Die Klinik für Neurologie im St. Katharinen-Hospital Frechen bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen für Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, der äußeren Nerven und der Muskulatur. Mit einer langen Tradition und stetiger Weiterentwicklung hat sich die Klinik als wichtiger Anlaufpunkt für neurologische Patienten in der Region etabliert.
Fachgebiet Neurologie: Ein Überblick
Die Neurologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems befasst. Hierzu gehören unter anderem Schlaganfall, Epilepsie, Parkinson-Erkrankungen, Multiple Sklerose und Polyneuropathie. Während in den Anfangsjahren der Neurologie die Diagnosestellung und die ärztliche Begleitung im Vordergrund standen, sind in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte im Bereich der Therapie erzielt worden.
Geschichte und Entwicklung der Neurologie im St. Katharinen-Hospital Frechen
Die Klinik für Neurologie im St. Katharinen-Hospital Frechen besteht seit dem Jahr 1989. Bereits 1995 wurde hier eine der ersten Spezialeinheiten zur Behandlung von Schlaganfällen (Stroke Unit) in Nordrhein-Westfalen eingerichtet. Dies unterstreicht die besondere Expertise der Klinik in der Versorgung von Schlaganfallpatienten.
Zertifiziertes Neurovaskuläres Netzwerk Region Köln
Die Klinik arbeitet eng mit umliegenden neurologischen Kliniken in der Schlaganfallversorgung zusammen und betreibt das zertifizierte Neurovaskuläre Netzwerk Region Köln. Dies ermöglicht eine optimale Versorgung von Patienten mit Gefäßerkrankungen des Gehirns.
Mechanische Thrombektomie: Moderne Kathetertechnik bei Schlaganfällen
Die Klinik verfügt über die Möglichkeit, bei frischen Schlaganfällen mittels Kathetertechnik eine Wiedereröffnung verschlossener Blutgefäße herbeizuführen („Mechanische Thrombektomie“). Dieses Verfahren kann entscheidend dazu beitragen, die Folgen eines Schlaganfalls zu minimieren.
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Leistungsspektrum der Klinik für Neurologie
Die Klinik für Neurologie im St. Katharinen-Hospital Frechen bietet ein umfassendes Leistungsspektrum für die Diagnose und Behandlung neurologischer Erkrankungen.
Stationäre und ambulante Versorgung
Im Jahr 2023 wurden durch die Klinik für Neurologie über 3100 Patientinnen und Patienten stationär und ca. 3000 Patientinnen und Patienten ambulant behandelt. Die Mehrzahl der Aufnahmen erfolgt über die Notaufnahme.
Häufig behandelte neurologische Krankheitsbilder
Die größte Gruppe der Patienten bilden solche mit Gefäßerkrankungen des Gehirns (Schlaganfall, TIA, Gehirnblutung). Weitere, häufig behandelte neurologische Krankheitsbilder sind:
- Parkinson-Erkrankungen
- Multiple Sklerose
- Gleichgewichtsstörungen und Schwindel
- Epileptische Anfälle
- Akute Rückenschmerzen und andere Erkrankungen der äußeren Nerven
- Muskelerkrankungen
Spitzenplatz in der Schlaganfallversorgung
Die Klinik für Neurologie im St. Katharinen-Hospital Frechen nimmt unter den an der Schlaganfallversorgung im Bereich Nordrhein teilnehmenden Kliniken eine Spitzenposition ein. Ausweislich der Qualitätssicherung im Bereich der Ärztekammer Nordrhein 2023 wurde der Spitzenplatz hinsichtlich der Zahl versorgter Gefäßerkrankungen des Gehirns erreicht.
Parkinson-Komplexbehandlung
Für von Parkinson-Erkrankungen betroffene Patienten bietet die Klinik die sogenannte Parkinson-Komplexbehandlung an. Dies ist ein stationäres Behandlungskonzept, das die Möglichkeiten eines Akutkrankenhauses mit täglichen ärztlichen Kontakten, apparativer Diagnostik und an den Verlauf der Erkrankung angepasster engmaschiger Optimierung der medikamentösen Therapie mit intensiven therapeutischen Maßnahmen in Form von Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Sporttherapie verbindet. Hierbei wird im therapeutischen Team ein individueller Therapieplan angepasst an das Erkrankungsbild des Patienten erarbeitet und im Rahmen einer in der Regel mindestens 14-tägigen Behandlung unter Behandlungsleitung durch einen Oberarzt bzw. eine Oberärztin der Klinik umgesetzt. Es erfolgen mehrfach täglich Einzel- und Gruppentherapien in den verschiedenen therapeutischen Disziplinen. Die Parkinson-Komplexbehandlung ist indiziert, wenn die Lebensqualität trotz Ausschöpfung therapeutischer Maßnahmen im ambulanten Bereich stark eingeschränkt bleibt und Aussicht auf Besserung unter einer intensiven stationären Behandlung besteht, die Optimierung der medikamentösen Behandlung aufgrund der Komplexität des Erkrankungsbildes ambulant nicht möglich ist oder Komplikationen bestehen, die einer umfassenden diagnostischen Abklärung und der Festlegung eines komplexen Therapieplans bedürfen (wie z.B. Schluckstörungen und Hypersalivation, Bedarf nach besonderen Applikationsformen von Parkinson-Medikamenten wie Apomorphin-Pumpentherapie und Levodopa-Gabe über Jejunalsonde).
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Stroke Unit: Spezialisierte Schlaganfallversorgung
Die Klinik verfügt über eine zertifizierte Stroke Unit mit 15 Betten, die mit einer Monitor-Überwachungsanlage ausgestattet ist. Hier werden Patienten mit Schlaganfällen, TIA oder Hirnblutungen intensivmedizinisch betreut. Ein Team aus besonders geschulten Ärzten, Pflegenden, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden sorgt für eine optimale Versorgung. Durch frühzeitigen Einsatz aller modernen diagnostischen und therapeutischen Verfahren werden Schlaganfälle rasch erkannt und optimal therapiert. Hierzu stehen kontinuierlich alle bildgebenden Verfahren wie die Computertomographie, CT-Angiographie, CT-Perfusion und Kernspintomographie zur Verfügung. Durch die Doppler- und Duplexsonographie werden u. a. Verengungen von hirnzuführenden Blutgefäßen erkannt. Die Beurteilung von Schluckstörungen erfolgt mittels spezieller videoskopischer Verfahren (FEES). Die unmittelbare Akutbehandlung umfasst u. a. die sogenannte Lysetherapie und/oder die interventionelle Rekanalisierung (Thrombektomie), die ebenfalls in der Klinik durchgeführt wird. Als Mitglied des Neurovaskulären Netzwerks Region Köln besteht eine enge Kooperation zwischen dem Haus und den Partnerkliniken wie der Klinik für Neurochirurgie und Neurologie der Universitätsklinik Köln.
Botulinumtoxin-Sprechstunde
In der Botulinumtoxin-Sprechstunde bietet die Klinik nach entsprechender Indikationsstellung eine ambulante Behandlung mit Botulinumtoxin (Injektionstherapie) in sämtlichen zugelassenen neurologischen Indikationen an. Hierzu gehören insbesondere Bewegungsstörungen wie die zervikale Dystonie („Schiefhals“), der Blepharospasmus (unwillkürlicher Augenlidkrampf), der Spasmus hemifacialis (unwillkürliche Verkrampfungen einer Gesichtshälfte), die Spastik vor allem an Handgelenk und Fuß sowie die chronische Migräne, sofern medikamentöse prophylaktische Vortherapien erfolglos blieben oder nicht vertragen wurden.
Elektrophysiologie und Ultraschalldiagnostik
Die Klinik für Neurologie verfügt über moderne elektrophysiologische und Ultraschall-Diagnostik. Mittels bildgebendender Verfahren (z.B. Computertomographie oder Kernspintomographie) allein können zahlreiche neurologische Krankheitsbilder nicht zugeordnet werden. Aussagen über die Funktion von Nervenbahnen oder von Muskeln lassen sich mittels der Elektrodiagnostik gewinnen. Die Ultraschalldiagnostik der extra- und intracraniellen Blutgefäße wird mit Doppler- und Duplexsonographie-Geräten durchgeführt.
Personal und Weiterbildung
Der Chefarzt Dr. Zahalka verfügt über die volle Weiterbildungsberechtigung für das Gebiet der Neurologie (Weiterbildungszeit 4 Jahre). Es erfolgt für Berufsanfänger üblicherweise nach einer drei- bis viermonatigen Einarbeitungszeit eine über mehrere Jahre individuell geplante Weiterbildung mit Rotationen über alle neurologischen Stationen einschließlich der Stroke Unit bzw. der neurologischen Überwachungsstation und die Zentrale Notaufnahme, wobei bereits frühzeitig im Verlauf der Weiterbildung (erstmalig nach ca. sechs Monaten) regelmäßige Freistellungen zur Teilhabe an bzw. zum Erlernen der Funktionsdiagnostik unter enger Supervision ermöglicht werden. Die Klinik unterstützt hierbei eine individuelle Schwerpunktbildung, legt jedoch Wert auf eine umfassende Weiterbildung auf dem gesamten Gebiet der klinischen Neurologie, die den Vorgaben der Weiterbildungsordnung gerecht wird.
Patientenperspektiven: Erfahrungen mit der Neurologie im St. Katharinen-Hospital Frechen
Die Erfahrungen von Patienten mit der Klinik für Neurologie im St. Katharinen-Hospital Frechen sind vielfältig. Einige Patienten berichten von einer sehr guten und kompetenten Betreuung durch Ärzte und Pflegepersonal, während andere negative Erfahrungen gemacht haben.
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Positive Erfahrungen
Viele Patienten loben die Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Kompetenz des Pflegepersonals und der Ärzte. Besonders hervorgehoben werden die zugewandte und höfliche Art der Ärzte, die sich Zeit für die Patienten nehmen und ihre Fragen verständlich beantworten. Auch die medizinische Betreuung wird als einwandfrei beschrieben. Einige Patienten berichten, dass sie sich von der ersten Minute an in guten Händen gefühlt haben.
Negative Erfahrungen
Einige Patienten berichten von negativen Erfahrungen, insbesondere in der Notaufnahme. Hier werden Unfreundlichkeit, mangelnde Organisation und lange Wartezeiten kritisiert. Auch die Kommunikation mit den Ärzten wird teilweise als schwierig empfunden. Einige Patienten bemängeln zudem den Zustand der Räumlichkeiten.
Zusammenfassung der Patientenperspektiven
Die Patientenperspektiven auf die Klinik für Neurologie im St. Katharinen-Hospital Frechen sind gemischt. Während viele Patienten sehr positive Erfahrungen gemacht haben und die Kompetenz und Freundlichkeit des Personals loben, gibt es auch kritische Stimmen, insbesondere bezüglich der Notaufnahme und der Kommunikation mit den Ärzten.
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