Weltweit leiden viele Menschen unter Migräne, einer Schmerzerkrankung, die die Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit stark beeinträchtigen kann. In Deutschland sind täglich rund 900.000 Menschen von einer Migräneattacke betroffen. Um die Häufigkeit von Attacken zu senken, werden sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Verfahren eingesetzt. Eine wichtige Rolle spielen dabei Apps, die den Migräne- und Schmerzverlauf dokumentieren und so helfen, mögliche Auslöser zu erkennen. Dieser Artikel vergleicht verschiedene Migräne-Apps, die ohne Konto genutzt werden können, und zeigt ihre Vor- und Nachteile auf.
Die Bedeutung des Schmerztagebuchs
Ein Schmerztagebuch ist ein wichtiges Instrument zur Behandlung chronischer Beschwerden und Krankheiten, einschließlich Migräne. Es hilft, den Schmerzverlauf zu dokumentieren und mögliche Auslöser zu identifizieren. Apps können Kopfschmerz- und Migräne-Therapien wirksam unterstützen und bei leichten Formen frühzeitig helfen. Sie ermöglichen es, Gegenstrategien frühzeitig auszulösen und die Medikamenteneinnahme besser zu überwachen.
Vorgestellte Migräne-Apps im Detail
Pain Tracer App
Die Pain Tracer App ist ein Online-Schmerztagebuch, mit dem Sie zahlreiche verschiedene Schmerzen und Schmerzarten notieren können, während sie auftreten. Mit dieser App können Sie alle wichtigen Informationen aufzeichnen, die Sie für sich oder die Behandlung durch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin benötigen. So lässt sich verzeichnen, ob der Schmerz morgens, mittags, abends oder nachts aufgetreten ist. Sie können die Einnahme von Medikamenten wie Ibuprofen oder Aspirin festhalten und in Skalen sehen, wie der Schmerz Ihre Lebensqualität beeinträchtigt hat. Besonders überzeugend an der Pain Tracer App ist jedoch die Körper-Ansicht. Hier können Sie auf die jeweiligen betroffenen Körperteile klicken und auf einer Skala von 1 bis 10 den Schmerz festhalten. Da Sie so nicht nur lediglich "Kopf" oder "Knie" festhalten, sondern spezifische Areale dieser Körperteile angeben können, ist die Aufzeichnung so äußerst detailliert und Tatsachen-getreu. Die App ist im App Store für iOS verfügbar.
Migräne-App der Schmerzklinik Kiel
Die Migräne-App der Schmerzklinik Kiel ist vollkommen kostenfrei und bietet die Chance, detaillierte Einträge Ihrer Beschwerden zu erstellen. So wird etwa nach der Dauer des Schmerzes gefragt, nach anderen Symptomen wie etwa einer Migräne-Aura oder Übelkeit, sowie ob körperliche Aktivität die Beschwerden verschlimmert hat. Außerdem können Sie hier auch die jeweilige Medikation und Dosis speichern, die Sie genutzt haben, sowie ob und wie gut es gewirkt hat. Sie können sich an Ihre Medikamenteneinnahme erinnern lassen und eine detaillierte Jahresanalyse für Ihre Beschwerden erstellen. Besonders überzeugend ist in dieser App aber die Gesamtansicht, wo Sie auf einen Blick sehen können, wie viele Tage Sie in den verschiedenen Monaten unter Kopfschmerzen litten und wie gut Ihre Medikation gewirkt hat. Beides ist besonders hilfreich, wenn Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin Ihre Beschwerden schildern möchten.
Die "Migräne-App" entwickelten die Techniker Krankenkasse, die Schmerzklinik Kiel und das bundesweite Kopfschmerzbehandlungsnetz gemeinsam. In der App wird der Migräne- und Kopfschmerzverlauf stetig dokumentiert. Mögliche Auslösefaktoren, wie Wetterveränderungen werden automatisch hinzugefügt. Die App warnt vor Überschreitungen in der Medikamenteneinnahme. Nutzerinnen und Nutzer können sich über aktuelle Nachrichten zu Migräne- und Kopfschmerzbehandlung informieren. Zur Migräne-App gehört der "TK-Kopfschmerzcoach" zur Verfügung, der modernen Kopfschmerzvorbeugung digital vermittelt. Die Migräne-App kann im Google Play Store oder im App Store heruntergeladen werden.
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Das aktuelle Migräne-Update stellt viele neue Funktionen und Optimierungen zur Verfügung. Die Migräne-App ist ein digitales Versorgungsangebot, das direkt in die professionelle ärztliche Versorgung eingebunden ist. Sowohl Patienten als auch die behandelnden Ärzte sollen unterstützt werden. Anhand von quantitativen Verlaufsparametern wird es Patient und Arzt möglich, die Therapieanpassung zu optimieren, den Verlauf zu kontrollieren und die Effektivität der Behandlungsmaßnahme zu steigern. Dafür wurde in die Migräne-App die Sprechstunden-Checkliste integriert. Sie kann direkt über die Übersichtsseite der App durch Patient oder Arzt im Cockpit aufgerufen werden. Hier findet sich die Sprechstunden-Checkliste mit den zusammengefassten Datensätzen für das laufende Jahr und für das Vorjahr. Diese Analyse kann auf Wunsch als Pdf-Formular z.B. Damit kann auch eine Speicherung der Daten in der elektronischen Patientenakte ermöglicht werden.
Die Jahresauswertung zeigt die aggregierten Datensätze für den jeweiligen Monat des Jahres. In den ersten vier Spalten werden verschiedene Kopfschmerzphänotypen differenziert. Spalte A enthält die Tage mit einer Migräneaura, Spalte M die Tage mit einer Migräne, Spalte S die Tage mit einem Kopfschmerz vom Spannungstyp und Spalte U für andere unbestimmte Kopfschmerzformen. Migräne und Kopfschmerz vom Spannungstyp sind für ca. 92% aller Kopfschmerzen in der Bevölkerung verantwortlich. Daher konzentriert sich die Migräne-App auf diese beiden Hauptformen. Sollten andere Kopfschmerzformen, die nicht diesen Phänotypen entsprechen, vorhanden sein, werden sie in der Spalte U, d.h. unbestimmter Typ, subsumiert.
Die Nutzung der Migräne-App erfordert einen geschulten Patienten, der seine Kopfschmerzform im Alltag differenzieren kann. Da auch der Patient im Alltag wissen muss, bei welcher Kopfschmerzform er welche Akuttherapie oder sonstige Behandlungsmaßnahmen einsetzt, ist die Unterscheidung des Kopfschmerzphänotyps für ein professionelles Behandlungsgeschehen Voraussetzung. Daher muss die Migräne-App auch nicht sämtliche Merkmale des Kopfschmerzphänotyps für jeden Anfall prospektiv abfragen, da diese Entscheidung durch den Patienten getroffen wird. Der Patient gibt die entsprechenden Merkmale im Menü „Schnelleingabe“ ein und dokumentiert auch die Schwere, die Dauer, die Art des verwendeten Akutmedikamentes sowie dessen Effektivität. Gleichzeitig dokumentiert er die Auswirkungen der Kopfschmerzen auf die Arbeitstätigkeit, auf die Tätigkeit im Haushalt sowie auf die Tätigkeit in der Freizeit.
Die Migräne-App erfasst dabei progressiv den Grad der Auswirkung auf diese Tätigkeitsfelder. Eine Einschränkung der Tätigkeit um mehr als 50% wird für die Erfassung des Grades der Behinderung durch Kopfschmerzen dokumentiert. Ebenfalls erfasst die Migräne-App, ob die Aktivität durch Kopfschmerzen für den jeweiligen Bereich komplett unmöglich gemacht wird. Betrifft dies die Arbeit, wird ein Tag mit Arbeitsunfähigkeit registriert. Wird die Tätigkeit im Haushalt oder in der Freizeit komplett unmöglich gemacht, wird dies mit 100%iger Beeinträchtigung dokumentiert. Die Tage der Beeinträchtigung durch die Kopfschmerzen werden pro Monat summiert und in der letzten Spalte als GdBK-Punkte abgebildet, als Grad der Behinderung durch Kopfschmerzen. Somit erhalten Patient und Arzt ein direktes Abbild der für die Kopfschmerzen bedingte Behinderung im jeweiligen Monat. Dieser Score wird analog zum MIDAS-Score errechnet. Im Unterschied zum MIDAS-Score werden die Daten jedoch fortlaufend prospektiv erhoben, so dass die Verlässlichkeit deutlich höher anzusehen ist. Der MIDAS-Score erfasst die entsprechenden Beeinträchtigungen für den Zeitraum von drei Monaten rückblickend aus dem Gedächtnis. Es ist evident, dass der dadurch erhobene Wert wesentlich fehleranfälliger ist. Die Analyse der so erhobenen Verlaufsparameter kann jetzt direkt für die Therapieentscheidung herangezogen werden. Eine bedeutsame Abnahme der Migränetage pro Monat um mindestens 50% kann die Wirkung einer gewählten Kopfschmerzprophylaxe operational belegen. Der behandelnde Arzt kann direkt ablesen, ob z.B. das gewählte Medikament effektiv ist oder eine Therapieanpassung durch Dosissteigerung oder Umwechseln des Medikamentes erforderlich ist. Auch ist durch die Analyse der Kopfschmerztage pro Monat die Entstehung einer chronischen Migräne abbildbar. Ob die Kopfschmerztherapie im Verlauf effektiv ist, kann auch an der Schwere und Dauer der Kopfschmerzanfälle abgeleitet werden. Für die Schwere und für die Dauer wird jeweils die Summe der einzelnen Werte pro Monat gebildet und gleichzeitig ein Mittelwert daraus errechnet. Die Schwere der Kopfschmerzen wird mit einem Score (0= kein, 1= schwach, 2= mittel, 3= stark, 4= sehr stark) dokumentiert. Die jeweiligen Graduierungen sind in der Legende auf dem Auswertungs-Pdf beschrieben. Die operationale Bewertung der Wirkung der Akuttherapie kann über die Analyse der Medikamentenwirkung erfolgen. Zunächst werden je Monat die Einnahmetage für die Akuttherapie ausgewiesen. Die Abnahme der Notwendigkeit für die Einnahme von Akutmedikation kann ebenfalls als Hinweis für eine wirksame Prophylaxe interpretiert werden. Auf der anderen Seite kann die Zunahme oder gar das Überschreiten der Einnahmetage pro Monat über 10 und mehr Tage im Monat als Hinweis für eine zunehmende Chronifizierung und Entwicklung eines Medikamentenübergebrauchskopfschmerzes bewertet werden. Hier gilt es, mit dem Patienten eingehend zu besprechen, dass die 10-20-Regel eingehalten werden muss und dass das Überschreiten der 10er Grenze eine weitere Chronifizierung fördert. Die Wirkung der Akutmedikation…
Manage My Pain
Wenn Sie es hauptsächlich mit einer Schmerzart an einer Stelle zu tun haben und lediglich die Häufigkeit und Intensität tracken möchten, ist Manage My Pain hervorragend für Sie geeignet. Diese App ist sehr einfach zu bedienen und recht simpel angelegt, sodass sie sich auch für ältere Menschen oder solche mit wenig Smartphone-Erfahrung eignet. Wenn Sie die App öffnen, sehen Sie zunächst ein Ziffernblatt von 0 bis 10, jeweils von grün bis dunkelrot. 10 steht hier für die höchste Schmerzstufe, 0 die niedrigste. Nun müssen Sie lediglich auf die entsprechende Zahl drücken. Optional können Sie noch Medikamente oder eine Notiz hinterlassen, schon ist der Schmerzeintrag vollbracht. Außerdem können Sie sich unter den Statistiken einen Durchschnittswert Ihrer Schmerzen für die letzten Tage, die vergangene Woche oder den vergangenen Monat anzeigen lassen, sowie eine Erinnerung zum Eintragen Ihrer Schmerzen einrichten. Zudem stehen die Bezahlversion Manage My Pain Pro zur Verfügung, die etwas unter 5 Euro kostet. Hier verfolgen Sie noch detailliert, wie wirksam Ihre Medikamente sind, bekommen Informationen von Schmerzexperten bzw.
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Bearable Symptom-Tracker
Wessen Beschwerden nicht nur Schmerzen beinhalten, sondern auch andere störende oder unangenehme Symptome, sollte auch diese notieren. Hierfür eignet sich die App Symptom-Tracker. Zusätzlich können Sie tracken, was Sie beeinflusst. Dazu zählt zum Beispiel, Alkoholkonsum, Ihr Essverhalten oder wie viel Sie geschlafen haben. Anschließend können Sie die verschiedenen Symptome auf einer Skala von 1 bis 10 in ihrer Stärke notieren. Der Verlauf Ihrer Schmerzen wird in einer Grafik angezeigt.
Privacy Friendly Schmerztagebuch App
Die Privacy Friendly Schmerztagebuch App für Android wurde von einer Forschungsgruppe des KIT entwickelt. Das Besondere an der App: Ihre Daten werden weder an Dritte übermittelt noch aufgezeichnet, sondern nur lokal bei Ihnen auf dem Smartphone gespeichert.
M-Sense App
Die M-Sense-App hilft bei Migräne und Spannungskopfschmerz. „M-sense“ analysiert die individuellen Ursachen für Migräne und Spannungskopfschmerzen. Die App schlägt Gegenstrategien bei drohenden Attacken vor. Die BARMER Krankenkasse hilft Ihren Versicherten bei der Nutzung. M-sense Basic ist kostenfrei, die Therapiebegleitung durch M-sense Active ist kostenpflichtig. Die App kann im App Store und im Google Play Store heruntergeladen werden.
Weitere Migräne-Apps im Überblick
Neben den bereits genannten Apps gibt es noch weitere Optionen, die sich in ihren Funktionen und Schwerpunkten unterscheiden:
- Migraine Buddy: Diese App bietet umfassende Möglichkeiten zur Dokumentation von Migräneattacken, einschließlich Symptomen, Dauer, Auslösern und Medikamenteneinnahme. Sie eignet sich besonders für Menschen, die einen detaillierten Überblick über ihren Krankheitsverlauf erhalten möchten.
- Headbook Migräneforum: Bietet die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Betroffenen und Experten.
- TK-Kopfschmerzcoach: Vermittelt moderne Kopfschmerzvorbeugung digital.
Was bei der Auswahl einer Migräne-App wichtig ist
Bei der Auswahl einer Migräne-App sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:
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- Funktionsumfang: Welche Funktionen sind Ihnen wichtig? Benötigen Sie eine detaillierte Dokumentation von Symptomen und Auslösern, oder reicht eine einfache Schmerzerfassung aus?
- Benutzerfreundlichkeit: Ist die App einfach zu bedienen und übersichtlich gestaltet?
- Datenschutz: Werden Ihre Daten sicher gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben?
- Kosten: Ist die App kostenlos oder kostenpflichtig? Welche Funktionen sind in der kostenlosen Version enthalten?
- Individuelle Bedürfnisse: Welche besonderen Bedürfnisse haben Sie? Benötigen Sie beispielsweise eine App mit Entspannungsübungen oder einem Medikamenten-Erinnerungsfunktion?
Erfahrungen von Nutzern
Viele Nutzer berichten von positiven Erfahrungen mit Migräne-Apps. Sie loben die einfache Bedienung, die übersichtliche Darstellung der Daten und die Möglichkeit, Auslöser und Wirksamkeit von Medikamenten besser zu erkennen. Einige Nutzer betonen auch die hilfreichen Zusatzfunktionen wie Entspannungsübungen und Informationen zu Migräne und Kopfschmerzen.
Einige Zitate von Nutzern der Migräne-App:
- "Gibt einen sehr guten Überblick über Kopfschmerzart, Dauer und Schmerzmittelwirksamkeit."
- "Da das Handy immer griffbereit ist, wird nun endlich kein Eintrag mehr vergessen."
- "Besonders hervorzuheben ist die werbefreie Nutzung, dadurch habe ich das Gefühl, daß mein Krankenkassenbeitrag mir nicht nur im akuten Fall etwas bringt."
- "Abschließend möchte ich anregen, die Schmerzdauer als Zeitraum (von - bis Uhr) anzubieten die später noch bearbeitet werden kann, da ich zum Zeitpunkt meines Eintrags ja noch nicht abschätzen kann wie lange der Schmerz wohl noch anhält."
- "Mir hilft diese App sehr im Alltag !!! Die 10/20 er Regel kann ich so viel besser einhalten, da die Ampel früh warnt. Besonders hilfreich ist die eingebaute progressive Muskelentspannung."
- "Vielen Dank für diese tolle App. Sehr viele hilfreiche Informationen und wirklich einfach zu bedienen. Sogar mein Arzt war begeistert als ich ihm die App zeigte. Bin sehr froh jetzt alle Daten einfach jederzeit ins Handy eingeben zu können statt wie bisher alles in Papierform notieren zu müssen. Die Auswertung gibt eine schnelle und übersichtliche Auswertung des Monats."
- "Ich finde die App super. Ich hab jetzt endlich eine gute Übersicht und kann auch beim Neurologenbesuch genau Auskunft über alles geben. Alles Wichtige wird erfasst und sehr genau ausgewertet."
- "Sehr nützlich, um einen Überblick nicht nur über die Attacken, sondern auch über die Wirksamkeit der Schmerzmittel zu erhalten! Die Bedienung ist einfach und sehr intuitiv. Die Auswertungsfunktion ist auch hervorragend, wenn man nachvollziehen will, wie häufig Attacken auftreten und wie lange diese andauern. Diese App hat mir geholfen meine Kopfschmerzen in den Griff zu bekommen."
- "Eine so gut durchdachte, hilfreiche, angenehm schön designte, werbefreie App mit einem Maximum an Informationen ist wohl kaum zu übertreffen. Es macht sogar Freude, durch die vielen Bereichen zu tauchen, wenn das Thema nicht so unerfreulich wäre. Dieser Service ist kostenlos und fundiert und offenbart ein großes Herz für die Betroffenen hinter der Software. Herzlichen Dank dafür. Danke für die große Arbeit, die Sie sich damit gemacht haben und machen."
- "Mir gibt die App eine sehr gute Übersicht wie der derzeitige Verlauf ist und wo ich im Moment mit der 10/20 Regel stehe."
- "Ich nutze die App jetzt seit 10 Monaten und komme sehr gut damit zurecht und der Schmerztherapeut wird auch noch draus schlau????. Speziell die 10/20 Grenze wird in der 30 Tage Übersicht transparenter als der bisherige Monatsdurchschnitt."
- "Diese App ist hervorragend für Leute die wirklich mit Migräne kämpfen, ich kann mir immer notieren wann ich welche hatte und was ich eingenommen hab."
- "Ich habe schon sehr lange schwere chronische Migräne und finde diese App hervorragend. Sie unterstützt mich bei der Einnahme meiner Akkutmedikamente und ich habe eine bessere Kontrolle über Dauer, Länge und Häufigkeit meiner Migräne. Die Empfindung ist oft eine andere. Es gibt ausserdem hilfreiche Zusatzfunktionen. Super einfach, schnell und übersichtlich. Besser geht nicht. Herzlichen Dank für diese App und ihren unermüdlichen Einsatz für die Migräne- Oatienten. Schön finde ich auch dass in dieser App nicht nur ein Kopfschmerzkalender zu finden ist, sondern dass diese auch viele Informationen zur Verfügung stellt und ich von hier aus auch direkt in die Selbsthilfegruppe headbook zugreifen kann."
Kritik und Einschränkungen
Trotz der vielen Vorteile gibt es auch Kritik an Migräne-Apps. Einige Nutzer bemängeln, dass die Apps nicht alle individuellen Faktoren berücksichtigen oder dass die Dokumentation zu aufwendig ist. Es ist wichtig zu beachten, dass eine App allein keine Migräne heilen kann. Sie kann jedoch ein wertvolles Hilfsmittel sein, um den Krankheitsverlauf besser zu verstehen und die Therapie zu optimieren.
Stiftung Warentest: Kopfschmerz-Apps können helfen
Die Stiftung Warentest hat Kopfschmerz- und Migräne-Apps getestet und festgestellt, dass häufig Geplagte von ihnen profitieren können. Mit den Apps lässt sich ein Schmerztagebuch führen, um den Krankheitsverlauf zu dokumentieren. Der Test untersuchte unter anderem die Handhabung, die Tagebuchfunktion und ob Studien den Nutzen belegen. Keine der getesteten Apps erhielt das Gesamturteil "Gut", aber einige wurden als "befriedigend" bewertet. Die Apps können helfen, die Einnahme von Schmerzmitteln zu überwachen und vor einer zu häufigen Einnahme zu warnen.
Krankenkassen und Migräne-Apps
Einige Krankenkassen bieten ihren Versicherten Apps gegen Migräne und Kopfschmerzen an. Es ist ratsam, sich bei der eigenen Krankenkasse über entsprechende Angebote zu informieren. Satzungsleistungen können sich ändern, daher sollte man sich vor Inanspruchnahme von Leistungen informieren.