Migräne Sprechstunde Regensburg: Umfassende Informationen zu Kopfschmerzen und Behandlungsmöglichkeiten

Kopfschmerzen sind ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem, das viele Menschen betrifft. Neben Rückenschmerzen zählen sie zu den häufigsten gesundheitsbezogenen Beeinträchtigungen. Es gibt verschiedene Arten von Kopfschmerzen, wobei Migräne und Spannungskopfschmerzen die häufigsten sind. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene Kopfschmerzarten, ihre Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten, mit besonderem Fokus auf die Angebote der Migräne Sprechstunde Regensburg.

Kopfschmerzarten: Ein Überblick

Kopfschmerzen lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen. Zu den häufigsten zählen:

  • Migräne: Eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende, oft einseitige Kopfschmerzattacken gekennzeichnet ist.
  • Spannungskopfschmerz: Der häufigste Kopfschmerztyp, der sich durch beidseitig drückende oder ziehende Schmerzen auszeichnet.
  • Clusterkopfschmerz: Ein seltener, aber sehr intensiver Kopfschmerz, der in Attacken auftritt und von Begleitsymptomen wie Augentränen und Nasenlaufen begleitet wird.
  • Medikamenteninduzierter Kopfschmerz: Kopfschmerzen, die durch die Einnahme bestimmter Medikamente verursacht werden.

Diagnostik und Klassifikation von Kopfschmerzen

Im Rahmen der Schmerzbehandlung erfolgt zunächst eine Anamneseerhebung (Krankengeschichte) und eine körperliche Untersuchung. Um die Kopfschmerzen richtig zu klassifizieren, wird der Patient in der Regel gebeten, einen Kopfschmerzkalender zu führen. In diesem Kalender werden verschiedene Parameter dokumentiert:

  • Medikamente: Welche Medikamente wurden eingenommen?
  • Schmerzstärke: Wie stark ist der Schmerz auf einer Skala?
  • Vorboten: Treten vor den Kopfschmerzen Aura-Symptome wie Flimmersehen, Gefühlsstörungen oder Sprachstörungen auf?
  • Dauer der Schmerzen: Wie lange dauert die Kopfschmerzattacke?
  • Auslöser der Schmerzen: Welche Faktoren scheinen die Kopfschmerzen auszulösen (z. B. Aufregung, Stress, Erholungsphase)?
  • Begleitsymptome: Treten Begleitsymptome wie Augentränen, Augenrötung, Nasenlaufen oder Verstopfung auf?

Der Kopfschmerzkalender dient als wichtiges Instrument zur Klassifikation der Kopfschmerzen und hilft dem Arzt, die richtige Diagnose zu stellen und eine geeignete Behandlung zu planen.

Migräne: Symptome, Ursachen und Behandlung

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, von der etwa fünf Prozent der Männer und 15 Prozent der Frauen betroffen sind. Besonders häufig tritt sie im Alter zwischen 25 und 45 Jahren auf. Man unterscheidet zwischen episodischer und chronischer Migräne. Eine Migräne gilt als chronisch, wenn während der letzten drei Monate an mindestens 15 Tagen im Monat Kopfschmerzen und an mehr als sieben Tagen migräneartige Kopfschmerzen vorliegen.

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Symptome und Begleiterscheinungen

Die Migräne äußert sich durch wiederkehrende Kopfschmerzattacken, die in der Regel zwischen vier und 72 Stunden dauern. Der Schmerz ist oft pulsierend und einseitig (Hemikranie). Häufig treten Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit auf.

Bei manchen Menschen treten vor oder zu Beginn der Kopfschmerzattacke neurologische Symptome auf, die als Aura bezeichnet werden. Diese können sich in Form von Sprech- oder Sprachstörungen, Gesichtsfelddefekten oder Sehstörungen äußern. In diesem Fall spricht man von einer Migräne mit Aura.

Ursachen

Als Ursache für Migräne gilt eine genetische Veranlagung als gesichert.

Behandlungsmöglichkeiten

Zur Behandlung der Migräne stehen verschiedene medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapieverfahren zur Verfügung.

Nicht-medikamentöse Behandlung:

  • Vermeidung von Triggerfaktoren (z. B. unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus)
  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
  • Ausdauertraining (z. B. Nordic Walking)

Medikamentöse Behandlung:

  • Akutbehandlung mit Nichtopioid-Analgetika
  • Bei schweren Attacken: Triptane
  • Medikamentöse Prophylaxe bei häufigen Attacken (z. B. Betablocker, Calciumantagonisten, Antikonvulsiva)

Um Migräneattacken effektiv zu vermeiden, ist es wichtig, seine individuellen Triggerfaktoren zu identifizieren und zu meiden. Dazu können bestimmte Nahrungsmittel wie Alkohol, der Verzicht auf regelmäßigen Koffeinkonsum oder bestimmte Medikamente gehören. Es ist ratsam, sich von einem Neurologen beraten und behandeln zu lassen, wenn Migräneattacken gehäuft auftreten. Ein Kopfschmerzkalender kann dem Arzt helfen, die Situation besser einzuschätzen und eine geeignete Therapie zu empfehlen.

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Spannungskopfschmerz: Symptome, Ursachen und Behandlung

Der Spannungskopfschmerz ist durch beidseitig drückende oder ziehende Kopfschmerzen gekennzeichnet. Betroffene beschreiben oft ein Gefühl, als ob der Kopf in einer Schraubzwinge eingespannt sei oder sie einen engen Hut tragen würden. Die Schmerzintensität wird meist als leicht bis mittelstark empfunden. Körperliche Aktivitäten verstärken den Schmerz in der Regel nicht. Die Kopfschmerzdauer kann zwischen 30 Minuten und sieben Tagen liegen.

Behandlungsmöglichkeiten

  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
  • Örtliche Anwendung von Pfefferminzöl auf den Schläfen
  • Nicht-Opioid-Analgetika
  • Bei chronischem Spannungskopfschmerz: Prophylaxe mit tri- bzw. tetrazyklischen Antidepressiva (z. B. Amitriptylin)

Beim chronischen Spannungskopfschmerz sollte die Einnahme von Medikamenten an nicht mehr als zehn Tagen im Monat erfolgen, um einen medikamenteninduzierten Kopfschmerz zu vermeiden.

Clusterkopfschmerz: Symptome, Ursachen und Behandlung

Auch beim Clusterkopfschmerz wird zwischen einer episodischen und einer chronischen Form unterschieden. Die durchschnittliche Dauer eines episodischen Clusterkopfschmerzes beträgt vier bis zwölf Wochen.

Symptome und Begleiterscheinungen

Der Clusterkopfschmerz tritt in Attacken auf, ist streng einseitig und extrem stark. Das Schmerzmaximum liegt hinter dem Auge. Zusätzlich treten in der Regel Symptome wie ein kleiner wirkendes Auge, ein vermehrter Tränenfluss des Auges oder eine laufende bzw. blockierte Nase auf. Die Attacken treten von einmal bis zu achtmal täglich auf, klassischerweise mit einer nächtlichen Häufung. Die Attackendauer beträgt zwischen 15 und 180 Minuten.

Behandlungsmöglichkeiten

  • Akutbehandlung: Inhalation von medizinischem Sauerstoff mittels Gesichtsmaske oder Triptane (z. B. Sumatriptan)
  • Chronischer Clusterkopfschmerz: Prophylaxe mit Verapamil, Kortikoiden, Lithium oder Topiramat

Medikamenteninduzierter Kopfschmerz: Symptome, Ursachen und Behandlung

Medikamenteninduzierte Kopfschmerzen treten nach der Einnahme von Medikamenten auf, entweder unmittelbar danach oder nach längerer Einnahme. Zu den relevanten Medikamenten zählen u. a. Nichtopioid-Analgetika (z. B. Ibuprofen, Diclofenac), Opioide (z. B. Tilidin und Tramadol), Triptane oder Mischanalgetika. Der Schmerzcharakter wird in der Regel als dumpf, drückend, gelegentlich auch als pulsierend beschrieben. Das Behandlungsziel ist ein Medikamentenentzug.

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Migräne Sprechstunde Regensburg: Unser Behandlungsangebot

Die Migräne Sprechstunde Regensburg bietet ein umfassendes Spektrum an Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten für Kopfschmerzen und Migräne. Das Angebot umfasst:

  • Komplementärmedizinische Behandlungen: Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS), Akupunktur
  • Medikamentöse Behandlungen: Systemische Schmerztherapie/Infusionstherapien, analgetische Lokaltherapien inklusive Botulinumtoxin-Behandlung bei chronischer Migräne
  • Psychologische Schmerztherapieverfahren: Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Aufmerksamkeitsumlenkung
  • Bei Bedarf: Tagesstationäre oder stationäre multimodale schmerztherapeutische Behandlung

Multimodale Schmerztherapie

Die multimodale Schmerztherapie beinhaltet eine gleichzeitige, inhaltlich eng aufeinander abgestimmte Behandlung durch unterschiedliche therapeutische Disziplinen.

Expertise in der Neurologie

In der Gemeinschaftspraxis Dres. med. Schalhorn & Redelstein stehen Ihnen mit Dr. Blersch und Dr. Redelstein zwei ausgewiesene Experten für neurologische Erkrankungen zur Verfügung. Die Praxis ist mit modernster medizinischer Geräte ausgestattet. Seit 01/2025 bietet die Praxis eine Versorgung im Rahmen der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) für Betroffene mit „Multiple Sklerose“ sowie „Tumoren des Gehirns und der peripheren Nerven“ an.

Weitere Informationen zur Praxis

  • Parkplätze: Auf dem Parkdeck direkt nebenan oder in der näheren Umgebung
  • Barrierefreiheit: Der Zugang zur Praxis ist behindertengerecht. Die Praxis ist mit Rollstuhl bequem über eine Rampe und einen Aufzug erreichbar.
  • Terminvereinbarung: Um Wartezeiten zu vermeiden, wird um telefonische Terminvereinbarung gebeten.

Neurologie und Psychiatrie in der Gemeinschaftspraxis

Die Gemeinschaftspraxis Dres. med. Schalhorn & Redelstein deckt sowohl neurologische als auch psychiatrische Fachgebiete ab.

Neurologie:

Die Neurologie beschäftigt sich mit dem zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) sowie den blutversorgenden Gefäßen und Umgebungsstrukturen. Häufige neurologische Krankheitsbilder sind z. B. HWS- und LWS-Syndrome mit radikulärer Schmerzausstrahlung, dementielle Syndrome, Merk- und Konzentrationsstörungen.

Psychiatrie:

Die Psychiatrie ist die medizinische Fachdisziplin, die sich mit psychischen Erkrankungen beschäftigt.

Diagnostische Leistungen

Die Praxis bietet ein breites Spektrum an diagnostischen Leistungen an, darunter:

  • Farbduplex der hirnversorgenden Gefäße zur Erfassung von Gefäßveränderungen wie Arteriosklerose, Gefäßdissektionen, -stenosen oder -verschlüsse.

Therapeutische Leistungen

Das therapeutische Angebot umfasst:

  • Pharmakotherapie
  • Infusionstherapien (Cortisonstoß)
  • Botox bei chronischer Migräne
  • Schrittmacherkontrolle bei fortgeschrittenem M. Parkinson

Wichtige Hinweise für Patienten

Auch wenn die Praxis nach vorheriger Terminvereinbarung behandelt, können kurzfristige, nicht geplante Notfalltermine notwendig sein, was gelegentlich zu Wartezeiten führen kann.

Cannabis-Konsum

Seit dem 01. April 2024 ist der Cannabis-Konsum für Erwachsene in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen legal. Alkohol, Cannabisprodukte und Drogen sind jedoch auf dem gesamten Klinikgelände untersagt.

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