Migräne und Nackenschmerzen sind häufige Beschwerden, die oft miteinander in Verbindung stehen. Verspannungen im Nacken können Migräneattacken auslösen oder verstärken, während Migräne selbst zu Nackenschmerzen führen kann. Eine Nackenmassage kann in vielen Fällen eine wirksame Methode sein, um Nackenschmerzen und Verspannungen zu lindern und somit auch Migräne zu beeinflussen. Es ist jedoch wichtig, die Ursachen von Nackenschmerzen und Migräne zu verstehen und die Massage korrekt anzuwenden, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden.
Zusammenhang zwischen Migräne und Nackenschmerzen
Nackenschmerzen gehören zu den häufigsten Begleiterscheinungen einer Migräne. Zugleich können die Verspannungen im Nacken auch Trigger (Auslöser) einer Migräneattacke sein. Laut Prof. Dr. Kerstin Lüdtke, Professorin für Physiotherapie der Universität zu Lübeck, ist es daher wichtig, "zu überprüfen, ob Störungen im Bereich der Halswirbelsäule bei Patienten mit Migräne vorliegen und wenn ja, diese zu behandeln, um einen möglichen Triggerfaktor zu reduzieren".
Dieses Phänomen lässt sich durch eine Verbindung des Trigeminusnervs, der bei Migräne besonders aktiviert ist, mit dem großen Hinterhauptnerv erklären, der im Hinterkopf und Nacken verläuft und unter anderem für die Wahrnehmung von Schmerzen im Nacken zuständig ist. Ist der Trigeminusnerv bei Migräne besonders aktiv, kann das über die Verbindung im Gehirn wiederum auch zu Nackenschmerzen sowie Nackenverspannungen führen, was dann wiederum zu Spannungskopfschmerzen führen kann.
Ursachen von Nackenverspannungen und Migräne
Die Ursachen für Nackenverspannungen und Migräne können vielfältig sein:
- Fehlhaltungen: Viele Menschen neigen dazu, beim Telefonieren oder Radfahren das Kinn nach vorne zu drücken. Diese unnatürliche Haltung des Kopfes ist oftmals Grund für Verspannungen im Nacken und begünstigt eine Migräne-Attacke. Kopfschmerz-Patienten schieben häufig exzessiv ihr Kinn nach vorne, was wiederum zur Folge hat, dass Strukturen im Nacken eingeengt und verspannt werden. Im Alltag nehmen wir oftmals eine nach vorne gebeugte Haltung ein, welche die Brustmuskulatur auf Dauer verkürzt und die Schultermuskulatur überstrapaziert. Die dadurch entstehenden Verspannungen können wiederum eine Migräne-Attacke begünstigen.
- Bewegungsmangel: In Deutschland, aber auch in allen anderen westlichen Industrienationen, bewegen sich die meisten Menschen insgesamt viel zu wenig. Durchschnittlich 9 Stunden der wachen Zeit verbringen die meisten von uns täglich im Sitzen. Der menschliche Körper aber ist nicht zum Dauersitzen gemacht. Ständiges Sitzen macht krank.
- Ergonomische Probleme: Ein schlecht eingerichteter Arbeitsplatz mit einem zu hoch oder zu niedrig eingestellten Bildschirm, einem fürs Home-Office zweckentfremdeten Küchenstuhl oder anderweitig unpassenden Bürostuhl, zu wenig Auflagefläche für die Arm zur Bedienung der Maus und ungenügender Ausleuchtung kann auf Dauer - neben Rückenschmerzen - auch ausgeprägte Hals-, Nacken- und Schulterverspannungen verursachen. Ähnlich negativ auf die Halsmuskulatur wirkt sich auch die Dauerbenutzung des Smartphones oder Tablets aus. Denn beim Blick auf Handy oder Tablet wird der Kopf leicht nach vorne und unten gerichtet - und zwar oft über lange Zeit. Für die empfindliche Hals- und Nackenmuskulatur aber bedeutet diese Stellung Schwerstarbeit.
- Stress: In druck- und angstbelasteten Situationen werden ausgleichende und gesundheitsfördernde Verhaltensweisen wie Sport- und Bewegungsprogramme oft vernachlässigt. Außerdem ziehen wir in solchen Situationen meist unbewusst die Schultern hoch und den Kopf ein.
- Weitere Ursachen: Eine besonders starke und schmerzhafte Verspannung der Nackenmuskulatur ist auch der sogenannte Schiefhals. Dasselbe gilt auch für andere degenerative, also verschleißbedingte Erkrankungen und Abnutzungserscheinungen der Halswirbel, wie Arthrose bzw. Bandscheibenvorfälle im Bereich der Hals- bzw. oberen Brustwirbelsäule. Dabei kommt es meist zu starken Schmerzen im Hals- und Nackenbereich, die in die Arme sowie in den Kopf ausstrahlen können. Auch Verletzungen im Hals-, Nacken-, Schulterbereich durch Stürze im Alltag, Unfälle, ruckartige Bewegungen sowie ein Schleudertrauma können eine Rolle spielen.
Nackenmassage als Therapie bei Migräne und Nackenschmerzen
Massagen sind weit mehr als nur eine Wellness-Behandlung, denn das Massieren der Muskulatur trägt zur Lösung von Verspannungen in der Muskulatur bei. Damit eignen sich Massagen auch als Therapie für zahlreiche Beschwerden, darunter Kopfschmerzen und sogar Migräne.
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Wesentlich besser als die reine Symptombekämpfung mit Medikamenten ist insbesondere bei hartnäckig wiederkehrenden Kopfschmerzen die Massage durch einen professionellen Masseur. Laut medizinischen Untersuchungen hat sich dabei insbesondere die klassische oder auch schwedische Massage als besonders hilfreich erwiesen. In der Praxis konzentriert sich die Massage auf das Massieren der Nacken- und Rückenmuskulatur, deren Verspannung oftmals eine der Hauptursachen für Kopfschmerzen ist. Während die sanften Streichungen und Klopfungen großflächig die Durchblutung bis hinauf in den Kopf verbessern, sorgen gezielte Knetungen für eine Lockerung in der Tiefe der verspannten Muskulatur.
Alternativ zur Ganzkörpermassage nach dem Prinzip des schwedischen Professors Pehr Henrik Ling kommt zur Vorbeugung und Behandlung von Kopfschmerzen auch die Kopfmassage zum Einsatz. Der Vorteil dieser Variante liegt in der zielgerichteten Behandlung des Kopfbereichs, ausgehend von den Schläfen und der Stirn bis hin zur Gesichtsmuskulatur. Die Stimulation der Haut und der Tiefenmuskulatur fördert die Durchblutung der Kopfhaut und entspannt damit die gereizten Nerven.
Im Hinblick auf die Ursachen von Migräne tappt die Medizin in weiten Teilen noch im Dunkeln. Glücklicherweise haben sich jedoch viele Maßnahmen, die gegen konventionelle Kopfschmerzen angewendet werden, auch an dieser Stelle als wirksam erwiesen. Dies trifft unter anderem auf entspannende Massagen zu, da man in emotionalem Stress einen der Hauptauslöser für Migräne vermutet. Folglich wurden auf Basis der klassischen Massage spezielle Migräne-Massagen entwickelt, die sich auf den Kopf sowie den Schulter- und Nackenbereich konzentrieren. Darüber hinaus werden bekannte Elemente wie Streichungen, Klopfungen und Walkungen mit anderen Massagetechniken aus dem Bereich der Akkupressur kombiniert, um die Migräne sowohl vorbeugend als auch akut zu behandeln. Regelmäßig angewendet können Migräne-Massagen nicht nur die Schmerzen bei einem konkreten Anfall deutlich lindern, sondern auch die Zeiträume zwischen den Migräne-Schüben signifikant verlängern.
Praktische Anwendung der Kopfmassage
Eine häufig angewandte Variante ist sowohl wirksam als auch leicht zu erlernen: Die auf den Schläfen aufliegenden Fingerspitzen des Mittel- und Zeigefingers werden dabei in kreisenden Bewegungen in immer größer werdenden Bahnen mit leicht zunehmendem Druck über den Schädel hinweg fortgesetzt. Im Anschluss wird der Schädel so umfasst, dass die Daumen am Hinterkopf aufliegen und somit die Zeige- und Mittelfinger stabilisieren, die weiterhin kreisend über den Kopf wandern. Unterstützt wird die Wirksamkeit der Massagetechnik durch ein entspannendes Ambiente. Wahlweise können Masseure zu diesem Zweck auf anregende Düfte, beruhigende Musik oder eine gedämpfte Lichtstimmung setzen, die für eine zusätzliche mentale Spannungslösung sorgen.
Spezielle Massagetechniken bei Migräne
Eine Migräne Massage lässt sich auf verschiedenen Wegen absolvieren. Daher findet sich auch keine einheitliche Migräne Massage Anleitung. Der Patient nimmt eine entspannte Haltung ein und konzentriert sich auf eine gleichmäßige, ruhige Atemtechnik. Die Massage bei Kopfschmerzen kann entweder von einem fachkundigen Therapeuten oder in Eigenleistung absolviert werden.
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Zunächst empfiehlt es sich, die Daumen in Höhe der Nasenwurzel zu positionieren, während die Finger ineinander verschränkt sind. Jetzt werden die Daumen mit vorsichtigem Druck in Stirnrichtung nach oben gezogen, wobei sechs Wiederholungen vorteilhaft wären. Dies hilft, das gesamte Gesicht zu entspannen. Stimulieren Sie gezielt den Reizpunkt zwischen den Augenbrauen (yincang) mit Mittel- oder Zeigefinger für circa 30 Sekunden. Massieren Sie die Schläfen mit kreisenden Bewegungen und sanftem Druck (tongziliao). Das unterstützt die Linderung von Druckschmerzen hinter den Augen. Agieren Sie äußerst vorsichtig, weil diese Partie recht empfindsam ist. Sobald das Gefühl entsteht, die Schädeldecke würde sich etwas heben, stoppen Sie die Massage. Massieren Sie den Meridianpunkt (shuai gu) circa drei fingerbreit oberhalb der Ohren für ungefähr 30 Sekunden, höchstens eine Minute. Wandern Sie langsam zu dem Triggerpunkt, der am Ohr liegt und in Höhe des Übergangs vom Schädel zum Hals zu finden ist (touqiaoyin). Massieren Sie die Muskulatur im Bereich des Schädelknochens von außen nach innen. Verwenden Sie nur Daumen sowie Zeigefinger und streichen Sie langsam den ganzen Nacken entlang. Stimulieren Sie die Reizpunkte des Nackens in den beiden Wölbungen am Schädelansatz (tian zhu) mit dem Daumen und kreisen Sie etwa zwei Minuten an jenen Triggerpunkten. Streichen Sie die Schulterpartie mehrmals behutsam aus, um Verkrampfungen in diesem Bereich zu lösen. Streichen Sie die Oberarme gleichmäßig aus, absolvieren Sie leichte Kreisungen an den Schulterknochen und führen Sie wiederholt kurze Knetungen an der Falte der linken Ohrmuschel aus, wechseln Sie zur rechten und gehen Sie wieder zu der regulären Massagepraktik über. Positionieren Sie eine Hand auf der Schulter der gegenüberliegenden Seite, tasten Sie nach winzigen Knötchen und drücken Sie diese für eine Minute so intensiv, dass ein Schmerzreiz entsteht.
Eine Migräne Massage überdauert meistens nur 5 bis 10 Minuten, maximal 20 Minuten. Bedenken Sie aber, dass eine Massage gegen Migräne nur dann in Erscheinung treten kann, wenn es sich nicht um eine akute Attacke handelt, die sogar mit Aura einhergeht.
Risiken und Kontraindikationen
Obwohl Massagen im Allgemeinen als sicher gelten, gibt es bestimmte Risiken und Kontraindikationen, die beachtet werden sollten:
- Empfindlichkeit der Halswirbelsäule: Die Muskeln und Nervengeflechte im Bereich der Halswirbelsäule sind empfindlich und können nach einer zu starken Massage oder zu intensivem Dehnen Schwindel, Übelkeit und (ausstrahlende) Schmerzen auslösen. Um diesen Reaktionen vorzubeugen, sollten Sie mit sehr kurzen Dehn- und Massagesitzungen beginnen, mit geringem Druck bzw. Zug massieren und dehnen und die Reaktionen Ihres Körpers abwarten. Nach und nach können Sie Dauer, Intensität und Häufigkeit der Massage- und Dehnübungen anpassen.
- Nervenreizung: Die Nervengeflechte im Bereich der Halswirbelsäule verlaufen oberflächlich und werden somit leicht mitmassiert. Ein wenig Dehnung oder Massage/Druck schadet Nerven nicht, vor allem wenn Sie sie nicht einem rechten Winkel unter Druck setzen. Auch hier können Sie vorbeugen, indem Sie es langsam angehen und die Reaktionen Ihres Körpers abwarten.
- Kontraindikationen: Es gibt auch Kontraindikationen für Massagen und Dehnübungen im Bereich der HWS, beispielsweise frische bzw. nicht ausgeheilte Frakturen. Hier ist von einer Massage und vor allem von Dehnübungen dringend abzuraten. Im späteren Verlauf eines Bandscheibenvorfalls, wenn ausgetretene Teile der Bandscheibe resorbiert wurden, die Entzündung abgeklungen ist und sich die ersten Schmerzen verringert haben, dann kann eine Selbstmassage helfen muskuläre Schonmuster zu beseitigen und Triggerpunkte zu deaktivieren. Gleiches bzw. Ähnliches gilt für eine ausgeheilte Fraktur. Durch den Bruch und die folgende Ruhigstellung kommt es häufig zu Verspannungen, Triggerpunkten und Verkürzungen in der umgebenden Muskulatur.
- Schäden durch falsche Behandlung: Ein Bekannter erlitt durch eine vergleichbare Behandlung einen Schlaganfall, weil ein Halsgefäß verletzt wurde und sich ein Blutpfropfen bildete. Glücklicherweise bemerkte der Behandler das noch während des Termins. Es ist daher wichtig, einen qualifizierten Therapeuten aufzusuchen, der die richtige Technik beherrscht.
- Kopfschmerzen nach Massage: Die Gründe für Kopfschmerzen nach einer Massage können vielfältig sein. Eine der häufigsten Gründe ist die Reaktion des Körpers auf die geänderten Spannungsverhältnisse nach einer Massage. Vor allem die kurze Nackenmuskulatur unterhalb des Schädels, reagiert besonders sensible auf Spannungsveränderungen der Körpermuskulatur. Dehydration ist eine weitere häufige Ursache. Während einer Massage werden durch die Stimulation der Muskeln und des Gewebes Schlacke und Toxine freigesetzt, die sich im Körper angesammelt haben. Der Körper versucht, diese Toxine über das Blut- und Lymphsystem auszuscheiden. Wenn Sie jedoch nicht genügend Flüssigkeit zu sich nehmen, kann der Körper diese Toxine nicht effektiv ausscheiden. Lokaler Lymphstau und anschwellen der Interzellularräume sind die Folge.
Tipps zur Vermeidung von Kopfschmerzen nach Massage
Um Kopfschmerzen nach einer Massage zu vermeiden, können Sie folgende Tipps beachten:
- Hydratation: Stellen Sie sicher, dass Sie vor und nach Ihrer Massage ausreichend Wasser trinken. Vermeiden Sie alkoholische und koffeinhaltige Getränke, da diese zur Dehydration beitragen können.
- Richtige Technik: Achten Sie darauf, dass der Masseur die richtige Technik anwendet und nicht zu viel Druck ausübt, besonders im Bereich des Nackens und des Kopfes. Sofern du oder deine Partner anfällig für Kopfschmerzen nach einer Massage ist, versuche die Streich- und Knettechniken deiner Massage immer vom Kopf zum Herzen hin zu führen.
- Individuelle Bedürfnisse: Jeder Mensch reagiert anders auf Massage. Ein offener Dialog mit Ihrem Massagetherapeuten über Ihre Präferenzen und Schmerzgrenzen ist entscheidend.
- Ruhe und Entspannung: Gönnen Sie sich unmittelbar nach der Massage eine Ruhephase. Atmen Sie tief und langsam. Tiefes Atmen fördert die Entspannung und hilft, den Blut-/Lymphfluss und die Sauerstoffversorgung zu verbessern, was Kopfschmerzen vorbeugen kann.
Weitere Maßnahmen zur Vorbeugung von Migräne und Nackenschmerzen
Um Nackenschmerzen und damit verbundene Spannungskopfschmerzen schnell wieder loszuwerden bzw. gar nicht erst entstehen zu lassen, können Sie folgende Maßnahmen ergreifen:
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- Bewegung: Versuchen Sie sich insgesamt mehr zu bewegen. Benutzen Sie öfters mal die Treppe statt des Aufzugs oder auch mal das Fahrrad statt des Autos. Gehen Sie kurze Strecken öfters mal zu Fuß und treiben Sie regelmäßig Sport. Günstig sind sämtliche Ausdauersportarten wie Walken, Laufen, Schwimmen oder Fahrradfahren, aber auch Tanzen, Wandern oder Kraftsport sind geeignet, um die Muskulatur nachhaltig zu trainieren und damit Nackenverspannungen vorzubeugen. Wichtig ist die Regelmäßigkeit.
- Ergonomie: Richten Sie Ihren Arbeitsplatz rückenfreundlich ein. Achten Sie dabei auf geeignete Tisch- und Sitzmöbel, die richtigen Abstände zum Bildschirm und eine gute Beleuchtung. Denken Sie dabei auch an Alternativen, wie etwa einen Steharbeitsplatz und sprechen Sie dazu auch Ihren Arbeitgeber an.
- Stressmanagement: Versuchen Sie Stress abzubauen bzw. zu lernen, im Alltag besser mit belastenden Situationen umzugehen. Hier können Entspannungstechniken, wie Yoga, Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training oder auch Thai Chi helfen. Lokale Anbieter, Sportvereine und Volkshochschulen bieten hier oft geeignete und wohnortnahe Kurse an. Daneben werden auch immer mehr Online-Kurse angeboten, die örtlich unabhängig und oft zeitlich besonders flexibel genutzt werden können. In vielen Fällen werden die Kosten oder zumindest ein Teil davon auch von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Fragen Sie einfach mal bei Ihrer Krankenkasse nach.
- Entspannungstechniken: Massagen am Ohr kurbeln die Durchblutung an und setzen neue Energien frei. Dazu wird je ein Ohrläppchen in die dazugehörige Hand genommen, zwischen Daumen und Zeigefinger kräftig zusammengedrückt und langsam wieder gelöst, bevor auf der anderen Seite ein identischer Prozess stattfindet. Die Cranio-Sacral-Therapie soll als osteopathisches Verfahren den Gehirnwasserfluss harmonisieren, indem ein sanfter Druck auf die beweglichen Knochen des Schädels (Cranium) sowie das Kreuzbein (Sacrum) verübt wird. Die Klangschalen-Massagen wirken von innen heraus, weil die hervorgerufenen Schwingungen des Klöppels, der gegen unterschiedliche Kupfer- oder Zinnschalen schlägt, mit dem Inneren des Körpers korrespondieren.
- Wärmeanwendungen: Legen Sie sich dazu ein gewärmtes Kirschkernkissen oder eine Wärmflasche für einige Minuten auf den Nacken. Die Wärme wirkt durchblutungsfördernd und spannungslösend auf die verkrampfte Muskulatur, so dass auch die Kopfschmerzen meist schon nach kurzer Zeit nachlassen.
- Dehnübungen: Um die Nackenrückseite zu dehnen, senken Sie den Kopf langsam Richtung Brust. Auch hier können Sie die Bewegung durch Auflegen beider Hände rechts und links am Nacken sanft unterstützen. Achten Sie auf fließende und ruckfreie Bewegungen und halten Sie die Dehnung für ca. 30 Sekunden bzw. solange es sich für Sie noch angenehm anfühlt. Kehren Sie anschließend wieder in die Ausgangsposition zurück.
- Medikamente: Für die akute Behandlung von Spannungskopfschmerzen in Verbindung mit Hals-, Schulter- und Nackenbeschwerden hat sich Ibuprofen besonders gut bewährt. In Kombination mit medizinischem Coffein kann die bereits gute Wirksamkeit von Ibuprofen noch weiter gesteigert werden.
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