Neurologie Privatsprechstunde: Ablauf, Schwerpunkte und Services

Die neurologische Privatsprechstunde bietet eine umfassende ambulante Versorgung für Privatversicherte und Selbstzahler mit neurologischen Fragestellungen. Im Mittelpunkt stehen dabei eine persönliche Betreuung, moderne Diagnostik und ausreichend Zeit für eine ausführliche Beratung.

Willkommen in der Neuro Praxis

In der Neuro Praxis Düsseldorf erwartet Sie ein angenehmes Ambiente, exzellenter Service und eine optimale medizinische Versorgung. Neben dem gesamten Spektrum neurologischer Erkrankungen liegt ein besonderer Fokus auf der Diagnostik und Therapie vegetativer Störungen und Erkrankungen des autonomen Nervensystems (ANS Clinic). Die Praxis befindet sich im dritten Stock des Pradus Medical Center und ist barrierefrei zugänglich.

Das Team

Das Team der Neuro Praxis Düsseldorf legt großen Wert auf eine gründliche Anamnese, eine analytische Diagnostik sowie Empathie und Verbindlichkeit. Im Mittelpunkt steht immer der Mensch. Michelle Lüttmann, Physician Assistant (B.Sc.), unterstützt das Team in vielfältigen Aufgaben und zeichnet sich durch ihre hohe Empathie, ihre freundliche Art und ihre ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeit aus.

Schwerpunkte und Spezialisierungen

Die Neurologie befasst sich mit Erkrankungen des Nervensystems und der Muskeln. Durch den technischen Fortschritt bei den Untersuchungsmethoden hat sich das Wissen über die komplexen Zusammenhänge im Nervensystem in den letzten Jahrzehnten enorm erweitert.

ANS Clinic: Diagnostik und Therapie vegetativer Störungen

Das autonome Nervensystem (ANS) steuert unwillkürliche Körperfunktionen wie Herzrate, Blutdruck, Atmung, Verdauung und Hormonausschüttung. Die ANS Clinic in der Neuro Praxis Düsseldorf ist auf die Diagnose und Therapie neurovegetativer Beschwerden spezialisiert. Angeboten werden gezielte ärztliche Untersuchungen, spezialisierte Funktionstests sowie ein therapeutisches Gesamtkonzept mit medikamentösen Empfehlungen, physiotherapeutischen Übungsprogrammen und Beratung zu präventiven Maßnahmen.

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Behandlungsspektrum neurologischer Erkrankungen

Das neurologische/psychiatrische Behandlungsspektrum umfasst das gesamte Gebiet der zentralen und peripheren neurologischen bzw. psychiatrischen Erkrankungen. Die Praxis bietet alle gängigen (apparativen) Diagnoseverfahren an und ist mit modernen Geräten ausgestattet. Die Behandlung findet in modernen, hellen und barrierefreien Praxisräumen statt.

Typische Krankheitsbilder sind:

  • Schlaganfall
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Parkinson-Krankheit und andere Bewegungsstörungen
  • Migräne und andere Kopfschmerzkrankheiten
  • Schwindelerkrankungen
  • Hirnhaut-/Hirnentzündungen (Meningitis, Encephalitis)
  • Demenzen (z. B. Alzheimer-Erkrankung)
  • Epilepsien und andere Anfallskrankheiten
  • Entzündungen und Stoffwechselkrankheiten der peripheren Nerven und der Muskulatur
  • Schmerzstörungen aufgrund von neurologischen Erkrankungen

Multiple Sklerose (MS)

Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems, die das Gehirn und das Rückenmark betrifft und meist im frühen Erwachsenenalter beginnt. Das Beschwerdebild ist sehr mannigfaltig und auch der Krankheitsverlauf individuell sehr unterschiedlich. Die Diagnose wird durch eine sorgfältige Erhebung der Krankheitsgeschichte, eine neurologische Untersuchung, eine Kernspintomographie und eine Untersuchung des Nervenwassers gestellt. Die Behandlung umfasst die Akuttherapie von Schüben mit Kortison sowie die immunmodulatorische Therapie zur Beeinflussung der Entzündungsaktivität.

Epilepsie

Epilepsie ist eine Sammelbezeichnung für eine Gruppe von Funktionsstörungen des Gehirns, die durch ein Zusammenspiel aus fehlgesteuerter Erregungsbildung und fehlender Erregungsbegrenzung der Nervenzellen des Gehirns entstehen. Einzelne Hirnbereiche bzw. das ganze Gehirn sind übermäßig aktiv, sodass es zu epileptischen Anfällen kommt. Es gibt einfache Anfälle, bei denen z.B.

Parkinson-Syndrom

Verschiedene Erkrankungen können ein Parkinsonsyndrom verursachen. Ein Parkinsonsyndrom ist gekennzeichnet durch eine Verlangsamung und Verarmung der Bewegungen, begleitet von mindestens einem der folgenden Hauptsymptome: Rigor (Muskelsteifigkeit), Ruhetremor (Ruhezittern), Posturale Instabilität (Gleichgewichtsstörungen). Am häufigsten kommt das „idiopathische Parkinsonsyndrom vor“, hier spricht man vom Morbus Parkinson oder von der Parkinson`schen Krankheit. Die genaue Ursache der Erkrankung ist bislang nicht bekannt. Vom (symptomatischen) sekundären Parkinsonsyndrom spricht man, wenn die Ursache bekannt ist.

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Demenzerkrankungen

Demenzerkrankungen werden in hirnorganische Demenzen (primäre Demenzen) und sehr viel seltener sekundäre Demenzen unterteilt. Die primären Demenzen machen ca. 90% der Demenzerkrankungen aus. Hierunter zählen die Alzheimer-Demenz, die gefäßbedingten (vaskulären) Demenzen, die Lewy-Körperchen-Demenz und die seltene frontotemporale Demenz. Bei den sekundären Demenzen stellt sich eine Hirnleistungsstörung in Folge einer bereits vorhandenen Erkrankung (z.B.

Polyneuropathie

Eine Polyneuropathie liegt vor, wenn gleichzeitig mehrere periphere Nerven im Körper nicht richtig funktionieren. Diabetes, Infektionen, Toxine, bestimmte Arzneimittel, Krebserkrankungen, Nährstoffmangel, Autoimmunerkrankungen und andere Erkrankungen sind häufige Ursachen für die Fehlfunktion der Nerven. Häufige Symptome sind Gefühlstörungen, Missempfindungen und Schmerzen. Oft sind anfangs die Füße und Beine betroffen. Falls bekannt und möglich, sollten die auslösende Ursache behandelt werden, spezielle Medikamente lindern Schmerzen und unangenehme Missempfindungen.

Nervenengpasssyndrome

Der Arm und die Hand werden im Wesentlichen durch drei Hauptnerven innerviert: Nervus medianus, Nervus ulnaris und Nervus radialis. Jeder dieser drei großen Nerven kann an vorgegebenen Engstellen im Bereich des Unterarmes und Handgelenkes in unterschiedlicher Häufigkeit Kompressionssyndrome entwickeln. Je nachdem welcher Teil der Nerven betroffen ist, stehen entweder Lähmungen, Schmerzen und/oder Missempfindungen im Vordergrund. Durch eine gezielte Untersuchung und eine ergänzende elektrophysiologische Abklärung kann die Diagnose meist eindeutig gestellt werden. Bei leichter Ausprägung kann die Therapie zunächst konservativ erfolgen, durch Ruhigstellung.

Schwindel

Schwindel ist keine Krankheit im eigentlichen Sinn, sondern ein Symptom, das durch verschiedene Erkrankungen verursacht werden kann. Schwindel ist das Gefühl einer Bewegung, wenn keine Bewegung da ist, oder es liegt eine gestörte Orientierung im Raum vor. Schwindel kann im Gehirn ausgelöst werden oder entsteht durch eine Störung des Gleichgewichtsorgans im Ohr. Auch Störungen der Gefühlswahrnehmung an den Füßen (Polyneuropathie) können sich als Schwindel äußern.

Muskelkrankheiten

Unter Muskelkrankheiten versteht man alle neuromuskulären Erkrankungen. Der Volksmund spricht von «Muskelschwund» und beschreibt damit ein wesentliches Krankheitszeichen, das bei diesen sehr unterschiedlich verlaufenden Erkrankungen auftritt, auf wenige Muskelgruppen begrenzt oder auch die gesamte Muskulatur erfassend. Eine Reihe von Muskelerkrankungen kann sowohl im (früheren) Kindesalter als auch im (späteren) Erwachsenenalter auftreten. Ursächlich liegen meist Veränderungen der Erbsubstanz oder eine gestörtes Immunsystems (Abwehrsystem) vor. Muskelkrankheiten führen zur Abnahme der Muskelmasse, zu Muskelschwäche, Lähmungen und/oder Muskelkrämpfen. Deshalb liegt der Fokus der Behandlung von Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen im körperlich-therapeutischen, aber auch im psycho-sozialen Bereich.

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Dystonien

Dystonien sind Erkrankungen des Nervensystems, bei denen es zu unwillkürlichen und anhaltenden Verkrampfungen aller oder bestimmter Muskeln kommt, so dass Bewegungen unwillkürlich ausgeführt oder andere, gewollte Bewegungen gehemmt werden. Teilweise sind diese Verkrampfungen von Schmerzen begleitet. Diese Verkrampfungen gehen vom zentralen Nervensystem aus und können ganz verschiedene Ursachen haben. Wenn sich einzelne Muskelgruppen verkrampfen, spricht man von fokalen, d.h. herdförmigen Dystonien. Dies sind z. B. die Schiefhals- Erkrankungen (Retro-, Antero-, Latero-, oder Tortikollis), die Gesichtsdystonien (Blepharospasmus, Meige-Syndrom) aber auch Hand- und Fußdystonien, wie z. B der Schreibkrampf. Mit dem sehr stark verdünnten und darum ungefährlichen Giftstoff des Bakteriums Clostridium botulinum, dem sog. Botulinumtoxin, können einzelne Muskeln vorübergehend, d.h. für einige Monate, ganz oder teilweise gelähmt werden. Eine Behandlung mancher herdförmiger Dystonien ist so durch Spritzen von Botulinumtoxin in den überaktiven Muskel möglich. Dies kann auch bei anderen Krankheiten mit überaktiven Muskeln, wie z. B. Spastik, hilfreich sein. Bei gutem Erfolg muss die Behandlung alle drei bis vier Monate wiederholt werden.

Hirntumore

In der Neurologischen Klinik werden pro Jahr etwa 100 Patient*innen mit Tumoren stationär/ambulant untersucht und behandelt. Die Diagnostik und Therapie einer Tumorerkrankung stellen eine große Belastung für die Betroffenen und ihre Angehörigen dar. Häufig diagnostizierte und behandelte Tumore sind Glioblastome, Astrozytome, Oligodendrogliome, Lymphome und Meningeome. Im Rahmen eines interdisziplinären Tumorboards wird eng mit der Neurochirurgischen Klinik, der Gemeinschaftspraxis für Strahlentherapie, der Klinik für Hämatologie und internistische Onkologie sowie niedergelassenen Ärzten zusammengearbeitet.

Diagnostische Verfahren

Die Praxis bietet ein breites Spektrum an diagnostischen Verfahren, um neurologischen Erkrankungen auf den Grund zu gehen:

  • Farbcodierte Duplexsonographie: Ultraschalluntersuchung der zuführenden (extracraniellen) Halsgefäße
  • Transkranielle Dopplersonographie: Ultraschalluntersuchung der hirneigenen (intrakraniellen) Blutgefäße
  • Elektroenzephalogramm (EEG): Aufzeichnung der Gehirnströme zur Aufdeckung von Störungen der Gehirnfunktion, inkl. aller gängigen Provokationsverfahren
  • Elektromyographie (EMG): Untersuchung der Muskelpotentiale bei der Diagnostik von Erkrankungen der peripheren Nerven und Muskelerkrankungen
  • Elektroneurographie (NLG): Untersuchung der Leitgeschwindigkeiten von Nerven
  • Evozierte Potentiale (EP): Ableitung der Hirnaktivität, ausgelöst durch visuelle (VEP), akustische (AEP) und sensible (SEP) Reize
  • Neuropsychologische Untersuchungsverfahren: Abklärung von Gedächtnisstörungen und Hirnleistungseinschränkungen
  • Labor- und Liquordiagnostik: Untersuchung von Blut und Nervenwasser
  • Autonome Funktionsdiagnostik: Bei Verdacht auf autonome Beteiligung, z.B. bei neurodegenerativen Erkrankungen oder Polyneuropathien, inkl. Kipptisch-Untersuchung
  • Zusatzuntersuchungen:
    • Substantia-nigra-Sonographie: bei Parkinson-Syndromen
    • Emboliediagnostik: Shunt- und Mikroemboliennachweis
    • Optikusnerv-Sonographie: Sehstörungen / Hirndruckverdacht
    • Riechtest: Diagnostik bei Riechstörungen, z.B. im Rahmen von neurodegenerativen Erkrankungen

Ablauf der Privatsprechstunde

  1. Terminvereinbarung: Termine können telefonisch vereinbart werden. Es ist hilfreich, bereits bei der Anmeldung den Grund für die Vorstellung kurz mitzuteilen, um den Ablauf optimal vorzubereiten.
  2. Erster Termin: Zum ersten Termin sollten alle notwendigen medizinischen Befundberichte, Untersuchungsergebnisse, Krankenhausentlassungsberichte sowie der Medikamentenplan mitgebracht werden.
  3. Anamnese und Untersuchung: In einem ausführlichen Gespräch werden die aktuellen Beschwerden und die Vorgeschichte erörtert. Anschließend erfolgt eine detaillierte klinisch-psychopathologische und neurologische Befunderhebung sowie, wenn erforderlich, diagnostische Zusatzmaßnahmen.
  4. Diagnose und Therapieplanung: Nach Abschluss der Diagnostik erfolgt in einem Gespräch die diagnostische Einschätzung der Erkrankung sowie die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten mit Medikamenten, Psychotherapieverfahren oder anderen Heilmaßnahmen.

Qualitätsmanagement

Die gesamten Praxis- und Verwaltungsbereiche sind nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. ISO 9001 ist ein international anerkanntes Qualitätsmanagementsystem (QMS), das Unternehmen dabei hilft, ihre Prozesse und Abläufe zu optimieren und die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen zu verbessern.

Kooperationen und Vernetzung

Die Neurologie arbeitet eng mit anderen medizinischen Fächern zusammen, da Ursachen und Wirkungen neurologischer Erkrankungen häufig auch in anderen medizinischen Bereichen (z. B. Innere Medizin, Orthopädie u. v. m) liegen.

Innerhalb der Klinik bestehen enge Kooperationen mit spezialisierten Bereichen wie:

  • Schlafambulanz: Abklärung schlafbezogener neurologischer Störungen
  • Epileptologie: Spezialisierte Diagnostik und Beratung bei Anfallsleiden und unklaren Bewusstseinsstörungen
  • Universitäts DemenzCentrum: Differenzierte Abklärung von Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
  • Neuroradiologie: Anforderung weiterführender bildgebender Verfahren wie CT, MRT, Gefäßdarstellungen oder - je nach Fragestellung - spezialisierter Untersuchungen (z.B. DAT-Scan)
  • Weitere hausinterne Spezialambulanzen: Multiple-Sklerose-Ambulanz, Bewegungsstörungsambulanz, Neuromuskuläre Ambulanz, Kopfschmerzambulanz

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