Mehr Migräne im Winter: Ursachen und Vorbeugung

Viele Menschen klagen in den Wintermonaten über häufigere Kopfschmerzen und Migräneattacken. Dieser Artikel beleuchtet die vielfältigen Ursachen für dieses Phänomen und gibt praktische Tipps zur Vorbeugung und Linderung.

Wetterfühligkeit und Kopfschmerzen: Ein weit verbreitetes Problem

Etwa die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland leidet unter Kopfschmerzen, so die Deutsche Schmerzliga. Laut einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Wetterdienstes bezeichnen sich über 50 Prozent der Deutschen als wetterfühlig. Mediziner unterscheiden zwischen 65 verschiedenen Kopfschmerzarten. Am häufigsten macht uns Spannungskopfschmerz zu schaffen - der im Winter besonders oft auftritt. Kopfschmerzen beim Jahreszeitenwechsel sind ein weit verbreitetes, aber behandelbares Problem.

Der Einfluss von Wetterumschwüngen

Für viele Migränepatienten ist klar: Das Wetter löst ihre Migräne aus. Demnach können beispielsweise abrupte Wetterwechsel das „Gewitter im Kopf“ verursachen. Bei einer Studie wurden über 1000 Patienten mit Migräne nach ihren individuellen Ursachen der speziellen Kopfschmerzen befragt. Knapp 53 Prozent gaben an, dass Umschwünge des Wetters ihre Migräne auslösen (Triggerfaktoren). Nach Stress, Hormonschwankungen und fehlenden Mahlzeiten liegt das Wetter dadurch auf dem vierten Platz der am häufigsten beobachteten, subjektiven Trigger. In Süddeutschland berichten Betroffene beispielsweise, dass sie die Auswirkungen des Föhns „spüren“, eines trockenen Fallwinds, der an der Nordseite der Alpen entsteht und abrupte Wetterveränderungen verursacht.

Eine Reihe von Studien deutet auf einen Zusammenhang zwischen dem Wetter und der Migräne hin. Sie fokussieren sich jedoch auf unterschiedliche Wetterfaktoren und lassen daher keine einheitlichen Rückschlüsse zu. Auslösende Bedingungen, die in einigen Studien nachgewiesen wurden, sind unter anderem:

  • Luftdruckänderungen (Wechsel von Tief- auf Hochdruckwetter)
  • Anstieg der Durchschnittstemperatur um 5 Grad Celsius (innerhalb eines Tages)
  • Föhnwetterlagen

Allgemein lassen die Erkenntnisse vermuten, dass in erster Linie die Veränderungen von meteorologischen Parametern (zum Beispiel Luftdruck) eine Rolle spielen könnten.

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Zweifel am Einfluss des Wetters

Gegen einen Zusammenhang zwischen dem Wetter und der Migräne spricht, dass sich in verschiedenen Klimazonen sowohl der Anteil von Betroffenen als auch die Häufigkeit der Schmerzattacken nicht signifikant unterscheiden. Zudem konnten Studien, die die Aufzeichnungen von Patienten in Migränekalendern mit den Daten aus Wetterstationen verglichen, keinen Zusammenhang entdecken.

Experten vermuten, dass Betroffene mit der Erwartung „bei Gewitter bekomme ich Migräne“ eher dazu tendieren, das Wetter aufmerksamer zu beobachten; sich unter Umständen also selbst so stark beeinflussen, dass es tatsächlich zu einer Attacke kommt. Bei Migräne spielen also oft mehrere auslösende Faktoren zusammen. So haben beispielsweise viele Menschen bei schönem Wetter bessere Stimmung und sind dadurch weniger gestresst. Schlechte Witterung kann hingegen auf die Laune drücken und das Risiko einer Migräne erhöhen. Da es oft subjektiv wahrgenommen wird, steht das Wetter als möglicher Einfluss auf der Liste der Migräne-Trigger.

Biowetter und Migräne

Der Deutsche Wetterdienst fast unter dem Begriff das Wetter zusammen, welches das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und Gesundheit des Menschen auf unterschiedliche Wege beeinflusst. Befindlichkeitsstörungen, aber auch Änderungen von Krankheitsbildern wie kardiovaskulärer-Probleme, sind oft auf Wettereinflüsse zurückzuführen. Der Körper passt sich an Damit die Organfunktionen optimal laufen, muss der Organismus auf Änderungen der Temperatur und des Wetters reagieren - zum Beispiel, um die Körperwärme bei 37 Grad Celsius zu halten. Darum kümmert sich das sogenannte vegetative Nervensystem, der Mensch selbst kann den Vorgang nicht bewusst steuern. Dr. Das vegetative Nervensystem reguliert normalerweise automatisch Puls, Atmung, Blutdruck und Körpertemperatur. Menschen, die derartige Veränderungen bemerken, werden als wetterfühlig bezeichnet. Um Betroffenen den Alltag leichter zu gestalten, gibt es bestimmte Vorhersagen vom Wetterdienst.

Ein Anhaltspunkt, wann das Wetter Migräne und andere Stresssituationen für den menschlichen Organismus mit sich bringen kann, sind Biowetter-Karten beziehungsweise Migräne-Wetterkarten. Sie zeigen zum Beispiel, wann sich die nächste Migräne, ausgelöst durch das Wetter, bemerkbar machen könnte. Ziehen Gewitter auf, kann die Schwüle unter anderem ein Risikofaktor für Kopfschmerzwetter sein. Aber auch hohe Temperaturen, die mitunter zu Schlafmangel führen, sind mögliche Ursachen für Migräne. Die Wettervorhersagen stellen zwar nur einen Hinweis für Biowetter als Auslöser der speziellen Kopfschmerzen dar, helfen aber manchen Patienten, sich darauf vorzubereiten.

Migräne-Radar

Der Migräne-Radar (kurz „Mira“) ist ein Projekt der Hochschule Hof, der Migräne- und Kopfschmerz-Klinik Königstein und der Universitätsmedizin Rostock. Er hat das Ziel, die Auslöser von Migräne genauer zu erforschen. Wetter, Stress, hormonelle Schwankungen - als Teil des Forschungsprojekts tragen Betroffene dazu bei, Erkenntnisse in dieser Richtung voranzubringen.

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Kälte und Spannungskopfschmerz

Ist das Wetter draußen nass und kalt, hetzen wir regelrecht über die Straßen, um schnell wieder ins Warme zu kommen. Dabei ziehen wir die Schultern hoch. Unter der Kopfhaut liegen feine Muskelstränge. Trifft die kalte Winterluft auf den Kopf - oder sogar kühler Regen oder Schnee - ziehen sich die Muskeln schlagartig zusammen und verkrampfen regelrecht. Die Folge: Spannungskopfschmerz. Gerade in der kühlen Jahreszeit kann der Wechsel von Zimmertemperatur zu einer niedrigen Außentemperatur zu Kopfschmerzen führen. Durch kühlen Wind und Kälte verkrampft sich die Kopfmuskulatur und kann in Verbindung mit weiteren Ursachen, wie zum Beispiel einer Entzündungsreaktion im Gehirn, schlimmstenfalls einen Migräneanfall hervorrufen.

Wer an Frosttagen ohne winddichte Mütze oder gar mit nassen Haaren aus dem Haus geht, sorgt dafür, dass eisige Außentemperaturen das Blut in der Kopfhaut abkühlen. In der Folge verkrampft sich die dünne Muskulatur unter der Kopfhaut und ein allgemeiner Kopfschmerz kann auftreten. Auch eine allgemeine körperliche Anspannung, die uns beim Bibbern und Frieren im Freien ganz automatisch befällt, kann Kopfschmerz hervorrufen. "Bereits kurzzeitiges Kälteempfinden und Frieren kann dazu führen, dass betroffene Personen die Schultern hochziehen und sich ihre Muskeln in diesem Bereich verspannen. Mit der Zeit dehnen sich die Verspannungen dann über den Nacken und den Kopf aus und können zu Kopfschmerzen führen“, berichtet Dr. 01.

Menschen mit Migräne reagieren auf Temperaturreize meist besonders empfindlich: Plötzliche Kälte, starke Temperaturschwankungen, grelles Winterlicht oder Wetterumschwünge können bei ihnen Kopfschmerzen oder sogar Migräneattacken auslösen, weshalb ein konsequenter Kälteschutz und Sonnenbrille im Winter sinnvoll sind. Menschen, die im Winter auf die Kälte besonders empfindlich reagieren und zu Kopfschmerzen neigen, sollten starke Temperaturschwankungen möglichst meiden. Außerdem sollten sie besonders darauf Acht geben, die empfindliche Kopfpartie zu schützen und sich nicht länger als nötig in der Kälte aufhalten.

Trockene Heizungsluft

Weiterhin laufen im Winter überall die Heizungen auf Hochtouren und lassen die Luft trocken werden. Unser Gehirn benötigt aber frische Luft, um einwandfrei zu funktionieren. Kopfschmerzen sind dann ein Zeichen dafür, dass wir zu selten oder nicht ausreichend lüften. Daher gilt: Machen Sie alle 2 Stunden für fünf Minuten die Fenster komplett auf.

Der Einfluss der Zeitumstellung

Das Drehen an der Uhr bringt manche Menschen aus dem Rhythmus. Schon seit längerem wird regelmäßig über eine Abschaffung der Zeitumstellung diskutiert. Migräne-Patientinnen dürfte eine solche Abschaffung entgegenkommen. Fachleute der Schmerzklinik Kiel haben nämlich jetzt herausgefunden, dass die Umstellung auf die Sommerzeit für einen signifikanten Anstieg von Migräne-Attacken sorgt. Demnach ist dies auf eine gestörte Synchronisation des biologischen Rhythmus zurückzuführen. Rückkehr zur Standardzeit stellt Synchronisation wieder her„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Wechsel zur Sommerzeit die Anpassung der inneren Uhr verzögert, während die Rückkehr zur Standardzeit im Herbst die Synchronisation mit den natürlichen Lichtverhältnissen wiederherstellt“, erklärt Chefarzt Prof. Dr. Hartmut Göbel.

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Aktuelle Studie März 2025: Die Schmerzklinik Kiel veröffentlichte eine bahnbrechende Untersuchung über den Einfluss von Zeitumstellung auf Migräne. Das Ergebnis: Die Umstellung auf Sommerzeit im Frühjahr erhöht Migräneattacken um 6,4 Prozent, während die Rückkehr zur Normalzeit im Herbst die Häufigkeit um 5,5 Prozent senkt.

In ihren Untersuchungen hatten Göbel und seine Team die Krankheitsverläufe von insgesamt 258 Patienten aus den Jaren 2020 bis 2022 analysiert. Diese litten an episodischer oder chronischer Migräne. Dabei stellten sie fest, dass die Häufigkeit von Migräne-Attacken eine Woche nach der Umstellung auf Sommerzeit um 6,4 Prozent erhöht ist. „Diese Störung des biologischen Rhythmus kann gravierende Auswirkungen auf das Wohlbefinden von Menschen mit Migräne haben.“ Vor dem Hintergrund, wieviele Menschen unter der Erkrankung leiden, sieht Göbel in den Erkenntnissen ein Argument für eine mögliche Abschaffung der Zeitumstellung. „Unsere Forschung liefert neue Argumente für eine stabile Zeitregelung, um gesundheitliche Belastungen durch die Zeitumstellung zu minimieren“.

Winterblues und Vitamin-D-Mangel

Wer kennt das nicht: Die Tage sind kurz und düster, nur selten bricht für Momente die Sonne aus den grauen Wolken hervor. Der Winter hat uns und unsere Gemütslage fest im Griff. Dieser Zustand, umgangssprachlich oft mit dem Begriff „Winterblues“ belegt, wurde wissenschaftlich erstmals 1984 vom amerikanischen Psychiater Rosenthal am National Institute of Mental Health beschrieben. Er prägte für diese Erscheinung den Ausdruck „Seasonal Affective Disorder“ (SAD), was man mit „Saisonal-affektive Störung“ übersetzen kann. Sie wird auch als „Winterdepression“ bezeichnet. Bei der SAD handelt es sich keineswegs um eine Erfindung geltungsbedürftiger Wissenschaftler. Vielmehr liegt eine tatsächliche gesundheitliche Beeinträchtigung vor, die sich aus realen Stoffwechselphänomenen erklären lässt. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Vitamin D, genauer gesagt: ein Mangel an diesem.

Aufgrund der verminderten Sonneneinstrahlung ist unser Organismus ist in den Wintermonaten nicht in der Lage, das benötigte Vitamin in ausreichender Menge herzustellen. Wissenschaftler nehmen sogar an, dass der moderne Mensch, der ohnehin oft in der Spezies des „Stubenhockers“ daherkommt, generell unter einem Vitamin-D-Mangel leidet. Unter den Mangelerscheinungen im Zusammenhang mit Vitamin-D wird häufig ein verstärktes Auftreten von Kopfschmerz beschrieben, und zwar sowohl als Kopfschmerz vom Spannungstyp als auch von Migräne. In einem norwegischen Patientenkollektiv von etwa 700 Personen fand man bei fast 60% der Untersuchten eine starke Unterversorgung mit Vitamin D, die mit Gesundheitsbeschwerden in Zusammenhang gebracht wurde, darunter Muskel- und Knochenschmerzen, chronische Erschöpfungszustände und Kopfschmerzen. Auch für den asiatischen Raum liegen Untersuchungen an Migränepatienten vor. Diese ergaben, dass es mehr als drei Vierteln der Betroffenen an dem Vitamin mangelte. Das gemeinsame Auftreten von muskulo-skelettalen Beschwerden und Kopfschmerzen wird ebenfalls in mehreren Untersuchungen dokumentiert.

Was tun gegen Winterkopfschmerzen und Migräne?

Tipps für wetterfühlige Menschen mit Migräne

Wir können nicht ändern, dass das Wetter unsere Migräne beeinflusst, doch es ist möglich, Vorkehrungen zu treffen. Informier dich beispielsweise über die Behandlungsmöglichkeiten bei Migräne und notier außerdem in deinem Migränetagebuch, bei welcher Art von Wetter sich deine Migräne besonders stark bemerkbar macht. Eine entspannte Nackenmuskulatur und Halswirbelsäule beugen einer Migräne-Attacke vor. Du musst Migräne-Schmerzen nicht einfach aushalten.

Kopfschmerzen vorbeugen

Auch Stress, Schlafmangel oder Nahrungsmittelunverträglichkeit können Migräne auslösen. Um Kopfschmerzattacken vorzubeugen, können Sie sich ein Kopfschmerztagebuch anlegen, um Ihre persönlichen Auslöser kennenzulernen. Darin wird festgehalten, wann und unter welchen Umständen Migräneattacken auftreten und welche Schmerzmittel Sie in welcher Dosis einnehmen.

Den Alltag strukturieren

Dr. Murinova rät vor allem dazu, deinen Tagesablauf während des Winters so konstant wie möglich zu halten. Wenn du in den wärmeren Monaten gerne im Freien trainierst, solltest du dir vornehmen, auch bei schlechterem Wetter weiter zu trainieren. Wenn du dich regelmäßig mit Freunden triffst, mache weiterhin Pläne. Denke daran: Der Schlüssel liegt darin, die Anzahl der Veränderungen zu reduzieren, die du von Tag zu Tag und von Jahreszeit zu Jahreszeit erlebst.

Wärme und Entspannung

Bei akuten Kopfschmerzen durch Kälte helfen vor allem Wärme und Entspannung: Ein warmes Bad, eine heiße Dusche oder ein Wärmekissen im Nacken lösen verspannte Muskeln und können den Schmerz deutlich lindern. So helfen Körner-, Kirschkernkissen und Co. Ob kalte Füße im Winter, Periodenschmerzen oder die klassische Nackenverspannung - nichts hilft in einem solchen Fall mehr als Wärme.

Vitamin-D-Mangel entgegenwirken

Jeder kann selbst den größten Beitrag leisten, um dem Mangel an Vitamin D vorzubeugen. Die naheliegendste Maßnahme ist zugleich die kostengünstigste: Möglichst oft und lange raus an die frische Luft und konsequent jeden Sonnenstrahl nutzen. Auch im Winter gibt es zahlreiche Sonnentage. Warum nicht einmal die Mittagspause um einen Spaziergang verlängern? Sorgt die Sonne für milde Temperaturen, so bietet es sich an, diese Momente zum „Auftanken“ im Freien zu verbringen. Manche Arbeiten, die man ursprünglich für diese Zeit geplant hatte, lassen sich gut in die Abendstunden verschieben. Gleichwohl muss man einräumen, dass der Mangel an D-Vitamin trotz solcher Anstrengungen oftmals nicht ganz auszugleichen ist. Daher wurde ein unterstützender Ansatz entwickelt, die unzureichende Produktion des Vitamins mithilfe von Tageslichtlampen zu stimulieren.

Medikamentöse Behandlung

Wer nur ab und zu unter Kopfschmerzen leidet, kann sich in unserer Apotheke ein Schmerzmittel besorgen. Dieses sollten Sie jedoch nur kurzfristig einnehmen. Bei leichten Schmerzen hilft es manchmal auch, etwas Pfefferminzöl auf die Stirn und Schläfen zu geben. Leichte und mittelschwere Migräneattacken können dann mit herkömmlichen Kopfschmerzmitteln behandelt werden, in schweren Fällen helfen spezielle Migräne-Präparate. Wichtig: Triptane sollten nur bei ärztlich diagnostizierter Migräne angewendet werden. Atogepant (Aquipta®): Der erste orale CGRP-Rezeptorantagonist zur Migräneprophylaxe. Zugelassen für Erwachsene mit mindestens 4 Migränetagen pro Monat. Einnahme: 1 Tablette (60 mg) täglich, unabhängig von Mahlzeiten. um einen medikamenteninduzierten Kopfschmerz zu vermeiden. Nein, klassische Schmerzmittel wie Ibuprofen sind nur zur Akutbehandlung geeignet.

Manchmal reichen Änderungen des Lebensstils nicht aus, um Kopfschmerzen vorzubeugen. Sprich daher mit deinem Arzt darüber, welche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Migränemedikamente lassen sich grob in zwei Hauptkategorien einteilen: präventive Medikamente, die verhindern, dass du überhaupt einen Migräneanfall bekommst, und abortive Medikamente, die einen Migräneanfall schneller beenden, wenn du doch einen bekommst.“Auch Ergänzungsmittel wie Magnesium, Vitamin B2 (Riboflavin) und Coenzym Q10 haben sich in Studien als hilfreich bei der Vorbeugung von Migräne erwiesen”, sagt Dr. Zhang. Wie bei allen anderen Nahrungsergänzungsmitteln solltest du mit deinem Arzt sprechen, um die Dosierung festzulegen und sicherzustellen, dass das Präparat keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hat oder andere gesundheitliche Probleme beeinflusst.

Wann zum Arzt?

Grundsätzlich ist es bei regelmäßigen Kopfschmerzen wichtig, dass sie mit einem Arzt abgeklärt werden, um eine gezielte Behandlung oder auch Prophylaxe vorzunehmen. Treten Kopfschmerzen bei Kälte plötzlich, sehr stark oder völlig ungewohnt auf, sollte möglichst bald eine Arztpraxis aufgesucht werden. Das gilt vor allem, wenn der Schmerz „wie aus heiterem Himmel“ einschießt, wenn er sich trotz Ruhe, Wärme und einfachen Schmerzmitteln nicht bessert oder über mehrere Tage anhält. Schon wieder Migräne? Ein Warnsignal sind Begleitsymptome: Kopfschmerzen kombiniert mit Fieber, Nackensteifigkeit, starker Übelkeit, Sehstörungen, Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen, starker Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen gelten als Notfall und sollten umgehend in einer Praxis oder Klinik abgeklärt werden.

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