederholen Sie diese Bewegung pro betroffenem Fuß 10-mal rhythmisch und leicht. Dies entspricht einem Satz. Sie 2-3 Sätze durch mit jeweils circa 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen.
Übung zur Aktivierung der Fußmuskeln: Ausgangsstellung: Sitz auf dem Boden oder Stuhl. Fußmuskeln das Quergewölbe aufrecht. Neue. Diese Bewegung erfordert Übung. Wiederholen Sie diese Bewegung pro betroffenem Fuß 10-mal. Dies entspricht einem Satz. jeweils circa 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Formen Sie mit der Hand das Quergewölbe. Lassen Sie nun die Hand langsam los und halten Sie das Quergewölbe weiter aufrecht.
Übung zur Umschließung eines Balls mit dem Zehenballen: Ausgangsstellung: Sitz oder Stand. Durchführung: Modellieren Sie Ihren Groß- und Kleinzehenballen sanft um den Ball. Ball zu umschließen. Sie sehen jetzt, dass die Grundgelenke der Zehen einen C-Bogen bilden. Quergewölbe. schweben. Diese Bewegung erfordert Übung. Wiederholen Sie diese Bewegung pro betroffenem Fuß 10-mal. Dies entspricht einem Satz. jeweils circa 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Umschließen Sie den Ball mit dem Zehenballen. Heben Sie nun den Fuß an und halten Sie das Quergewölbe weiter aufrecht.
Übung zur Aktivierung des Quergewölbes beim Gehen: Ausgangsstellung: Stand, der betroffene Fuß steht weit hinten. vorne. Sie können sich vorstellen, dass Sie einen kleinen Gegenstand vom Boden mitnehmen wollen. dass wenn Sie nach vorne schnellen, die Zehengrundgelenke gebeugt sind. Wiederholen Sie diese Bewegung pro betroffenem Fuß 15-mal. Dies entspricht einem Satz. jeweils circa 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Aktivieren Sie beim Gehen das Quergewölbe. Fuß schwungvoll nach vorne bringen: Achten Sie darauf, dass die Zehengrundgelenke gebeugt sind, ohne dass die Zehen krallen.
Operative Behandlung des Morton Neuroms
Die nervenerhaltende operative Behandlung des Morton Neuroms durch Neurolyse bzw. Dekompression verschafft dem plantaren Fußnerven mehr Raum:
- Weitung des Bandes zwischen den Mittelfußknochen (Ligamentum intermetatarsale; grau).
- Umstellung der Zehenknochen (Metatarsalknochen, blau) durch eine minimalinvasive Osteotomie.
Plantarfasziitis
Stark brennende oder ziehende Schmerzen unter der Ferse oder dem Fuß - oder ein Gefühl, als laufe man über Glas: Oft ist die Entzündung der Sehnenplatte unter der Fußsohle die Ursache für solche Beschwerden. Fachleute sprechen dann von einer Plantarfasziitis.
Was ist die Plantarfaszie?
An der Fußsohle zieht sich wie ein breites Band eine Sehne entlang - die Plantarfaszie. Sie stützt den Fuß beim Gehen und Laufen. Wird sie stark belastet, kann sie sich entzünden. Deshalb sind zum Beispiel Läuferinnen und Läufer besonders oft von einer Plantarfasziitis betroffen. So unangenehm die Schmerzen sind: Bei den meisten Menschen lassen sie auch ohne Behandlung innerhalb eines Jahres nach.
Symptome der Plantarfasziitis
Die Fußsohle schmerzt beim ersten Auftreten morgens nach dem Aufstehen oder nach längerem Sitzen besonders heftig. Die Schmerzen lassen nach, wenn man eine Weile läuft. Nach sehr anstrengenden Tagen oder Aktivitäten können sie wieder zunehmen, etwa nach langem Stehen oder schwerem Tragen. Eine Plantarfasziitis kann an einem Fuß oder an beiden Füßen gleichzeitig auftreten. Die Plantarfaszie beginnt unter dem Fersenbein und reicht bis zu den Zehen. Sie stabilisiert den Fuß bei Bewegungen und wirkt wie ein Stoßdämpfer: Wenn der Fuß beim Laufen abrollt, spannt sich die Sehnenplatte, um das Fußgewölbe zu stützen. Dabei ist die mechanische Belastung am Ansatz der Sehne unterhalb der Ferse besonders hoch.
Ursachen der Plantarfasziitis
Wird die Sehnenplatte überbelastet, kommt es an ihrem Ansatz zu kleinen Verletzungen, die sie reizen und dadurch eine Entzündung hervorrufen können. Starke, anhaltende oder ungewohnte Belastungen der Ferse oder des Fußes erhöhen das Risiko für eine Plantarfasziitis. So haben sportlich sehr aktive Menschen, die zum Beispiel oft und lange laufen, Fußball spielen oder tanzen, häufiger damit zu tun. Auch wer nach einer Pause zu schnell und intensiv wieder in den Sport einsteigt, ist gefährdet.
Diagnose der Plantarfasziitis
Um eine Plantarfasziitis festzustellen, reichen gewöhnlich ein ärztliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung aus. Dabei ist es wichtig, die Beschwerden so genau wie möglich zu beschreiben. Bei der Untersuchung tastet die Ärztin oder der Arzt den nach oben angezogenen Fuß an Sohle und Ferse nach schmerzempfindlichen Stellen ab. Sie oder er betrachtet auch Fußstellung und Gangbild und prüft, ob Achillessehne oder Wadenmuskulatur verkürzt sind. Eine Ultraschalluntersuchung ist zur Diagnose einer Plantarfasziitis nicht unbedingt erforderlich. Sie wird aber manchmal vor einer Spritzenbehandlung eingesetzt, um die entzündete Stelle sichtbar zu machen und die Einstichstelle zu bestimmen. Weitere Untersuchungen wie Röntgen oder eine Magnetresonanz-Tomografie (MRT) sind nur manchmal nötig - zum Beispiel, um einen Knochenbruch auszuschließen.
Behandlung der Plantarfasziitis
Wird der schmerzende Fuß weiter überlastet, kann sich die Plantarfasziitis verstärken. Deshalb ist es wichtig, den Fuß zunächst zu schonen. Er muss aber nicht ruhiggestellt werden. Um die Schmerzen zu lindern, kann die Fußsohle gekühlt werden, zum Beispiel mit einer Kühlkompresse. Auch Schmerzmedikamente kommen für begrenzte Zeit infrage. Wenn sich der Fuß etwas erholt hat, werden gewöhnlich Dehn- und Kräftigungsübungen empfohlen. Spielt eine Fehlstellung des Fußes eine Rolle, werden zusätzlich orthopädische Einlagen verschrieben. Bei starkem Übergewicht wird empfohlen, abzunehmen. Bessern sich die Beschwerden innerhalb einiger Wochen nicht, kommen weitere Behandlungen wie Kortisonspritzen oder eine extrakorporale Stoßwellentherapie infrage. Bei einer extrakorporalen Stoßwellentherapie werden Schallwellen mit hohem Druck durch die Haut der Ferse auf die Plantarfaszie geleitet. Ein chirurgischer Eingriff gilt als letzte Möglichkeit. Spritzen und Operation haben allerdings Risiken. Bei einer Plantarfasziitis ist viel Geduld nötig: Der Körper benötigt eine Weile, bis er die Entzündung in den Griff bekommt.
Dystonie im Fuß (Extremitätendystonie)
Die Dystonie im Fuß (Extremitätendystonie) ist eine Form der fokalen Dystonie, die sich durch unkontrollierte Muskelkontraktionen, Verkrampfungen und Fehlhaltungen des Fußes äußert. Diese unwillkürlichen Bewegungen können sowohl in Ruhe als auch bei Belastung auftreten und führen oft zu erheblichen Einschränkungen im Alltag. Betroffene haben häufig Schwierigkeiten beim Gehen oder Stehen, da die Muskeln nicht wie gewünscht entspannen oder kontrahieren. Dies kann nicht nur Schmerzen verursachen, sondern auch zu einer Fehlbelastung anderer Körperregionen führen. Die genaue Ursache dieser Bewegungsstörung ist nicht immer bekannt, jedoch wird eine fehlerhafte Signalübertragung im Gehirn als Hauptfaktor vermutet.
Symptome der Dystonie im Fuß
Die Symptome der Dystonie im Fuß können von Person zu Person unterschiedlich ausgeprägt sein. Sie entwickeln sich meist schleichend und werden mit der Zeit stärker. Typische Beschwerden sind plötzliche oder anhaltende Muskelverkrampfungen, Fehlstellungen der Zehen oder des gesamten Fußes sowie Schwierigkeiten bei der Bewegungsausführung. Einige Betroffene berichten zudem über Missempfindungen wie Taubheitsgefühle oder Kribbeln, die durch eine veränderte Nervenaktivität im betroffenen Bereich entstehen.
Ursachen der Dystonie im Fuß
Die Ursachen der Dystonie im Fuß sind nicht vollständig geklärt, jedoch gibt es verschiedene Faktoren, die zur Entstehung beitragen können. Forschungen zeigen, dass neurologische Fehlsteuerungen, genetische Veranlagungen und äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Es handelt sich um eine komplexe Erkrankung, bei der mehrere Mechanismen zusammenwirken können.
Auswirkungen der Fußdystonie auf den Alltag
Die Dystonie im Fuß kann das tägliche Leben erheblich beeinflussen. Je nach Schweregrad der Symptome kann es zu erheblichen Einschränkungen kommen. Die Erkrankung kann nicht nur die Mobilität beeinträchtigen, sondern auch psychische Belastungen mit sich bringen, die das Wohlbefinden der Betroffenen negativ beeinflussen.