Das Marienkrankenhaus (MKH) in Bergisch Gladbach hat sich als ein Zentrum für umfassende neurologische Versorgung etabliert. Die Abteilung für Neurologie und klinische Neurophysiologie bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen für nahezu alle neurologischen Erkrankungen. Seit Juni leitet Privatdozent Dr. John-Ih Lee als Chefarzt diese Abteilung und bringt frischen Wind und innovative Ideen in die Klinik.
Einleitung von Dr. John-Ih Lee
Dr. John-Ih Lee, aufgewachsen in Bensberg und Moitzfeld und Absolvent des Albertus-Magnus-Gymnasiums, ist ein Kind der Region. Seine Leidenschaft für den Sport, insbesondere Tischtennis, zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben. Fleiß und Ehrgeiz zeichnen ihn aus, Eigenschaften, die er auch in seiner medizinischen Karriere unter Beweis gestellt hat. Michael Gliem, ein langjähriger ärztlicher Weggefährte, lobt Lees außergewöhnliche Einsatzbereitschaft und sein fundiertes Fachwissen. Sr. Mediatrix, Vertreterin der Ordensschwestern, ermutigt ihn, sein Wissen stetig zu erweitern und seine Entdeckerfreude sowie sein großes Interesse an den Patienten zu bewahren.
Schwerpunkte der Neurologischen Abteilung
Die Abteilung für Neurologie und klinische Neurophysiologie deckt das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen ab. Zu den Schwerpunkten gehören:
- Schlaganfall: Umfassende Diagnostik und Therapie im zertifizierten Schlaganfallzentrum.
- Multiple Sklerose (MS): Moderne Behandlungsmethoden und individuelle Betreuung.
- Epilepsie: Abklärung und Mitbehandlung in der Ambulanz für klinische Neurophysiologie.
- Bewegungsstörungen: Spezialisierte Diagnostik und Therapie, einschließlich der Behandlung mit Botulinumtoxin.
- Entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems: Behandlung von Meningitis, Enzephalitis und Neuroborreliose.
- Degenerative Erkrankungen: Diagnostik und Therapie von Demenzen und anderen neurodegenerativen Erkrankungen.
- Periphere Nervenerkrankungen und Muskelerkrankungen: Umfassende Diagnostik und Therapie.
Diagnostische Verfahren
Die Abteilung bietet ein breites Spektrum an diagnostischen Verfahren, um neurologische Erkrankungen präzise zu erkennen:
- Ausführliche Anamnese: Erhebung der Krankheitsgeschichte.
- Klinisch-neurologische Untersuchung: Standardisierte Untersuchung des Nervensystems.
- Neurophysiologische Methoden: Elektromyographie (EMG), Elektroneurographie (ENG) und evozierte Potentiale zur Messung der Nerven- und Muskelfunktion.
- Neurologische Ultraschall-Ambulanz: Untersuchung der Hals- und Hirngefäße zur Beurteilung des Schlaganfallrisikos.
Spezialambulanzen
Die Neurologie im Marienkrankenhaus bietet spezialisierte Ambulanzen für bestimmte Krankheitsbilder an:
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- Privatambulanz: Für privat versicherte Patienten und Selbstzahler.
- Botulinumtoxinambulanz (Dr. Susanne Saers): Behandlung von Bewegungsstörungen, Spastik, chronischer Migräne und Erkrankungen des autonomen Nervensystems mit Botulinumtoxin.
- Klinische Neurophysiologie (Dr. Kirsten Matthias): Abklärung von Epilepsien und Diagnostik von Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems.
- Neurologische Ultraschall-Ambulanz (Dr. Claudia Enbergs): Untersuchung der Hals- und Hirngefäße zur Schlaganfallprävention.
- Bewegungsstörungen (Dr. ): Spezialisierte Behandlung von Bewegungsstörungen.
Botulinumtoxinambulanz im Detail
Botulinumtoxin, ein von Clostridium botulinum produziertes bakterielles Gift, wird in der Neurologie therapeutisch eingesetzt, um die neuromuskuläre Übertragung zu blockieren. Dies führt zu einer Lähmung der behandelten Muskeln und kann bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt werden. Zu den zugelassenen Indikationen gehören:
- Cervikale Dystonie (Schiefhals)
- Blepharospasmus (Lidkrampf)
- Hemispasmus facialis (Gesichtskrampf)
- Fokale Armspastik
- Spastischer Spitzfuß
- Spitzfuß bei Kindern mit frühkindlichem Hirnschaden
- Axilläre Hyperhidrose (übermäßiges Schwitzen unter den Achseln)
- Chronische Migräne
- Hypersalivation (übermäßiger Speichelfluss)
Die Wirkung der Botulinumtoxin-Injektion setzt nach ein bis zwei Wochen ein und hält etwa drei bis vier Monate an. Mögliche Nebenwirkungen sind vorübergehende Lähmungen der behandelten Muskeln, Schluckstörungen, herabhängende Augenlider und Doppeltsehen.
Neurologische Ultraschall-Ambulanz im Detail
In der Neurologischen Ultraschall-Ambulanz werden die Hals- und Hirngefäße mit modernster Ultraschalltechnik untersucht. Ziel ist es, Verengungen (Stenosen) oder Verkalkungen (Atherosklerose) der Gefäße frühzeitig zu erkennen und so das Schlaganfallrisiko zu beurteilen. Die Untersuchung ist schonend und nicht belastend für die Patienten. Bei Bedarf wird gemeinsam mit dem behandelnden Arzt die weitere Diagnostik und Therapie geplant.
Kooperationen und Netzwerk
Die Abteilung für Neurologie arbeitet eng mit anderen Fachabteilungen im Marienkrankenhaus, der Praxis am Berg MVZ, der Klinik für Neurochirurgie am Klinikum Merheim, der Klinik für Gefäßchirurgie am Krankenhaus Porz, der Neuropathologie der Universitätsklinik Düsseldorf und niedergelassenen Fachärzten zusammen. Durch die Teilnahme am Neurovaskulären Netzwerk Köln ist eine umfassende und interdisziplinäre Versorgung der Patienten gewährleistet.
Stationäre Aufnahme
Für die stationäre Aufnahme benötigen die Ärzte folgende Unterlagen:
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- Name des anmeldenden Arztes mit Telefon- und Telefax-Nummer
- Patientenname, Adresse, Telefon-Nummer
- Klinische Angaben, Fragestellung
- Aktueller neurologischer Befund
- Mobilität des Patienten zur Eingruppierung in den Pflegestatus
- Vorhandene Zusatzbefunde, wie z.B. aktuelle Bildgebung
Das Team
Das Team der Neurologie im Marienkrankenhaus besteht aus erfahrenen Ärzten und engagierten Pflegekräften. Das freundliche und kompetente Team hat jederzeit ein offenes Ohr für die Patienten und sorgt für eine individuelle und optimale Betreuung.
Ausstattung und Services
Das Marienkrankenhaus bietet seinen Patienten eine komfortable Ausstattung und vielfältige Services:
- Einzelzimmer mit eigenem Bad
- Unterbringung von Begleitpersonen
- Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerechte Sanitäranlagen
- Rollstuhlgerechter Zugang zu Serviceeinrichtungen
- Bauliche Maßnahmen für Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung
- Service für Patienten aus dem Ausland
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