Rizatriptan: Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen bei Migräne

Rizatriptan ist ein Medikament aus der Gruppe der Triptane, das zur Behandlung von Migräne eingesetzt wird. Es wirkt, indem es die Blutgefäße im Gehirn verengt und die Freisetzung von Entzündungsstoffen reduziert. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über Rizatriptan, einschließlich seiner Wirkungsweise, Anwendung, Nebenwirkungen und wichtiger Hinweise.

Was ist Rizatriptan und wie wirkt es?

Rizatriptan gehört zur Klasse der Triptane, auch selektive Serotonin-5-HT1B/1D-Rezeptoragonisten genannt. Es wird bei Erwachsenen zur Behandlung der Kopfschmerzphase bei einem Migräneanfall angewendet.

Rizatriptan ist ein sogenannter Serotonin-Rezeptor-Agonist: Der Wirkstoff bindet an die Andockstellen des körpereigenen Botenstoffes Serotonin (5-HT1-Rezeptoren) an Blutgefäßen und Nervenzellen im Gehirn. Durch diese Bindung werden verschiedene Mechanismen in Gang gesetzt, die zur Linderung von Migräne beitragen:

  • Verengung der Blutgefäße: Rizatriptan bewirkt eine Verengung der Blutgefäße im Gehirn, die bei einer Migräneattacke sehr wahrscheinlich erweitert sind.
  • Reduktion der Botenstoffausschüttung: Die Nervenzellen schütten weniger Botenstoffe aus, die sonst Entzündungen und Schmerzen vermitteln.

Damit wirkt Rizatriptan gegen jene Vorgänge, die Mediziner hinter den Beschwerden einer Migräne vermuten.

Erweiterte Blutgefäße, die das Gehirn umgeben, führen zu den Kopfschmerzen während der Migräneattacke. Die Behandlung mit Rizatriptan lässt die Blutgefäße, welche das Gehirn umgeben, abschwellen.

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Aufnahme, Abbau und Ausscheidung

Nach der Einnahme gelangt Rizatriptan schnell über den Darm ins Blut. Die höchste Menge des Wirkstoffs im Blut wird bei Tabletten 60 bis 90 Minuten nach Einnahme erreicht. Bei Schmelztabletten ist die maximale Wirkstoffmenge etwa 30 bis 60 Minuten später im Blut vorhanden. Nach zwei bis drei Stunden ist die Hälfte davon abgebaut. Rizatriptan wird hauptsächlich über die Niere ausgeschieden.

Rizatriptan kann bereits eine halbe Stunde nach Einnahme wirken und Kopfschmerzen deutlich lindern. In klinischen Studien milderte es auch andere Migräne-Beschwerden.

Anwendungsgebiete von Rizatriptan

Ärzte verschreiben Rizatriptan gegen Kopfschmerzen akuter Migräneanfälle mit oder ohne Aura. Der Wirkstoff ist nur für Erwachsene zugelassen. Rizatriptan wird nicht vorbeugend, sondern nur bei Vorliegen einer Migräneattacke verwendet.

Bei einigen Patienten lindert Rizatriptan nicht nur Kopfschmerzen, sondern auch weitere Migräne-Beschwerden wie Übelkeit oder Licht- und Geräuschempfindlichkeit.

Einnahme und Anwendung von Rizatriptan

Patienten nehmen Rizatriptan am besten möglichst früh ein, wenn erste Anzeichen von Migräne-Kopfschmerzen auftreten. Die übliche Dosis beträgt 10 Milligramm, es gibt aber auch Präparate mit 5 Milligramm. Sie sind vor allem für Patienten gedacht, deren Leber oder Nieren nur noch eingeschränkt arbeiten. Wenn Sie mit dem Betablocker Propranolol behandelt werden, sollten Sie ebenfalls die geringere Einzeldosis von Rizatriptan, 1 Schmelztablette Rizatriptan 5 mg (5 mg Rizatriptan), erhalten. Zwischen der Einnahme von Rizatriptan PUREN und Propranolol sollten mindestens 2 Stunden liegen.

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Patienten, die eine Migräne mit Aura haben, sollten Triptane erst einnehmen, wenn die Aura abgeklungen ist.

Rizatriptan ist als Tablette oder als Schmelztablette mit jeweils 5 oder 10 Milligramm verfügbar. Die Schmelztabletten eignen sich besonders für Patienten mit Schluckbeschwerden oder, wenn Migräneattacken mit Übelkeit und Erbrechen einhergehen. Die Tabletten schlucken Patienten unzerkaut mit einem Glas Wasser. Schmelztabletten hingegen werden auf die Zunge gelegt und lösen sich dort auf. Rizatriptan PUREN Schmelztabletten lösen sich im Mund auf. Öffnen Sie die Blisterpackung mit trockenen Händen. Legen Sie die Schmelztablette auf Ihre Zunge. Sie löst sich dort auf und kann zusammen mit dem Speichel heruntergeschluckt werden. Die Schmelztabletten können angewendet werden, wenn keine Flüssigkeit zur Verfügung steht, oder um Übelkeit und Erbrechen zu verhindern, die mit der Einnahme von Tabletten in Kombination mit Flüssigkeit einhergehen können. Rizatriptan ist auch als Tablette zur Einnahme in Kombination mit Flüssigkeit erhältlich.

Nehmen Patienten Rizatriptan zum oder nach dem Essen ein, wirkt es sehr wahrscheinlich verzögert. Daher ist es sinnvoll, das Medikament auf leeren Magen anzuwenden. Andernfalls hilft es ungefähr eine Stunde später als bei nüchterner Einnahme. Die Einnahme auf leeren Magen ist vorzuziehen, da die Wirkung von Rizatriptan Glenmark 10 mg Tabletten nach einer Nahrungsaufnahme verzögert sein kann. Sie können es aber auch noch nach dem Essen einnehmen.

Treten nach der ersten Tablette erneut Kopfschmerzen auf, können Betroffene eine weitere frühestens nach zwei Stunden einnehmen. Die maximale Dosis innerhalb von 24 Stunden beträgt zwei Tabletten oder zwei Schmelztabletten. Zwischen der Einnahme der ersten und zweiten Dosis sollten Sie mindestens 2 Stunden warten. Wenn sich Ihre Migräne verschlimmert, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden.

Nehmen Sie keine weitere Rizatriptan-Dosis ein, wenn die erste nicht geholfen hat. Möglicherweise bessern alternative Schmerzmedikamente Ihre Beschwerden. Sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Wenn Sie auf die erste Dosis Rizatriptan PUREN bei einem Migräneanfall keine Besserung verspüren, sollten Sie keinesfalls eine weitere Dosis für denselben Anfall einnehmen. Es ist dennoch möglich, dass Sie bei der nächsten Attacke auf Rizatriptan PUREN ansprechen.

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Gegenanzeigen: Wann sollte man Rizatriptan nicht einnehmen?

Arzneimittel mit Rizatriptan darf man nicht einnehmen:

  • wenn man bekanntermaßen allergisch auf den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Medikaments reagiert
  • wenn Sie allergisch gegen Rizatriptan, Menthol (enthalten in Pfefferminzaroma) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn man schwer Leber- oder Nieren-krank ist
  • wenn Sie eine schwere Leberfunktionsstörung oder eine schwer eingeschränkte Nierenfunktion haben.
  • bei unbehandeltem oder unkontrolliertem Bluthochdruck
  • wenn Sie mäßigen oder schweren Bluthochdruck oder nicht behandelten leichten Bluthochdruck haben (denn Rizatriptan PUREN kann zu einer Gefäßverengung führen und damit den Blutdruck erhöhen)
  • bei erkrankten Herzkranzgefäßen (koronare Herzkrankheit, ggf. mit der Herzenge Angina pectoris)
  • wenn Sie eine Herzerkrankung haben oder hatten. Dazu zählen z. B. Herzinfarkt oder Schmerzen im Brustkorb (Angina pectoris) oder Beschwerden, die auf eine Herzerkrankung hinweisen.
  • bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK), auch als „Raucherbein“ bekannt
  • wenn Sie unter Erkrankungen mit verengten oder blockierten Blutgefäßen (periphere arterielle Gefäßerkrankungen) leiden.
  • wenn man bereits einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder Durchblutungsstörungen des Gehirns (z.B. eine transitorische ischämische Attacke, TIA) hatte
  • wenn Sie einen Schlaganfall oder eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns(transitorische ischämische Attacke, TIA) in der Krankengeschichte haben.
  • Auch die gleichzeitige Einnahme mancher Medikamente spricht gegen Rizatriptan.

Dazu gehören:

  • andere Triptane (z.B. Sumatriptan)
  • wenn Sie zur Behandlung Ihrer Migräne gleichzeitig andere Arzneimittel derselben Substanzklasse wie Rizatriptan PUREN, z. B. Sumatriptan, Naratriptan oder Zolmitriptan, einnehmen (siehe unter „Einnahme von Rizatriptan PUREN zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
  • Ergotamine, die auch gegen Migräne wirken
  • wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel zur Behandlung Ihrer Migräne einnehmen, die als Arzneimittel vom Ergotamintyp, wie z. B. Ergotamin oder Dihydroergotamin, bezeichnet werden.
  • wenn Sie zur Vorbeugung der Migräne Methysergid einnehmen.
  • bestimmte Medikamente gegen Depression, sogenannte Monoaminooxidase-Hemmern (MAO-Hemmer wie Moclobemid oder Tranylcypromin)
  • wenn Sie gleichzeitig bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (wie z. B. Moclobemid, Phenelzin, Tranylcypromin, Pargylin) oder ein bestimmtes Antibiotikum (Linezolid) einnehmen oder vor weniger als 2 Wochen eines dieser Arzneimittel abgesetzt haben. Diese Arzneimittel gehören zu den sogenannten Monoaminoxidase(MAO)-Hemmern.
  • Linezolid, ein Antibiotikum, das ebenfalls ein MAO-Hemmer ist

Haben Sie einen MAO-Hemmer zum letzten Mal eingenommen, warten Sie mindestens zwei Wochen, bevor Sie Rizatriptan anwenden.

Patienten, die an einer Laktoseintoleranz leiden, achten am besten auf die zusätzlichen Bestandteile von Rizatriptan-Tabletten: Manche enthalten den Milchzucker. Sie wenden bevorzugt Rizatriptan Schmelztabletten an, die laktosefrei und somit besser verträglich sind. Zudem gibt es auch klassische Tabletten ohne Laktose.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Nehmen Patienten Ergotamine, andere Triptane und MAO-Hemmer wie Moclobemid oder Linezolid zusammen mit Rizatriptan ein, steigt das Risiko schwerer Nebenwirkungen: Herzkranzgefäße können sich derart zusammenziehen, dass der Herzmuskel nicht mehr genug Sauerstoff erhält. Außerdem kann der Blutdruck gefährlich steigen. Nehmen Sie diese Präparate daher nie gleichzeitig ein. Mehr dazu lesen Sie unter „Gegenanzeigen“.

Gegen eine Depression erhalten Patienten häufig selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) oder Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI). Wenden sie dann auch Rizatriptan an, kann ein Überschuss des Botenstoffs Serotonin entstehen. Bei gleichzeitiger Anwendung von SSRI, SNRI oder MAO-Hemmern, Symptome umfassen Verwirrung, autonome Dysregulation und neuromuskuläre Störungen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Propranolol (Betablocker), kann die Wirkstoffmenge von Rizatriptan im Blut ansteigen. Ist Propranolol notwendig, passt der Arzt die Dosis an. Nehmen Sie andere Betablocker ein, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente mit Johanniskraut bewirken möglicherweise häufiger unerwünschte Nebenwirkungen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen Dies gilt für verschreibungspflichtige und nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel sowie für pflanzliche oder homöopathische Präparate. Informieren Sie Ihren Arzt auch über alle Arzneimittel, die Sie normalerweise zur Behandlung Ihrer Migräne einnehmen. Dies ist wichtig, da Rizatriptan PUREN die Wirkungsweise einiger anderer Arzneimittel beeinflussen kann sowie auch die Wirkung von Rizatriptan PUREN von anderen Arzneimitteln beeinflusst werden kann.

Rizatriptan in der Schwangerschaft und Stillzeit

Anwendungserfahrungen deuten darauf hin, dass die Einnahme von Rizatriptan im ersten Schwangerschaftsdrittel kein Risiko für Fehlbildungen beim Kind birgt. Ob eine Anwendung im zweiten und dritten Trimenon möglicherweise dem Kind schadet, weiß man nicht - es gibt hier nur sehr wenig Erfahrung. Die verfügbaren Daten zur Sicherheit von Rizatriptan bei Anwendung in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen hin. Es ist nicht bekannt, ob Rizatriptan PUREN dem ungeborenen Kind schadet, wenn das Arzneimittel von einer Schwangeren nach den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft eingenommen wird.

Grundsätzlich prüfen Ärzte und Ärztinnen immer, ob eine Behandlung mit Triptanen in der Schwangerschaft wirklich erforderlich ist. Wenn ja, verordnen sie in der Regel Triptane, die besser untersucht sind als Rizatriptan (z.B. Sumatriptan).

Rizatriptan geht in die Muttermilch über. Wenn bei stillenden Müttern mit Migräne leichtere Schmerzmittel wie Ibuprofen nicht ausreichen, sollte man es mit dem besser untersuchten Sumatriptan probieren. Das empfehlen Experten vom Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Wenn Sie stillen, können Sie nach der Behandlung 12 Stunden bis zum Stillen warten, um eine Belastung Ihres Babys zu vermeiden. Sie sollten 24 Stunden lang nach der Behandlung mit Rizatriptan Glenmark 10 mg Tabletten auf das Stillen verzichten.

Mögliche Nebenwirkungen von Rizatriptan

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die folgenden Nebenwirkungen können bei der Einnahme dieses Arzneimittels auftreten. Die häufigsten Nebenwirkungen in klinischen Studien bei Erwachsenen waren Schwindelgefühl, Schläfrigkeit und Schwäche/Müdigkeit.

Die häufigsten Nebenwirkungen von Rizatriptan sind:

  • Müdigkeit und Schwäche
  • Schwindel
  • Schläfrigkeit

Wenn Sie sich nach Rizatriptan sehr schlapp fühlen, zittern oder Ihnen schwindelig ist, bedienen Sie besser keine Maschinen oder Autos. Sie könnten sich nach der Einnahme von Rizatriptan PUREN schläfrig oder schwindlig fühlen. In diesem Fall sollten Sie solange weder Auto fahren noch Maschinen bedienen.

Häufige Nebenwirkungen sind außerdem Hitzewallungen, Hautrötungen („Flush“) oder Sensibilitätsstörungen. Letztere machen sich beispielsweise als Kribbeln oder Prickeln in den Händen bemerkbar und vergehen meist nach kurzer Zeit. Juckreiz oder Blasen auf der Haut können ebenfalls eine unerwünschte Folge sein.

Nebenwirkungen des Verdauungssystems sind häufig Mundtrockenheit, Sodbrennen, Übelkeit und Erbrechen oder Durchfall. Möglicherweise tritt vermehrter Durst auf. In manchen Fällen verursacht Rizatriptan Bauchschmerzen.

Nehmen Patienten Rizatriptan häufig über längeren Zeitraum ein, droht ein Dauerkopfschmerz (medikamenteninduzierter Kopfschmerz). Wenn es bei Ihnen unter der Behandlung mit Rizatriptan PUREN zu einem Dauerkopfschmerz kommt, kann es sein, dass Sie Rizatriptan PUREN zu oft eingenommen haben. In solchen Fällen sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, denn Sie müssen Rizatriptan PUREN möglicherweise absetzen.

Gelegentlich fühlen sich Patienten auch nervös oder es fällt ihnen schwer, sich zu orientieren. Außerdem können Kreislaufprobleme auftreten: Betroffene verspüren, dass ihr Herz rast oder stolpert (Herzrhythmusstörungen). Zudem steigt womöglich der Blutdruck.

Treten zusätzlich Schmerzen in der Brust oder Kurzatmigkeit auf, rufen Sie umgehend den Notarzt.

Selten reagieren Patienten überempfindlich auf Rizatriptan. Bei Anzeichen einer starken allergischen Reaktion wie Hautausschlag, Schluckbeschwerden, Atemnot und Kreislaufschwäche rufen Sie auch umgehend einen Arzt. Informieren Sie Ihren Arzt sofort, wenn Sie Symptome von allergischen Reaktionen, Serotonin-Syndrom, Herzinfarkt oder Schlaganfall haben: - allergische Reaktionen, manchmal schwerwiegend, einschließlich Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge und Rachen, die mit Schwierigkeiten beim Atmen, Sprechen oder Schlucken einhergehen können (Angioödem) - schwere allergische Reaktionen mit Hautausschlag, Hautrötung, Bläschenbildung im Bereich von Lippen, Augen oder Mund, Ablösung der Haut und Fieber - Schmerzen im Brustkorb, Engegefühl im Brustkorb bzw. Rachen oder andere Symptome, die denjenigen eines Herzinfarkts entsprechen - Schwäche oder Lähmung der Gliedmaßen oder des Gesichts, Schwierigkeiten beim Sprechen, die auf einen Schlaganfall hinweisen können - ein als "Serotonin-Syndrom“ bezeichnetes Krankheitsbild, das gekennzeichnet ist durch Koma, instabilen Blutdruck, extrem hohe Körpertemperatur, fehlende Muskelkoordination, Erregtheit und Halluzinationen.

Weitere Nebenwirkungen finden Sie in der Packungsbeilage Ihres Rizatriptan-Medikaments. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie unerwünschte Begleiterscheinungen vermuten.

So erhalten Sie Medikamente mit Rizatriptan

Arzneimittel mit dem Wirkstoff Rizatriptan sind in Deutschland, Österreich und in der Schweiz in jeder Dosierung und Packungsgröße rezeptpflichtig und nur in Apotheken erhältlich. Rizatriptan ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.

Andere Triptane kann man in kleinen Packungen auch ohne Rezept (z.B. Almotriptan) in Apotheken kaufen. Von Rizatriptan gibt es jedoch keine rezeptfreie Variante.

Wichtige Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bei der Anwendung von Rizatriptan sind folgende Punkte zu beachten:

  • Eindeutige Migränediagnose: Rizatriptan sollte nur angewendet werden, wenn eine sichere Migränediagnose vorliegt. Bitte beschreiben Sie Ihrem Arzt oder Ihrem Apotheker Ihre Beschwerden (z. B. einseitig auftretende, bohrende Kopfschmerzen, Übelkeit, Empfindlichkeit gegen Licht und Geräusche). Ihr Arzt wird feststellen, ob Sie an Migräne leiden. Nehmen Sie Rizatriptan Glenmark 10 mg Tabletten nur bei einem Migräneanfall ein.
  • Kardiovaskuläre Sicherheit: Kann zu Brustschmerzen oder Druckgefühl führen; bei Verdacht auf eine ischämische Herzerkrankung sollten keine weiteren Dosen eingenommen werden.
  • Koronare Risiken: Wie andere 5-HT1B/1D-Agonisten kann Rizatriptan Koronarspasmen, Myokardischämie oder Herzinfarkt verursachen.
  • Bluthochdruck: Kann zu einem Blutdruckanstieg führen, insbesondere bei Patienten mit unkontrollierter Hypertonie.
  • Serotoninsyndrom: Risiko erhöht bei gleichzeitiger Anwendung von SSRI, SNRI oder MAO-Hemmern, Symptome umfassen Verwirrung, autonome Dysregulation und neuromuskuläre Störungen.
  • Interaktionen mit Ergotaminhaltigen Präparaten: Abstand von mindestens 24 Stunden zwischen Rizatriptan und Ergotamin-haltigen Arzneimitteln einhalten.
  • Angioödem: Fälle von Gesichtsödem, Zungenschwellung oder Pharynxödem wurden berichtet.
  • Medikamenteninduzierter Kopfschmerz: Übermäßige Anwendung kann zu einer Verschlechterung der Kopfschmerzen führen. Wenn Sie Rizatriptan Glenmark 10 mg Tabletten zu oft einnehmen, kann das zu einem Dauerkopfschmerz führen. Wenden Sie sich in diesem Fall an Ihren Arzt, denn möglicherweise müssen Sie die Einnahme der Tabletten beenden.
  • Wechselwirkungen mit CYP2D6-Substraten: Potenzielle Interaktionen mit Medikamenten, die über CYP2D6 metabolisiert werden.

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