Migräne: Chronische neurologische Erkrankung – Ursachen, Symptome und Behandlung

Migräne ist eine weit verbreitete neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende Kopfschmerzattacken gekennzeichnet ist. In Deutschland sind laut Robert Koch Institut (RKI) etwa 28 Prozent der Frauen und 18 Prozent der Männer betroffen.

Was ist Migräne?

Migräne ist mehr als nur ein Kopfschmerz. Es handelt sich um eine komplexe neurologische Erkrankung, die sich durch anfallsartige, oft pulsierende Kopfschmerzen äußert. Diese treten meist einseitig auf und werden oft von weiteren Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und einer hohen Licht- und Geräuschempfindlichkeit begleitet. Die Migräne ist eine Erkrankung des Gehirns.

Häufigkeit

Migräne ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Allein in Deutschland sind um die 10 Millionen Menschen von Migräne betroffen. Weltweit leiden ca. 1-4 % der Bevölkerung unter täglichen oder fast täglichen Migräneattacken. Etwa 8 % aller Männer und 20 % aller Frauen sind betroffen.

Ursachen und Auslöser

Die genauen Ursachen der Migräne sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren eine Rolle spielt. Diskutiert werden die Rolle von Botenstoffen, ein veränderter Blutfluss im Gehirn sowie entzündungsähnliche Prozesse. Vermutlich wirken verschiedene Dinge zusammen. Auf jeden Fall spielen erbliche Faktoren eine Rolle. Die Entwicklung der Symptome ist oft genetisch bedingt, wobei aber zusätzlich endogene und exogene Faktoren den Krankheitsverlauf beeinflussen.

Genetische Veranlagung

Für die Migräne besteht eine genetische Veranlagung, die dazu führt, dass bei bestimmten Auslösern und Alltagssituationen wie z. B. Überlastungen oder Stress eine Attacke entstehen kann. Das Risiko ist bei mehreren Betroffenen in der Familie höher als ohne familiäre Belastung.

Lesen Sie auch: Vergleichende Analyse: Migräne vs. Epilepsie

Triggerfaktoren

Obwohl die genauen Ursachen der Migräne noch nicht vollständig geklärt sind, gibt es eine Reihe von Faktoren, die eine Attacke auslösen können. Die sogenannten Trigger, die eine Migräne auslösen können, sind sehr individuell. Zu den häufigsten Triggern gehören:

  • Stress: Besonders bei unregelmäßigem Tagesablauf, emotionalem Stress oder auch nach einer anstrengenden, stressigen Zeit treten Migräneanfälle auf. Aufregung oder Stress, Entspannungsphasen nach Stresssituationen, z.B. der abrupte Wechsel vom stressigen Alltag in die erholsame Urlaubszeit.
  • Schlafmangel: Zu wenig Schlaf oder ein unregelmäßiger Schlafrhythmus erhöhen das Risiko. Schlafmangel oder veränderter Schlaf-Wach-Rhythmus, z.B. durch späteres Zubettgehen oder längeres Ausschlafen am Wochenende.
  • Flüssigkeitsmangel: Häufig beginnen Migräneanfälle, wenn zu wenig getrunken wurde.
  • Hormonelle Schwankungen: Viele Frauen berichten von Migräneanfällen kurz vor und während der Menstruation. Hormonelle Veränderungen durch Periode, Schwangerschaft oder Wechseljahre.
  • Ernährung: Bestimmte Lebensmittel gelten als Auslöser, wie zum Beispiel Rotwein. Aber auch der Verzicht auf Lebensmittel kann Anfälle triggern. So kann beispielsweise Fasten Migräne fördern. Auslassen von Mahlzeiten, Lebensmittel, z.B.: Käse, Alkohol, Kaffee und das darin enthaltene Koffein (auch die Reduzierung des Kaffeekonsums), Cola, Schokolade.
  • Wetter und Reizüberflutung: Migräne kann außerdem durch Überflutung mit Licht- und Lärmreizen ausgelöst werden. Wetterumschwünge und Klimawechsel, Temperaturanstieg mit plötzlicher Hitze, Luftdruckveränderungen, Föhnwetter, Düfte und Gerüche, Parfüm, Zigarettenrauch, Duftbaum im Auto, Raumsprays, Licht Blendende Scheinwerfer, Helles oder flackerndes Licht, Neonlicht.
  • Körperliche Anstrengung bei Sport, Freizeitaktivitäten oder der Arbeit.
  • Nackenschmerzen.

Mögliche Trigger sind individuell sehr verschieden und können bei jedem anders ausgeprägt sein. Die gute Nachricht: Wenn Sie Ihre Trigger kennen, lassen sich manche davon bewusst vermeiden. Finden Sie Ihre persönlichen Auslöser heraus, indem Sie ein Kopfschmerztagebuch führen.

Symptome

Migräne verläuft typischerweise in verschiedenen Phasen. Diese dauern unterschiedlich lange und müssen nicht zwingend alle auftreten. Typisch sind mittelschwere bis schwere, oft halbseitige Kopfschmerzen mit Übelkeit, häufig Erbrechen, Lärm- und Lichtüberempfindlichkeit.

Prodromalphase

In vielen Fällen kündigen Gereiztheit, Müdigkeit, Heißhunger und Lichtempfindlichkeit eine Migräne an. Bereits ein paar Tage vor der eigentlichen Migräneattacke können sogenannte Vorboten Hinweise auf den nächsten Anfall liefern. Etwa 30 % der Menschen mit Migräne ohne Aura beschreiben dieses Phänomen. Mögliche Symptome, die auf eine bevorstehende Migräneattacke hindeuten, sind Stimmungsschwankungen, häufiges Gähnen, Heißhunger oder Appetitlosigkeit, extremer Durst sowie Verdauungsprobleme. Diese Vorbotenphase kann mehrere Stunden bis zwei Tage vor dem Kopfschmerz auftreten.

Aura

Anschließend kann eine Migräne-Aura auftreten. Diese kann verschiedene Anzeichen haben:

Lesen Sie auch: Neurologische Expertise bei Migräne

  • Sehstörungen: Bei einer visuellen Aura kommt es zum Beispiel zu einem Flimmersehen oder zum Sehen von Zickzack-Linien, zu Gesichtsfeldausfällen (Skotome) oder die Betroffenen sehen Objekte verzerrt, unscharf, vergrößert oder verkleinert (Metamorphopsie). Zickzack-Formen, Blitze oder Wortfindungsstörungen: Bevor der eigentliche Migränekopfschmerz einsetzt, kommt es bei etwa 10-15 % der Migränepatienten zu neurologischen Reiz- und Ausfallerscheinungen. Die sogenannte Aura kündigt die nächste Migräneattacke an. In der Regel klingen die Symptome spätestens nach einer Stunde wieder vollständig ab. Der typische Migränekopfschmerz tritt entweder zusammen mit den Ausfallerscheinungen auf oder etwas verzögert. Sehstörungen, die bei geöffneten und geschlossenen Augen auftreten, Sehfeldeinschränkung, Flimmersehen, Blendende Kreise oder Vierecke, die sich immer weiter ausbreiten, Lichtblitze, Zickzackstrukturen oder Sterne vor den Augen.
  • Empfindungsstörungen: Ein häufiges Aura-Symptom ist ein Kribbeln, das sich langsam von der Hand über den Arm bis zum Kopf ausbreitet. Gefühlsstörungen, Taubheitsgefühle in Arm, Bein oder im Gesicht, Sensibilitätsstörungen, z.B. Kribbeln in Armen oder Beinen.
  • Weitere Einschränkungen: Zum Beispiel kann das Sprachvermögen gestört sein (Aphasie). Sehr selten kommt es zu Orientierungsstörungen und Lähmungserscheinungen (Paresen). Die Migräne-Aura geht manchmal auch mit Gleichgewichtsstörungen einher. Sprech- und Wortfindungsstörungen, Aussprache und/oder die richtige Verwendung von Worten ist beeinträchtigt.

Kopfschmerzphase

Die heftigste Phase geht mit starken, einseitigen Kopfschmerzen einher, die bis zu drei Tage anhalten können. Die Schmerzen werden als pulsierend oder stechend beschrieben und treten meist im Bereich von Stirn, Schläfen und den Augen auf. Kinder und Jugendliche haben typischerweise kürzere Migräneanfälle. Sie nehmen die Kopfschmerzen meist beiderseitig im Bereich von Stirn und Schläfen wahr. Der Migräne-Kopfschmerz ist meist halbseitig oder beidseits im Stirn- und Schläfenbereich betont, hat eine mittlere bis hohe Intensität, fühlt sich stechend oder pochend an und verstärkt sich schon bei leichter körperlicher Belastung. Begleitend kommt es zu Übelkeit und Erbrechen sowie zu Überempfindlichkeit auf Geräusche, Licht und Gerüche. Deswegen suchen Betroffene in der Attacke die Ruhe. Unbehandelt halten die Attacken 4-72 h an.

Begleiterscheinungen

  • Übelkeit und/oder Erbrechen.
  • Lichtempfindlichkeit.
  • Geräusche wie Musik oder Straßenlärm werden unerträglich.
  • Geruch von z.B. Parfüm oder Blumenduft wird als störend empfunden.
  • Allgemeines Krankheitsgefühl.
  • Erhöhtes Ruhebedürfnis und der Wunsch, sich zurückzuziehen.
  • Appetitlosigkeit.

Chronische Migräne

Von einem chronischen Verlauf spricht man, wenn über mindestens 3 Monate mindestens 15 Kopfschmerztage pro Monat auftreten. Chronische Verläufe treten bei etwa 2 % der Bevölkerung auf. Bei einer chronischen Migräne bestehen seit 3 Monaten oder länger Kopfschmerzen an mindestens 15 Tagen im Monat, davon 8 oder mehr Tage mit Migräne. Haben Sie im Monat mehr Tage mit Kopfschmerzen als ohne, kann das ein Hinweis auf Chronische Migräne sein. Menschen mit Migräne leiden häufig zusätzlich an Angststörungen und Depressionen. Zudem haben Migränepatienten ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. Auch zeigt sich ein Zusammenhang von Migräne und hohem Blutdruck sowie Herzkreislauf-Erkrankungen und anderen Schmerzerkrankungen.

Diagnose

Um eine Migräne zu diagnostizieren, erkundigt sich die Ärztin oder der Arzt zunächst nach den Beschwerden ihrer Patienten. Unter anderem wird nach der Häufigkeit und Dauer der Anfälle, Art und Stärke der Kopfschmerzen und nach Begleitsymptomen gefragt. Auch ein Kopfschmerztagebuch kann helfen, diese Fragen zu beantworten. Die Diagnose wird anhand der typischen Beschwerdeschilderung und eines normalen körperlichen Untersuchungsbefunds gestellt. Meist kann bereits auf diese Weise Migräne diagnostiziert werden. Es ist wichtig, die Erkrankung von anderen Kopfschmerzen oder weiteren Krankheiten abzugrenzen. Ist das allein anhand der Beschwerden nicht möglich, können eine bildgebende Untersuchung oder weitere Tests nötig werden.

Behandlung

Leider gibt es bislang keine Möglichkeit, Migräne zu heilen. Jeder Betroffene muss lernen, mit dieser Erkrankung zu leben. Migräne ist eine chronische Erkrankung, deren Ursachen noch nicht genau bekannt sind, ist bislang keine Heilung möglich. Jedoch stehen heute Arzneimittel zur Verfügung, die die Symptome rund um die Migräne-Attacke effektiv lindern und so im Vergleich zu früheren Therapiemöglichkeiten die Lebensqualität von Betroffenen deutlich verbessern können.

Akutbehandlung

Die Behandlung der einzelnen Kopfschmerzattacke erfolgt mit überwiegend ohne Rezept erhältlichen Schmerzmitteln, vorzugsweise kombiniert mit einer Substanz gegen Übelkeit und Erbrechen. Behandelt man einerseits früh bei den ersten Anzeichen, aber zugleich nicht zu häufig mit diesen Substanzen, kann bei der großen Mehrheit der Betroffenen eine gute Symptomkontrolle erreicht werden. Zur Linderung akuter Migräne-Anfälle werden Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure sowie koffeinhaltige Kombinationspräparate eingesetzt. Migränespezifische Medikamente wie Triptane oder Ditane sind wirksam gegen starke Symptome und sollten frühzeitig eingenommen werden. Gegen Übelkeit helfen zum Beispiel Metoclopramid und Domperidon. Die neue Wirkstoffgruppe der Gepante kann eingesetzt werden, wenn Schmerzmittel oder Triptane nicht wirksam sind oder nicht vertragen werden. Außerdem ist die Remote Electrical Neuromodulation eine Ergänzung oder Alternative zur Standardtherapie - etwa dann, wenn etwas gegen Medikamente spricht.

Lesen Sie auch: Migräne als Risikofaktor für Demenz?

Prophylaxe

Treten Attacken dennoch mehr als 3-mal pro Monat auf, wird vorübergehend mit vorbeugend wirksamen Medikamenten behandelt. Bereits die Aufklärung über die Erkrankung, ihre hirnorganische Ursache und mögliche Einflussgrößen gehört zur Therapie. Wichtig ist auch die Dokumentation von Kopfschmerzen und Medikation in einem Kopfschmerzkalender. Diese müssen vom Arzt verordnet und ihre Wirkung muss kontrolliert werden. Die häufigsten Substanzen zur Migräne-Prophylaxe sind Betarezeptorenblocker und eine Reihe von Substanzen, die auch zur Behandlung von Epilepsie oder Depressionen eingesetzt werden. All diese Substanzen wurden primär für die Therapie anderer Erkrankungen entwickelt und der Migräne-prophylaktische Effekt wurde erst später erkannt und in Studien belegt. Neu entwickelte Migräne-spezifische Prophylaktika richten sich gegen die Effekte des Botenstoffs CGRP, der bei der Ausbildung der neurovaskulären Entzündung (s. o.) eine bedeutende Rolle spielt. Alle genannten Substanzen werden in Abhängigkeit von der Schwere der Migräne und ggf. Die Dauer der prophylaktischen Behandlung wird auch vom Verlauf der Erkrankung unter der Therapie bestimmt. Bei häufiger Migräne sind möglicherweise vorbeugende Maßnahmen sinnvoll - etwa regelmäßiger Sport oder Entspannungsübungen. Die Daten zur Wirksamkeit von Akupunktur sind widersprüchlich. Bei häufigen oder schweren Migräne-Attacken können Medikamente helfen vorzubeugen (Prophylaxe). Dafür kommen beispielsweise bestimmte Betablocker oder Krampflöser wir Topiramat oder das Antidepressivum Amitriptylin infrage. Seit einigen Jahren ist in Deutschland eine besondere Antikörpertherapie zur Vorbeugung von Attacken bei chronischer Migräne zugelassen. Die ist gut wirksam, kommt aber nicht für jeden infrage. Ähnlich verhält es sich mit der neuen Wirkstoffgruppe der Gepante. Die sogenannte Remote Electrical Neuromodulation (REN) ist eine weitere Möglichkeit, einer Migräne vorzubeugen oder sie zu behandeln. Dabei werden Nervenfasern außerhalb der Migräneschmerzregion stimuliert. In der Folge schüttet das Gehirn Botenstoffe aus - und der eigentliche Migränekopfschmerz wird unterdrückt. Auch Migräne-Apps können dabei helfen, Trigger zu meiden und Migräne-Attacken vorzubeugen.

Nicht-medikamentöse Maßnahmen

Dazu gehört, modifizierbare Auslöser für Attacken nach Möglichkeit zu reduzieren und sich auf der anderen Seite einzugestehen, dass schwere Attacken zu einer reellen Minderung der Leistungsfähigkeit führen. Patientinnen und Patienten können anhand eines Anfallstagebuchs Schlüsse ziehen, wodurch ihre Migräne entsteht. Davon ausgehend können sie ggf. ihren Lebensstil verändern und dadurch langfristig Migräneanfälle senken. Zudem gibt es psychotherapeutische Verfahren, bei denen Betroffene lernen, mit ihrer Migräne besser umgehen zu können. Neben einer psychotherapeutischen Verhaltenstherapie, Ausdauersport und Akkupunktur können Medikamente einer Migräne vorbeugen. Zudem sollten Migräneauslöser möglichst vermieden werden. Um auf natürliche Weise einer Migräne vorzubeugen, sollten Betroffene die Ursachen für die anfallsartigen, migränösen Kopfschmerzen kennen und diese möglichst vermeiden. Hilfreich ist daher ein regelmäßiger Schlafrhythmus, die Einhaltung fester Mahlzeiten sowie das Meiden von lauten Geräuschen oder hellem Licht. Verhaltenstherapeutische Verfahren und Entspannungsübungen können einzeln oder auch ergänzend zur medikamentösen Prophylaxe eingesetzt werden. Leiden Patientinnen und Patienten unter mehr als drei Migräneattacken im Monat, gibt es folgende Möglichkeiten der Migränetherapie und -prophylaxe: Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (PMR): Hierbei lernen Betroffene in Form von Fantasiereisen einzelne Muskelbereiche an- und zu entspannen, was auch für Kinder gut geeignet ist. Kognitiv-behaviorales Schmerzbewältigungstraining (Stressmanagement): Patientinnen und Patienten lernen, sich mit möglichen Stressfaktoren des Alltags und Berufs im Zusammenhang mit ihren kognitiven Prozessen auseinanderzusetzen und entwickeln Strategien zur Stressbewältigung. Biofeedback-Therapie: Bei dieser Methode werden biologische Signale wie etwa der Blutdruck in sicht- oder hörbare Signale umgewandelt, sodass Betroffenen diese bewusst werden. Dabei lernen sie, die Weite ihrer Blutgefäße der Kopfhaut bewusst zu beeinflussen und so die Kopfschmerzen zu lindern.

Stigma und Aufklärung

Migräne ist entgegen einer oft geäußerten Meinung keine psychische Erkrankung und sollte auch nicht mit einem banalen Spannungskopfschmerz, der viel besser mit Schmerzmitteln kontrolliert werden kann, verwechselt werden. Viele Betroffene spüren jedoch bis heute das Stigma, Migräne sei keine echte Erkrankung, sondern nur eine gelegentlich sogar willkommene Ausrede, die es erlaubt, unangenehme Aufgaben zu vermeiden.

tags: #migrane #chronische #neurologische #erkrankung