Meningeom LWS MRT rechts: Umfassende Informationen zu Diagnose und Behandlung

Meningeome sind in der Regel gutartige Tumoren, die von den Meningen, den Hirnhäuten, ausgehen. Sie können sowohl im Schädelinneren als auch im Bereich des Rückenmarks auftreten. Dieser Artikel konzentriert sich auf Meningeome im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS), insbesondere unter Berücksichtigung von MRT-Befunden (Magnetresonanztomographie) und der rechtsseitigen Lokalisation.

Einführung in Meningeome

Meningeome sind Tumoren, die aus den Meningen entstehen, den Schutzhüllen des Gehirns und des Rückenmarks. Sie machen einen beträchtlichen Anteil der intrakraniellen Tumoren bei Erwachsenen aus. Obwohl die meisten Meningeome gutartig sind (WHO-Grad I), können sie aufgrund ihrer Lage und Größe erhebliche neurologische Probleme verursachen. Die Diagnose und Behandlung von Meningeomen erfordern ein umfassendes Verständnis ihrer Eigenschaften und potenziellen Auswirkungen.

Tumoren des Rückenmarks und seiner Hüllen

Im Wirbelkanal können neben knöchernen Einengungen auch tumoröse Prozesse vorkommen, die je nach Lage auf Nerv- und/oder Rückenmark drücken. Auch von den Hüllen des Rückenmarks ausgehende, meist gutartige Tumoren (Meningeome) oder Tumoren der Nervenstützzellen (Neurinome, Schwannome) können zu Druckschädigungen bis zur Querschnittslähmung führen. Die Diagnostik mittels Kernspintomographie und ggf. auch die Untersuchung von Nervenströmen ist hier immer notwendig. Eine operative Entfernung des Prozesses ist wegen der drohenden Schädigung praktisch nie zu vermeiden.

Ursachen und Risikofaktoren

Ein Meningeom entsteht durch die Entartung von Deckzellen der Arachnoidea, einer Hirnhautschicht. Die genauen Ursachen für diese Überaktivierungen sind bis heute nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischen Faktoren und bestimmten Umweltbedingungen zur Entwicklung dieser Art von Hirntumor beitragen kann. Ionisierende Strahlung ist nach heutigem Wissensstand einer der größten Risikofaktoren für die Entstehung von Meningeomen. Eine Ursache für Meningeome könnte auch das Hormon Östrogen darstellen, was erklären würde, warum Frauen häufiger betroffen sind als Männer.

Symptome von Spinalen Meningeomen

Die Symptome eines spinalen Meningeoms entwickeln sich oft schleichend, da die Tumoren langsam wachsen. Die Art und Schwere der Symptome hängen von der Lage des Tumors und dem Ausmaß der Kompression des Rückenmarks oder der Nervenwurzeln ab.

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Typische Symptome sind:

  • Schmerzen: Lokale Rückenschmerzen, die in Arme oder Beine ausstrahlen können. Diese Schmerzen können unabhängig von Belastung, Körperposition oder Tageszeit auftreten.
  • Sensibilitätsstörungen: Taubheitsgefühle, Kribbeln oder andere veränderte Empfindungen in den Extremitäten.
  • Motorische Schwäche: Muskelschwäche, die sich in Schwierigkeiten beim Gehen, Heben von Gegenständen oder anderen alltäglichen Aktivitäten äußern kann.
  • Blasen- und Darmfunktionsstörungen: In fortgeschrittenen Fällen kann es zu Problemen bei der Kontrolle der Blasen- und Darmfunktion kommen.
  • Sexuelle Funktionsstörungen: Beeinträchtigungen der Sexualfunktion können ebenfalls auftreten.
  • Gangunsicherheit: Angehörige bemerken eine zunehmende Gangunsicherheit.

Da die Symptome unspezifisch sein können, ist eine frühzeitige Diagnose entscheidend.

Diagnostik: Der Stellenwert der MRT

Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist das bildgebende Verfahren der Wahl zur Diagnose von spinalen Meningeomen. Die MRT liefert detaillierte Bilder des Rückenmarks, der Nervenwurzeln und der umgebenden Strukturen.

MRT-Befunde bei Meningeomen:

  • Lokalisation: Meningeome sind in der Regel extramedullär und intradural gelegen, d.h. sie befinden sich außerhalb des Rückenmarks, aber innerhalb der Dura mater (der äußeren Rückenmarkshaut).
  • Abgrenzung: Im MRT zeigen sich Meningeome in der Regel als klar abgegrenzte Tumore.
  • Kontrastmittelaufnahme: Meningeome nehmen in der Regel Kontrastmittel auf, was sie im MRT-Bild hervorhebt. Die Art der Kontrastmittelanfärbung (Enhancement) des Tumors erlaubt bereits eine vorläufige Einordnung des Tumors.
  • Dural Tail Sign: Oft ist eine Verdickung der Dura mater in der Nähe des Tumors sichtbar, das sogenannte "Dural Tail Sign".
  • Kompression: Die MRT kann das Ausmaß der Kompression des Rückenmarks oder der Nervenwurzeln durch den Tumor zeigen.
  • Rechtsseitige Lokalisation: Die Angabe "rechts" im Kontext von "Meningeom LWS MRT rechts" bedeutet, dass der Tumor auf der rechten Seite des Wirbelkanals lokalisiert ist.

Differenzialdiagnose

Es ist wichtig, Meningeome von anderen spinalen Tumoren und Erkrankungen zu unterscheiden, die ähnliche Symptome verursachen können. Dazu gehören:

  • Neurinome (Schwannome): Tumoren, die von den Schwann-Zellen der peripheren Nerven ausgehen. Im Vergleich zum Meningeom wachsen Neurinome sowohl innerhalb der Hirnhaut, die das Rückenmark umschließt, als auch außerhalb. Sie können über die seitlichen Öffnungen der Wirbelsäule (Neuroforamina) zusammen mit dem Segmentnerven den Spinalkanal verlassen und haben dann ein sanduhrförmiges Wachstumsmuster.
  • Ependymome: Tumoren, die von den Ependymzellen des Rückenmarks ausgehen. Ependymome gehen von Ependymzellen aus, die den Zentralkanal innerhalb des Rückenmarks auskleiden. Sie wachsen daher konzentrisch innerhalb des Rückenmarks und verdrängen die Rückenmarksbahnen. Charakteristischerweise nehmen sie in der MRT Bildgebung nur flau Kontrastmittel auf und können von einer Syrinx (Höhle im Rückenmark) und Ödem umgeben sein, da sie die Zirkulation des Nervenwassers im Zentralkanal des Rückenmarks stören.
  • Astrozytome: Tumoren, die von den Astrozyten des Rückenmarks ausgehen. Gliome oder Astrozytome sind seltene Tumore des Rückenmarks und gehen von den Stützzellen innerhalb des Rückenmarks aus und wachsen dort diffus. Eine Abgrenzung zum Rückenmark gibt es meist nicht.
  • Metastasen: Absiedlungen von Krebszellen aus anderen Teilen des Körpers. Die häufigsten extraduralen Tumoren sind Töchtergeschwülste (Metastasen) anderer Tumoren (80 %). Der Lungen-, Brust-, Nieren-, Prostata- und Krebs macht besonders häufig Wirbelsäulenmetastasen.
  • Spinale Stenose: Verengung des Spinalkanals aufgrund von degenerativen Veränderungen. Als Spinalkanalverengung bezeichnet man eine Verengung des Wirbelkanals aufgrund von Verschleißerscheinungen (Degenerationen). Sie tritt daher v.a. in höherem Alter auf.
  • Bandscheibenvorfälle: Austritt von Bandscheibengewebe in den Wirbelkanal. Bei einem Bandscheibenvorfall kommt es zu einem Austritt von Bandscheibenanteilen in den Wirbelkanal und kann an der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule entstehen.
  • Cysten der Wirbelgelenke: Diese Cysten sind Ausdruck einer langdauernden Degeneration und kommen häufig in Zusammenhang mit einer spinalen Stenose vor. Sie führen im Spinalkanal von hinten zu einem zusätzlichen Druck auf die Nervenwurzel und müssen dann operativ entfernt werden.
  • Lipome im Spinalkanal: Im Spinalkanal sorgt eine feine Fettschicht um den Rückenmarkssack für eine erleichterte Beweglichkeit der Schichten. In manchen Fällen kann das Fettgewebe aber auch zu einem Druck auf den Rückenmarkssack und die Nervenwurzeln führen. Hier ist die mikrochirurgische Entfernung des Fettes angezeigt.

Behandlung von Spinalen Meningeomen

Die Behandlungsstrategie für spinale Meningeome hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Größe und Lage des Tumors, das Vorhandensein von Symptomen und der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten.

Beobachtung: Kleine, asymptomatische Meningeome können zunächst beobachtet werden, insbesondere bei älteren Patienten oder solchen mit erheblichen Begleiterkrankungen. Regelmäßige MRT-Kontrollen sind erforderlich, um das Tumorwachstum zu überwachen. Je nach Größe kann das Neurinom dann einfach nur beobachtet (bei Zufallsbefunden) oder operativ entfernt werden (bei neurologischen Störungen).

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Operation: Die operative Entfernung ist die Behandlung der Wahl für die meisten symptomatischen spinalen Meningeome. Ziel der Operation ist es, den Tumor vollständig zu entfernen und das Rückenmark und die Nervenwurzeln zu entlasten. Die Operation dient der Entlastung des Rückenmarkes bzw. der Nervenwurzeln und / oder der Stabilisierung der Wirbelsäule. Handelt es sich um gutartige Tumoren, kann bei vollständiger Tumorentfernung eine Heilung erzielt werden.

  • Mikrochirurgische Technik: Die Operation wird in der Regel mikrochirurgisch durchgeführt, um das umliegende Nervengewebe zu schonen. Die Ergebnisse der Operationen von Rückenmarktumoren sind durch die Anwendung der mikroskopischen Präparationstechnik und des intraoperativen Monitoring der sensiblen und motorischen Bahnen deutlich besser geworden.
  • Intraoperatives Monitoring: Während der Operation kann ein intraoperatives Monitoring eingesetzt werden, um die Funktion des Rückenmarks und der Nervenwurzeln zu überwachen.
  • Stabilität: In seltenen Fällen kann nach vollständiger Entfernung des Tumors in der gleichen Sitzung eine instrumentelle Stabilisierung des Segmentes notwendig sein.

Strahlentherapie: Wenn eine vollständige operative Entfernung nicht möglich ist oder der Tumor rezidiviert, kann eine Strahlentherapie in Betracht gezogen werden. Je nach Tumorart kann sich postoperativ eine Nachbehandlung durch Bestrahlung und/oder Chemotherapie anschließen.

Mögliche Komplikationen

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff gibt es auch bei der Operation von spinalen Meningeomen potenzielle Komplikationen. Dazu gehören:

  • Neurologische Defizite: Schwäche, Taubheit oder Schmerzen in den Extremitäten.
  • Instabilität der Wirbelsäule: In seltenen Fällen kann eine Stabilisierungsoperation erforderlich sein.
  • Infektion:
  • Liquorleck: Austritt von Hirnwasser.
  • Rezidiv des Tumors: Wegen der Gefahr eines Tumorrezidives (beim Neurinom ca. 10%) ist die längerfristige Nachsorge des Patienten von besonderer Bedeutung.

Rehabilitation

Nach der Operation kann eine Rehabilitation erforderlich sein, um die neurologische Funktion wiederherzustellen und die Lebensqualität zu verbessern. Eine Reha nach einer Meningeom-Behandlung kann sowohl ambulant als auch teil- oder vollstationär erfolgen. Nach der Operation eines gutartigen Hirntumors wird in der Regel eine neurologische Reha durchgeführt. stehen Diagnose und Behandlung der durch den Hirntumor hervorgerufenen Beeinträchtigungen im Vordergrund, also geistige Ausfälle, Beeinträchtigungen der Motorik, Störungen der Sprache oder des Gleichgewichts oder Lähmungen. hat den Schwerpunkt auf körperliche und psychische Stärkung nach der Krebs-OP und Chemotherapie. /Strahlentherapie).

Prognose

Die Prognose für Patienten mit spinalen Meningeomen ist in der Regel gut, insbesondere wenn der Tumor vollständig operativ entfernt werden kann. Die meisten Meningeome sind gutartig und wachsen langsam. Allerdings ist eine langfristige Nachsorge wichtig, um ein Rezidiv des Tumors frühzeitig zu erkennen. Die Prognosen bei einem Meningeom hängen vom Schweregrad der Erkrankung ab. Da Grad-I-Tumore häufig bei einer Operation komplett entfernt werden können, sind hier die Erfolgsaussichten gut. Bei einem Meningeom vom Typ II ist nach der Operation die Gefahr gegeben, dass der Tumor nachwächst - dann muss erneut operiert werden. Ein Grad-III-Meningeom ist potenziell gefährlich, da der Tumor metastasieren kann. Die Chancen auf Heilung sind gering.

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