MDR Umschau: Parkinson – Ein umfassender Überblick

Die Sendung "MDR Umschau" beleuchtet regelmäßig verschiedene Aspekte der Gesundheit und des Wohlbefindens. Ein Thema, das dabei immer wieder in den Fokus rückt, ist Parkinson.

Parkinson im Fokus der "MDR Umschau"

Die "MDR Umschau" greift Parkinson im Rahmen ihrer Berichterstattung über Gesundheitsthemen immer wieder auf. Dabei werden verschiedene Aspekte der Erkrankung beleuchtet, von den Therapiemöglichkeiten bis hin zum Umgang mit der Krankheit im Alltag.

Moortherapie bei Parkinson

Die "MDR Umschau" hat in diesem Zusammenhang auch die Moortherapie als mögliche Behandlungsoption bei Parkinson vorgestellt. Moor, eine unscheinbare, erdige Masse, kann vielseitig eingesetzt werden. Anwendungen reichen von Bädern und Wickeln bis hin zur Einnahme von verdünntem Torf. Die Moortherapie wird bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt, darunter Gicht, Gelenkentzündungen, hormonelle Störungen, Stressabbau und eben auch Parkinson.

Persönliche Erfahrungen mit Parkinson

Die Sendung beleuchtet auch die persönlichen Erfahrungen von Menschen, die mit Parkinson leben. So sprach beispielsweise der Comedian Markus Maria Profitlich offen über seinen Umgang mit der Erkrankung. Er berichtete, wie ihm sein Glaube an Gott dabei hilft, Kraft zu finden und mit den Herausforderungen der Krankheit umzugehen. Profitlich schilderte, dass er sich nach der Diagnose zunächst die Frage nach dem "Warum" gestellt habe, aber durch die Auseinandersetzung mit seinem Glauben eine neue Perspektive gefunden habe.

Was ist Parkinson?

Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, die vor allem das zentrale Nervensystem betrifft. Dabei sterben Nervenzellen im Gehirn ab, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Dopamin spielt eine wichtige Rolle bei der Steuerung von Bewegungen. Ein Mangel an Dopamin führt zu den typischen Symptomen von Parkinson, wie Zittern, Muskelsteifheit, verlangsamten Bewegungen und Gleichgewichtsstörungen.

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Symptome von Parkinson

Die Symptome von Parkinson können von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Zittern (Tremor): Meist beginnt das Zittern in einer Hand oder einem Arm. Es kann aber auch in anderen Körperteilen auftreten.
  • Muskelsteifheit (Rigor): Die Muskeln fühlen sich steif und unbeweglich an.
  • Verlangsamte Bewegungen (Bradykinese): Bewegungen werden langsamer und schwieriger auszuführen.
  • Gleichgewichtsstörungen: Betroffene haben Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten und stürzen leichter.
  • Weitere Symptome: Depressionen, Schlafstörungen, Verdauungsprobleme, Riechstörungen und kognitive Beeinträchtigungen können ebenfalls auftreten.

Ursachen von Parkinson

Die genauen Ursachen von Parkinson sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird davon ausgegangen, dass verschiedene Faktoren eine Rolle spielen, darunter:

  • Genetische Veranlagung: In einigen Fällen ist Parkinson erblich bedingt.
  • Umweltfaktoren: Bestimmte Umweltgifte und Pestizide werden mit einem erhöhten Parkinson-Risiko in Verbindung gebracht.
  • Alter: Das Risiko, an Parkinson zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter.

Diagnose von Parkinson

Die Diagnose von Parkinson wird in der Regel von einem Neurologen gestellt. Dabei werden die Krankengeschichte des Patienten, eine neurologische Untersuchung und bildgebende Verfahren wie eine MRT oder ein SPECT-Scan berücksichtigt.

Behandlung von Parkinson

Parkinson ist bis heute nicht heilbar. Es gibt jedoch verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die die Symptome lindern und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern können. Dazu gehören:

  • Medikamente: Medikamente, die den Dopaminmangel ausgleichen oder die Wirkung von Dopamin im Gehirn verstärken, können die Bewegungsstörungen verbessern.
  • Physiotherapie: Physiotherapie kann helfen, die Muskelsteifheit zu reduzieren, die Beweglichkeit zu verbessern und das Gleichgewicht zu trainieren.
  • Ergotherapie: Ergotherapie kann Betroffenen helfen, ihren Alltag besser zu bewältigen und ihre Selbstständigkeit zu erhalten.
  • Logopädie: Logopädie kann bei Sprach- und Schluckstörungen helfen.
  • Tiefe Hirnstimulation: In einigen Fällen kann eine tiefe Hirnstimulation in Erwägung gezogen werden. Dabei werden Elektroden in bestimmte Hirnbereiche implantiert, um die Nervenaktivität zu modulieren und die Symptome zu lindern.
  • Weitere Therapien: Ergänzend zu den genannten Behandlungsmöglichkeiten können auch alternative Therapien wie Akupunktur, Yoga oder die bereits erwähnte Moortherapie eingesetzt werden.

Leben mit Parkinson

Die Diagnose Parkinson kann für Betroffene und ihre Angehörigen eine große Herausforderung sein. Es ist wichtig, sich frühzeitig über die Erkrankung zu informieren und sich Unterstützung zu suchen. Es gibt zahlreiche Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen, die Betroffenen und ihren Familien zur Seite stehen.

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Tipps für den Alltag mit Parkinson

  • Bewegung: Regelmäßige Bewegung ist wichtig, um die Muskeln zu stärken, die Beweglichkeit zu erhalten und das Gleichgewicht zu trainieren.
  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung kann helfen, die Symptome zu lindern und das Wohlbefinden zu steigern.
  • Soziale Kontakte: Soziale Kontakte sind wichtig, um Isolation und Depressionen vorzubeugen.
  • Hilfsmittel: Bestimmte Hilfsmittel können den Alltag erleichtern, z.B. spezielle Bestecksets, Anziehhilfen oder Gehstöcke.
  • Anpassung der Wohnumgebung: Eine Anpassung der Wohnumgebung kann Stürze verhindern und die Selbstständigkeit erhalten.

Forschung zu Parkinson

Die Forschung zu Parkinson ist sehr aktiv. Wissenschaftler arbeiten daran, die Ursachen der Erkrankung besser zu verstehen, neue Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Aktuelle Forschungsansätze

  • Gentherapie: Gentherapeutische Ansätze zielen darauf ab, den Dopaminmangel im Gehirn auszugleichen, indem sie die Produktion von Dopamin in den Nervenzellen wiederherstellen.
  • Stammzelltherapie: Stammzelltherapeutische Ansätze zielen darauf ab, abgestorbene Nervenzellen im Gehirn durch neue, gesunde Nervenzellen zu ersetzen.
  • Immuntherapie: Immuntherapeutische Ansätze zielen darauf ab, die Entzündungsprozesse im Gehirn zu reduzieren, die bei Parkinson eine Rolle spielen.
  • Früherkennung: Die Entwicklung von Biomarkern, die Parkinson frühzeitig erkennen können, ist ein wichtiges Ziel der Forschung.

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