Magnesium: Wirkung auf Nerven, Gesundheitliche Vorteile und Bedarf

Magnesium ist ein essentieller Mineralstoff, der an zahlreichen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt ist und eine entscheidende Rolle für die Gesundheit spielt. Der menschliche Organismus kann Magnesium nicht selbst herstellen, daher ist eine ausreichende Zufuhr über die Nahrung notwendig. Dieser Artikel beleuchtet die vielfältigen Wirkungen von Magnesium auf das Nervensystem, die gesundheitlichen Vorteile, die Symptome eines Mangels und wie der Tagesbedarf optimal gedeckt werden kann.

Die Bedeutung von Magnesium für den Körper

Magnesium ist an über 600 Enzymreaktionen beteiligt und reguliert zahlreiche biochemische Prozesse im Organismus. Es stärkt das Immunsystem, unterstützt die Energieproduktion in den Zellen und trägt zur Regulierung des Blutzuckerspiegels bei. Zudem ist Magnesium wichtig für die Funktion von Muskeln und Nerven, den Aufbau gesunder Knochen und Zähne, die Regulierung des Herzrhythmus und des Blutdrucks. Es wirkt als Cofaktor bei vielen Enzymen und spielt eine große Rolle im Energiestoffwechsel, indem es die Abspaltung der energiereichen Phosphatreste aus ATP erleichtert. Magnesium ist auch ein wichtiger Bestandteil des Skelettsystems und unterstützt die Stabilität von Knochen und Zähnen.

Magnesium und das Nervensystem

Magnesium hat eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem und kann helfen, Stress abzubauen. Es reguliert das elektrische Potenzial der Nervenzellen und verhindert übermäßige Erregung, wodurch die Signalübertragung im Nervensystem gedämpft wird. Dies führt zu Entspannung und hilft, Muskelverspannungen zu lösen. Magnesium stabilisiert auch die neuromuskulären Membranen und reduziert die Erregbarkeit der Muskeln.

Stressabbau und Schlafverbesserung

Magnesium ist ein Stresshemmer, der die Freisetzung von Stresshormonen wie Cortisol reduziert. Ein sinkender Magnesium-Serumspiegel kann die Empfindlichkeit gegenüber Stress erhöhen, insbesondere gegenüber Lärmstress. Magnesium kann die Schlafqualität und -dauer verbessern, indem es die Ausschüttung von Stresshormonen hemmt und an der Wirkung des Botenstoffs GABA beteiligt ist, der für Ruhe und Entspannung sorgt.

Einfluss auf Neurotransmitter

Magnesium ist wichtig für die Freisetzung und Funktion von Neurotransmittern wie Glutamat und Dopamin, die für Stimmung, Schlaf und Nervenfunktionen wichtig sind. Es hilft, die Menge an Kalzium zu regulieren, die in die Zellen gelangt, was für die Steuerung der Muskeln wichtig ist.

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Weitere gesundheitliche Vorteile von Magnesium

Neben seiner Wirkung auf das Nervensystem bietet Magnesium zahlreiche weitere gesundheitliche Vorteile:

  • Hormonhaushalt: Magnesium hilft bei der Herstellung von Hormonen wie Progesteron, Östrogen und Testosteron. Es normalisiert auch die Wirkung von Progesteron auf das zentrale Nervensystem und kann Symptome von PMDD und Wechseljahren lindern.
  • Muskelentspannung: Magnesium entspannt die Muskulatur, einschließlich der Gebärmuttermuskulatur, und kann Menstruationskrämpfe reduzieren. Es reguliert, wie viel Kalzium in die Zellen gelangt, was wichtig für die Steuerung der Muskeln ist.
  • Herzgesundheit: Magnesium hilft, die Herzfunktion zu regulieren, indem es den Fluss von Kalium in die Herzmuskelzellen steuert und die Blutgefäße entspannt. Es verhindert auch, dass sich Blutplättchen zusammenlagern, was das Risiko für Blutgerinnsel senkt.
  • Blutzuckerspiegel: Magnesium reduziert den Blutzucker und normalisiert Insulin. Es unterstützt die Freisetzung von Insulin, das den Blutzuckerspiegel reguliert, und sorgt dafür, dass Insulin seine Signale an die Zellen weitergeben kann.
  • Vitamin D-Aktivierung: Magnesium aktiviert Vitamin D, das eine zentrale Rolle bei der Regulierung von Hormonen wie Östrogen und Progesteron spielt. Ohne genügend Magnesium kann Vitamin D seine Aufgabe nicht erfüllen.
  • Schilddrüsenfunktion: Magnesium ist wichtig für die Produktion von Schilddrüsenhormonen.
  • Säure-Basen-Haushalt: Magnesium kann als Puffer im Körper fungieren und zur Regulierung des Säure-Basen-Haushalts beitragen.
  • Energiebereitstellung: Magnesium spielt eine zentrale Rolle bei der Aktivierung von Enzymen, die den Abbau von Glukose ermöglichen und so Energie für den Zellstoffwechsel bereitstellen.

Symptome eines Magnesiummangels

Ein Magnesiummangel kann sich durch verschiedene Symptome äußern, die oft unspezifisch sind und leicht übersehen werden können. Zu den häufigsten Anzeichen gehören:

  • Muskelkrämpfe, besonders in den Waden
  • Nervosität und innere Unruhe
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Schlafstörungen
  • Erhöhte Reizbarkeit
  • Depressive Verstimmungen
  • Muskelzuckungen, z.B. der Augenlider
  • Herzrhythmusstörungen
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Verdauungsbeschwerden
  • Taubheitsgefühle an Händen und Füßen
  • Durchblutungsstörungen

Ein Magnesiummangel kann durch eine unausgewogene Ernährung, verminderte Magnesiumaufnahme im Darm oder erhöhte Ausscheidung über die Niere entstehen. Besonders gefährdet sind Menschen mit chronischen Darmerkrankungen, Alkoholkranke, Personen, die Diuretika einnehmen, und Sportler.

Ursachen für Magnesiummangel

Es gibt viele Gründe, warum der Magnesiumspiegel aus dem Gleichgewicht geraten kann. Der häufigste Auslöser ist Stress. Jedes Mal, wenn das Nervensystem auf Hochtouren läuft - sei es durch Arbeit, Koffeinkonsum oder Sorgen - verliert der Körper Magnesium. Weitere Ursachen sind:

  • Einseitige Ernährung mit zu wenig magnesiumreichen Lebensmitteln
  • Verminderte Magnesiumaufnahme im Darm
  • Erhöhte Magnesiumausscheidung über die Niere
  • Chronische Darmerkrankungen
  • Alkoholkrankheit
  • Einnahme von Diuretika
  • Sport (durch verstärktes Schwitzen)
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Magnesiumbedarf und -zufuhr

Die empfohlene tägliche Magnesiumzufuhr beträgt für Erwachsene 300 mg (Frauen) bzw. 350 mg (Männer). Dieser Bedarf kann in der Regel über eine ausgewogene Ernährung gedeckt werden.

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Magnesiumreiche Lebensmittel

Besonders magnesiumreich sind pflanzliche Lebensmittel wie:

  • Nüsse und Samen (Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Leinsamen)
  • Vollkornprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Grünes Blattgemüse (Spinat, Mangold)
  • Bananen
  • Kartoffeln

Auch Milchprodukte, Fleisch, Leber, Geflügel, Fisch, Beerenobst und viele Gemüsearten tragen zur Magnesiumversorgung bei. Magnesiumreiches Mineralwasser (mind. 50 mg Magnesium pro Liter) ist ebenfalls eine gute Quelle.

Nahrungsergänzungsmittel

Wenn der Magnesiumbedarf nicht ausreichend über die Nahrung gedeckt werden kann, können Nahrungsergänzungsmittel eine Alternative sein. Es gibt verschiedene Magnesiumverbindungen, die sich in ihrer Bioverfügbarkeit unterscheiden. Flüssige Formen wie Magnesiumcitrat oder Magnesiumchlorid werden oft besser resorbiert als feste Tabletten mit Magnesiumoxid oder Magnesiumsulfat. Bei Magenproblemen oder der Einnahme von säurehemmenden Medikamenten ist Magnesiumcitrat besser geeignet, da es auch in schwach saurem Milieu gut löslich bleibt.

Die empfohlene tägliche Magnesiumzufuhr bei Nahrungsergänzungsmitteln sollte idealerweise über den Tag verteilt eingenommen werden, um die Aufnahme zu verbessern und mögliche Nebenwirkungen wie Durchfall zu reduzieren. Es ist ratsam, Magnesium zu den Mahlzeiten einzunehmen, da die gleichzeitige Nahrungsaufnahme die Resorption unterstützt.

Magnesium und Vitamin D

Vitamin D und Magnesium arbeiten im Körper eng zusammen. Die Enzyme, die für die Aktivierung und den Abbau von Vitamin D verantwortlich sind, benötigen Magnesium für ihre Funktion. Ein ausreichender Magnesiumspiegel ist daher Voraussetzung für einen gesunden Vitamin-D-Stoffwechsel.

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Magnesium für Sportler

Beim Sport verliert der Körper Magnesium durch verstärktes Schwitzen. Gleichzeitig steigt der Magnesiumbedarf durch die erhöhte Muskelaktivität. Sportler benötigen daher oft mehr Magnesium als Menschen mit geringer körperlicher Aktivität. Magnesium trägt zur Energiebereitstellung bei und verbessert die Sauerstoffaufnahme in den Muskeln. Eine ausreichende Magnesiumversorgung kann die Leistungsfähigkeit steigern und Muskelschmerzen nach dem Training reduzieren.

Magnesium in besonderen Lebensphasen

Schwangerschaft und Stillzeit

Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist der Magnesiumbedarf erhöht. Magnesium unterstützt eine gesunde Entwicklung des Babys und kann Schwangerschaftsbeschwerden wie Wadenkrämpfe lindern.

Wechseljahre

In den Wechseljahren kann Magnesium helfen, die hormonellen Veränderungen besser zu bewältigen und Symptome wie Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen zu reduzieren.

Kinder

Auch Kinder benötigen ausreichend Magnesium für ein gesundes Wachstum und eine normale Entwicklung. Ein Magnesiummangel kann sich bei Kindern durch Entwicklungsstörungen, erhöhte Infektanfälligkeit oder Krampfanfälle äußern.

Magnesium und Stressbewältigung

In stressigen Phasen verliert der Körper mehr Magnesium. Eine ausreichende Zufuhr von Magnesium und B-Vitaminen kann helfen, den Körper belastbar zu halten und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress zu erhöhen. Magnesium trägt dazu bei, dass man sich nach stressigen Augenblicken schneller entspannen kann und gelassener bleibt.

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