Einleitung
Migräne ist eine komplexe neurologische Erkrankung, die Millionen Menschen weltweit betrifft. Während die genauen Ursachen noch nicht vollständig verstanden sind, deuten aktuelle Forschungen darauf hin, dass sowohl körperliche als auch psychische Faktoren eine entscheidende Rolle spielen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Ursachen und Symptome von Migräne, einschließlich des Zusammenhangs mit unterdrückter Sexualität und psychosomatischen Aspekten.
Körper und Seele: Eine untrennbare Verbindung
Körper und Seele sind untrennbar miteinander verbunden. Seele und Körper hängen zusammen, sie arbeiten nicht getrennt voneinander. Fühlen wir uns beispielsweise gestresst oder haben wir Angst, hat das körperlich wahrnehmbare Folgen: Herzklopfen, schwitzige Hände, auf lange Sicht möglicherweise auch Kopfschmerzen. Umgekehrt können Gedanken und Gefühle unseren Körper aber auch beruhigen, unsere Wahrnehmung von Schmerzen verändern oder, im besten Fall, Kopfschmerzen verschwinden lassen.
Ursachen von Migräne
Die Ursachen für Migräne sind vielfältig. Die meisten Menschen, die regelmäßig unter Migräne leiden, haben bereits etliche medizinische Untersuchungen absolviert. Die medizinische Wissenschaft geht heute davon aus, dass es für Migräne fast immer Zusammenhänge im psychischen Bereich gibt. Diese verantwortlichen Auslöser können z.B. sehr tief liegender Stress oder auch emotionale oder seelische Konflikte sein.
Stress und emotionale Belastung
Stress ist ein bekannter Auslöser für Migräneattacken. Anspannung entsteht zum Beispiel durch seelischen Stress, unbewusste Ängste oder unterdrückte Wut. Migräneleidende setzen sich zudem oft einem hohen Leistungsdruck aus, möglicherweise kämpfen sie mit Problemen in der Partnerschaft oder sind durch den Beruf überlastet. In einem Stressbewältigungstraining finden Betroffene zusammen mit einen Psychologen diejenigen Situationen heraus, die immer wieder Stress auslösen und auf die die Betroffenen entsprechend reagieren: mit übermäßiger Erregung und Unruhe. Schmerztagebücher und Stressanalysebögen können bei der Suche helfen. Sind die Stressfaktoren bekannt, geht es darum, sie auszuschalten, zu umgehen und umzudeuten. So helfen zum Beispiel eine effektivere Zeitplanung und eine bessere Tagesstruktur, Belastungen abzufangen. Nicht alle Stressursachen lassen sich wegplanen. In dem Training lernen Sie auch, wie Sie zukünftigem Stress begegnen können und wie Sie Ihre innere Balance finden können. Sie werden zudem vertraut gemacht mit einer Entspannungsmethode wie der progressiven Muskelentspannung nach Jacobson. Sie hilft, den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen. Schließlich lernen die Betroffenen in Rollenspielen, sich für ihre Interessen einzusetzen und sich besser gegen die Forderungen anderer abzugrenzen.
Hormonelle Veränderungen
Hormonelle Veränderungen, insbesondere bei Frauen, können ebenfalls Migräne auslösen. Hierzu gehören neben Stress auch hormonelle Veränderungen (Menstruation).
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Ernährung und Reizüberflutung
Bestimmte Nahrungsmittel oder Getränke, ausserdem Reizüberflutung (z.B. durch Lärm oder grelles Licht) können ebenfalls Migräneattacken auslösen.
Genetische Veranlagung
Viele meiner Klientinnen erklären ihre Migräne mit der Migräne der Mutter. Möglicherweise ist die Disposition genetisch bedingt, doch es gibt medizinisch gesehen keine „Garantie für einen Ausbruch“.
Symptome von Migräne
Migräne ist kein normaler Kopfschmerz. Migräne ist ein stark pulsierender, pochender Schmerz. Sie ist wie ein Stecker, der plötzlich gezogen wird. Vorzeichen oder Begleiterscheinungen können Heißhunger, Müdigkeit, Übelkeit, Lärm- oder Lichtempfindlichkeit und Geruchsempfindlichkeit sein. Eine Migräneattacke kann von ein paar Stunden bis zu mehreren Tagen dauern. Starke Stressbelastung bzw. Migräne entsteht meistens im Hinterkopf und wandert von dort aus nach vorne.
Migräne mit Aura
Vor allem bei chronischer Migräne mit Aura, also z.B. neurologischen Ausfällen wie Sehstörungen, ist es wichtig, die mentalen Ursachen zu erkennen und zu behandeln.
Migräne als psychosomatische Erkrankung
Viele Menschen leiden an psychosomatischen Erkrankungen - oft ohne es zu wissen. Im Schnitt brauchen Schulmediziner in Deutschland 7 Jahre, um bei einer Person eine Krankheit als psychosomatisch zu klassifizieren. Betroffen sein können nahezu alle Organe, von Tinnitus bis Reizdarm ist so vieles möglich. Oft werden die Personen nach diversen Ausschlussdiagnosen abgetan: „Ist ja nur psychosomatisch“, „Kann man nichts tun“.
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Die Rolle unterdrückter Emotionen
Negative Emotionen, wie Wut, Hass, Ärger, Zorn oder Aggression, gibt es seit Beginn der menschlichen Existenz. Diese entstehen in einem evolutionär alten Bereich unseres Gehirns, dem limbischen System. Dieses besitzt, ungefähr auf Schläfenhöhe, eine Ansammlung von Nervenzellkörpern - die Amygdala. Verknüpft mit der Großhirnrinde, ist die Amygdala verantwortlich für eine große Bandbreite an Emotionen. Sie gilt als Schaltzentrale für die Gefühle Angst und Wut und verarbeitet in deren Kontext Reizinformationen von Augen und Ohren. Passiert dies, setzt sie die hemmende Großhirnrinde außer Kraft und sendet über den Hypothalamus Warnsignale an den gesamten Körper. Zwar schickt der Hypothalamus auch Warnsignale an die kontrollierende Großhirnrinde zurück, jedoch deutlich langsamer als das limbische System. So entsteht eine unkontrollierte Wut, bevor wir nach einiger Zeit wieder mehr an Kontrolle gewinnen.
Migräne und unterdrückte Sexualität
Migräne galt für lange Zeit als „Frauenkrankheit“. Nur diejenigen, die es sich leisten konnten, hatten Migräne und überhaupt brauchten sie eigentlich nur Sex, um die Migräne zu heilen. Es gilt als sicher, dass es neben den körperlichen Faktoren hauptsächlich auch die mentalen bzw. emotionalen Faktoren sind, die Migräne auslösen. Werden diese mentalen bzw. emotionalen Auslöser nicht erkannt, können sich die Kopfschmerzen chronifizieren. Gerade zum Auflösen dieser mentalen bzw. emotionalen Blockaden ist Hypnose ein sehr wirksames Mittel.
Verhaltenstherapie bei Migräne
Wenn Ihnen vor allem die Schmerzen zu schaffen machen, sie aber nicht antriebslos sind, kann eine Verhaltenstherapie helfen. Bei dieser Therapieform sind schnell Erfolge zu sehen, denn sie zielt auf eine ganz konkrete Veränderung des Verhaltens in bestimmten Situationen. Haben Sie Spannungskopfschmerzen und fühlen sich außerdem abgeschlagen, unruhig, unter ängstlicher Spannung, ist eine Kombination aus Verhaltenstherapie und anderen psychotherapeutischen Verfahren sinnvoll, unter Umständen auch eine Psychoanalyse. Werden chronische Schmerzen nicht nur medizinisch, sondern auch psychotherapeutisch behandelt, treten sie seltener und weniger stark auf. Das belegen viele Studien. Die Schmerzgeplagten brauchen weniger Medikamente und haben gelernt, wie sie die Schmerzen im Alltag besser bewältigen. Menschen mit chronischen Schmerzen haben eine lange Leidensgeschichte hinter sich. Sehr oft kommen verschiedene Verhaltensweisen, Einstellungen und Charaktereigenschaften eines Menschen zusammen, die den Schmerz ungünstig beeinflussen. Kopfschmerzkranke erleben die Pein und ihre Folgen oft als Katastrophe. Zudem stellen sie sich vor, es gäbe eine einzige Ursache für ihre Kopfschmerzen - zum Beispiel eine bestimmte Stelle im Körper, die nicht richtig funktioniere. Dabei fühlen sie sich oft machtlos, ein typischer Satz lautet: "Meine Halswirbelsäule ist kaputt, daher kommen meine Kopfschmerzen. Treten die Schmerzen häufiger auf, wirken sie sich auf viele Lebensbereiche der Betroffenen aus. Im Extremfall ziehen sich chronisch Schmerzkranke von allem zurück. Sie vernachlässigen ihre Partnerschaft, ihre Freunde, ihre Familie, ihre Arbeit. Sie haben keinen Spaß mehr am Sex. Stattdessen konzentrieren sie sich nur auf ihre Schmerzen und kennen nur noch dieses eine Thema. Sie schonen sich übermäßig aus Angst vor Schmerzattacken. Sie versuchen, ihre Kopfschmerzen mit Medikamenten in den Griff zu kriegen und wechseln oft den Arzt. Bei einer Verhaltenstherapie versucht der Psychologe zunächst herauszufinden, was zu den chronischen Schmerzen geführt haben könnte. Ein weiterer Faktor könnten Erfahrungen aus der Kindheit sein: Manche Menschen lernen schon in der Familie, sich ständig mit Schmerzen zu beschäftigen. Eine Rolle spielt außerdem, wie jemand auf Stress reagiert und ob Stress mit negativen Gedanken verbunden ist. Außerdem nimmt jeder Mensch Schmerz anders wahr. Im nächsten Schritt der Therapie üben die Betroffenen, problematisches Verhalten zu verlernen und trainieren sich positives, gesundes Verhalten an. Das Ziel ist nicht unbedingt die absolute Schmerzfreiheit. Das wäre unrealistisch. Zwei Dinge müssen Kopfschmerzkranke in die Verhaltenstherapie mitbringen: die Bereitschaft, sich mit ihren Lebensumständen auseinander zu setzen, auch wenn dies nicht immer angenehm ist. Die Therapie wurde speziell für Menschen mit Migräne entwickelt. Viele Migränekranke drücken in ihrer Mimik, ihrer Gestik, ja, in ihrem gesamten Verhalten das genaue Gegenteil dessen aus, was sie innerlich wirklich fühlen. Sie verbergen Sorgen und Probleme sorgfältig vor anderen. Sie können sogar freundlich und heiter von schlimmsten Krisen und Belastungen erzählen. Äußeres und Inneres stimmt bei Ihnen nicht überein. In der Therapie lernen die Schmerzkranken, ihren Körper besser wahrzunehmen. Sie beobachten den Zusammenhang zwischen Ihren Gedanken und körperlichen Stresszeichen und versuchen, diese zu kontrollieren. Sie lernen, Gefühle durch reales Verhalten auszudrücken.
Stressbewältigungstraining
In dem Training lernen Sie auch, wie Sie zukünftigem Stress begegnen können und wie Sie Ihre innere Balance finden können. Sie werden zudem vertraut gemacht mit einer Entspannungsmethode wie der progressiven Muskelentspannung nach Jacobson. Sie hilft, den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen. Schließlich lernen die Betroffenen in Rollenspielen, sich für ihre Interessen einzusetzen und sich besser gegen die Forderungen anderer abzugrenzen.
Biofeedback
Biofeedback-Methoden melden zurück, was im Körper passiert. Meist können die Betroffenen das auf einem Monitor sehen, manche Verfahren arbeiten auch mit akustischen Signalen. Um Kopfschmerzen zu lindern, werden den Geplagten Sensoren im Kopfbereich angebracht. Sie zeichnen diejenigen Signale auf, die die darunter liegenden Muskeln abgeben. Bei Biofeedback-Verfahren für Kopfschmerzgeplagte messen die Sensoren die Spannung der Kopfmuskeln sowie den Pulsschlag des Herzens. Durch diese Rückmeldung lernen die Verkabelten, ihre eigenen Körperreaktionen besser wahrzunehmen und erfahren, wann Stress zu Verspannungen führt. Sobald dies geschafft ist, können sie versuchen, ihre körperlichen Reaktionen zu kontrollieren. Ob das gelingt oder nicht, zeigt der Monitor. Biofeedback ist vor allem für Menschen mit Spannungskopfschmerzen geeignet.
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Hypnose als Therapieansatz
Wer die Schmerzen wirklich verstehen und dauerhaft lindern bzw. heilen möchte, sollte sich mit den Ursachen seiner Migräne auseinandersetzen. Die moderne Hypnosetherapie bietet hier eine vielversprechende Alternative bzw. Ergänzung zur klassischen Schmerztherapie. Eine aktuelle Studie der Universität Tübingen beweist: Hypnose hilft wirklich gegen Mgräne. „Es zeigte sich eine signifikante Reduktion der mittleren Anzahl der Migräne-Tage pro Monat (Migräne-Tagebuch) nach der Hypnosebehandlung (p=0.001). Um solche Störungen erfolgreich aufzulösen, müssen die verantwortlichen Ursachen in der Tiefe des Unterbewusstseins aufgedeckt und aufgelöst werden. Hierzu ist die therapeutische Hypnose in besonderem Maße geeignet, da wir mit Hypnose einen direkten Zugang zu den tiefen Ebenen des Bewusstseins und damit zu den auslösenden Ursachen der Störung erhalten. Die Ursachen für Migräne können vielfältig sein. Die meisten Menschen, die regelmäßig unter Migräne leiden, haben bereits etliche medizinische Untersuchungen absolviert. Die medizinische Wissenschaft geht heute davon aus, dass es für Migräne fast immer Zusammenhänge im psychischen Bereich gibt. Diese verantwortlichen Auslöser können z.B. sehr tief liegender Stress oder auch emotionale oder seelische Konflikte sein.
Weitere Therapieansätze
- Ayurveda: Kopfschmerz heißt in der Ayurveda Shirashula. Es gibt verschiedene Formen von Kopfschmerz, die wir in der Ayurveda den drei Dosas zuordnen. Vata-Schmerz ist beweglich, pulsierend, ausstrahlend, anfallsartig. Bei Bewegung und starken äußeren Eindrücken kann Vata-Schmerz zunehmen. Geht deine Migräne vom Nacken aus, so ist sicherlich das Vata-Dosa involviert. Pitta-Schmerz fühlt sich wirklich heiß und brennend an. Er sitzt im mittleren Kopfteil und betrifft oft die Schläfen. Er kann in Verbindung mit Hitze und Durchfall auftreten. Ein Schmerz, der durch ein Übermaß Kapha entsteht, ist oft dumpf, tief und beständig. Er ist auf der Stirn zu finden. In der Ayurveda gehen wir aufgrund der Schmerzeigenschaften und dem Ursprungsort davon aus, dass die häufigste Ursache von Migräne ein Ungleichgewicht von Vata-Dosa ist. Unser Vata-Dosa hat einen großen Einfluss auf die Resilienz unserer Seele.
- Medikamentöse Behandlung: Eine große Anzahl von PatientInnen spricht positiv auf eine Vergabe von Betablockern oder Botox an. Cortison hingegen mag Linderung verschaffen, erhöht aber über längere Zeit den Stresspegel (Vata) und wirkt daher kontraindiziert. Inzwischen gibt es die sogenannte „Migräne-Spritze“, die mittels Eiweiß einen bestimmten Botenstoff blockiert und so präventiv bei Migräne hilft.
Was tun bei einer akuten Migräneattacke?
- Ajwain: Sobald ich meinen Triggerpunkt im Nacken verstärkt wahrnehme, kaue ich einen halben Teelöffel Ajwainsaat.
- Nackenmassage: Zur Prävention reibe ich meinen Nacken jeden Morgen mit wärmendem Arnika Öl von Weleda ein.
- Neroli-Öl: aus dem ätherischen Öl und Trägeröl selbstgemacht. Neroli gibt uns das Gefühl, tief bei uns anzukommen, empfangen zu werden und geschützt zu sein.
Sexualkopfschmerz
Nicht immer sind Kopfschmerzen beim Sex eine Ausrede. Es gibt eine Kopfschmerz-Art, die ausschließlich während der sexuellen Aktivität auftritt: der sogenannte Sexualkopfschmerz.
Symptome
Beim Sexualkopfschmerz treten einerseits beim Orgasmus sehr plötzlich heftige Kopfschmerzen auf. Betroffene beschreiben den Schmerz als blitzartig und einschießend. Die Schmerzattacke dauert zwischen einer Minute und drei Stunden.
Andererseits kann sich der Schmerz auch vom Nacken und Hinterkopf über den gesamten Kopf bis zur Stirn ausbreiten. Mit steigender Erregung nimmt auch der Schmerz zu. Betroffene beschreiben diese Art des Sexualkopfschmerzes als dumpf und drückend.
Ursachen
Die Ursachen für den Sexualkopfschmerz sind bislang weitgehend ungeklärt. Eine Theorie zur Entstehung beschreibt, dass die Mechanismen zur Stressregulation im Gehirn bei den Betroffenen verändert sind. Auch wenn die meisten Menschen Sex nicht als unangenehme oder stressige Aktivität empfinden, handelt es sich für den Körper um (positiven) Stress. Beim Geschlechtsverkehr steigen zum Beispiel Herzfrequenz und Blutdruck an und belasten kurzfristig den Kreislauf.
Behandlung
Man muss nicht auf Sex verzichten, um den Sexualkopfschmerz erfolgreich zu behandeln. Oft verschwindet der Sexualkopfschmerz mit der Zeit von alleine wieder. Treten Sexualkopfschmerzen häufig auf, ist es für manche Betroffene hilfreich, etwa eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr ein leichtes Schmerzmittel wie Indometacin einzunehmen. Nach drei Monaten sollten Sie prüfen, ob der Sexualkopfschmerz sich bereits gebessert hat, sodass eine medikamentöse Prophylaxe nicht mehr nötig ist.
Vernichtungskopfschmerz
Klassischerweise wird mit einem Vernichtungskopfschmerz eine Subarachnoidal-Blutung assoziiert. In den letzten Jahren konnten aber vermehrt auch andere Ursachen für einen perakut auftretenden heftigsten Kopfschmerz etabliert werden. Ursachen für einen Donnerschlagkopfschmerz können unter anderem eine Sinusvenen- Thrombose, eine Dissektion der hirnversorgenden Arterien, ein spontanes Liquorverlust- Syndrom und ein reversibles zerebrales Vasokonstriktions-Syndrom sein. Jede dieser Ursachen bedarf einer anderen spezifischen Diagnostik und Therapie, wobei immer eine SAB zuerst auszuschliessen ist.
Ursachen für vaskulär bedingte Kopfschmerzen
- Kopfschmerzen bei Schlaganfall
- Kopfschmerzen bei Sinusvenenthrombose
- Kopfschmerz und Subarachnoidalblutung
- Kopfschmerzen bei Gefäßdissektionen
- Kopfschmerzen beim reversiblen zerebralen Vasokonstriktions-Syndrom (RCVS) und posterioren reversiblen Enzephalopathie-Syndrom (PRES)
- Kopfschmerzen bei spontanem Liquor- Verlust-Syndrom («Liquor-Unterdruck- Syndrom»)
Persönliche Erfahrungen im Umgang mit Migräne
Kurz vor der Trennung von meinem Partner - nach fast 19 Jahren Beziehung - meldete sich bei mir körperlicher Schmerz zur Überlagerung des seelischen. Ich war wie ohnmächtig, ein Teil von mir amputiert, von Schmerzen gelähmt. Meine Migräne begann mit der Trennung, begleitete mich bei meinem Auszug aus der Familien-Wohnung - und blieb. Sie wurde chronisch, mit weit über 10 Schmerztagen im Monat. Ich führte ein Migränetagebuch, lies mich in der Charité untersuchen, bekam jede Menge manuelle Physiotherapie. Ich nahm Schmerzmittel ohne Ende und konnte den Schmerz doch nur lindern, nicht überwinden. Nicht einmal Notärzte konnten helfen. Nach drei Monaten habe ich alle empfohlenen Umgangsformen mit Migräne über den Haufen geworfen. Ich habe mein Migränetagebuch verbannt und das Wort Migräne mehr und mehr aus meinem Sprachgebrauch gestrichen. In mir war klar: die Migräne bestimmt mein Leben genug, warum soll ihr auf dieser Ebene noch mehr Raum geben und ob der ganzen markierten Tage im Kalender verzweifeln? Ich wollte dieses „Oh mein Gott Migrääääne“ aus meinem Kopf, aus meinem Körper herausbekommen. Ich wollte mich aufmachen, für die Lektion, die dieser Schmerz für mich bereit hielt. Mir war klar: sie ist da, weil ich etwas wichtiges zu lernen habe. Ich lies mir mit Akkupunkturnadeln den ein oder anderen Blutstau im Körper „entfernen“. In meinem Kopf öffnete sich ein Fenster, durch das mich mein Leben milde anlächelte. Ich konnte sehen: im Zentrum meines Schmerzes war keine Verzweiflung mehr, sondern Licht. Ich stärkte mein Nervensystem mit Ayurveda Kräutern. Ich habe Migräne, aber ich bin nicht krank. Die Hitze des Schmerzes gehört mir. Sie möchte anders genutzt werden.
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