Migräne ist eine weit verbreitete neurologische Erkrankung, von der etwa 10 % der Bevölkerung betroffen sind. Sie äußert sich in wiederkehrenden, oft pulsierenden Kopfschmerzen, die von Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit begleitet sein können. Die Lebensqualität der Betroffenen kann erheblich beeinträchtigt sein. In Bergedorf und Umgebung stehen verschiedene medizinische Einrichtungen und Spezialisten zur Verfügung, die sich auf die Diagnose und Behandlung von Migräne spezialisiert haben. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Aspekte der Migränebehandlung in Bergedorf.
Neurologische Expertise in Bergedorf
Die Neurologie ist die Lehre vom Nervensystem und seinen Erkrankungen. Ein Neurologe ist ein Facharzt, der sich auf die Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und der peripheren Nerven spezialisiert hat. Bei Problemen wie Kopfschmerzen, Migräne oder chronischen Erkrankungen kann ein Neurologe in Bergedorf die richtige Anlaufstelle sein.
Wann sollte man einen Neurologen aufsuchen?
Ein neurologischer Check-up kann bei bestimmten Symptomen Aufschluss darüber geben, ob eine Behandlung durch einen Nervenarzt erforderlich ist. Zu den Symptomen, bei denen ein Neurologe konsultiert werden sollte, gehören:
- Kopfschmerzen: Insbesondere bei akuten Kopfschmerzen mit neurologischen Symptomen oder Fieber sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
- Migräne: Bei häufigen oder schweren Migräneattacken ist eine spezialisierte Behandlung ratsam.
- Schlafstörungen: Neurologische Ursachen können Schlafstörungen verursachen oder verstärken.
- Schlaganfallverdacht: Bei akuten Symptomen wie Sprachstörungen, Lähmungen, Sehstörungen, Gefühlsstörungen oder Bewusstseinsstörungen sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.
- Epileptischer Anfall: Falls keine epileptischen Anfälle bekannt sind, ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich. Sind Anfälle bekannt und tritt ein erneuter auf, sollte die Notfallmedikation eingenommen bzw. gegeben werden.
- Weitere neurologische Symptome: Sehstörungen, Rückenmarkserkrankungen, Hirnnervenerkrankungen, Erkrankungen peripherer Nerven, Polyneuropathien und Motoneuronerkrankungen.
Diagnose und Behandlung von Migräne
Die Diagnose von Migräne basiert in der Regel auf der Anamnese des Patienten und einer neurologischen Untersuchung. In einigen Fällen können bildgebende Verfahren wie MRT oder CT eingesetzt werden, um andere Ursachen für die Kopfschmerzen auszuschließen.
Akutbehandlung
Im Rahmen einer akuten Migräneattacke können herkömmliche Analgetika wie ASS, Ibuprofen und Paracetamol eingesetzt werden. Bei schweren Attacken stehen spezielle Medikamente, sogenannte Triptane, zur Verfügung.
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Präventive Behandlung
Ein wichtiger Teil der Behandlung besteht in der Vorbeugung von Kopfschmerzen. Bei einem chronischen Verlauf einer Migräne besteht die Möglichkeit einer Behandlung mit Botulinumtoxin A, das in vierteljährlichen Abständen injiziert wird. Seit kurzer Zeit stehen auch monoklonale Antikörper zur Verfügung, die in regelmäßigen Abständen vom Patienten selbst injiziert werden können.
Weitere Therapieansätze
Zusätzlich zu medikamentösen Behandlungen können auch nicht-medikamentöse Therapieansätze wie Entspannungstechniken, Akupunktur oder Neuraltherapie zur Behandlung von Migräne eingesetzt werden. Bei Schmerzen im Schultergürtel sowie bei Hinterhaupt-Kopfschmerzen können Neuraltherapien sehr gute Erfolge erzielen.
Spezialisierte Ärzte und Praxen in Bergedorf
In Bergedorf und Umgebung gibt es mehrere Ärzte und Praxen, die sich auf die Behandlung von Migräne spezialisiert haben. Dazu gehören:
- Neurologen: Neurologen sind Fachärzte für Erkrankungen des Nervensystems und können eine umfassende Diagnose und Behandlung von Migräne anbieten. Dr. med. Ulrich von Eitzen ist ein Neurologe & Psychiater mit einer Praxis in Hamburg.*Hausärzte: Viele Hausärzte in Bergedorf sind mit der Behandlung von Migräne vertraut und können eine erste Anlaufstelle sein. Sie können bei Bedarf an einen Neurologen oder anderen Spezialisten überweisen.
Es ist ratsam, sich vor der Wahl eines Arztes oder einer Praxis über deren Erfahrung und Spezialisierung im Bereich Migräne zu informieren.
Moderne Diagnostikmethoden
Moderne Praxen in Bergedorf setzen auf fortschrittliche diagnostische Verfahren, um die Ursachen von Kopfschmerzen und Migräne zu ergründen. Dazu gehören:
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- Elektroenzephalographie (EEG): Ableitung der Hirnströme zur Erkennung von Auffälligkeiten, z.B. bei Epilepsie.
- Elektromyographie (EMG): Ableitung der elektrischen Muskelaktivität mit Nadelelektrode zur Beurteilung von Muskelerkrankungen.
- Elektroneurographie (ENG): Messung der Nervenleitgeschwindigkeit zur Diagnose von Nervenschädigungen.
- Evozierte Potentiale (VEP, SEP, AEP): Messung zentraler Nervenbahnen bei Hirn- und Rückenmarkserkrankungen.
- Doppler-/Duplexsonographie: Bildgebende Verfahren der Hirngefäße zur Beurteilung der Durchblutung, z.B. nach Schlaganfall.
Ein ganzheitlicher Ansatz
Viele Ärzte in Bergedorf verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz bei der Behandlung von Migräne. Das bedeutet, dass sie nicht nur die Symptome behandeln, sondern auch die Ursachen der Erkrankung berücksichtigen. Dazu gehören:
- Individuelle Beratung: Jeder Patient wird individuell beraten und behandelt.
- Berücksichtigung von Begleiterkrankungen: Begleiterkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen können die Migräne verstärken und sollten daher mitbehandelt werden.
- Lebensstiländerungen: Ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Schlaf, regelmäßiger Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung kann dazu beitragen, Migräneattacken zu reduzieren.
Die Rolle des Hausarztes
Der Hausarzt ist oft die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen, auch bei Kopfschmerzen und Migräne. Er kann eine erste Diagnose stellen, eine Basistherapie einleiten und bei Bedarf an einen Spezialisten überweisen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Hausarzt und Spezialisten ist wichtig für eine optimale Versorgung des Patienten.
Besonderheiten in Bergedorf
Einige Praxen in Bergedorf bieten spezielle Leistungen für Migränepatienten an, wie z.B.:
- Neuraltherapie: Bei Schmerzen im Schultergürtel sowie bei Hinterhaupt-Kopfschmerzen.
- Aufbauspritzen: Bei Erschöpfungszuständen, mangelnder Leistungsfähigkeit und Energielosigkeit.
- Strukturierte Behandlungsprogramme (DMP): Für Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, COPD, Asthma und Koronare Herzkrankheit.
Wichtige Informationen für den ersten Besuch
Um dem Arzt einen umfassenden Überblick über die Krankengeschichte zu geben, sollten Patienten zum ersten Besuch folgende Unterlagen mitbringen:
- Gültige Versichertenkarte
- Aktueller Überweisungsschein (falls erforderlich)
- Eine Aufstellung aller Medikamente, die momentan eingenommen werden
- Aktuelle Röntgen-, CT- und MRT-Bilder
- Aktuelle Laborwerte
- Evtl. vorhandene Arztberichte
Das Arzt-Patienten-Verhältnis
Ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis ist ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Behandlung. Ärzte in Bergedorf legen Wert darauf, ihre Patienten umfassend zu informieren und in die Therapieentscheidungen einzubeziehen. Sie sehen sich als Begleiter und Lotsen in einem sich ständig weiterentwickelnden Fachgebiet.
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Ruhestand und Praxisübergabe
Einige etablierte Ärzte in Bergedorf planen ihren Ruhestand und haben ihre Praxen an jüngere Kollegen übergeben. Dies gewährleistet, dass die Patienten weiterhin eine kompetente und kontinuierliche Versorgung erhalten.