Die Vorbereitung auf die schriftliche Heilpraktikerprüfung im Bereich Neurologie erfordert ein systematisches Vorgehen. Ein wichtiger Bestandteil ist das Bearbeiten von Multiple-Choice-Fragen (MC-Fragen). Dabei ist es entscheidend, die Antworten nicht nur anzukreuzen, sondern diese im Anschluss gründlich auszuwerten. Insbesondere bei falsch beantworteten oder geratenen Fragen ist es ratsam, alle Antwortmöglichkeiten zu analysieren und zu begründen, warum sie richtig oder falsch sind.
Bedeutung der Multiple-Choice-Fragen für die Prüfungsvorbereitung
Die Bearbeitung von MC-Fragen dient nicht nur der Wissensüberprüfung, sondern auch der Vertiefung des Verständnisses für die neurologischen Themengebiete. Durch die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Antwortmöglichkeiten wird das differentialdiagnostische Denken geschult, welches für die spätere Praxis als Heilpraktiker unerlässlich ist.
Gezielte Vorbereitung durch Analyse und Verständnis
Anstatt auf das Auswendiglernen von Fragen zu setzen, sollte der Fokus auf dem Verstehen der Zusammenhänge liegen. Die Fragen ähneln sich oft, sodass ein oberflächliches Lernen schnell zu Verwechslungen führen kann. Es ist ratsam, die Themengebiete systematisch aufzuarbeiten und das differentialdiagnostische Denken zu trainieren. Übungsklausuren können dabei helfen, die Fähigkeiten zu überprüfen.
Themenverteilung in den Prüfungen
Eine Analyse vergangener Klausuren kann wertvolle Informationen darüber liefern, welche Themen in den Prüfungen besonders häufig vertreten sind. Gastroenterologie, Psychiatrie und Neurologie, Leber und Harnapparat haben einen hohen Stellenwert.
Strategien für die Bearbeitung von MC-Fragen
- Frage sorgfältig lesen: Es ist wichtig, die Frage genau zu verstehen, bevor man sich den Antwortmöglichkeiten widmet.
- Antwortmöglichkeiten analysieren: Jede Antwortmöglichkeit sollte einzeln betrachtet und auf ihre Richtigkeit überprüft werden.
- Begründungen finden: Für jede Antwortmöglichkeit sollte man sich überlegen, warum sie richtig oder falsch ist.
- Differentialdiagnostisches Denken anwenden: Bei der Auswahl der richtigen Antwort sollte man auch andere mögliche Diagnosen in Betracht ziehen und ausschließen.
- Übungsklausuren bearbeiten: Um das Wissen zu festigen und das differentialdiagnostische Denken zu trainieren, ist es ratsam, regelmäßig Übungsklausuren zu bearbeiten.
Die Heilpraktikerprüfung: Ein Überblick
Die Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten des Antragstellers dient der Feststellung, ob die Ausübung der Heilkunde eine Gefahr für die Volksgesundheit darstellen würde. Es geht darum, das solide Wissen eines ernsthaften Behandlers für wichtige Krankheiten nachzuweisen.
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Inhalte der Prüfung
Die Prüfungsinhalte orientieren sich an den Leitlinien für die Überprüfung von Heilpraktikeranwärtern gemäß § 2 Abs. Buchst. i) der Ersten Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz.
Vorbereitung auf die Prüfung
Eine gezielte Vorbereitung ist entscheidend für das Bestehen der Prüfung. Es geht nicht um stures Auswendiglernen, sondern darum, die Inhalte wirklich zu verstehen und sie strukturiert und verständlich erklären zu können.
Fallbeispiele und Fragen zur Neurologie
Im Folgenden werden einige Beispiele für MC-Fragen aus dem Bereich Neurologie aufgeführt, die in der Heilpraktikerprüfung relevant sein könnten.
Fallbeispiel 1: Migräne
Eine 30-jährige Frau kommt mit starken Kopfschmerzen in die Praxis. Sie berichtet von Lichtblitzen und Gefühlsstörungen.
Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
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- Bei einer Migräne mit Aura treten zusätzlich Symptome wie Lichtblitze, Gefühlsstörungen oder Sehstörungen auf.
- Bei typischer Migräne ohne Aura wird die Diagnose aufgrund der Anamnese und der Symptomatik gestellt, die neurologische Untersuchung ist in der Regel unauffällig
- Nichtmedikamentöse Maßnahmen wie Regulierung des Tagesrhythmus, regelmäßiger Schlafrhythmus und regelmäßiger Ausdauersport können Einfluss auf die Häufigkeit der Migräneattacken haben
- Typisch sind pulsierende, meist einseitig auftretende Kopfschmerzen
Fallbeispiel 2: Schlaganfall
Beim Hausbesuch einer 78-jährigen Patientin wird eine neu aufgetretene Sprachstörung festgestellt. Es besteht der Verdacht auf einen Schlaganfall.
Was ist zu tun?
Fallbeispiel 3: Epilepsie
Ein Patient erleidet einen Grand Mal-Anfall.
Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
- Im Rahmen eines Status epilepticus kann es zu einer hypoxischen Hirnschädigung kommen
- Auf dem Boden einer langjährig bestehenden Epilepsie kann sich ein chronisches organisches Psychosyndrom entwickeln
- Im Falle eines postiktalen Schlafs (Terminschlaf) muss der Patient in Schocklage (Kopf tief, Beine hoch) gelagert werden
- Bei Hypoglykämie besteht ein erhöhtes Anfallsrisiko
Fallbeispiel 4: Nystagmus
Welche Aussagen zum Thema Nystagmus ("Augenzittern") treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
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A) Unter Nystagmus versteht man willkürliche rasche rhythmische AugenbewegungenB) Ein Nystagmus lässt sich durch Drehbeschleunigung hervorrufenC) Der Spontannystagmus ist in der Regel physiologischD) Durch Spülen des Gehörganges (z.B. mit kaltem Wasser) lässt sich ein Nystagmus auslösen
Fallbeispiel 5: Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS)
Welche Aussagen treffen auf die Myalgische Enzephalomyelitis / das Chronische Fatigue-Syndrom (kurz: ME/CFS) zu?
- Kernsymptom ist die post-exertionelle Malaise (PEM)
- Empfehlenswert sind das Einhalten der Energiegrenzen (Pacing") sowie Stressreduktion.
- Beweisend für die Krankheit ist das Vorliegen einer erhöhten Blutsenkungsgeschwindigkeit.
- Das Vorliegen einer kognitiven Leistungseinbuße ist für die Diagnose erforderlich.
- Die Erkrankung verläuft in der Mehrzahl der Fälle selbstlimitierend.
Fallbeispiel 6: Hirnblutung
Welche der folgenden Aussagen zur Hirnblutung treffen zu?
- Die Hirnblutung ist die häufigste Ursache des Schlaganfalls
- Die Epiduralblutung wird meist durch ein Schädelhirntrauma verursacht
- Eine Subarachnoidalblutung ist meist eine venöse Blutung
- Bei einer Subarachnoidalblutung berichten Patienten von plötzlich auftretenden, stärksten Kopfschmerzen
Fallbeispiel 7: Hirntumor
Ein Patient leidet an chronischen Kopfschmerzen. Welche der folgenden Symptome lassen Sie an einen Hirntumor denken?
- Persönlichkeitsveränderung
- Vorübergehende klonische Zuckungen des linken Beines
- Morgendliches Erbrechen
- Strömungsgeräusch über der A. carotis rechts
Fallbeispiel 8: Pyramidenbahnschädigung
Welche(s) der folgenden Symptome ist (sind) bei einer Pyramidenbahnschädigung zu erwarten?
Fallbeispiel 9: Doppelbilder
Für welche der folgenden Krankheiten ist das Auftreten von Doppelbildern (Doppeltsehen) typisch?
- Schädigung des N. hypoglossus (Hirnnerv XII)
- Multiple Sklerose
- Schädigung des N. trochlearis (Hirnnerv IV)
- Botulismus
Fallbeispiel 10: Sympathikus
Welche Begriffe beschreiben Funktionen des Sympathikus?
Fallbeispiel 11: Schlaganfall (Paresen)
Bei einem Schlaganfall können Paresen der Extremitäten die Folge sein. In welchem Bereich sind die Paresen in der Regel zu erwarten, wenn im Großhirn die Schädigung auf der rechten Seite zu finden ist?
Fallbeispiel 12: Nystagmus (Wiederholung)
Welche der folgenden Aussagen zum Thema Nystagmus („Augenzittern“) treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
A) Nystagmus ist ein Leitsymptom bei FazialispareseB) Der Spontannystagmus ist in der Regel physiologischC) Unter Nystagmus versteht man willkürliche rasche rhythmische AugenbewegungenD) Ein Nystagmus lässt sich durch Drehbeschleunigung hervorrufenE) Durch Spülen des Gehörganges (z. B. mit kaltem Wasser) lässt sich ein Nystagmus auslösen
Fallbeispiel 13: Schädel-Hirn-Trauma
Bei einem Patienten tritt nach einem Unfall mit Schädel-Hirn-Trauma eine zweistündige Erinnerungslücke auf das Geschehen nach dem Unfall auf.
Fallbeispiel 14: Schulterhebung
Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten! Bei der klinischen Untersuchung soll der Patient die Schultern gegen den Widerstand ihrer Hände anheben.
Fallbeispiel 15: Epilepsie (Wiederholung)
Welche der folgenden Aussagen zur Epilepsie treffen zu?
- Im Rahmen eines Status epilepticus kann es zu einer hypoxischen Hirnschädigung kommen
- Auf dem Boden einer langjährig bestehenden Epilepsie kann sich ein chronisches organisches Psychosyndrom entwickeln
- Im Falle eines postiktalen Schlafs (Terminalschlaf) muss der Patient in Schocklage (Kopf tief, Beine hoch) gelagert werden
- Bei Hypoglykämie besteht ein erhöhtes Anfallsrisiko
Fallbeispiel 16: Sympathikus (Wiederholung)
Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Die Aktivierung des Sympathikus führt zu
- Verengung der Pupille
- Erweiterung der Bronchien
- Verminderung der Sekretion der Speicheldrüsen
- Zunahme des Herzschlages
Fallbeispiel 17: Hirnblutung (Anamnese)
Zu Ihnen kommt ein Patient, der in der Anamnese angibt, vor 2 Jahren eine rechtsseitige Hirnblutung erlitten zu haben. Welche der vorliegenden Befunde sind typischerweise zu erwarten? Wählen Sie zwei Antworten!
Fallbeispiel 18: Meningeome
Welche der folgenden Aussagen zu Meningeomen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
Fallbeispiel 19: Schulterhebung (Wiederholung)
Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten! Bei der klinischen Untersuchung soll der Patient die Schultern gegen Widerstand der Hände anheben.
Fallbeispiel 20: Hirnödem
Welche der folgenden Aussagen zum Hirnödem treffen zu?
- Hirnödeme treten u. a. in der Umgebung von Hirntumoren auf
- Beim Verdacht auf ein Hirnödem sollte möglichst rasch eine Lumbalpunktion zur Diagnosesicherung veranlasst werden
- Typische Zeichen für ein Hirnödem sind u.a. Kopfschmerzen, Schwindel und Sehstörungen
- Nach mehrtätiger Bettruhe bilden sich die meisten Hirnödeme zurück
- Am Augenhintergrund kann man bei einem Hirnödem eine Vorwölbung der Papille erkennen (sog. Stauungspapille)
Fallbeispiel 21: Demenz bei Alzheimer
Sie vermuten bei einem 78-jährigen Patienten, der Ihnen wegen einer Abnahme des Denkvermögens vorgestellt wird, eine Demenz bei Alzheimer-Krankheit. Welche der folgenden anamnestischen Angaben und Symptome stützen Ihren Verdacht?
Fallbeispiel 22: Chorea Huntington
Welche der folgenden Aussagen zur Chorea Huntington treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
Fallbeispiel 23: Zentrales Nervensystem
Zum zentralen Nervensystem gehören:
- das Rückenmark
- das Gehirn
- die Spinalnerven
Fallbeispiel 24: Spannungskopfschmerz
Welche der folgenden Aussagen passen am ehesten zur Diagnose Spannungskopfschmerz? Wählen Sie zwei Antworten.
Fallbeispiel 25: Myasthenia gravis
Was trifft auf die Myasthenia gravis zu? Wählen Sie zwei Antworten!
Fallbeispiel 26: Pyramidenbahnzeichen
Welche Aussage zu Pyramidenbahnzeichen trifft zu?
A) Pyramidenbahnzeichen liegen vor, wenn bei einer Meningitis eine erhöhte Lichtempfindlichkeit bestehtB) Das Pyramidenbahnzeichen ist eines der drei Kardinalsymptome bei einem Morbus ParkinsonC) Pyramidenbahnzeichen treten bei einer Schädigung des 1. Motoneurons auf
Fallbeispiel 27: Kornealreflex
Welche Aussage trifft zu? Die Untersuchung des Kornealreflexes dient der Prüfung des Hirnnerven:
A) N. oculomotorius (III)B) N. trochlearis (IV)C) N. trigeminus (V)D) N. abducens (VI)E) N. facialis (VII)
Fallbeispiel 28: Diabetes mellitus und Gangunsicherheit
Welche Aussagen trifft zu? Eine 65-jährige Frau ist seit mehreren Jahren an Diabetes mellitus erkrankt. In den letzten Monaten klagt sie über eine vermehrte Gangunsicherheit. Anamnestisch besteht eine distal betonte Sensibilitätsstörung. Der Achillessehnenreflex ist nicht auslösbar.
Fallbeispiel 29: Hirnblutung (Anamnese, Wiederholung)
Zu Ihnen kommt ein Patient, der in der Anamnese angibt, vor 2 Jahren eine rechtsseitige Hirnblutung erlitten zu haben. Welche der folgenden Befunde sind typischerweise zu erwarten? Wählen Sie zwei Antworten!
Fallbeispiel 30: Schlaganfall (Symptome)
Welche Aussagen zum Schlaganfall treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
A - Sehstörungen, Sensibilitätsstörungen und kurzzeitige Lähmungen sind häufige Vorboten eines Schlaganfalls.B - Da ein Schlaganfall auf einem durch einen Thrombus verschlossenen Gefäß beruht, soll eine Therapie mit Blutverdünnern so rasch wie möglich, bereits vor einer bildgebenden Diagnostik, begonnen werden.C - Die Lähmung des rechten Beins weist auf einen Infarkt im Bereich der rechten A. cerebri media hin.
Fallbeispiel 31: Schlaganfall (Allgemein)
Welche der folgenden Aussagen zum Thema Schlaganfall treffen zu?
- Ein Schlaganfall ist oft das Ergebnis eines plötzlichen Mangels an Sauerstoff im Gehirn aufgrund einer Unterbrechung des Blutflusses und dadurch bedingtem Gewebsuntergang.
- Eine TIA (transitorische ischämische Attacke) zeichnet sich dadurch aus, dass die Symptome sich innerhalb von 24 Stunden vollständig zurückbilden.
- Ein ischämischer Schlaganfall tritt auf, wenn ein Blutgefäß im Gehirn platzt und Blut ins Hirngewebe gelangt.
- Ein hämorrhagischer Schlaganfall tritt auf, wenn ein Blutgerinnsel ein Blutgefäß im Gehirn blockiert
- Schlaganfälle können zu Symptomen wie plötzlicher Taubheit oder Schwäche im Gesicht, Arm oder Bein, Verwirrung, Schwierigkeiten beim Sprechen oder Sehproblemen führen.
Fallbeispiel 32: Transitorische ischämische Attacke (TIA)
Welche der folgenden Aussagen zur transitorischen ischämischen Attacke (TIA) treffen zu?
Fallbeispiel 33: Grand Mal-Anfall (Erste Hilfe)
In Ihrer Praxis erleidet eine Patientin/ein Patient erstmalig einen Grand Mal-Anfall. Welche Aussage zur Ersten Hilfe/Notfallhilfe sind richtig? Wählen Sie zwei Antworten!
A) Es ist erforderlich, die Patientin/ den Patienten während des Anfalls in einer stabilen Seitenlage zu halten und den Kopf nach hinten zu überstrecken, damit die Zunge die Atemwege nicht verlegt und beim Zungenbiss kein Blut in den Rachen läuft.B) Umherstehende Möbel wie Stühle oder ein Tisch sollten aus dem unmittelbaren Bereich um die Patientin/ den Patienten entfernt werden, um sekundäre Verletzungen zu vermeiden.C) Es sollte ein Zungenkeil in den Mund eingebracht werden, um einen Zungenbiss zu vermeiden.D) Der Rettungsdienst muss gerufen werden.E) Beim großen Krampfanfall von Kindern ab dem dritten Lebensjahr sollte ein Diclofenac-Zäpfchen verabreicht werden.
Fallbeispiel 34: Morbus Parkinson
Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Charakteristisch für Morbus Parkinson sind:
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