Migräne-Behandlung in Gütersloh: Ein umfassender Überblick

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch wiederkehrende, oft pulsierende Kopfschmerzen äußert, die von Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit begleitet sein können. In Gütersloh und Umgebung stehen verschiedene medizinische Einrichtungen und Spezialisten zur Verfügung, die sich auf die Diagnose und Behandlung von Migräne spezialisiert haben. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die verfügbaren Optionen und Behandlungsansätze.

Ursachen und Diagnose von Migräne

Die genauen Ursachen von Migräne sind noch nicht vollständig geklärt, aber es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen eine Rolle spielt. Zu den bekannten Auslösern gehören Stress, bestimmte Nahrungsmittel, Wetterveränderungen und hormonelle Schwankungen.

Die Diagnose von Migräne basiert in der Regel auf einer ausführlichen Anamnese und einer neurologischen Untersuchung. In einigen Fällen können zusätzliche diagnostische Tests wie eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Gehirns erforderlich sein, um andere Ursachen für die Kopfschmerzen auszuschließen.

Neurologische Akutversorgung in Gütersloh

Im Kreis Gütersloh bietet die einzige neurologische Akutklinik umfassende diagnostische und therapeutische Leistungen für akute neurologische Erkrankungen. Die Klinik verfügt über Bettenstationen, die speziell für die Bedürfnisse von Patienten mit neurologischen Notfällen ausgestattet sind. In enger Zusammenarbeit mit der Medizinischen Klinik sowie der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie und Neuroradiologie wird eine hochwertige Versorgung gewährleistet.

Schlaganfallversorgung (Stroke Unit)

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Versorgung von Schlaganfallpatienten auf der neurologisch geleiteten Schlaganfallstation (Stroke Unit). Bei Bedarf stehen auch Betten auf der Intensivstation des Sankt Elisabeth Hospitals zur Verfügung, beispielsweise bei einem Status epilepticus.

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Das Schlaganfallzentrum im Sankt Elisabeth Hospital behandelt jährlich über 1000 akute Schlaganfallpatienten und ist als regionale Stroke Unit zertifiziert. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachbereichen wie Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Sozialdienst gewährleistet eine umfassende Betreuung der Patienten.

Diagnostische Möglichkeiten

Die Neurologische Klinik verfügt über eine Funktionsabteilung, die eine umfassende Diagnostik mittels neurovaskulärem Ultraschall, elektrophysiologischen Untersuchungen (Elektroneurographie [NLG], Elektromyographie [EMG], evozierte Potentiale, EEG) ermöglicht.

Behandlungsschwerpunkte der Neurologischen Klinik

Die Neurologische Klinik in Gütersloh deckt ein breites Spektrum an neurologischen Erkrankungen ab. Zu den Behandlungsschwerpunkten gehören:

  • Akute Schlaganfallbehandlung auf der Stroke Unit
  • Neurodegenerative Erkrankungen (z.B. Parkinson-Krankheit, Demenzen einschließlich Alzheimer-Demenz und vaskulärer Demenz, Dystonien)
  • Multiple Sklerose und andere chronisch entzündliche ZNS-Erkrankungen
  • Epilepsien und epileptische Anfälle, Status epilepticus
  • Kopfschmerzen (Akute Kopfschmerzsyndrome)
  • Schwindelsyndrome
  • Neuromuskuläre Erkrankungen (z.B. Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Myasthenie und myasthene Syndrome, Muskelerkrankungen)
  • Neuropathien (Polyneuropathie, Guillain-Barré-Syndrom (GBS), Plexusneuritis)
  • Entzündliche Erkrankungen (z.B. Hirnhautentzündung (Meningitis), Gehirnentzündung wie Autoimmun-Enzephalitis oder Herpes-Enzephalitis, Herpes Zoster mit Nerven-/Gehirnbeteiligung)
  • Akute Schmerzsyndrome (Rückenschmerzen, akute neuropathische Schmerzsyndrome)
  • Hirntumoren (Primärdiagnostik)

Die Behandlungen erfolgen in der Regel stationär, wobei die Versorgung durch ambulante vorstationäre Angebote und die Versorgung neurologischer Notfälle in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) erweitert wird.

Neuraltherapie als alternative Behandlungsmöglichkeit

Die Neuraltherapie ist ein alternatives Behandlungsverfahren, das bei verschiedenen Schmerzzuständen, einschließlich Migräne, eingesetzt werden kann. Diese Therapieform, die von den Ärzten Ferdinand und Walter Huneke entwickelt wurde, basiert auf der Injektion von Lokalanästhetika, um Störfelder im Körper zu behandeln.

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Grundlagen der Neuraltherapie

Die Neuraltherapie beruht auf der Annahme, dass chronische Erkrankungen durch Störfelder im Körper verursacht werden können. Ein Störfeld kann jede Körperstelle sein, die den Energiefluss im Körper behindert. Durch die Ausschaltung des Störfeldes soll die Erkrankung geheilt werden.

Anwendungsbereiche der Neuraltherapie

Die Neuraltherapie wird bei einer Vielzahl von Schmerzzuständen eingesetzt, darunter:

  • Gelenkbeschwerden
  • Kopf- und Nackenschmerzen
  • Migräne

Durchführung der Neuraltherapie

Bei der Neuraltherapie werden Lokalanästhetika wie Xylocain oder Procain in Form von Hautquaddeln oder an Nervenschaltstellen der entsprechenden Headschen Zonen infiltriert. Tiefe Injektionen wie Stellatum Blockaden oder Organpunktionen werden aufgrund von Komplikationsmöglichkeiten in der Regel vermieden.

Nutzen und Risiken der Neuraltherapie

Die Neuraltherapie kann bei vielen Patienten zu einer Linderung von Beschwerden und Schmerzen führen und die gewohnte Vitalität wiederherstellen. Die Therapie gilt als nebenwirkungsarm und kann einen schnellen Wirkungseintritt haben.

Individuelle Therapieansätze

Die Wahl der geeigneten Therapie hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art und Schwere der Migräne, den individuellen Bedürfnissen des Patienten und eventuellen Begleiterkrankungen. In Gütersloh stehen verschiedene Spezialisten zur Verfügung, die eine individuelle Beratung und Behandlung anbieten können.

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Vernetzung und Kooperation

Die neurologischen Einrichtungen in Gütersloh pflegen eine enge Vernetzung mit anderen Gesundheitseinrichtungen, um eine qualitativ hochwertige und gleichzeitig menschlich angenehme Behandlung anbieten zu können. Dazu gehören Kooperationen mit der Universitätsklinik für Neurologie, der Universitätsklinik für Neurochirurgie sowie dem Institut für Neuroradiologie des Evangelischen Klinikums Bethel in Bielefeld und der Klinik für Gefäßchirurgie im Klinikum Gütersloh.

Akademische Ausbildung und Weiterbildung

Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Münster legt die Neurologische Klinik großen Wert auf die Ausbildung von Studierenden und die Weiterbildung junger Ärztinnen und Ärzte. Es finden regelmäßige interdisziplinäre Fortbildungen statt, und Herr PD Dr. med. habil. Andreas Rogalewski unterrichtet regelmäßig Studierende an der Universität Bielefeld.

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