Migräne-Pflaster: Anwendung, Wirkung und Alternativen

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch starke, oft pulsierende Kopfschmerzen äußert, begleitet von Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit. Viele Betroffene suchen nach Wegen, die Symptome zu lindern und die Anfallshäufigkeit zu reduzieren. Neben traditionellen Schmerzbewältigungsmethoden gibt es auch natürliche Alternativen wie Migräne-Pflaster und Gittertapes. Dieser Artikel beleuchtet die Anwendung, Wirkung und potenziellen Vorteile dieser Optionen.

Migräne-Pflaster: Natürliche Linderung bei Kopfschmerzen

Migräne-Pflaster sind eine medikamentenfreie Option zur Linderung von Migräne- und Kopfschmerzsymptomen. Sie enthalten in der Regel natürliche Inhaltsstoffe wie Pfefferminze, Lavendel und Eukalyptus, die einen erfrischenden und kühlenden Effekt bieten. Diese Inhaltsstoffe können helfen, Muskelverspannungen zu lösen und unangenehme Symptome zu beruhigen.

Anwendung von Migräne-Pflastern

Die Anwendung von Migräne-Pflastern ist einfach und unkompliziert:

  1. Vorbereitung: Die Verpackung vorsichtig öffnen.
  2. Anwendung: Die Schutzfolie vom Pflaster entfernen und das Pflaster mit der Klebeseite auf die trockene und saubere Haut aufkleben.
  3. Platzierung: Das Pflaster je nach Bedarf auf die Stirn, die Schläfen oder den Nacken auftragen.
  4. Entsorgung: Nach der Anwendung das Pflaster gemäß den Recyclinghinweisen entsorgen.

Vorteile von Migräne-Pflastern

  • Natürliche Inhaltsstoffe: Migräne-Pflaster enthalten natürliche Bestandteile wie Pfefferminze, Lavendel und Eukalyptus.
  • Erfrischender und kühlender Effekt: Die Inhaltsstoffe bieten einen erfrischenden und kühlenden Effekt.
  • Unterstützung der Muskelentspannung: Migräne-Pflaster können die Entspannung der Muskelverspannungen unterstützen.
  • Beruhigung unangenehmer Symptome: Sie können helfen, unangenehme Symptome zu beruhigen.
  • Medikamentenfrei: Das Pflaster ist frei von Arzneimitteln.
  • Einfache Anwendung: Die Anwendung ist einfach und unkompliziert.

Gittertapes (Cross Tapes): Akupunktur ohne Nadeln

Gittertapes, auch bekannt als Cross Tapes, sind kleine, hautfarbene Pflaster in Gitterform, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) verwendet werden. Sie sollen eine schmerzfreie Alternative zur Akupunktur darstellen und bei verschiedenen Beschwerden Linderung verschaffen.

Prinzip und Wirkung von Gittertapes

Die Wirkung von Gittertapes basiert auf den Prinzipien der Akupunktur und der TCM. In diesen Lehren wird dem freien Fluss der Energie im Körper eine besondere Bedeutung beigemessen. Blockaden im Energiefluss sollen Störungen verursachen, die sich als Krankheiten oder Symptome äußern. Gittertapes sollen durch die Auslösung minimaler Reize auf der Haut die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und den Energiefluss wieder anregen.

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Das starre Gittergewebe des Pflasters auf der elastischen Haut führt zu mikroskopisch kleinen Hautverschiebungen, die einen minimalen Reiz auslösen. Dieser Reiz soll stark genug sein, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.

Anwendung von Gittertapes

Die Anwendung von Gittertapes ist relativ einfach und kann auch selbst durchgeführt werden. Es ist jedoch ratsam, sich vorab von einem ausgebildeten Therapeuten oder Heilpraktiker beraten zu lassen.

Vorbereitung:

  • Die Haut vor dem Kleben fettfrei und trocken halten.
  • Je nach Klebepunkt die Körperbehaarung trimmen.

Anwendung:

  1. Schmerzpunkt bekleben: Wenn der Schmerz von einem konkreten Punkt ausgeht, sollte dieser zuerst beklebt werden.
  2. Klebepunkte befolgen: Ansonsten können die Klebepunkte aus einem Register oder von einem Therapeuten befolgt werden. Besonders bei nicht lokalisierbaren Schmerzen ist diese Variante empfehlenswert.
  3. Pflaster aufnehmen: Das Pflaster nur mit dem Finger aufnehmen und minimal berühren, um eine Entladung zu vermeiden.
  4. Wasserkontakt vermeiden: Zwei Stunden nach dem Kleben sollte kein Wasserkontakt bestehen.
  5. Tragedauer: Das Pflaster sollte maximal eine Woche getragen werden oder bis es von alleine abfällt. Es kann dann sofort erneuert werden.
  6. Gelenke dehnen: Beim Bekleben von Gelenken sollten diese vorgedehnt werden.

Besondere Hinweise:

  • Schwangerschaft: In der Schwangerschaft sollte die Anwendung von Gittertapes mit der Hebamme oder Ärztin besprochen werden, da bestimmte Klebepunkte Wehen auslösen könnten.
  • Blutverdünner: Bei der Einnahme von Blutverdünnern sollte auf Cross Tapes verzichtet werden, da es beim Abziehen der Pflaster zu Einblutungen kommen kann.
  • Hauterkrankungen: Bei empfindlicher oder erkrankter Haut und offenen Wunden sollten keine Gittertapes angewendet werden.
  • Allergien: PatientInnen mit Pflasterallergien sollten vorerst an einer kleinen Hautstelle testen, ob sie eventuell auch auf diesen Kleber allergisch reagieren.
  • Körperöffnungen: Die Pflaster dürfen nicht auf Körperöffnungen wie die Nase, den Mund oder den Genitalbereich geklebt werden oder auf Haare und Augen.

Anwendungsbereiche von Gittertapes

Gittertapes werden bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt, darunter:

  • Migräne und Kopfschmerzen
  • Heuschnupfen
  • Kreislaufprobleme
  • Blasenentzündungen
  • Narbenbehandlung
  • Schmerzen im Bewegungsapparat

Gittertapes bei Narben

Cross Tapes können ebenfalls bei Narben eingesetzt werden. Dabei sollte die Narbe vor dem Tapen leicht aufgedehnt und die Tapes diagonal über die Narbe geklebt werden.

Ermittlung der Klebepunkte

Neben den Empfehlungen von Therapeuten oder Registern gibt es noch eine weitere Möglichkeit, die zu beklebenden Stellen zu ermitteln. Hochwertige Gitterpflaster sind elektrostatisch aufgeladen und haben eine Art magnetischen Effekt auf der Haut. Wenn man das Gitterpflaster langsam über die Haut führt, zieht es sich wie von selbst an positiv geladene, "erkrankte" Stellen heran.

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Vorteile von Gittertapes

  • Schmerzfreie Alternative zur Akupunktur: Gittertapes bieten eine schmerzfreie Möglichkeit, Akupunkturpunkte zu stimulieren.
  • Breites Anwendungsgebiet: Sie können bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt werden.
  • Einfache Anwendung: Die Anwendung ist relativ einfach und kann auch selbst durchgeführt werden.
  • Frei von Wirkstoffen: Die Tapes selbst enthalten keine Wirkstoffe.

Nachteile und Einschränkungen

  • Wissenschaftliche Evidenz: Die Wirksamkeit von Gittertapes ist wissenschaftlich noch nicht abschließend belegt.
  • Kontraindikationen: Es gibt bestimmte Kontraindikationen, bei denen die Anwendung von Gittertapes nicht empfohlen wird.

Weitere Möglichkeiten zur Migräne-Vorbeugung und -Linderung

Neben Migräne-Pflastern und Gittertapes gibt es noch weitere Möglichkeiten, Migräne vorzubeugen und die Symptome zu lindern:

  • Migräne Masken: Migräne Masken können durch Kühlung die Blutgefäße verengen und Schmerzen reduzieren, während Wärme Verspannungen lösen kann.
  • Regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus: Ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus ist wichtig, um Migräne vorzubeugen.
  • Feste Mahlzeiten: Das Einhalten von festen Mahlzeiten hilft, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.
  • Kopfschmerz-Tagebuch: Mithilfe eines Kopfschmerz-Tagebuches können Betroffene ihre persönlichen Migräneauslöser ermitteln.
  • Stressvermeidung: Stress ist ein häufiger Auslöser von Migräne.
  • Regelmäßiger Sport: Regelmäßiger Sport kann die Häufigkeit von Migräneattacken senken.
  • Ernährung: Bestimmte Nahrungsmittel können Migräne auslösen oder verstärken.
  • Vitamine und Mineralstoffe: Ein Mangel an manchen Vitaminen und Mineralstoffen kann Migräne begünstigen.
  • Zahn-Check: Alte Amalgam-Plomben in den Zähnen können möglicherweise Migräne-Symptome verstärken.

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