Migräne mit Aura: Ursachen, Symptome, Behandlung und Yoga als potenzieller Auslöser

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch anfallsartige Kopfschmerzen gekennzeichnet ist und häufiger Frauen als Männer betrifft. Migräneanfälle sind die häufigste Ursache für wiederkehrende, mittelschwere bis schwere Kopfschmerzen. Es gibt verschiedene Arten von Migräne, darunter Migräne mit Aura und Migräne ohne Aura. Die Migräne mit Aura ist eine Form, bei der neurologische Symptome, die sogenannte Aura, vor oder während des Kopfschmerzes auftreten. Obwohl die genauen Ursachen der Migräne noch nicht vollständig geklärt sind, spielen genetische Faktoren, Umweltfaktoren und Lebensstil eine Rolle.

Was ist eine Migräne-Aura?

Eine Migräne-Aura ist eine vorübergehende neurologische Funktionsstörung, die während eines Migräneanfalls, aber auch ohne Kopfschmerzen auftreten kann. Etwa 15 bis 25 Prozent der Migränepatienten kennen Aura-Symptome. Die meisten Patienten mit Migräne mit Aura kennen Migräneanfälle mit und ohne Aura-Symptome. Häufig tritt die Aura vor Beginn der Kopfschmerzen auf, sie kann aber auch währenddessen oder danach auftreten. Bei vielen tritt die Aura manchmal auch ganz ohne Kopfschmerzen auf. Das nennt man dann eine „isolierte Aura“.

Ursachen der Migräne mit Aura

Die genauen Ursachen der Migräne mit Aura sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass eine Kombination aus genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen eine Rolle spielt. Die Forschung zu den Ursachen der Migräne geht nur langsam voran. Eine Theorie besagt, dass entzündliche Vorgänge an den Blutgefäßen im Gehirn eine Rolle spielen. Möglicherweise ist auch von Bedeutung, wie Schmerzsignale im Gehirn verarbeitet werden.

Neurologische und biochemische Faktoren

Bei der Entstehung einer Migräne-Aura sind vermutlich mehrere Mechanismen beteiligt, die während eines Migräneanfalls im Gehirn ablaufen. Über eine Aktivierung der schmerzleitenden Nervenfasern und Schmerzzentren im Gehirn werden verschiedene Botenstoffe, so genannte Neurotransmitter, ausgeschüttet. Diese sogenannte Schmerzkaskade löst wiederum eine Entzündung der Hirngefäße und damit eine vorübergehende Durchblutungsstörung der Hirnrinde aus. Die Symptome der Migräne-Aura entstehen vermutlich durch eine Erregungswelle, die über die Hirnrinde läuft und zu einer vorübergehenden Störung führt. Eine komplexe Wechselwirkung zwischen neurochemischen Gehirnprozessen, einer gesteigerten neuronalen Erregbarkeit und einer Dysregulation der Neurotransmitter könnten als Ursache für ein erhöhtes Risiko einer Migräne mit oder ohne Aura verantwortlich zeichnen.

Genetische Faktoren

Migränen scheinen genetisch bedingt zu sein. Über die Hälfte der Patienten, die unter Migräne leiden, haben enge Verwandte, die ebenfalls darunter leiden. Das Risiko, von einer Migräne mit oder ohne Aura betroffen zu werden, erhöht sich, wenn Verwandte ebenfalls unter regelmäßigen Migräneattacken leiden. Forschende konnten bereits Genvarianten ausmachen, die zu einem erhöhten Risiko führen. Da nicht alle Familienmitglieder dieselbe Migräneform erleben, gehen Forschende davon aus, dass sich hinter einer Migräne mehr als eine Kopfschmerzerkrankung verbergen könnte.

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Hormonelle Einflüsse

Östrogen, das wichtigste weibliche Hormon, kann offenbar Migräneanfälle auslösen, was erklären könnte, warum Frauen häufiger als Männer unter Migräne leiden. Migränen können unter Umständen ausgelöst werden, wenn der Östrogenspiegel steigt oder schwankt. In der Pubertät, wenn der Östrogenspiegel steigt, sind Migräneanfälle bei Mädchen weitaus häufiger als bei Jungen. Manche Frauen leiden kurz vor, während oder kurz nach ihrer Periode unter Migräneanfällen. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft, wenn der Östrogenspiegel relativ stabil ist, kommt es in der Regel seltener zu Migräneanfällen, doch sie verschlimmern sich wieder nach der Geburt des Kindes, wenn der Östrogenspiegel rasch abnimmt. Wenn Frauen in die Wechseljahre kommen und der Östrogenspiegel schwankt, fällt es besonders schwer, die Migräne zu kontrollieren.

Umweltbedingte Faktoren

Sinnesüberreizungen, bestimmte Lebensmittel wie Rotwein, Hunger, Stress oder Schlafmangel, Kopfverletzungen und Nackenschmerzen können ebenfalls zu einer Migräne mit oder ohne Aura führen.

Trigger für Migräne mit Aura

Viele Patienten kennen Auslöser, so genannte Trigger, die bei ihnen zu einem Migräne-Anfall führen können. Es lohnt sich herauszufinden, ob es spezielle Trigger für die Migräne bei einem selbst gibt, die man dann vermeiden kann.

Einige häufige Trigger sind:

  • Unregelmäßiger Schlaf
  • Längere Phasen ohne ausreichend zu essen und zu trinken
  • Stress
  • Starke psychische oder körperliche Belastungen
  • Bestimmte Reize wie Flackerlicht oder schlechte Luft in stickigen Räumen
  • Alkohol, z.B. Rotwein, oder bestimmte Nahrungsmittel
  • Schlafmangel und Schlaflosigkeit
  • Wetterveränderungen, insbesondere barometrische Druckveränderungen
  • Bestimmte Lebensmittel
  • Hunger (wie z. B., wenn Mahlzeiten ausgelassen werden)
  • Übermäßige Sinnesreizung (zum Beispiel durch Lichtblitze oder starke Gerüche)
  • Kopfverletzungen, Nackenschmerzen oder ein Problem mit dem Kiefergelenk (temporomandibuläre Dysfunktion)

Symptome der Migräne mit Aura

Die Symptome einer Migräne mit Aura hängen von der Migräneform ab. Typische und atypische Migräneanfälle mit Aura können sich äußern durch:

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  • Neurologische Störungen wie Tinnitus und Schwindel
  • Visuelle Störungen wie Flimmern, Lichtblitze, Doppelbilder oder eine vorübergehende Erblindung
  • Motorische Störungen wie eine Muskelschwäche, Taubheitsgefühle bis zur halbseitigen Lähmung
  • Sprachstörungen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Einer Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen, Gerüchen und Licht
  • Mittelstarken bis starken, pochenden oder pulsierenden Schmerzen in einer oder beiden Kopfhälften

Typische Aura-Symptome

Typische Symptome einer Migräne-Aura sind Sehstörungen in Form von Flimmersehen, die von den Patienten als Blitze, Punkte, Zacken- oder wellenförmige Bewegungen wahrgenommen werden und die sich meist langsam über das Gesichtsfeld ausbreiten. Häufig kommt es auch zu fleckförmigen Ausfällen des Gesichtsfeldes, das heißt Patienten sehen nur noch einen Teil der Umwelt oder einer Person. Weitere, seltenere Symptome sind vorübergehende Sprachstörungen oder Sensibilitätsstörungen, sehr selten auch Lähmungen einer Körperhälfte.

Das Alice-im-Wunderland-Syndrom

Das Alice-im-Wunderland-Syndrom tritt vornehmlich bei Kindern und Jugendlichen während einer Migräne auf, in den meisten Fällen zusätzlich zu einer bestehenden Aura. Bei diesem Syndrom handelt es sich um Wahrnehmungsstörungen des Gehirns, bei denen der eigene Körper ganz klein oder riesengroß im Raum wahrgenommen werden kann. Zusätzlich können Halluzinationen und ein Orientierungsverlust der betroffenen Person auftreten.

Phasen einer Migräneattacke

Eine Migräne verläuft in bis zu fünf Phasen, die nicht alle Patienten bei einer Attacke durchlaufen muss:

  • Prodromalphase: Noch vor der Migräne mit Aura kündigt sich diese bei etwa 30 Prozent der Migränepatienten durch weitere Vorboten an. Hierzu gehören beispielsweise Heißhunger oder ein Appetitverlust, Übelkeit, Nackenschmerzen oder Stimmungsschwankungen. Dieses Prodrom dauert zwischen 4 Stunden und mehreren Tagen.
  • Auraphase: 15 bis 20 Prozent der Patienten sind von einer Aura vor den eigentlichen migränetypischen Kopfschmerzen betroffen. Die Auraphase dauert, je nach Auratyp, zwischen 5 Minuten und 72 Stunden an. Die meisten Betroffenen erleben während dieser Zeit visuelle, neurologische oder motorische Störungen, die nach der Auraphase wieder verschwinden, bspw. Störungen im Gesichtsfeld.
  • Migränephase: In der Migränephase erleiden die Patienten die für eine Migräne typischen einseitigen oder beidseitigen Kopfschmerzen, die mittelstark oder stark pochen und pulsieren. Zusätzlich können Übelkeit und Erbrechen sowie eine Überempfindlichkeit auftreten. Manche Menschen erleben nur eine Auraphase ohne Kopfschmerzen, andere nur leichte Kopfschmerzen. Doch in den meisten Fällen fallen diese derart stark aus, dass diese den Alltag der Betroffenen stark einschränkt oder diese ihrem Alltag gar nicht mehr nachgehen können.
  • Auflösungsphase: In dieser Phase lassen die Symptome zunehmend nach.
  • Erholungsphase: Die letzte Phase ähnelt der Prodromalphase. Die Betroffenen fühlen sich angeschlagen und benötigen Zeit, um sich vollständig von ihrer Migräne mit Aura zu erholen.

Dauer der Aura-Symptome

Eine typische Migräne-Aura dauert 5 bis 60 Minuten, seltener auch mal etwas länger.

Diagnose einer Migräne mit Aura

Die Ärzte diagnostizieren Migräne, wenn es typische Symptome gibt und die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung (einschließlich einer neurologischen Untersuchung) normal sind. Es gibt keine bestimmte Untersuchung oder Vorgehensweise, um die Diagnose zu bestätigen. Bestimmte Befunde sind Warnsignale, die darauf hinweisen, dass die Kopfschmerzen womöglich durch eine schwere Erkrankung verursacht werden.

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Wenn die Kopfschmerzen erst kürzlich aufgetreten sind oder bestimmte Warnsignale vorliegen, wird oftmals eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Schädels und manchmal eine Spinalpunktion (Lumbalpunktion) durchgeführt, um weitere Erkrankungen auszuschließen. Wenn Menschen, die bekanntlich an Migräneanfällen leiden, Kopfschmerzen entwickeln, die ihren vorangegangenen Migränen ähneln, werden nur selten Tests durchgeführt. Wenn der Kopfschmerz jedoch anders ist, insbesondere wenn Warnsignale vorhanden sind, sind oft eine ärztliche Untersuchung und verschiedene Tests erforderlich. Ob es sich wirklich um eine Aura handelt, kann im Zweifelsfall nur ein Arzt oder eine Ärztin feststellen. Bei vermeintlichen Auren mit visuellen Störungen des Gesichtsfelds könnte es sich ebenfalls um eine Augenerkrankung oder Durchblutungsstörung der Augen und des Gehirns handeln, bei motorischen und Sprachstörungen wie bei einer retinalen Migräne könnte auch ein Schlaganfall vorliegen. Die Diagnose einer Migräne mit Aura sollte bei einem Arzt oder einer Ärztin erfolgen. Diese untersuchen den Patienten bzw. die Patientin körperlich und neurologisch und können hierzu auch bildgebende Verfahren wie die Computertomografie (CT) und die Magnetresonanztomografie (MRT) oder eine Spinalpunktion (Lumbalpunktion) zur Entnahme von Nervenwasser einsetzen.

Behandlung der Migräne mit Aura

Es gibt keine Heilung für Migräne, aber Medikamente, um sie gleich zu Beginn zu stoppen, den Schmerz zu lindern und die Anzahl und Stärke von Migräne-Attacken zu reduzieren. Migränen können zwar nicht geheilt, aber kontrolliert werden. Eine Migräne mit Aura kann zwar nicht geheilt, aber mit einigen Maßnahmen gut behandelt werden.

Akutbehandlung

Zur Behandlung der Migräne mit Aura werden dieselben Medikamente wie bei einer Migräne ohne Aura eingesetzt. Leichte Migräne-Anfälle lassen sich häufig gut mit Paracetamol, Ibuprofen, Aspirin und ähnlichen Schmerzmitteln behandeln. Bei Unwirksamkeit dieser Medikamente kann man spezielle Migränemittel, die so genannten Triptane einsetzen. Diese Medikamente hemmen die Botenstoffe oder Neurotransmitter, die während der Migräne-Attacke freigesetzt werden und unterbrechen dadurch die Attacke. Wichtig bei einer Migräne mit Aura ist, dass Triptane erst nach Abklingen der Aura-Symptome eingenommen werden sollten.

Bei sehr schweren Migräneanfällen verwendet man Medikamente, welche die Migräne unterdrücken können. Sie werden eingenommen, sobald der Betroffene den Beginn einer Migräne spürt. Hierzu zählen folgende:

  • Gewöhnlich werden Triptane (5-Hydroxytryptamin [5-HT] oder Serotonin, Agonisten) eingesetzt. Triptane hindern die Nerven daran, Substanzen freizusetzen, die Migränen auslösen können. Triptane sind am wirkungsvollsten, wenn sie sofort bei Einsatz der Migräne eingenommen werden. Sie können geschluckt, inhaliert oder unter die Haut injiziert werden (subkutan).
  • Ditane sind eine Klasse von Medikamenten, die Kopfschmerzen unterdrücken können. Sie wirken wie Triptane, haben aber möglicherweise weniger Nebenwirkungen, die das Herz betreffen (wie Veränderungen des Blutdrucks oder der Herzfrequenz). Lasmiditan wird oral eingenommen und ist derzeit das einzige Ditan im Einsatz. Es sollte nicht mehr als 1 Dosis Lasmiditan innerhalb von 24 Stunden eingenommen werden.
  • Gepante (CGRP-Rezeptorantagonisten) sind eine weitere Klasse von Medikamenten, die Kopfschmerzen unterdrücken können. Gepante blockieren ein Protein im Blut, das die Migräne auslöst. Diese Medikamente (Rimegepant und Ubrogepant) werden oral eingenommen.
  • Dihydroergotamin wird intravenös, subkutan und als Nasenspray verabreicht, um schwere, anhaltende Migränen zu stoppen. Es wird meist mit einem intravenösen Medikament gegen Übelkeit (einem Antiemetikum) kombiniert, z. B. Prochlorperazin.
  • Bestimmte Antiemetika (z. B. Prochlorperazin oder Metoclopramid) können leichte bis mittelstarke Migränen lindern. Prochlorperazin, oral oder als Zäpfchen, wird auch verwendet, um Migränen zu stoppen, wenn die Betroffenen Triptane oder Dihydroergotamine nicht vertragen.

Präventive Maßnahmen

Außerdem kann man die Migräne mit Aura auch vorbeugend behandeln. Dazu gehören regelmäßiger Ausdauersport wie beispielsweise Joggen, Schwimmen, Radfahren, die Anwendung von Entspannungstechniken wie zum Beispiel Yoga, progressive Muskelrelaxation und autogenes Training oder Biofeedback-Techniken. Auch psychologische, zum Beispiel so genannte verhaltenstherapeutische Verfahren können helfen, insbesondere wenn auch eine Depression oder eine Angststörung bestehen. Wenn man solche nicht-medikamentösen Maßnahmen regelmäßig anwendet, merkt man dann, dass die Migräne weniger häufig auftritt und Attacken weniger schwer verlaufen.

Wenn diese Maßnahmen nicht reichen, können verschiedene Medikamente zur Vorbeugung von Migräne eingesetzt werden. Dazu gehören Blutdruckmittel wie Betablocker, Antidepressiva, die auch in der Behandlung von Schmerzen gut wirksam sind, und bestimmte Mittel, die eigentlich gegen Epilepsie wirken, die aber auch in der Behandlung einer Migräne wirksam sind. Seit einigen Jahren gibt es eine neue Behandlung mit so genannten Antikörpern gegen einen bestimmten Botenstoff, das so genannte CGRP, das während des Migräne-Anfalls ausgeschüttet wird. Antiköper sind Proteine, die diesen Botenstoff abfangen bzw. dessen Wirkung an den Nervenzellen und Hirngefäßen vermindern können.

Verhaltensbezogene Maßnahmen

Es werden auch verhaltensbezogene Maßnahmen (wie Entspannung, Biofeedback und Stressbewältigung) zur Kontrolle von Migräneattacken empfohlen, insbesondere, wenn Stress der Auslöser ist oder zu viele Medikamente zur Behandlung der Migräne eingenommen werden. Entspannungstechniken können helfen, Stress zu kontrollieren, die Muskelspannung zu verringern und die Aktivität der Hirnstromwellen zu verändern. Die Ärzte schlagen den Patienten vor, ein Tagebuch der Kopfschmerzen zu führen. In ihm notieren die Betroffenen Häufigkeit und Zeitpunkt der Attacken, mögliche Auslöser und ihre Reaktion auf die Behandlung. Mithilfe dieser Informationen können die Auslöser identifiziert und eventuell umgangen werden. Die Betroffenen können dann ihre Behandlung unterstützen, indem sie die auslösenden Reize meiden, und der Arzt kann die Behandlung besser planen und anpassen. Der Versuch, alle möglichen Auslöser zu eliminieren, kann jedoch unverhältnismäßig groß sein und zu unnötigen Lebenseinschränkungen führen.

Selbsthilfemaßnahmen

Migräneanfälle können auch bei einem und demselben Menschen in unterschiedlicher Stärke auftreten. Mal ist es eine leichte Attacke, mal eine sehr schwere. Ratsam ist es, bei aufkommender Migräne sofort Maßnahmen zu ergreifen und nicht erst abzuwarten.

Mögliche Selbsthilfemaßnahmen bei Migräne:

  • Massieren Sie mit zwei Fingern entlang des Schmerzpunktes.
  • Tragen Sie wenige Tropfen Pfefferminzöl auf Ihre Schläfen auf und kreisen Sie dort langsam in eine Richtung.
  • Verdunkeln Sie Ihr Schlafzimmer und sorgen Sie für ausreichend Ruhe.
  • Lagern Sie Ihren Kopf etwas höher im Bett und legen Sie ein Kühlakku (nur mäßige Kälte) auf Ihre Stirn.
  • Versuchen Sie ruhig zu atmen.
  • Ein frischer Ingwertee kann auch Abhilfe schaffen.

Yoga und Migräne: Ein zweischneidiges Schwert

Obwohl Yoga oft als Entspannungstechnik zur Vorbeugung von Migräne empfohlen wird, kann es in einigen Fällen auch als Auslöser wirken. Yoga kann die Intensität und Häufigkeit von Migräneanfällen reduzieren. Yoga kombiniert körperliche Übungen zur Stärkung und Dehnung der Muskeln mit tiefer Atmung, Meditation und Entspannungsübungen.

Yoga als Trigger

Einige Yoga-Posen, insbesondere solche, die den Kopf nach unten neigen oder den Nacken stark beanspruchen, können bei manchen Menschen Migräne auslösen. Dies könnte auf eine erhöhte Durchblutung des Gehirns oder eine Reizung der Nackenmuskulatur zurückzuführen sein. Auch der Einsatz des Oberkörpers kann eine Migräne auslösen. Es ist wichtig, auf den eigenen Körper zu hören und Posen zu vermeiden, die Beschwerden verursachen.

Yoga als Prävention

Trotz des potenziellen Risikos als Trigger kann Yoga auch eine wirksame Methode zur Vorbeugung von Migräne sein. Die entspannende Wirkung von Yoga kann Stress reduzieren, einen bekannten Auslöser für Migräne. Darüber hinaus kann Yoga helfen, die Nackenmuskulatur zu entspannen und die Körperhaltung zu verbessern, was ebenfalls zur Vorbeugung von Migräne beitragen kann.

Empfehlungen für Migränepatienten, die Yoga praktizieren möchten

  • Wähle den richtigen Yogastil: Sanfte Yogastile wie Hatha oder Restorative Yoga sind in der Regel besser geeignet für Migränepatienten als anstrengende Stile wie Ashtanga oder Bikram Yoga.
  • Sei achtsam: Achte auf die Signale deines Körpers und vermeide Posen, die Beschwerden verursachen.
  • Modifiziere Posen: Passe Posen an deine individuellen Bedürfnisse an. Verwende beispielsweise Kissen oder Blöcke, um den Nacken zu unterstützen.
  • Trinke ausreichend Wasser: Dehydration kann Migräne auslösen. Stelle sicher, dass du vor, während und nach dem Yoga ausreichend Wasser trinkst.
  • Vermeide Überanstrengung: Überanstrengung kann ebenfalls Migräne auslösen. Steigere die Intensität und Dauer deiner Yoga-Praxis langsam.
  • Führe ein Migränetagebuch: Notiere, welche Yoga-Posen oder -Übungen Migräne auslösen oder lindern.

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