Migräne: Ursachen und Triggerfaktoren

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, deren Hauptmerkmal anfallsartige Kopfschmerzen sind. Diese werden oft von anderen Symptomen begleitet. Ein Migräneanfall kann bis zu 72 Stunden dauern. Was einen Migräneanfall auslöst (Trigger), ist von Person zu Person verschieden. Migräne ist eine der häufigsten Kopfschmerzerkrankungen und gehört zu den primären Kopfschmerzen. Im Gegensatz zu sekundären Kopfschmerzen, die durch andere Erkrankungen verursacht werden, treten die Anfälle am häufigsten und schwersten bei Erwachsenen im Alter von 20 bis 50 Jahren auf, wobei die Migräne meist schon im Jugendalter beginnt.

Migräne: Was passiert im Körper?

Der Prozess, der die Migränesymptome auslöst, beginnt unter anderem in den Nervenzellen. Diese produzieren in bestimmten Situationen eine Überdosis von Botenstoffen - zum Beispiel Serotonin, die die Blutgefäße verengen und Entzündungsprozesse hemmen. Der Körper versucht nun, die Überdosis an Botenstoffen abzubauen - jedoch so stark, dass nur noch wenig Serotonin übrigbleibt. Das führt zu einer Weitung der Hirnhautgefäße; sie werden durchlässig für gewebefeindliche Stoffe. An den Gefäßen entstehen kleine Entzündungen. Gleichzeitig kann es durch die zunächst starke Anregung der Nervenzellen, gefolgt von einer Deaktivierung, zu einer Störung der Elektrolytkonzentration kommen. Insgesamt kommt es so zur Migräne. Die Betroffenen nehmen als Symptom dieses Vorgangs den typisch pochenden Kopfschmerz wahr, der meist von zusätzlichen Beschwerden wie Übelkeit begleitet wird.

Migräneanfälle: Ursachen

Leider sind die Ursachen für Migräne und akut auftretende Migräneanfälle noch nicht vollständig aufgeklärt. Die Wissenschaft vermutet jedoch, dass bei häufigen Migräneattacken genetische Faktoren eine Rolle spielen. Neueste medizinische Untersuchungen weisen zusätzlich darauf hin, dass ein Ungleichgewicht von neuronalen Botenstoffen im Gehirn ein Auslöser für Migräne sein könnte.

Ursachen Migräne mit Aura

Wenn Sie von einer Migräne mit Aura betroffen sind, können Sie während einer Migräneattacke an verschiedenen Seh-, Gefühls- und sogar Sprachstörungen leiden. Menschen mit Migräne haben häufig eine Überempfindlichkeit der Nervenzellen in der Hirnrinde. Bei Migräne mit Aura wird zusätzlich oft eine verminderte Durchblutung in bestimmten Hirnregionen festgestellt. Daher wird angenommen, dass ein Sauerstoffmangel in den betroffenen Hirnarealen für die Migräne mit Aura verantwortlich sein könnte.

Migräneauslöser: Woher kommt meine Migräne?

Die genaue Ursache für einen Migräneanfall hängt in der Regel von mehreren Faktoren ab und kann sich deshalb auch in den Migränesymptomen unterscheiden. Auch welche Migräneauslöser oder Triggerfaktoren zu den starken Kopfschmerzen führen, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Deshalb sollten immer Ihre persönlichen Lebensumstände bei der Migränediagnose berücksichtigt werden.

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Häufige Triggerfaktoren für Migräne

Keine Migräne gleicht der anderen. Betroffene beschreiben deshalb häufig vollkommen unterschiedliche Trigger als Ursache für ihre Migräne. Oft besteht jedoch ein Zusammenhang mit einer plötzlichen Änderung der regulären Lebensgewohnheiten. Wenn man sich seiner persönlichen Migräneauslöser bewusst ist, kann einem diese Information dabei helfen, schneller auf eine Migräne zu reagieren. Im besten Fall kann dadurch sogar ein Migräneanfall verhindert, oder aber das Auftreten von Migräneattacken deutlich reduziert werden.

Migräneauslöser auf einen Blick

  • Veränderungen des Schlaf-Wach-Rhythmus (z. B. am Wochenende)
  • Ernährung
  • Stress
  • Saunabesuch
  • Wetterwechsel
  • Hormonelle Schwankungen, insbesondere während der Menstruation
  • Einnahme von Hormonpräparaten (z. B. die Pille)
  • Psychische Belastung

Detaillierte Betrachtung der Migräne-Trigger

Einige Trigger sind zwar wissenschaftlich nachgewiesen und andere Auslöser benennen Betroffene immer wieder als Übeltäter, allerdings ist der bisherige Stand der Forschung nicht eindeutig, was als Auslöser gewertet werden kann und was nicht. Was bei einem Migränepatienten konstant die Migräne triggert, muss bei der nächsten Patientin gar nichts bedeuten. Bei den folgenden potenziellen Auslösern von Migräne sei an dieser Stelle noch einmal betont, dass nicht alle vermeintlichen Auslöser zwangsläufig bei jedem Betroffenen zu einer Migräneattacke führen.

1. Psychische und soziale Belastung (Stress)

Der wohl geläufigste von Betroffenen angeführte Grund für eine Migräne ist psychische und soziale Belastung. Kein Wunder bei dem oftmals überfüllten Alltag, den wir haben, und den vielen Dingen, die wir in einer Woche erledigen wollen. Perfiderweise ist häufig nicht der Stress an sich der entscheidende Faktor einer Migräne, sondern die Veränderung des Stressniveaus. Mittlerweile belegen systematische Studien, dass es nicht auf das Stressniveau selbst, sondern auf plötzliche Veränderungen im Stressniveau ankommt. Um Migräne-Anfälle zu verringern, ist es deshalb wichtig vermehrt auf Ihr Wohlbefinden Rücksicht zu nehmen und Ruhemomente im Leben zu schaffen, in denen Sie Stress abbauen und neue Energie und Kraft auftanken können. Achtsamkeitstraining, Entspannungsübungen und Yoga können zu einem Rückgang von Migräneattacken beitragen.

2. Wetterumschwung

Ein weiterer, sehr frequent benannter Auslöser für eine Migräne ist der Wetterumschwung. Die Wissenschaft ist sich bei dieser Art von Trigger jedoch uneinig, inwiefern das Wetter tatsächlich den Auslöser darstellt. Gemäß einer retrospektiven Studie von Forschern des Kopfschmerzzentrum des Universitätskrankenhauses Policlinico Agostino Gemelli in Rom konnte bestätigt werden, dass Wetterschwankungen einen Einfluss auf eine Untergruppe von mit Migränepatienten haben. Dabei zeigte sich, dass meteorologische Schwankungen, insbesondere ein Temperaturanstieg zum Vortag, einen Einfluss auf den Ausbruch einer Migräneattacke haben.

3. Hormonelle Veränderungen

Gerade Patientinnen nennen während der Menstruation ihren Zyklus als einen Auslöser für Migräne. Ebenfalls immer wieder benannt, ist die Migräne in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, da es hier ebenfalls zu hormonellen Veränderungen im Körper der Frau kommt. Viele Frauen im gebärfähigen Alter leiden unter Migräneattacken. Das betrifft vor allem Patientinnen, die mit hormonell bedingter Migräne diagnostiziert wurden, die mit dem weiblichen Zyklus und Imbalancen in Verbindung gebracht wird (primäre Form). Denn der Östrogen-, Gestagen- und Opioid-Spiegel schwankt vor, während und nach der Menstruation. Besonders der Abfall des Östrogenspiegels bei den Frauen wird dabei als Auslöser betrachtet. Dabei wird zwischen zwei Formen der Menstruationsmigräne unterschieden. Bei der menstruelle Migräne kommt es während (oder zwei Tage vor bis zwei Tage nach) Einsetzen der Periode zu einer Migräne. Während der Schwangerschaft können sich Migränesymptome wie einseitig pulsierende Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Lichtempfindlichkeit verbessern, da die Hormone sich stabilisieren.

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4. Veränderter Schlaf-Wach-Rhythmus

Dieser Faktor kann oftmals auch mit Stress in enger Verbindung stehen. Beispielsweise wenn die Arbeit den Aufsteh- und zu-Bett-geh-Rhythmus unter der Woche bestimmt, am Wochenende aber deutlich später ins Bett gegangen wird. Wechselnder Schlaf-Wach-Rhythmus, z.B.

5. Ernährung

Doch nicht nur der veränderte Rhythmus kann ein ausschlaggebender Trigger sein, sondern auch die Ernährung. Von der medizinischen Seite aus gibt es hier jedoch keine klare Bestätigung. Betont wird allerdings immer wieder, dass bei einer möglicherweise durch Lebensmittel ausgelösten Migräne die Tageszeit entscheidend sein kann. Ernährungsgewohnheiten und Veränderungen davon, können Migräneattacken auslösen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Unregelmäßige Nahrungsaufnahme
  • Alkoholkonsum, insbesondere Rotwein
  • Kaffee
  • Lebensmittelzusätze
  • Diverse Nahrungsmittel wie z. B. Käse, Schokolade, Nüsse sowie Gewürze
  • Zu wenig Wasser - 2L pro Tag sind empfohlen

Diese Faktoren sind jedoch von Patient zu Patient verschieden und müssen daher immer individuell betrachtet werden.

6. Körperliche Aktivität

Körperliche Aktivität kann bei Kopfschmerzen ein zweischneidiges Schwert sein. Manchmal wirkt Bewegung einer Migräne entgegen, doch auch das Gegenteil kann der Fall sein. Daher ist es beim Sport besonders wichtig, die Signale des eigenen Körpers wahrzunehmen und nicht zu ignorieren. Nur dann kann individuell festgestellt werden, welche Sportart guttut und welche nicht. Empfehlenswert sind meist Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Nordic-Walking, wenn auf moderate Ausführung geachtet wird. Gemäß niederländischen und dänischen Studien zeigt sich, das starke körperliche Bewegung und Sport bei einigen Patienten als Migräne-Trigger eine Attacke auslösen können. Ohne Berücksichtigung blieben in den Studien jedoch der Einfluss des Trinkverhaltens, die Temperatur oder aktuellen Ess- und Schlafgewohnheiten der Teilnehmenden. Gleichzeitig spielt sportliche Betätigung eine wichtige Rolle innerhalb der Migräne-Vorbeugung.

7. Sinnesreize und Reizüberflutung

Aus Untersuchungen ist bekannt, dass das Migränehirn gegenüber äußeren Einflüssen und Stressfaktoren besonders empfindlich ist. Viele Migränepatientinnen haben dadurch ein Problem mit dem Abschalten und Entspannen. Das Gehirn steht ständig unter Hochspannung und kommt schlechter zur Ruhe. Grundsätzlich ist das Gehirn von Migränikerinnen sehr leistungsfähig. Die Betroffenen sind häufig in der Lage, viele Anforderungen und Aufgaben im Multitasking zu erfüllen. Da bei vielen Migränepatient*innen die Verarbeitung mancher Sinnesreize als ungewöhnlich anstrengend vernommen wird, kann man dies ebenfalls als Trigger einordnen. Abrupte Reizveränderungen können Migräne auslösen, weil sie das empfindliche Gleichgewicht im Gehirn und im Nervensystem stören können, das bei Migräne-Betroffenen bereits anfälliger für Überreaktionen ist. Plötzliche und intensive Reize können Stressreaktionen im Körper auslösen, die bei Migräne-Betroffenen ein bekannter Auslöser für Anfälle sind. Helfen kann dir, einen gleichmäßigen Tagesrhythmus einzuhalten und abrupte und intensive Reizveränderungen so weit wie möglich zu vermeiden.

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Migräne-Aura und ihre Trigger

Eine Migräne-Aura ist eine vorübergehende neurologische Funktionsstörung, die während eines Migräne-Anfalls, aber auch ohne Kopfschmerzen, auftreten kann. Bei der Entstehung einer Migräne-Aura sind vermutlich mehrere Mechanismen beteiligt, die während eines Migräne-Anfalls im Gehirn ablaufen. Über eine Aktivierung der schmerzleitenden Nervenfasern und Schmerzzentren im Gehirn werden verschiedene Botenstoffe, so genannte Neurotransmitter, ausgeschüttet. Diese sogenannte Schmerzkaskade löst wiederum eine Entzündung der Hirngefäße und damit eine vorübergehende Durchblutungsstörung der Hirnrinde aus. Die Symptome der Migräne-Aura entstehen vermutlich durch eine Erregungswelle, die über die Hirnrinde läuft und zu einer vorübergehenden Störung führt.

Trigger für Migräne mit Aura

Viele Patient*innen kennen Auslöser, so genannte Trigger, die bei ihnen zu einem Migräne-Anfall führen können. Das sind zum Beispiel:

  • unregelmäßiger Schlaf
  • längere Phasen ohne ausreichend zu essen und zu trinken
  • Stress
  • starke psychische oder körperliche Belastungen
  • bestimmte Reize wie Flackerlicht oder schlechte Luft in stickigen Räumen
  • Alkohol, z.B. Rotwein, oder bestimmte Nahrungsmittel

In jedem Fall lohnt es sich herauszufinden, ob es spezielle Trigger für die Migräne bei einem selbst gibt, die man dann vermeiden kann.

Symptome und Dauer einer Migräne-Aura

Typische Symptome einer Migräne-Aura sind Sehstörungen in Form von Flimmersehen, die von den Patientinnen als Blitze, Punkte, Zacken- oder wellenförmige Bewegungen wahrgenommen werden und die sich meist langsam über das Gesichtsfeld ausbreiten. Häufig kommt es auch zu fleckförmigen Ausfällen des Gesichtsfeldes, das heißt Patientinnen sehen nur noch einen Teil der Umwelt oder einer Person. Weitere, seltenere Symptome sind vorübergehende Sprachstörungen oder Sensibilitätsstörungen, sehr selten auch Lähmungen einer Körperhälfte. Eine typische Migräne-Aura dauert 5 bis 60 Minuten, seltener auch mal etwas länger. Etwa 15 bis 25 Prozent der Patientinnen mit Migräne kennen Aura-Symptome. Die meisten Patientinnen mit einer Migräne mit Aura kennen Migräne-Anfälle mit und ohne Aura-Symptomen. Häufig tritt die Aura vor Beginn der Kopfschmerzen auf, sie kann aber auch währenddessen oder danach auftreten. Bei Vielen tritt die Aura manchmal auch ganz ohne Kopfschmerzen auf. Das nennt man dann eine „isolierte Aura“.

Behandlungsmöglichkeiten bei Migräne mit Aura

Zur Behandlung der Migräne mit Aura werden dieselben Medikamente wie bei einer Migräne ohne Aura eingesetzt. Leichte Migräne-Anfälle lassen sich häufig gut mit Paracetamol, Ibuprofen, Aspirin und ähnlichen Schmerzmitteln behandeln. Bei Unwirksamkeit dieser Medikamente kann man spezielle Migränemittel, die so genannten Triptane einsetzen. Diese Medikamente hemmen die Botenstoffe oder Neurotransmitter, die während der Migräne-Attacke freigesetzt werden und unterbrechen dadurch die Attacke. Wichtig bei einer Migräne mit Aura ist, dass Triptane erst nach Abklingen der Aura-Symptome eingenommen werden sollten. Außerdem kann man die Migräne mit Aura auch vorbeugend behandeln.

Vorbeugende Maßnahmen bei Migräne mit Aura

Dazu gehören regelmäßiger Ausdauersport wie beispielsweise Joggen, Schwimmen, Radfahren, die Anwendung von Entspannungstechniken wie zum Beispiel Yoga, progressive Muskelrelaxation und autogenes Training oder Biofeedback-Techniken. Auch psychologische, zum Beispiel so genannte verhaltenstherapeutische Verfahren können helfen, insbesondere wenn auch eine Depression oder eine Angststörung bestehen. Wenn man solche nicht-medikamentösen Maßnahmen regelmäßig anwendet, merkt man dann, dass die Migräne weniger häufig auftritt und Attacken weniger schwer verlaufen. Wenn diese Maßnahmen nicht reichen, können verschiedene Medikamente zur Vorbeugung von Migräne eingesetzt werden. Dazu gehören Blutdruckmittel wie Betablocker, Antidepressiva, die auch in der Behandlung von Schmerzen gut wirksam sind, und bestimmte Mittel, die eigentlich gegen Epilepsie wirken, die aber auch in der Behandlung einer Migräne wirksam sind. Seit einigen Jahren gibt es eine neue Behandlung mit so genannten Antikörpern gegen einen bestimmten Botenstoff, das so genannte CGRP, das während des Migräne-Anfalls ausgeschüttet wird. Antiköper sind Proteine, die diesen Botenstoff abfangen bzw. dessen Wirkung an den Nervenzellen und Hirngefäßen vermindern können.

Die Rolle von CGRP bei Migräne

Was die Ursache für Migräne angeht, steht seit einiger Zeit der Botenstoff Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) im Verdacht, eine wichtige Rolle zu spielen. CGRP befindet sich im gesamten Nervensystem, also auch in Gehirn und Rückenmark. Es gibt bestimmte anatomische Strukturen im Gehirn, die mit der Migräne-Entstehung in Verbindung stehen und in denen sich auch CGRP und CGRP-Rezeptoren befinden. In mehreren Studien kristallisierte sich heraus, dass CGRP für die Weiterleitung von Schmerzsignalen während einer Migräne-Attacke verantwortlich zu sein scheint. Wissenschaftler konnten bei Migräne-Patienten einen erhöhten CGRP-Spiegel beobachten, sobald sich eine Schmerzattacke anbahnte.

Migräne und die Halswirbelsäule

Immer mehr Menschen sitzen arbeitsbedingt länger vor dem Computer und leiden an Nackenverspannungen. Und diese werden häufig für Migräne und andere Kopfschmerzarten verantwortlich gemacht, vor allem, wenn sie sich vom Nacken in Richtung der Augen ausbreiten. Aber können Störungen der Halswirbelsäule tatsächlich Kopfschmerzen oder Migräne hervorrufen? Diese Frage wird in der Medizin kontrovers diskutiert. Orthopäden vertreten oft die Meinung, dass Blockaden in der Halswirbelsäule zervikogene Kopfschmerzen - also Kopfschmerzen, die vom Nacken ausgehen - auslösen können. Dafür spricht beispielsweise auch, dass eine Physiotherapie bei einigen Patienten eine vorübergehende Besserung der Beschwerden erzielen kann. Was die Migräne anbelangt, so konnte eine Studie mittlerweile nachweisen, dass Menschen mit Veränderungen der Halswirbelsäule häufiger an Migräne leiden. Jedoch spielen Nackenschmerzen als Migräne-Trigger eher eine untergeordnete Rolle. Trotzdem sind viele Menschen davon überzeugt, dass Halswirbelsäulen-Blockaden Migräne auslösen.

Was tun bei einer akuten Migräneattacke?

Der Verlauf eines akuten Migräneanfalls ist von Person zu Person individuell, sodass es keine Pauschallösung zur Linderung gibt. Folgende Maßnahmen haben sich jedoch als hilfreich erwiesen:

  • Ziehen Sie sich in einen abgedunkelten, ruhigen Raum zurück und versuchen Sie, sich zu entspannen. Bewegung verstärkt meist den Schmerz.
  • Rechtzeitig eingenommen kann ein passendes Arzneimittel in der richtigen Dosierung die Migräne erheblich lindern. Bei Migräneattacken können Triptane - die die erweiterten Gefäße im Gehirn wieder verengen - wirkungsvoll unterstützen.

Beobachtung und Dokumentation der Trigger

Die Trigger für Migräne sind, wie gezeigt, sehr vielfältig. Um jedoch die eigenen Auslöser zu erfassen, sollten Sie Ihren Alltag über einen konstanten Zeitraum beobachten. Hierfür ist ein sogenanntes Migränetagebuch oder ein Migränekalender zu empfehlen. Darin können Sie nicht nur Ihren Schlaf- Wachrhythmus festhalten, sondern auch beispielsweise den eigenen Alkohol- oder Koffeinkonsum sowie Ihre Mahlzeiten dokumentieren. Die Auslöser von Migräne sind vielfältig und müssen individuell herausgefunden werden. Beobachten Sie Ihre Kopfschmerzen und individuellen Triggerfaktoren, um Migräneattacken vorzubeugen. Statt strenger Vermeidung erkannter Trigger wird heute bisweilen ein Triggermanagement empfohlen, bei dem sich Betroffene den Triggern in geringem Umfang aussetzen. Zur Dokumentation von Symptomen und Auslösern und zum Triggermanagement werden verschiedene Apps (kostenfrei und kostenpflichtig) angeboten. Die Krankenkassen übernehmen auf Rezept die Kosten einer solchen App, wenn das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sie in das Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen aufgenommen hat.

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