Die Bedeutung von "Boyfriend" in "Liquor N Poker Boyfriend" und die Auseinandersetzung um Steuern auf Poker Gewinne

Der Begriff "Boyfriend" im Zusammenhang mit der Marke "Liquor N Poker Boyfriend" bezieht sich auf einen bestimmten Kleidungsstil, insbesondere bei Jeansjacken und Jeans. Dieser Stil zeichnet sich durch eine lockere, legere Passform aus, die an die Kleidung eines männlichen Freundes ("Boyfriend") erinnert. Die Jacke von Liquor N Poker Tall Jeansstoff ohne Stretchanteil, ungefüttertes Design, gestickte Verzierungen, Bommel-Besatz, spitzer Kragen, Knopfleiste, funktionale Taschen, legere Boyfriend-Passform.

Liquor N Poker: Mehr als nur ein Kleidungsstil

Liquor N Poker ist ein in Birmingham ansässiges Label, das nach jahrelanger Erfahrung in der Jeansmode für andere High-Street-Marken eine eigene Tall-Kollektion kreiert hat. Die Marke steht für einen entspannten und dennoch modischen Look, der sich durch besondere Details wie Stickereien und verspielte Elemente auszeichnet.

Steuerbarkeit von Poker Gewinnen: Ein juristischer Kampf

Abseits der Modewelt hat der Begriff "Poker" im Namen der Marke "Liquor N Poker" eine ganz andere Bedeutung, nämlich die des Glücksspiels. In Deutschland hat die Frage der Steuerbarkeit von Poker Gewinnen seit Anfang 2009 viele Pokerspieler verunsichert. Die Finanzbehörden begannen, Poker nicht mehr als reines Glücksspiel, sondern als Geschicklichkeitsspiel anzusehen, aus dem sich steuerrelevante Gewinne erzielen lassen.

Abweichende Rechtsauffassungen

Diese neue Sichtweise der Finanzbehörden widersprach jedoch der traditionellen deutschen Verwaltungs- und Strafrechtspraxis, die Poker weiterhin als Glücksspiel einstuft. Lange Zeit ließen die Finanzämter Pokerspieler und ihre Gewinne unangetastet, da Glücksspiel Gewinne nicht steuerpflichtig sind. Diese Praxis, die für Lotteriegewinne und andere Casino Spiele wie Roulette und Black-Jack weiterhin gilt, sollte nun für Poker nicht mehr gelten.

Der Fall Eduard Scharf

Ein konkreter Fall, in dem es um die Steuerbarkeit von Poker Gewinnen ging, betraf den ehemaligen Berufspiloten Eduard Scharf. Sein Prozessbevollmächtigter argumentierte, dass das Urteil des Finanzgerichts Köln zahlreiche Fragen aufwirft und eine unzureichende Sachverhaltsaufklärung nahelegt.

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Kritik an der Sachverhaltsaufklärung

Der Prozessbevollmächtigte bemängelte, dass sich im Tatbestand des Urteils Feststellungen finden, die aus der Aktenlage nicht getroffen werden können. Insbesondere wurde die "Hendon Mob Poker Database" als Grundlage für die Feststellung der Gewinne des Klägers kritisiert. Diese Datenbank, die eine Zusammenstellung von Turnierergebnissen enthält, wurde vom Kläger selbst als unzuverlässig und manipulierbar dargestellt.

Zweifel an der "Hendon Mob Poker Database"

Der Prozessbevollmächtigte argumentierte, dass es sich bei der Hendon Mob Liste keinesfalls um eine "offizielle Gewinnliste" handelt und es allgemein bekannt ist, dass es ein Leichtes ist, unbeteiligte Dritte mit einem fiktiven Pokergewinn in diese Liste eintragen zu lassen. Als Beispiel wurde der Oberbürgermeister der Stadt Köln genannt, der angeblich an einem Pokerturnier in Kiel teilgenommen und gewonnen haben soll, obwohl dieses Turnier gar nicht existiert.

Verletzung der Sachaufklärungspflicht

Das Gericht hätte den entscheidungserheblichen Sachverhalt von Amts wegen erforschen und allen sich aus dem Vortrag der Beteiligten ergebenden Zweifeln nachgehen müssen. Die Tatsache, dass der Oberbürgermeister der Stadt Köln in der Hendon Mob Liste mit einem fiktiven Pokergewinn verzeichnet ist, hätte Anlass zu ernsthaften Zweifeln an der Zuverlässigkeit dieser Liste geben müssen.

Fehlerhafte Feststellungen zu den Erfolgen des Klägers

Auch die Feststellungen des Gerichts zu den vermeintlichen Erfolgen des Klägers als Pokerspieler wurden kritisiert. Die einseitige Betrachtung der Hendon Mob Database führte dazu, dass nur die vermeintlich positiven Geschäftsvorfälle (erfolgreiche Pokerturniere) berücksichtigt wurden, während die tatsächlich zahlreich vorhandenen negativen Geschäftsvorfälle außer Acht gelassen wurden.

Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr

Das Gericht argumentierte, dass der Kläger sich am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr beteiligt habe, indem er seine spielerischen Fähigkeiten als Dienstleistung gegenüber dem Veranstalter bei Pokerturnieren öffentlich dargeboten habe. Der Prozessbevollmächtigte entgegnete jedoch, dass nicht jedes Handeln, auch nicht jedes auf Gewinnerzielung gerichtete Handeln, zugleich einkommen- und gewerbesteuerrechtlich relevant sein muss.

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Konsument des Spielangebotes

Anders als beispielsweise der Veranstalter eines Pferderennens "lebt" der Pokerturnierveranstalter nicht von Zuschauern, sondern erwirtschaftet seine Gewinne (als sogenannter Rake) unmittelbar von den Turnierteilnehmern, die ihrerseits lediglich Konsumenten der angebotenen Dienstleistungen sind. Ein etwaiger Gewinn ist daher niemals ein Entgelt für eine vom Spieler angebotene Leistung, sondern lediglich die Realisation der als Konsument durch die Zahlung des Spieleinsatzes (Buy-In) erworbenen Gewinnchance.

Die Rolle der Alkohol Lobby und der Glücksspielindustrie

Die Auseinandersetzung um die Steuerbarkeit von Poker Gewinnen ist nur ein Beispiel für die vielfältigen Interessenkonflikte, die in den Bereichen Glücksspiel und Alkohol bestehen. Die Alkohol Lobby versucht, Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen, um ihre Profitinteressen zu schützen. Ein Beispiel dafür ist der Versuch, die Food Standards Australia New Zealand (FSANZ) vom Gesundheitsministerium in das Landwirtschaftsressort zu verlegen, um die Einführung von Schwangerschaftswarnhinweisen auf alkoholischen Getränken zu verzögern.

Politischer Einfluss durch Spenden

Auch die Glücksspielindustrie setzt politische Spenden ein, um Parteien zu begünstigen, die ihre Interessen unterstützen. Die Spenden der Australian Hotels Association (AHA) sind seit 2010, als der Kampf gegen die vom Abgeordneten Andrew Wilkie vorgeschlagenen Reformen im Gesundheitswesen begann, um fast 77 % gestiegen.

Kampf gegen einzelne Gesetzgeber

Die Glücksspielindustrie scheut auch nicht davor zurück, einzelne Gesetzgeber zu bekämpfen, die sich für eine strengere Regulierung des Glücksspiels einsetzen. Andrew Wilkie, der sich seit mehr als einem Jahrzehnt für eine Regulierung der Glücksspielindustrie einsetzt, wurde von der Glücksspiellobby massiv unter Druck gesetzt.

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