Österreich, bekannt für seine atemberaubenden Landschaften und hohe Lebensqualität, zieht nicht nur Touristen an, sondern auch deutsche Ärzte, die hier ihr berufliches Glück suchen. Die Neurologie, als wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung, spielt dabei eine zentrale Rolle, auch im Krankenhaus Hallein. Dieser Artikel beleuchtet die Situation der Neurologie im Krankenhaus Hallein, die generelle Attraktivität Österreichs für deutsche Ärzte und die Rahmenbedingungen, unter denen sie hier arbeiten.
Österreich als attraktiver Arbeitsort für deutsche Ärzte
Die Gründe für deutsche Ärzte, in Österreich zu arbeiten, sind vielfältig. Neben der landschaftlichen Schönheit und den Freizeitmöglichkeiten spielen auch die fehlenden Sprachbarrieren eine wichtige Rolle. Die Anerkennung der in Deutschland erworbenen Berufsqualifikation wird durch EU-Richtlinien erleichtert.
Landschaftliche Reize und Karrierechancen
Viele deutsche Ärzte schätzen die hohe Lebensqualität und die Nähe zur Natur. Dr. med. Thomas Meinel, Radiologe im Landeskrankenhaus Feldkirch, betont die Attraktivität der Bodensee-Region. Für ihn war es wichtig, im Klinikkontext zu arbeiten, insbesondere im Bereich der Onkologie. Die gute Arbeitsatmosphäre im Krankenhaus Feldkirch hat seine Entscheidung bestätigt.
Gehaltsunterschiede und Arbeitsbedingungen
Obwohl die Gehälter in Österreich im europäischen Vergleich im Durchschnitt etwas niedriger sind als in Deutschland, variieren sie stark je nach Bundesland und Klinik. Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) weist auf 36 verschiedene Dienstrechte hin, was zu erheblichen Gehaltsunterschieden führen kann. Ein 45-jähriger Oberarzt im zehnten Dienstjahr kann beispielsweise zwischen 2.800 und 4.000 Euro brutto monatlich verdienen, ohne Zulagen für Überstunden oder Nachtdienste.
Zusätzlich zum Grundgehalt haben Klinikärzte die Möglichkeit, Honorare aus der Versorgung von Privatpatienten zu generieren. Diese sogenannten Sonderklasse-Honorare können das Einkommen leitender Ärzte erheblich steigern.
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Kombination aus Klinik und Praxis
Viele deutsche Ärzte schätzen die Möglichkeit, neben ihrer Tätigkeit im Krankenhaus eine eigene Ordination zu betreiben. Diese Kombination aus Klinikstelle und kleiner Praxis ist besonders attraktiv. Dr. med. Michael Huesmann, Dermatologe in Hallein, betont, dass er es als sehr bereichernd empfindet, sein eigener Chef zu sein und sowohl beruflich als auch privat herzlich aufgenommen wurde.
Herausforderungen und Chancen
Die Integration am Arbeitsplatz und im Land hängt stark vom Einzelfall ab. Vorbehalte gegenüber deutschen Ärzten gibt es kaum. Prof. Dr. med. Thorsten Fischer, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Universitätsklinik Salzburg, betont, dass ein höflicher Umgangston und die Pflege privater Kontakte zu Österreichern wichtig für eine gute Integration sind.
Allerdings gibt es auch Herausforderungen. Prof. Dr. med. Heiner Welter bemängelte die mächtige Verwaltungsorganisation der zuständigen Krankenhausholding in St. Pölten, die seine Arbeit beeinträchtigte. Trotzdem sieht er grundsätzlich gute Chancen für deutsche Chirurgen in Österreich, insbesondere aufgrund des steigenden Personalbedarfs durch die Umsetzung des europäischen Arbeitszeitrechts.
Die Neurologie im Krankenhaus Hallein
Das Krankenhaus Hallein ist ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung in der Region Salzburg. Die neurologische Abteilung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Es ist jedoch schwierig, konkrete Informationen über die spezifische Ausstattung, das Leistungsspektrum und das Personal der neurologischen Abteilung im Krankenhaus Hallein aus dem gegebenen Text zu extrahieren.
Universitätsklinik für Chirurgie Salzburg und Krankenhaus Hallein
Ab Sommer wird Univ.-Prof. Dr. Klaus Emmanuel, FACS, die Leitung der Universitätsklinik für Chirurgie Salzburg sowie die chirurgische Abteilung des Krankenhauses Hallein übernehmen. Damit übernimmt er die Verantwortung für über 200 MitarbeiterInnen, 122 Betten und rund 5.000 Operationen jährlich. Univ.-Prof. Dr. Klaus Emmanuel hat sich vor allem auf Tumore der Speiseröhre, des Magens sowie der Leber und der Bauchspeicheldrüse spezialisiert. Sein exzellenter Ruf als Chirurg geht über die Grenzen Österreichs hinaus, so dass viele Patienten aus verschiedenen Nationen von ihm und seinem Team operiert werden.
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Fachkräftemangel und Arbeitszeitregelungen
Aufgrund einer Übergangsfrist wird in vielen Kliniken Österreichs aber vermutlich erst Mitte 2021 grundsätzlich die 48-Stunden-Woche gelten. Längere Arbeitszeiten bedürfen dann der Zustimmung jedes einzelnen Arztes. Hochrechnungen zufolge seien bei einer flächendeckenden Umsetzung je Bundesland voraussichtlich mehrere Hundert neue Arztstellen erforderlich.
Und auch im niedergelassenen Bereich ist mit einem Fachkräftemangel zu rechnen. Schon jetzt haben immer mehr Vertragsärzte Probleme, einen Nachfolger für ihre Kassenordination zu finden. Wie in Deutschland mangelt es auch in Österreich vor allem an Allgemeinärzten. Im Spitalsbereich dagegen würden vor allem Fachärzte für Innere Medizin und Chirurgen gesucht.
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