Magnesium Verla N Dragees: Dosierung, Anwendung und Hinweise bei Migräne

Magnesium Verla N Dragees sind ein Mineralstoffpräparat zur Behandlung von Magnesiummangelzuständen, die keiner Injektion oder Infusion bedürfen. Sie werden bei nachgewiesenem Magnesiummangel eingesetzt, wenn dieser Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit, wie neuromuskuläre Störungen oder Wadenkrämpfe, ist. Die PZN (Pharmazentralnummer) für Magnesium Verla N Dragees lautet 7330597.

Zusammensetzung und Darreichungsform

Magnesium Verla N Dragees sind magensaftresistente Tabletten. Eine magensaftresistente Tablette enthält:

  • Magnesiumcitrat 9 H2O (berechnet wasserfrei): 205 mg
  • Magnesiumbis(hydrogen-L-glutamat) 4 H2O (berechnet wasserfrei): 90 mg

Der Magnesiumgehalt beträgt 1,65 mmol = 40 mg pro Tablette.

Die sonstigen Bestandteile sind Glycerol 85%, Povidon (K25), Macrogol 6000 und 35000, Methylacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1) (Ph. Eur.), Dimeticon (350 cSt), Triethylcitrat, Talkum, Calciumcarbonat, Sucrose, Kaliumdihydrogenphosphat, Glucose-Sirup, Vanillin, Montanglykolwachs, Titandioxid.

Magnesium Verla N Dragees sind gluten- und lactosefrei. Diabetiker sollten beachten, dass eine magensaftresistente Tablette 0,09 g verwertbare Kohlenhydrate enthält.

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Anwendungsgebiete

Magnesium Verla N Dragees werden angewendet:

  • Zur Behandlung von therapiebedürftigen Magnesiummangelzuständen, die keiner Injektion/Infusion bedürfen.
  • Bei nachgewiesenem Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) ist.

Dosierung und Anwendung

Die Dosierung richtet sich nach dem Grad des Magnesiummangels. Die empfohlene Dosierung beträgt:

  • Erwachsene: 3-mal täglich 1 - 3 magensaftresistente Tabletten (entsprechend 120 - 360 mg Magnesium).
  • Jugendliche ab 12 Jahre: 3-mal täglich 1 - 3 magensaftresistente Tabletten (entsprechend 120 - 360 mg Magnesium).
  • Kinder von 4 - 11 Jahren: 3-mal täglich 1 - 2 magensaftresistente Tabletten (entsprechend 120 - 240 mg Magnesium).
  • Kinder unter 4 Jahre: Das Präparat sollte nicht angewendet werden.

Die magensaftresistenten Tabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen. Die Einnahme vor dem Essen erhöht die Aufnahme aus dem Magen-Darm-Kanal in den Blutkreislauf.

Dauer der Anwendung

Empfehlenswert ist eine Einnahme über 4 Wochen. Auch eine Dauertherapie (über Jahre) ist bei normaler Nierenfunktion unbedenklich, da überschüssiges Magnesium über die Niere ausgeschieden wird.

Gegenanzeigen

Magnesium Verla N Dragees dürfen nicht eingenommen werden:

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  • Wenn Sie allergisch gegen Magnesiumcitrat, Magnesiumbis(hydrogen-L-glutamat) oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • Wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung mit Ausscheidungshemmung oder Flüssigkeitsmangel des Körpers leiden oder zu Infektsteinen (Calcium-Magnesium-Ammoniumphosphatsteine) neigen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Magnesium Verla N Dragees ist erforderlich, wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist; dann ist eine vorsichtige Dosierung erforderlich.

Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.

Bestimmte Antibiotika (Tetrazykline), Eisenpräparate und Natriumfluoridpräparate sollten zeitlich 3 - 4 Stunden versetzt zu Magnesium Verla N Dragees eingenommen werden, um eine gegenseitige Beeinträchtigung der Aufnahme ins Blut zu vermeiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Magnesium Verla N Dragees können in der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden.

Nebenwirkungen

Gelegentlich (bei bis zu 1 von 100 Behandelten) können weiche Stühle oder Durchfall auftreten. Sie können Folge einer hochdosierten oralen Magnesiumbehandlung sein. Bei Auftreten störender Durchfälle soll die Tagesdosis verringert werden.

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Aufbewahrung

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdrückpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Nicht über 30°C lagern.

Magnesium und Migräne

Magnesium spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung und Behandlung von Migräne. Studien deuten darauf hin, dass eine ausreichende Magnesiumversorgung die Häufigkeit, Stärke und Dauer von Migräneattacken verringern kann.

Die Rolle von Magnesium bei Migräne

Magnesium erfüllt vielfältige Funktionen im Körper. Für den Energiestoffwechsel und die Aktivierung zahlreicher Enzyme spielt es eine zentrale Rolle. Zudem ist der Mineralstoff an der Reizübertragung von Nerven auf Muskeln sowie der Muskelkontraktion beteiligt. Magnesium trägt außerdem zu einer normalen Funktion des Nervensystems wie auch zur Erhaltung von Knochen und Zähnen bei.

Ein Magnesiummangel kann zu Muskelkrämpfen, Verspannungen und Kopfschmerzen führen, die Migräneattacken begünstigen können.

Magnesium als Migräneprophylaxe

Wenn Patient:innen ein verschreibungsfreies Präparat zur Migräneprophylaxe wünschen, scheint Magnesium eine vielversprechende Option zu sein, die Migränehäufigkeit, -stärke und -länge der Attacken zu verringern.

Grundsätzlich kommt eine medikamentöse Migräneprophylaxe für Personen infrage, die an mindestens drei Migräneattacken pro Monat über mehrere Monate leiden oder Migräneattacken haben, die länger als 72 Stunden dauern oder die nicht auf die Akutmedikation ansprechen.

Dosierung von Magnesium bei Migräne

Die tägliche Magnesium-Zufuhr insgesamt soll gemäß Deutscher Gesellschaft für Ernährung 300 mg für Frauen und 350 mg für Männer betragen. In Studien zur Migräneprophylaxe betrug die Dosierung oft zwischen 500 und 600 mg Magnesium täglich. Eine Studie aus dem Jahr 2021 verwendete zweimal täglich 250 mg Magnesiumoxid pro Tag über zwölf Wochen.

Formen von Magnesium zur Migräneprophylaxe

Nahrungsergänzungsmittel, die Patienten bei Migräne einnehmen können, um sich das benötigte Magnesium zuzuführen, enthalten entweder Magnesiumoxid und Magnesiumcarbonat oder Magnesiumcitrat. Bei Magnesiumoxid erfolgt der Einsatz meist zur Prävention von Migräne-Attacken, Magnesiumcitrat findet Verwendung bei akuten Beschwerden. Möglicherweise speichert der Körper Magnesiumoxid besser im Körper - Citrat nimmt er hingegen schneller auf.

Die Magnesium-Art nimmt keinen Einfluss auf die Wirksamkeit von Präparaten - Unterschiede gibt es nur in der Zeit, die der Körper benötigt, um es aufzunehmen.

Weitere Maßnahmen zur Migräneprävention

Neben der Einnahme von Magnesium gibt es weitere Maßnahmen, die zur Migräneprävention beitragen können:

  • Finden Sie gesunde Wege zur Bewältigung von Stress.
  • Geben Sie Schlaf Priorität.
  • Treiben Sie regelmäßig Sport.
  • Lassen Sie keine Mahlzeiten aus.
  • Trinken Sie nicht zu viel Koffein.
  • Behalten Sie Ihre Auslöser im Auge und vermeiden Sie sie.

Ärzte empfehlen außerdem, ein Migränetagebuch zu führen, um die Anfälle zu dokumentieren. Das Migränetagebuch sollte Datum und Uhrzeit jeder Attacke, Beschreibungen der Symptome, die Nahrungs- und Wasseraufnahme und mögliche Auslöser enthalten.

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