Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10: Ein Komplex zur Migräneprophylaxe

Migräne ist eine weit verbreitete neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende, starke Kopfschmerzen gekennzeichnet ist. Viele Betroffene suchen nach alternativen oder ergänzenden Behandlungsmethoden, um die Häufigkeit und Intensität ihrer Migräneattacken zu reduzieren. Ein vielversprechender Ansatz ist die orthomolekulare Prophylaxe, bei der bestimmte Mikronährstoffe gezielt eingesetzt werden, um die Widerstandsfähigkeit des Gehirns gegenüber Migräneattacken zu erhöhen. Zu den wichtigsten Mikronährstoffen in diesem Zusammenhang zählen Magnesium, Vitamin B2 (Riboflavin) und Coenzym Q10.

Die Rolle von Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10 bei Migräne

Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass die Pathophysiologie der Migräne mit einer Störung des mitochondrialen neuronalen Energiestoffwechsels des Gehirns einhergeht. Die damit verbundene Abnahme in der ATP-Konzentration kann Störungen der Ionenkanäle und damit Migränenattacken auslösen. Magnesium, Riboflavin und Coenzym Q10 nehmen eine zentrale Rolle im mitochondrialen Energiestoffwechsel ein und können daher eine wichtige Rolle bei der Migräneprophylaxe spielen.

  • Magnesium: Magnesium wird als Cofaktor einer Untereinheit der ATP-Synthase benötigt und ist somit essenziell für die Energieproduktion in den Mitochondrien. Ein Magnesiummangel kann die mitochondriale Funktion beeinträchtigen und die Entstehung von Migräneattacken begünstigen.
  • Riboflavin (Vitamin B2): Riboflavin spielt als Precursor für die Coenzyme FMN (Flavinmononucleotid) und FAD (Flavin-Adenin-Dinukleotid) eine wichtige Rolle in der Atmungskette, dem zentralen Prozess der Energieerzeugung in den Mitochondrien. Ein Riboflavinmangel kann die Atmungskette beeinträchtigen und die Energieversorgung des Gehirns reduzieren.
  • Coenzym Q10: Coenzym Q10 ist ein essenzieller Bestandteil der mitochondrialen Atmungskette und transportiert Elektronen vom Komplex I und Komplex II auf Cytochrome C. Es ist somit unverzichtbar für die Energieproduktion in den Mitochondrien. Ein Coenzym-Q10-Mangel kann die Atmungskette beeinträchtigen und die Energieversorgung des Gehirns reduzieren.

Die Vorteile eines Magnesium-Vitamin B2-Komplexes mit Coenzym Q10

Ein Komplex, der Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10 in optimaler Dosierung kombiniert, kann synergistische Effekte erzielen und die Wirksamkeit der einzelnen Mikronährstoffe verstärken. Ein solcher Premium-Komplex kann folgende Vorteile bieten:

  • Unterstützung des Energiestoffwechsels und des Nervensystems: Magnesium und Vitamin B2 tragen zur normalen Funktion des Energiestoffwechsels und des Nervensystems bei.
  • Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung: Vitamin B2 trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
  • Verbesserung der mitochondrialen Funktion: Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10 unterstützen die Funktion der Mitochondrien und können die Energieversorgung des Gehirns verbessern.
  • Reduktion der Migränefrequenz und -intensität: Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10 die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken reduzieren kann.

Spezielle Inhaltsstoffe und ihre Vorteile

Ein hochwertiger Magnesium-Vitamin B2-Komplex sollte folgende Inhaltsstoffe in optimaler Form und Dosierung enthalten:

  • Drei Magnesiumformen im Komplex: Magnesiummalat, -gluconat und -taurinat. Die Kombination der einzelnen Magnesium-Formen ermöglicht eine vollständige Versorgung mit Magnesium.
  • Bioaktives Vitamin B2 Riboflavin-5'-phosphat (Flavinmononucleotid FMN): In vielen anderen Nahrungsergänzungen wird die inaktive Vorstufe Riboflavin verwendet, die der Körper erst in die stoffwechselaktiven Formen Flavinmononucleotid (FMN) oder Flavin-Adenin-Dinukleotid (FAD) umwandeln muss. Bioaktives Vitamin B2 Riboflavin-5'-phosphat (Flavinmononucleotid FMN) ist die stoffwechselaktive Form von Vitamin B2 und kann vom Körper direkt genutzt werden.
  • Beide Coenzym-Q10-Formen: Ubiquinol (Original Kaneka®) und Ubiquinon: Durch die einzigartige Kombination der beiden Coenzym Q10-Formen liefert dieser Komplex sowohl Ubiquinon, die bioidentische, oxidierte Form von Q10, wie sie von den Körperzellen selbst synthetisiert wird, und Ubiquinol, die bioaktive, antioxidative Form von Coenzym Q10. Kaneka Ubiquinol® ist die weltweit einzige Quelle für bioaktives, durch ein patentiertes Verfahren stabilisiertes Ubiquinol, als 100% natürlicher Wirkstoff aus Hefefermentation.
  • Acetyl-L-Carnitin: Acetyl-L-Carnitin ist die acetylierte Form der Aminosäure L-Carnitin.
  • Vegane Kapselhüllen: Als Kapselhüllen werden besondere HPMC-Kapseln verwendet, die im Gegensatz zu den meisten sonstigen HPMC- oder Pullulan-Kapseln am Markt zu 100% frei von den nicht deklarierungspflichtigen Hilfsstoffen Carrageen und PEG sind.

Studienlage zur Wirksamkeit von Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10 bei Migräne

Zahlreiche Studien haben die Wirksamkeit von Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10 bei der Migräneprophylaxe untersucht.

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  • Magnesium: Eine prospektive, multizentrische, placebokontrollierte und doppelblinde randomisierte Studie mit 81 Patienten zeigte, dass die tägliche Einnahme von 600 mg Trimagnesiumdicitrat die Anfallshäufigkeit signifikant um 41,6 % reduzierte.
  • Riboflavin: Eine randomisierte, placebokontrollierte Studie mit 55 Patienten zeigte, dass die tägliche Einnahme von 400 mg Riboflavin die Anfallshäufigkeit und die Schwere der Attacken signifikant reduzierte.
  • Coenzym Q10: Eine randomisierte, kontrollierte Studie mit 42 Patienten zeigte, dass die tägliche Einnahme von 300 mg Coenzym Q10 die Anfallshäufigkeit, die Migränedauer und die Intensität der Migräneanfälle signifikant reduzierte.
  • Kombinationstherapie: Eine randomisierte, placebokontrollierte, doppelblinde Studie mit 130 Teilnehmenden zeigte, dass die kombinierte Anwendung von Magnesium (600 mg), Riboflavin (400 mg) und Coenzym Q10 (150 mg) die Schmerzintensität und die Zahl schwerer Migräneattacken signifikant reduzierte.

Weitere Aspekte der Migräneprophylaxe

Neben der orthomolekularen Prophylaxe gibt es weitere nicht-medikamentöse und medikamentöse Ansätze zur Migräneprophylaxe. Zu den etablierten nicht-medikamentösen Maßnahmen gehören Beratungsgespräche, Entspannungsverfahren wie die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, regelmäßiges aerobes Ausdauertraining sowie kognitive Verhaltenstherapie und Biofeedbacktherapie. Die leitlinienkonforme pharmakologische Prophylaxe umfasst Antikonvulsiva, Antidepressiva, Calciumkanalantagonisten oder Betablocker.

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