Krampfanfall und geschwollenes Gesicht: Ursachen und Zusammenhänge

Ein Krampfanfall, oft auch als epileptischer Anfall bezeichnet, ist ein Zustand, in dem Betroffene vorübergehend die Kontrolle über ihren Körper und/oder ihr Bewusstsein verlieren. Dies kann sich in plötzlichem Stürzen, Zuckungen und Krämpfen äußern. Während Krampfanfälle im Mittelalter oft dämonischen Kräften zugeschrieben wurden, weiß man heute, dass sie meist auf eine Störung im Gehirn zurückzuführen sind. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen von Krampfanfällen und geschwollenem Gesicht, ihre Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten.

Was ist ein Krampfanfall?

Ein Krampfanfall ist ein plötzliches, unwillkürliches Ereignis, das mit krampfartigen oder zuckenden Bewegungen einhergeht. Je nach Art des Anfalls kann der Betroffene das Bewusstsein verlieren. Typischerweise entsteht ein Krampfanfall durch eine Funktionsstörung von Nervenzellen (Neuronen) in der Hirnrinde. Normalerweise erzeugen, empfangen und leiten Nervenzellen elektrische Signale in geordneter Weise. Bei einem Krampfanfall geht diese Ordnung verloren, und Gruppen von Nervenzellen entladen sich gleichzeitig und senden unkoordinierte Signale aus. Dies kann man sich wie ein "Gewitter im Gehirn" vorstellen.

Etwa 5 Prozent der Menschen erleben im Laufe ihres Lebens einen Krampfanfall.

Ursachen von Krampfanfällen

Jede Schädigung des Hirngewebes kann zu einer spontanen Entladung von Nervenzellen und damit zu einem Krampf führen. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann hohes Fieber einen Anfall auslösen, der als Fieberkrampf bezeichnet wird. Prinzipiell können epileptische Anfälle oder Epilepsie in jedem Lebensalter auftreten. Manchmal bleibt die Ursache unbekannt. Bei einigen Patienten erhöhen bestimmte Faktoren, sogenannte Trigger, das Risiko für einen Krampf.

Symptome eines Krampfanfalls

Ein Krampfanfall kann sich durch verschiedene Symptome äußern, die je nach Art und Ausprägung des Anfalls variieren:

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  • Unwillkürliche, krampfende oder zuckende Bewegungen
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle
  • Bewusstlosigkeit

In der Regel dauert ein Krampfanfall weniger als zwei Minuten, manchmal nur wenige Sekunden. Nach längeren, generalisierten Anfällen fühlen sich die Betroffenen oft erschöpft und benötigen Ruhe und Schlaf.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen fokalen und generalisierten Anfällen. Bei einem fokalen Anfall ist die Störung auf einen kleinen Bereich in einer der beiden Hirnhälften begrenzt. Ein einmaliger Anfall muss nicht zwangsläufig zu einer Epilepsie führen. Erst bei wiederholten Anfällen spricht man von Epilepsie. Es gibt auch nicht-epileptische Anfälle, die nicht auf unkoordinierten Entladungen von Nervenzellen beruhen, sondern andere Ursachen haben.

Fokale Anfälle

Bei einem fokalen Anfall zeigt der Patient möglicherweise nicht zielgerichtete Verhaltensweisen wie Schmatzen, Lippenlecken oder Nesteln. Auch Muskelzuckungen, verkrampfte Gliedmaßen und Muskelschwäche sind möglich. Während des Anfalls kann die Person Kribbeln, Taubheitsgefühle, Lichtblitze, ungewöhnliche Geräusche oder Gerüche wahrnehmen. Auch plötzliche Angst oder kurze Aussetzer in Sprache oder Gedächtnis können auftreten. Weitere Symptome können Herzrasen, Schweißausbrüche, Speichelfluss und Übelkeit sein.

Generalisierte Anfälle

Generalisierte Krampfanfälle können im Erscheinungsbild sehr unterschiedlich sein. Sie können sich als kurze "Aussetzer" (Absencen oder Bewusstseinsstörungen) äußern. Die betroffene Person kann auch länger ohnmächtig werden und stürzen. Am häufigsten ist ein tonisch-klonischer Anfall. Dabei wird der Körper durch die Anspannung aller Muskeln plötzlich steif (tonische Phase). Es folgt ein Bewusstseinsverlust, und danach kommt die klonische Phase, in der die Muskeln krampfartig durch abwechselndes An- und Entspannen zucken. Bei einem tonisch-klonischen epileptischen Anfall kann es zu Zungen- oder Wangenbissen und Einnässen kommen.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Nach einem ersten Krampfanfall - egal ob im Kindes- oder Erwachsenenalter - ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um mögliche Ursachen abzuklären und eventuelle Grunderkrankungen zu diagnostizieren. Der zuständige Spezialist für Krampfanfälle ist ein Neurologe.

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Wenn Sie bei einer anderen Person einen Krampfanfall beobachten, ist es nicht immer erforderlich, den Notarzt zu rufen. Wenn Sie wissen, dass der Patient bereits wegen Krampfanfällen in Behandlung ist und der Anfall nach kurzer Zeit von selbst aufhört, ist meist keine ärztliche Hilfe erforderlich.

In folgenden Fällen ist es jedoch immer ratsam, einen Arzt zu alarmieren:

  • Wenn ein Krampfanfall zum ersten Mal auftritt
  • Wenn ein Krampfanfall länger als drei Minuten dauert (Gefahr eines Status epilepticus)
  • Wenn mehrere Krampfanfälle innerhalb von 30 Minuten auftreten
  • Wenn der Betroffene sich ernsthaft verletzt hat (z. B. durch einen Sturz)

Ein Video des Krampfanfalls kann für die Diagnostik hilfreich sein, da der Arzt die Bewegungen und das Gesicht des Krampfenden erkennen kann.

Diagnose von Krampfanfällen

Zunächst klärt der Arzt, ob tatsächlich ein Krampfanfall vorlag, indem er andere Ursachen mit ähnlichen Symptomen ausschließt. Wenn es sich tatsächlich um einen Krampfanfall handelt, gilt es, die Ursache abzuklären und gegebenenfalls eine Behandlung einzuleiten.

Die genaue Schilderung der Symptome - entweder durch den Patienten selbst oder durch Angehörige - ist bereits sehr hilfreich. Außerdem fragt der Arzt unter anderem:

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  • Wie lange hat der Krampfanfall angehalten?
  • Was ist dem Anfall vorausgegangen? (Manchmal treten kurz vorher ungewöhnliche Empfindungen wie Bauchkribbeln oder ein ungewöhnliches Geruchsempfinden auf oder der Patient hat eine Vorahnung, dass gleich ein Anfall folgt.)
  • Wie rasch haben Sie sich / hat sich der Patient nach dem Anfall erholt?
  • Gibt es irgendwelche Faktoren, die als Auslöser des Krampfanfalls in Frage kommen (Geräusche, Blitzlicht etc.)?
  • Liegt eine Vor- bzw. Grunderkrankung (z. B. Gehirn-Infektion) oder eine kürzliche Kopfverletzung vor?
  • Konsumieren Sie / konsumiert der Patient Drogen wie etwa Alkohol? Findet gerade ein Entzug statt?

Untersuchungsmethoden

  • Elektroenzephalografie (EEG): Hierbei werden die Hirnströme des Patienten gemessen und aufgezeichnet, um eventuelle Auffälligkeiten zu entdecken. Der Arzt versucht gegebenenfalls auch während der Messung, einen Anfall zu provozieren - zum Beispiel durch bestimmte Lichtreize oder indem er den Patienten absichtlich hyperventilieren lässt. Ein EEG lässt sich auch über längere Zeit aufzeichnen (Video-EEG-Überwachung).
  • Bildgebende Verfahren (CT, MRT): Mithilfe von Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT, Kernspintomografie) kann der Arzt detaillierte Schnittbilder des Gehirns anfertigen, um strukturelle Veränderungen (wie durch einen Schlaganfall oder einen Tumor) zu erkennen, die Anfälle hervorrufen könnten.
  • Blut- und Urinuntersuchungen: Diese geben Hinweise auf Stoffwechselstörungen als eventuelle Auslöser von Krampfanfällen oder zum Nachweis von konsumierten Drogen.
  • Lumbalpunktion: Bei Verdacht auf eine Infektion des Gehirns als Ursache von Krampfanfällen kann eine Probe der Hirn-Rückenmarksflüssigkeit (Lumbalpunktion) entnommen und analysiert werden.
  • Genetische Testung: Manchmal wird eine genetische Testung veranlasst.

Gesichtsschwellungen (Angioödem)

Ein Angioödem ist eine Schwellung durch Wassereinlagerungen in der Haut, die plötzlich und meist im Gesicht auftritt. Man unterscheidet erworbene, spontan auftretende Angioödeme ohne erkennbaren Auslöser von hereditären Angioödemen, deren Ursache genetischer Natur ist. Hereditäre Angioödeme gehen mit episodisch wiederkehrenden Wassereinlagerungen in der Haut des Gesichts, der Hände, Füße, Genitalien sowie Zunge, Rachen und Kehlkopf einher. Ist die Darmschleimhaut betroffen, kommt es zu krampfartigen Bauchschmerzen.

Symptome eines Angioödems

Die unscharf begrenzten Schwellungen treten plötzlich auf und bilden sich nach wenigen Stunden bis mehreren Tagen wieder zurück. Am häufigsten ist das Gesicht betroffen, aber auch Mundschleimhaut, Zunge, Rachen, Kehlkopf und Magen-Darm-Trakt können betroffen sein. Die Schwellungen der Haut sind meist prall, seltener auch weich, nicht gerötet, sondern hautfarben oder blass. Die Schwellungen der Haut sind fast nie mit Juckreiz, sondern am ehesten mit einem Spannungsgefühl, seltener auch mit Schmerzen verbunden. Im ausgeprägten Stadium können sie sehr schmerzhaft sein. Sie bestehen durchschnittlich ein bis drei Tage, können sich jedoch bereits nach einigen Stunden oder erst nach sieben Tagen zurückbilden. Das Auftreten von Quaddeln, eine Urtikaria, gehört nicht zu diesem Krankheitsbild!

Akute Schwellungen im Bereich des Kehlkopfs (Larynxödem und supraglottisches Ödem) sind deutlich seltener, aber wesentlich gefährlicher als die anderen genannten Symptome. Erste Anzeichen sind Schluckbeschwerden, Heiserkeit, Unruhe und Angst. Todesfälle durch Erstickung kommen immer wieder vor.

Ursachen von Angioödemen

Bei hereditären Angioödemen liegen genetische Veränderungen zugrunde. Auslöser für Angioödeme können psychische Stresssituationen und Infektionskrankheiten sein. Die Einnahme von ACE-Hemmern (Medikament zur Blutdrucksenkung) kann die Neigung zu Ödemattacken massiv verstärken. In gleicher Weise können sich die Anfälle bei Frauen, die östrogenhaltige hormonale Verhütungsmittel (Antikonzeptiva) einnehmen, häufen.

Fazialisparese (Gesichtslähmung)

Ein Mundwinkel hängt, ein Auge schließt nicht: Das sind typische Symptome für Fazialisparese. Schwillt der Nervus facialis an - etwa durch eine Infektion mit Bakterien oder Viren - kann es schnell zu einer Schädigung des Nervs und Funktionsstörungen kommen, die sich dann im Gesicht in Form einer Gesichtslähmung spiegeln.

Der Nervus facialis ist eigentlich ein Nervenpaar - je ein Strang für die linke und rechte Hälfte des Gesichts. Wie die Äste eines Baums verzweigen sich die Arme des Nervs dann jeweils auf einer Gesichtshälfte.

Man unterscheidet zwischen peripherer und zentraler Fazialisparese. Bei einer peripheren Fazialisparese ist der Nerv in seinem Verlauf vom Hirnstamm zum Gesicht geschädigt. Dadurch ist eine Gesichtshälfte insgesamt gelähmt. Von einer zentralen Fazialispares ist die Rede, wenn die Verschaltung des Nervus Facialis im Gehirn gestört ist. Hierbei ist das Gesicht vom Auge bis zum Kinn einseitig gelähmt - lediglich die Mimik im Bereich der Stirn bleibt erhalten.

Ursachen einer Fazialisparese

Die Ursachen einer Fazialisparese sind vielfältig:

  • Knochenbrüche oder Wunden im Gesicht
  • Schädigung anderer Nerven
  • Tumore
  • Autoimmun- und Stoffwechselerkrankungen
  • Virusinfektionen (z. B. Gürtelrose-Erreger)
  • Bakterielle Infektionen (z. B. Mittelohrentzündung)
  • Schlaganfall (bei zentraler Fazialisparese)
  • Unfälle oder Operationen, bei denen der Gesichtsnerv geschädigt wird
  • Diabetes
  • Schwangerschaft
  • Psychische Faktoren wie extremer Stress
  • Zugluft im Gesicht

In den allermeisten Fällen lässt sich allerdings keine Ursache für die Gesichtslähmung ausmachen (idiopathische Fazialisparese).

Diagnose einer Fazialisparese

Die Diagnose der Fazialisparese ist vor allem Ursachenforschung. Mithilfe einer Magnetresonanztomografie (MRT) oder Computertomografie (CT) untersucht der Arzt oder die Ärztin, ob der Auslöser im Gehirn liegt. Im nächsten Schritt wird Blut abgenommen oder eine Lumbalpunktion zur Gewinnung von Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit durchgeführt. Auch eine Mittelohrentzündung kann den Nervus facialis in Mitleidenschaft ziehen, daher kann für die Diagnose eine Zusammenarbeit zwischen HNO-Arzt und Neurologen sehr hilfreich sein.

Behandlung einer Fazialisparese

Wenn eine Grunderkrankung wie eine Infektion, ein Schlaganfall oder eine andere Erkrankung eine Fazialisparese auslöst, wird in erster Linie die entsprechende Grunderkrankung behandelt. In den häufigeren Fällen einer Fazialisparese ohne bekannte Ursache konzentriert sich die Therapie darauf, die Symptome zu lindern.

  • Medikamente: Bei Virus- oder Bakterieninfektionen helfen Virustatika bzw. Antibiotika. Außerdem kommen bei manchen Betroffenen Glukokortikoide (Kortison) zum Einsatz.
  • Augenpflege: Augensalben und -tropfen lindern Beschwerden, die dadurch entstehen, dass die Betroffenen nicht mehr in der Lage sind, das Auge richtig zu schließen. Nachts tragen Patienten einen sogenannten Uhrglasverband, um vor Austrocknung zu schützen.
  • Transkutane Nervenstimulation: In schweren Fällen, in denen die Gesichtslähmung nicht wieder abklingt, ist eine sogenannte transkutane Nervenstimulation eine Therapieoption. Hierbei regen leichte Stromwellen die betroffenen Nerven und Muskeln an.
  • Fazialisparese-Übungen: Spezielle Fazialisparese-Übungen ermöglichen es den Betroffenen, unter professioneller Anleitung das Sprechen zu verbessern, leichter essen und trinken zu können sowie Gesichtsausdrücke zu trainieren.

Prognose einer Fazialisparese

Bei etwa 80 Prozent der Betroffenen verschwinden die Symptome einer Gesichtslähmung nach wenigen Wochen wieder vollständig. In manchen Fällen bleiben Restsymptome durch die Schädigung. Dazu gehören unwillkürliche Zuckungen der mimischen Muskulatur oder unbeabsichtigte Mitbewegungen der Mimik. Solche Synkinesien kann man mit Botulinum-Toxin behandeln, das in die entsprechende Muskulatur gespritzt wird, um die unwillkürlichen Bewegungen zu verhindern.

In wenigen Fällen hat eine Fazialisparese Langzeitfolgen. Ist die Gesichtslähmung chronisch (dauerhafte Schädigung der Nerven) und beispielsweise der Lidschluss des Auges eines Patienten gestört, gibt es die Möglichkeit der Therapie mit rekonstruktiver, plastischer Operation.

Hemispasmus facialis

Unter einem Hemispasmus facialis bzw. Spasmus hemifacialis versteht man unwillkürliche, plötzlich einschießende, einseitige tonisch-klonische Kontraktionen der Gesichtsmuskulatur. Die Spasmen dauern Sekunden bis Minuten, in schweren Fällen können sie jedoch auch ständig vorhanden sein. Bei letzteren ist häufig eine mehr oder weniger ausgeprägte Gesichtslähmung zu beobachten. Ursache ist eine Kompression der Nervenaustrittszone des motorischen Gesichtsnerven am Hirnstamm durch eine Gefäßschlinge.

Diagnose des Hemispasmus facialis

Beim Hemispasmus facialis ist die Kernspintomographie mit axialer und coronarer CISS-Sequenz (constructive interference in steady-state) die Untersuchung der Wahl. Diese Sequenz zeigt am besten, ob eine Nervenkompression durch eine Hirnschlagader vorliegt.

Behandlung des Hemispasmus facialis

Zunächst wird eine medikamentöse Behandlung mit Antiepileptika (z. B. Neurontin (Gabapentin) oder Tegretal (Carbamazepin) versucht. Bei weiter bestehenden Spasmen kann Botox (Botulinustoxin) in die Gesichtsmuskulatur injiziert werden, um die Spasmen zu unterdrücken.

Ist die medikamentöse Behandlung erfolglos oder aufgrund ihrer Nebenwirkungen nicht tolerabel, bietet die neurochirurgische Behandlung ausgezeichnete Heilungschancen bei geringem operativen Risiko. Bei Nachweis einer Nervenkompression durch eine Gefäßschlinge ist die mikrovaskuläre Dekompression des Nerven die Therapie der Wahl. Dabei wird der Nervus facialis durch eine kleine Öffnung des Schädels hinter dem Ohr freigelegt, das komprimierende Gefäß von der Nervenwurzel gelöst und mit einer kleinen Teflon-Watte weggehalten, so dass der Nerv freiliegt.

Hydrocephalus (Wasserkopf)

Manche ZNS-Tumoren können, abhängig von ihrer Größe und Lage, den Abfluss des Nervenwassers (Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit) behindern. Auf diese Weise kommt es zu einer krankhaften Ansammlung von Nervenwasser in den Hirnkammern (Hirnventrikel) und in der Folge zu einem Wasserkopf (Hydrocephalus) und einem erhöhten Druck im Schädelinneren.

Shunt-System

Zur Behandlung eines Hydrocephalus wird oft ein Shunt-System implantiert, das überschüssiges Nervenwasser ableitet. Komplikationen können jedoch auftreten:

  • Verstopfung des Shunts: Es wird zu wenig Nervenwasser drainiert und der Druck im Schädelinneren steigt an.
  • Überdrainage: Es wird mehr Nervenwasser drainiert als produziert und es entsteht Unterdruck im Schädelinneren.
  • Infektionen: Eine Infektion kann zum Beispiel durch Einschluss von Bakterien während der Shuntimplantation oder durch Besiedelung des Drainagesystems infolge einer anderen Infektion verursacht werden.

Die Anzeichen für ein defektes Shuntsystem können anfangs an einen banalen Virusinfekt erinnern und deswegen leicht übersehen oder fehleingeschätzt werden.

Zusammenhänge zwischen Krampfanfällen und Gesichtsschwellungen

Obwohl Krampfanfälle und Gesichtsschwellungen (Angioödem) unterschiedliche Ursachen haben, können sie in seltenen Fällen gleichzeitig auftreten. Ein Krampfanfall kann beispielsweise durch eine Hirninfektion ausgelöst werden, die auch zu einer Gesichtsschwellung führen kann. In anderen Fällen können Medikamente, die zur Behandlung von Krampfanfällen eingesetzt werden, Nebenwirkungen verursachen, die sich in Form von Gesichtsschwellungen äußern.

Es ist wichtig zu beachten, dass ein geschwollenes Gesicht auch andere Ursachen haben kann, die nicht mit Krampfanfällen in Zusammenhang stehen, wie z. B. allergische Reaktionen, Infektionen oder Verletzungen.

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