Magenbrennen bei Parkinson: Ursachen und Behandlung

Schmerzen und Magen-Darm-Beschwerden sind häufige Begleiterscheinungen der Parkinson-Krankheit. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen von Magenbrennen bei Parkinson-Patienten und stellt verschiedene Behandlungsansätze vor.

Parkinson und Schmerzen: Eine komplexe Beziehung

Schmerzen betreffen bis zu 85 % der Menschen mit Parkinson. Bei einigen Patienten sind die Schmerzen sogar der beeinträchtigendste Teil der Erkrankung. Es ist wichtig zu verstehen, dass nicht alle Schmerzen gleich sind und nicht alle Menschen mit Parkinson die gleichen Beschwerden empfinden.

Nozizeptive und neuropathische Schmerzen

Menschen mit Parkinson leiden sowohl unter nozizeptiven als auch neuropathischen Schmerzen. Nozizeptiver Schmerz ist die normale Reaktion unseres Körpers auf potenziell schädliche Reize, wie z. B. eine Entzündung. Neuropathische Schmerzen hingegen werden durch eine direkte Schädigung oder Bedrohung unserer Nerven und unseres Gehirns verursacht. Oft fühlt sich dieser Schmerz diffuser an und kann auch andere Eigenschaften haben, wie Brennen, Taubheitsgefühl, Schwäche oder Kribbeln. Diese Art von Schmerzen kann chronisch werden und auf Medikamente oder Operationen nicht ansprechen.

Dopaminmangel und Nervenempfindlichkeit

Wenn der Dopaminspiegel sinkt, werden unsere Nerven empfindlich und reagieren zur falschen Zeit schneller und intensiver. Auch Nebenwirkungen von Medikamenten können die Schmerzen verstärken und zu Symptomen wie verstärkter Dystonie, Zittern und Steifheit beitragen. Mit der Zeit wirkt sich dies auf die Körperhaltung sowie die Muskel- und Gelenkfunktion aus, was ebenfalls zu Schmerzquellen führen kann.

Magen-Darm-Beschwerden bei Parkinson

Parkinson-Patienten sind sehr häufig von gastrointestinalen Störungen (Magen-Darm-Beschwerden) betroffen. Parkinson wirkt sich auch auf die Nervenzellen des Magen-Darm-Trakts aus. Natürlich haben auch die Bewegungsstörungen des Patienten, wie auch ein oft schlechtes Trinkverhalten einen negativen Einfluss auf die Verdauung.

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Gestörte Magenentleerung

Bereits im Frühstadium von Parkinson kann der Patient von einer verminderten Magenentleerung betroffen sein. Das bedeutet, dass die Nahrung nicht schnell genug in den Darm gelangt. Dadurch haben Erkrankte des Öfteren mit Übelkeit, Sodbrennen oder Völlegefühl zu kämpfen. Eine gestörte Magenentleerung wirkt sich nicht nur negativ auf das Wohlbefinden des Patienten aus, sondern kann auch der Grund sein, warum es zu einer verzögerten Wirkstoffaufnahme kommt.

Obstipation (Verstopfung)

Vor allem bei Morbus Parkinson Patienten ist Obstipation keine Seltenheit.

Refluxkrankheit, Divertikel und Magenentleerungsstörungen

Häufiges Sodbrennen, heftiges Verschlucken, unwillkürlich hochgewürgter Nahrungsbrei, Heiserkeit, schlechter Mundgeruch, Schmerzen im Brustbereich oder im Oberbauch - alles Anzeichen, dass der Transport der Nahrung vom Mund bis zum Darm möglicherweise nicht reibungslos funktioniert.

Gastro-ösophagealer Reflux als häufige Speiseröhren-Störung

Treten die Symptome massiv auf und lassen sich nicht durch eine nächtliche Schräglage mit leicht erhöhtem Oberkörper, Diäten oder klassische medikamentöse Therapien in den Griff bekommen, dann ist eine stufenweise Differentialdiagnostik erforderlich, um der genauen Ursache der Funktionsstörung auf die Spur zu kommen. Mediziner schätzen, dass fast jeder zehnte Bundesbürger unter einem gastro-ösophagealen Reflux leidet: Saurer Mageninhalt fließt in die Speiseröhre hinauf, weil das natürliche Ventil zwischen Speiseröhre und Magen nicht einwandfrei funktioniert. Der Rückfluss der sauren Flüssigkeit verursacht den dumpfen Schmerz des Sodbrennens, kann die Schleimhäute der Speiseröhre angreifen und bedeutet in schweren Fällen auch ein größeres Risiko für Speiseröhrenkrebs.

Stufenweise Differentialdiagnostik

Bei allen Patienten, bei denen abgeklärt werden soll, ob eine Funktionsstörung der Speiseröhre oder des Magens vorliegt, wird zunächst eine Magenspiegelung durchgeführt, um die Schleimhäute von Speiseröhre und Magen intensiv zu betrachten. Mittels der Magenspiegelung und der pathologischen Untersuchung eventueller Proben können Magenentzündungen, Magengeschwüre und auch Krebserkrankungen in Speiseröhre oder Magen ausgeschlossen werden. Hat ein gastro-ösophagealer Reflux zu einer Entzündung der Speiseröhren-Schleimhäute, der so genannten Ösophagitis geführt, kann von der Entzündung auf den Reflux geschlossen werden. Bei der Magenspiegelung kann erkannt werden, ob Entzündungen oder Geschwüre vorliegen und gegebenenfalls Gewebe zur Untersuchung entnommen werden.

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Speiseröhren-Manometrie

Mittels der Speiseröhren-Manometrie können die Druckverhältnisse in der Speiseröhre und auch deren Bewegungsmuster untersucht werden. Durch diese Untersuchung können die seltene Erkrankungen der Motilität (Beweglichkeit) der Speiseröhre erkannt werden, z.B. die Achalasie, bei der der Schließmuskel am Ende der Speiseröhre sich nicht mehr entspannen kann. Lässt der Schließmuskel die Nahrung nicht passieren, strengen sich die anderen Speiseröhrenmuskeln umso mehr an, um die Nahrung dennoch in den Magen voranzubringen und somit entsteht ein hoher Druck. Als weiteren Diagnostik-Baustein wird bei einem Verdacht auf Achalasie eine Röntgenuntersuchung eingesetzt.

Diagnostik mittels pH-Metrie und Impedanzmessung

Manche Patienten klagen über Sodbrennen, ohne dass in der Magenspiegelung oder in den Proben aus der Speiseröhre entsprechende Veränderungen zu finden sind. Bei diesen Patienten kann eine pH-Metrie, eine Säurewertmessung, weiterhelfen. Durch sie wird der pH-Wert der Speiseröhre über 24 Stunden aufgezeichnet, Rückfluss von saurem Mageninhalt kann somit erkannt werden. Durch diese Untersuchung kann auch überprüft werden, ob die medikamentöse Magensäurehemmung effektiv ist. Selten gibt es auch Beschwerden, die durch den Rückfluss von nicht-saurem Speisebrei verursacht werden. Dies kann z.B. auch der Fall sein, wenn ein Patient unter medikamentöser Säurehemmung weiterhin Beschwerden im Bereich der Speiseröhre hat. Auch den nicht-sauren Reflux können wir durch eine zusätzliche Impedanzmessung bestimmen. pH-Metrie und Impedanzmessung werden als gemeinsame Untersuchung durchgeführt.

Therapie-Optionen bei Reflux

Beim gastro-ösophagealem Reflux werden zunächst alle Optionen der medikamentösen Therapien ausgeschöpft, um vor allen Dingen die Säurebildung im Magen zu hemmen und die Speiseröhre medikamentös zu beruhigen. Bei manchen Patienten kann ein Speiseröhren-Schrittmacher, der operativ am unteren Ende der Speiseröhre eingesetzt wird, dazu verhelfen, dass die Ventilfunktion zwischen Speiseröhre und Magen wieder funktioniert. In manchen Fällen wird zu einer Operation geraten, die unter Fachleuten Fundoplicatio genannt wird: Bei vielen Menschen ist - bedingt durch eine Lücke im Zwerchfell - ein Teil des Magens in den Brustkorb hochgerutscht: Dies kann, muss aber keine Refluxerkrankung verursachen. Bei ausgeprägten Reflux-Symptomen ziehen Viszeralchirurgen bei der Fundoplicatio-Operation den Magen wieder in den Bauchraum zurück, verengen die Zwerchfelllücke durch Nähte und bilden eine Manschette aus Magenwand um die Speiseröhre, um die Ventilfunktion wieder herzustellen.

Verzögerter Transport der Nahrung in den Darm

Wenn die Muskeln in den Magenwänden zu schwach oder träge sind, dann gelangt der Nahrungsbrei aus dem Magen nur stark verzögert in den Zwölffingerdarm. Eine Entleerungsstörung wird oftmals nur schwer entdeckt, da die Magenspiegelung bei einer Magenentleerungsstörung unauffällige Befunde ergibt. Beim Verdacht auf Magenentleerungsstörung oder Magenlähmung führen wir nach der Magenspiegelung meist noch eine Szintigraphie, eine nuklearmedizinische Untersuchung, durch. Bei dieser wird nach einer mit einem Marker versehenen Testmahlzeit gemessen, wie lange diese im Magen liegt, bevor sie weitertransportiert wird. Zudem betrachten wir auch die möglicherweise auslösenden Grunderkrankungen wie Diabetes oder rheumatische Erkrankungen unter allen Blickwinkeln und versuchen deren Therapie zu optimieren.

Achalasie, Divertikel

Bei der Achalasie kann sich der Speiseröhren-Inhalt dagegen nur sehr schwer in den Magen entleeren, die Speiseröhrenmuskeln arbeiten dann mit Kraft gegen den verschlossenen Ausgang. Auch das Gegenteil kann der Fall sein: Die Speiseröhre liegt wie ein unbeweglicher Schlauch in der Brust, der Nahrungstransport funktioniert nicht. Selten können auch Divertikel Ursache von Beschwerden sein. Divertikel sind Ausstülpungen oder Aussackungen, die in der Speiseröhre nur selten auftreten. Dort sammeln sich Nahrungsteile an, die dann unverdaut hochgewürgt werden. Wenn sich Divertikel in der Speiseröhre gebildet haben, fallen diese meist im Rahmen einer Magenspiegelung auf. Eventuell wird der Verdacht durch eine zusätzliche Röntgenaufnahme mit Kontrastmittel oder eine Computertomographie erhärtet. Je nachdem, wo sich diese Ausstülpungen in der Speiseröhre befinden, wird unter Umständen zu einer Spaltung des Divertikels im Rahmen einer Magenspiegelung geraten. Vor allem wird zu einer Spaltung geraten, wenn Symptome auftreten wie Speisereste auf dem Kopfkissen oder Hochwürgen von unverdauter Nahrung nach dem Essen.

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Krämpfe in der Speiseröhrenmuskulatur

Neben der Achalasie kann es auch zu Krämpfen der Speiseröhrenmuskulatur kommen. Die Betroffenen haben oftmals anfallsartige Schmerzen hinter dem Brustbein. Selten gibt es auch Erkrankungen, bei denen die Speiseröhre keine Nahrung mehr transportiert.

Dünndarmfunktionsstörungen

Extrem selten betreffen die Funktionsstörungen des Magen-Darm-Traktes auch den Dünndarm. Die Patienten leiden unter ausgeprägt aufgeblähtem Bauch nach dem Essen, wiederkehrenden Schmerzen und eventuell auch ausgeprägter Verstopfung. Nach Ausschluss einer Vielzahl von häufigeren Erkrankungen kann in diesen Fällen auch eine Dünndarm-Manometrie durchgeführt werden.

Schluckstörungen (Dysphagie)

Gut die Hälfte aller Parkinson Patienten haben mit Dysphagien oder Schluckbeschwerden zu kämpfen. Vor allem, wenn sie von neurologischen Störungen betroffen sind können sie Schluckbeschwerden entwickeln. Der Grund ist, dass die Speiseröhre durch Krankheit deutlich an Beweglichkeit verliert. Aufgrund der Schluckbeschwerden hat der Patient keine Lust mehr zu essen. Ist der Patient von Schluckbeschwerden betroffen, kann es zu einem vermehrten Speichelfluss kommen.

Das gesunde Schlucken

Schlucken ist eine angeborene Fähigkeit, die phasenweise abläuft und willkürliche (bewusst gesteuerte) sowie reflektorische (willentlich nicht beeinflussbare) Anteile aufweist. Eigentlich passiert Schlucken nebenbei, ungefähr 600 bis 2.000 Mal in 24 Stunden, nachts schluckt man weniger als am Tag. Die Auslösung des Schluckreflexes (Triggerung) ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Speichelproduktion. Wichtig sind auch die Größe des Bissens (Bolus) und seine Beschaffenheit (Konsistenz) sowie das Kauen. Bei normalem Zahnstatus und Speichelfluss beträgt die Kaufrequenz bis zur Auslösung des Schluckreflexes durchschnittlich ca. 20 bis 30 Kauvorgänge.

Gestörtes Schlucken wird mit dem Fachbegriff "Dysphagie" bezeichnet

Störungen des Schluckvorganges können in allen Phasen auftreten. Die Gefahr dabei ist, dass Speichel, Nahrung und Flüssigkeiten nicht in den Magen, sondern in die Atemwege und damit in die Lunge gelangen ("Aspiration"). Wenn aspirierte Nahrung tiefer in die Lunge rutscht, kann sie dort eine Lungenentzündung verursachen und zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Gerade die orale Phase des Schluckens ist bei Menschen mit Parkinson gestört. Durch die verminderte Flotationbewegung des Kiefers und die Abnahme der Beweglichkeit/Kraft der Zunge kann der Speisebrei (Bolus) nicht richtig geformt und der Transport der Nahrung beeinträchtigt werden. Weiter führen Bewegungseinschränkungen im Rachen- und Kehlkopfbereich zu einem verlangsamten Nahrungstransport durch den Rachen und zu einem reduzierten Kehlkopfverschluss, der dringend nötig ist, um den "falschen Weg“ der Nahrung in die Luftröhre zu verhindern.

Dysphagie: Anzeichen und Symptome

Eine Dysphagie ist nicht immer eindeutig erkennbar, aber es gibt Erfahrungswerte und Anzeichen, die deutliche Hinweise auf beginnende Schluckprobleme liefern können.

Indirekte Anzeichen:

  • Gewichts- und Flüssigkeitsverlust
  • Sodbrennen und Aufstoßen
  • Erhöhte Körpertemperatur, plötzliches Fieber
  • Verschlechterung des Allgemeinzustandes mit unklarer Ursache
  • Auffälliges Blutbild
  • Bronchitis und Lungenentzündung

Direkte Anzeichen (treten unmittelbar beim oder nach dem Essen und Schlucken auf):

  • Häufiges Verschlucken an Speichel, bestimmten Speisen oder Getränken
  • Häufiges Räuspern oder Husten (ggf. auch verspätet), bis hin zu Hustenanfällen
  • Erschwerte Atmung nach dem Schlucken (Atemnot, -geräusche, -stopp)
  • Kloßgefühl im Hals
  • Vermehrter Speichel, ungewollter Speichel - bzw. Nahrungsaustritt aus dem Mund
  • Gurgelnde Stimme
  • Brodelnde, rasselnde Atemgeräusche
  • Niesen beim Essen

Tipps zur Unterstützung der Nahrungsaufnahme

Neben therapeutischen Maßnahmen können Sie bei der Nahrungsaufnahme folgende Hinweise beachten:

  • Salziges fördert dünnflüssigen Speichel
  • Säurehaltiges regt die Speichelproduktion an
  • Süßigkeiten, Milch und Milchcremes (außer Joghurt oder Sauermilch) eher vermeiden - sie fördern dicken, schleimigen Speichel
  • Lange kauen, Nahrung gut einspeicheln
  • Eher "feuchte Kost" zu sich nehmen

Schlucktherapie: Klinische und ambulante Angebote

Durch die klinische Schluckuntersuchung (KSU) soll das Vorhandensein sowie die Schwere von Schluckstörungen festgestellt werden - gegebenenfalls werden weitere Untersuchungsverfahren eingeleitet. In vielen Parkinson-Fachkliniken sowie neurologischen Rehabilitationskliniken in Deutschland wird eine fundierte und standardisierte Dysphagiediagnostik und -therapie angeboten. In Deutschland können Sie über Ihre Hausarztpraxis oder Neurologen, aber auch von der HNO-Arztpraxis eine Heilmittelverordnung zur Schlucktherapie in einer Logopädie/Sprachtherapie-Praxis erhalten.

Schluckstrategien im Eigentraining

Es gibt verschiedene, zielgerichtete Behandlungsmethoden und Übungen, um bestehende Schluckstörungen zu überwinden. Diese lassen sich in drei Gruppen unterteilen:

  • RESTITUIERENDE VERFAHREN (RV): Dienen zum Aufbau erhaltener Restfunktionen und streben eine maximale Beweglichkeit an (Mobilisation).
  • KOMPENSATORISCHE VERFAHREN (KV): Zum Erlernen von Schlucktechniken und Haltungsänderungen, um den Schluckakt zu unterstützen.
  • ADAPTIERENDE VERFAHREN (AV): Beinhalten eine Kostanpassung bzw. einen Einsatz spezieller Ess- und Trinkhilfen (z. B. Andickungsmittel).

Weitere Symptome und Behandlungsmöglichkeiten bei Parkinson

Parkinson hat viele Symptome. Die meisten Menschen verbinden mit der Krankheit vor allem das typische Zittern. Doch nicht alle Betroffenen leiden unter dem sog. Ruhe-Tremor (Parkinson-Tremor). Dieser kann im Verlauf der Krankheit weiter zunehmen und zeigt sich zu Beginn oft nur an den Händen. Zwar sind deutlich sichtbare Störungen der Motorik essentiell für das Krankheitsbild und die Diagnose. Aber im Frühstadium zeigt sich Morbus Parkinson oft nur durch subtile erste Anzeichen für gestörte Bewegungsabläufe, etwa in Störungen der Feinmotorik (z. B. wird die Handschrift wackeliger oder das Zuknöpfen eines Hemdes dauert länger). Außerdem müssen nicht alle Frühsymptome die Motorik betreffen. Auch Verhaltensveränderungen oder Depressionen, Tagesmüdigkeit, Verdauungsprobleme, ein gestörter Geruchssinn und bestimmte Schlafstörungen sind mögliche Anzeichen einer beginnenden Parkinson-Erkrankung.

Diagnose und Therapie

Um die Diagnose Parkinson zu stellen, betrachtet derdie Ärztin im Wesentlichen die klassischen erkennbaren Symptome wie Zittern, verlangsamte Bewegungen, steife Muskeln und Gleichgewichtsstörungen. Bislang ist die Parkinson-Krankheit nicht grundsätzlich heilbar. Verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, können aber den Krankheitsverlauf beeinflussen. Bei der Therapie unterscheidet man zwischen den motorischen Symptomen, also der Anzeichen, welche die Bewegung betreffen und den nicht-motorischen Symptomen.

Medikamentöse Behandlung

Die motorischen Symptome lassen sich vor allem mit Medikamenten beeinflussen. Dabei wird der Dopaminmangel im Gehirn ausgeglichen. Man verwendet diese Wirkstoffe meist kombiniert. Derdie Patientin muss die Medikamente zu festgelegten Uhrzeiten einnehmen, damit diese richtig wirken können. Dabei ist es wichtig, dass die Einnahme zusammen mit demder Ärztin auf die tageszeitliche Ausprägung der Symptome abgestimmt ist.

Tiefe Hirnstimulation

In den letzten Jahren wird neben der medikamentösen Behandlung immer häufiger ein operatives Therapieverfahren namens Tiefe Hirnstimulation eingesetzt. Hierbei regt man drei ausgewählte Hirnregionen über Elektroden an. Die Tiefe Hirnstimulation eignet sich für Parkinson-Patient*innen, die bereits längere Zeit behandelt werden und bei denen die Therapie Komplikationen hervorruft, die sich nicht ausreichend mit Medikamenten verbessern lassen.

Weitere Behandlungselemente

Ergänzend zur Behandlung mit Medikamenten sind Krankengymnastik und Physiotherapie die wichtigsten Bestandteile der Parkinson-Behandlung. Ergotherapie unterstützt Parkinson-Patient*innen dabei, Alltagsfunktionen zu erhalten und zu verbessern.

Lichttherapie

Die Lichttherapie von SYMBYX kann chronische Schmerzen bei Parkinson lindern, es ist jedoch wichtig, dass Sie die richtige Dosis, das richtige Behandlungsprotokoll und die richtige Wellenlänge des supergepulsten Lichts erhalten.

Molekül aus Magenschleimhaut verhindert Hornhaut-Schäden

Trockene Augen sind bei Parkinson-Patienten häufig. Viele Patienten klagen über Augentränen oder Brennen, einige jedoch haben gar keine Beschwerden, da die Empfindung der Bindehaut durch die Krankheit vermindert ist. Auf Dauer kann das trockene Auge jedoch das Augengewebe schädigen. Hilfe könnte ein natürlicher Schleimbestandteil, ein so genanntes Mucin, bringen. Ein Team der Technischen Universität München (TUM) konnte jetzt zeigen, dass Kontaktlinsen, die mit Mucinen aus der Magenschleimhaut von Schweinen beschichtet waren, keine Schäden am Auge verursachten.

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