Rückenschmerzen bei Jugendlichen im Fußballtraining: Ursachen, Behandlung und Prävention

Rückenschmerzen sind ein weit verbreitetes Problem, das nicht nur Erwachsene, sondern auch Jugendliche betrifft. Obwohl man Rückenschmerzen oft mit älteren Büroangestellten in Verbindung bringt, sind sie auch bei jungen Menschen keine Seltenheit. Insbesondere bei Jugendlichen, die Fußball spielen, können Rückenschmerzen aufgrund der hohen körperlichen Belastung auftreten. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und Präventionsmaßnahmen von Rückenschmerzen bei jugendlichen Fußballspielern.

Einführung

Lange Zeit wurde angenommen, dass Rückenschmerzen in jungen Jahren selten sind. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass dies nicht der Fall ist. Viele Kinder und Jugendliche leiden unter Rückenschmerzen, oft aufgrund einer schwachen Bauch- und Rückenmuskulatur. In der heutigen Gesellschaft verbringen Kinder viel Zeit im Sitzen, sei es in der Schule, am Schreibtisch oder vor dem Fernseher. Dieser Mangel an Bewegung kann zu einer Über- oder Fehlbelastung der geschwächten Muskulatur führen, was besonders beim Sport wie Fußball problematisch sein kann.

Ursachen von Rückenschmerzen bei Jugendlichen

Bewegungsmangel und schwache Muskulatur

Eine der Hauptursachen für Rückenschmerzen bei Jugendlichen ist Bewegungsmangel. Lange Stunden des Sitzens in der Schule und zu Hause führen zu einer Unterentwicklung der Bauch- und Rückenmuskulatur. Diese Muskeln sind jedoch essenziell für die Stabilität der Wirbelsäule und eine gesunde Körperhaltung. Wenn diese Muskeln zu schwach sind, kann es zu Verspannungen und Schmerzen kommen.

Über- und Fehlbelastung

Besonders dramatisch wirkt sich das viele Sitzen aus, wenn die geschwächte Muskulatur zusätzlich einer Über- oder Fehlbelastung ausgesetzt wird. Beim Herumtoben oder beim Sport ziehen sich Kinder und Jugendliche nicht selten leichte Verletzungen durch Stürze (wie Prellungen, Verstauchungen) zu. Wenn nur die Muskeln betroffen sind, zum Beispiel bei einer Prellung nach einem Sturz beim Klettern oder Fahrradfahren, heilen diese Lädierungen meist nach kurzer Zeit von allein wieder aus.

Verletzungen beim Sport

Fußball ist eine Sportart, die den Rücken stark beansprucht. Schnelle Bewegungen, Drehungen und der ständige Kontakt mit anderen Spielern können zu Verletzungen führen. Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen sind häufige Ursachen für Rückenschmerzen bei jungen Fußballspielern.

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Fehlhaltungen

Eine fehlerhafte Haltung, die über längere Zeit besteht, kann den Grundstein für weitere Rückenschmerzen im späteren Leben legen. Ein Ausgleich der Haltungsschäden wird zunehmend schwieriger, die Bereitschaft zu mehr Bewegung sinkt. Die Schmerzen sind einfach zu unangenehm. Muss sich der Rücken kaum noch bewegen, verkümmert die Rückenmuskulatur. Die Schmerzen nehmen zu und die Lebensqualität nimmt ab - oftmals dauerhaft. Die Beschwerden ziehen sich häufig bis ins Erwachsenenalter.

Psychische Belastungen

Auch psychische Belastungen wie Schulstress, Kummer und seelische Veränderungen in der Pubertät können sich in Form von Verspannungen im Rücken von Kindern sowie Jugendlichen festsetzen und ihnen Beschwerden bereiten. Wichtig ist, keine zu hohen Erwartungen an das Kind zu stellen. Probleme in der Schule? Greifen Sie doch mal gemeinsam zum Hausaufgabenheft: Ihre Gesellschaft und Unterstützung werden Ihrem Kind guttun! Gegebenenfalls hilft ein Gespräch mit der Lehrkraft. Dass Abwechslung im Alltag nie fehlen darf, ist selbstverständlich: Kann sich das Kind in seiner Freizeit austoben, wird es Stress abbauen und spielend einen Ausgleich finden. Und die Bewegung hilft, die Rückenbeschwerden zu lindern. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Kind auch Hobbies hat, bei denen es sich körperlich betätigt.

Seltene Ursachen

In selteneren Fällen können unspezifische Rückenschmerzen im Kindesalter auf eine Infektion an der Wirbelsäule (Diszitis und Spondylodiszitis) zurückzuführen sein, die meist von bakteriellen Erregern verursacht wird. Grundsätzlich kann eine Entzündung in jedem Alter auftreten, Kinder unter 10 Jahren sind jedoch überproportional häufig betroffen. Typischerweise beginnen die kleinen Patienten dann zu hinken oder verweigern gar das Laufen und sind leicht reizbar. Bei der Behandlung entzündlicher Erkrankungen gilt im Gegensatz zu anderen Ursachen für Rückenschmerzen bei Kindern nicht der Leitsatz „Bewegung ist die beste Medizin“.

Sind es Muskelkrämpfe, die das Kind quälen, steckt in den meisten Fällen ein Mangelzustand dahinter. Häufig leidet das Kind unter einer Magnesiumunterversorgung. Magnesium ist jedoch essenziell für die Muskelfunktion. Eine weitere mögliche Ursache, ist die sogenannte Rachitis. Die Erkrankung ist auf einen Vitamin D-Mangel zurückzuführen. Fehlt der „Knochenhärter“, sind bei Kindern Wachstumsstörungen und Skelettverformungen die Folge.

Diagnose von Rückenschmerzen bei Jugendlichen

Wenn ein Jugendlicher über langanhaltende oder starke Rückenschmerzen klagt, ist ein Arztbesuch unerlässlich. Der Arzt wird zunächst eine Anamnese durchführen, um die Art und den Verlauf der Schmerzen zu verstehen. Fragen, die gestellt werden könnten, sind:

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  • Wie sind die Schmerzen entstanden? Hat sich das Kind verletzt?
  • Wie hat sich der Schmerz entwickelt? Akut? Zunehmend? Chronisch?
  • Wo sind die Schmerzen lokalisiert? Strahlen die Schmerzen aus? Wohin?
  • Werden die Schmerzen durch bestimmte Bewegungen des Rückens ausgelöst?
  • Liegt eine ausgeprägte Steifigkeit am Morgen vor?
  • Leidet das Kind unter nächtlichen Rückenschmerzen?
  • Leidet das Kind unter allgemeinen Symptomen wie Fieber oder Unwohlsein?
  • Hat das Kind psychosoziale Probleme? Anspannung? Verhaltensauffälligkeiten?

Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung, bei der der Rücken auf Fehlstellungen und andere Auffälligkeiten untersucht wird. Der Arzt prüft die Beweglichkeit des Rückens und beurteilt die Muskelkraft sowie die Wahrnehmung in den Beinen. Auch die Reflexe werden kontrolliert.

In einigen Fällen sind weitere Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen, MRT, CT oder Szintigrafie erforderlich, um die Ursache der Rückenschmerzen genauer zu bestimmen. Bei Verdacht auf eine Entzündung oder Infektion werden Blutproben genommen.

Behandlung von Rückenschmerzen bei Jugendlichen

Die Behandlung von Rückenschmerzen bei Jugendlichen hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. In den meisten Fällen sind konservative Maßnahmen ausreichend, um die Beschwerden zu lindern.

Physiotherapie

In der Regel verordnet der Arzt in diesem Fall Krankengymnastik. Dehn- und Kräftigungsübungen sollen dem durch die Verkrümmung entstandenen muskulären Ungleichgewicht entgegenwirken. Manchmal ist zudem das Tragen eines Korsetts notwendig. Dieses stützt die Wirbelsäule und trägt zur Verringerung von Krümmungen bei.

Medikamentöse Behandlung

Bei starken Schmerzen können Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen eingenommen werden. Bei Muskelkrämpfen kann Magnesium helfen, und bei Rachitis werden Vitamin D und Calcium verabreicht.

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Anpassung der Lebensweise

Es ist wichtig, auf eine gesunde Körperhaltung zu achten und langes Sitzen zu vermeiden. Regelmäßige Bewegung und Sport sind essenziell, um die Muskulatur zu stärken und Verspannungen zu lösen. Auch psychische Belastungen sollten reduziert werden, um Stress abzubauen.

Behandlung spezifischer Ursachen

Infektionen der Wirbelsäule werden überwiegend durch Bakterien ausgelöst. Die Behandlung erfolgt durch eine intensive Antibiotikatherapie und Bettruhe. Kinder mit einer Rachitis bekommen dagegen Vitamin D und Calcium verabreicht. Besonders wichtig ist zudem ein regelmäßiger Aufenthalt im Freien, da unter Einfluss von Sonnenlicht Vitamin D in der Haut vom Körper selbst gebildet wird. Ebenfalls sollte auf die ausreichende Zufuhr von Calcium und Vitamin D durch die Ernährung geachtet werden. Als Vitamin D-reiche Nahrungsmittel gelten beispielsweise fettreiche Fische und - in deutlich geringerem Maße - Leber und einige Speisepilze.

Prävention von Rückenschmerzen bei Jugendlichen

Regelmäßige Bewegung

Regelmäßige Bewegung ist der beste Weg, um Rückenschmerzen vorzubeugen. Sportarten wie Schwimmen, Radfahren und Yoga sind besonders geeignet, um die Muskulatur zu stärken und die Beweglichkeit zu verbessern. Auch gezielte Übungen zur Stärkung der Rumpfmuskulatur können helfen, Rückenschmerzen vorzubeugen.

Ergonomische Anpassungen

Eine falsch angepasste Schultasche oder unpassendes Mobiliar kann hinter dem Rückenleiden von Kindern stecken. Bestenfalls lassen Sie sich beim Kauf in einem Fachgeschäft beraten und den Schulranzen auf die Körpergröße Ihres Kindes einstellen. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Kind nur das mitnimmt, was es wirklich braucht! Von großer Bedeutung ist auch ein an die Größe Ihres Kindes angepasstes Mobiliar. Die Höhe des Stuhls und des Schreibtisches sollte so eingestellt sein, dass das Kind seine Beine im rechten Winkel auf den Boden stellen und seine Ellbogen mit entspannten Schultern auf die Arbeitsfläche legen kann. Achten Sie zudem darauf, dass Ihr Kind nie in einer Position verharrt, sondern seine Sitzposition regelmäßig wechselt. Vielseitiges Sitzen ist die Devise, um den Kinderrücken zu entlasten und einseitigen Belastungen und Fehlhaltungen vorzubeugen. Ergonomisch geformte Schreibtischstühle und spezielle Sitzkissen oder -bälle unterstützen dynamisches Sitzen und fördern den Aufbau der stützenden Rumpfmuskulatur. Und auch bei der Wahl der Matratze können Eltern einiges beachten. Da sich die Wirbelsäule im Kindesalter erst noch entwickelt, stellen sich andere Anforderungen als bei Erwachsenen.

Stressmanagement

Nicht nur physische, sondern auch psychische Belastungen können eine „Last“ auf den Schultern von jungen Menschen sein. Häufig setzen sich Schulstress und Überforderung in Form von Verspannungen fest.

Spezifische Übungen zur Stärkung des Rückens

Es gibt eine Vielzahl von Übungen, die speziell darauf ausgelegt sind, die Rückenmuskulatur zu stärken und die Wirbelsäule zu stabilisieren. Einige Beispiele sind:

  1. Der Unterarmstütz (Plank): Diese Übung eignet sich bestens dafür, um den Rücken zu stärken. Sie beansprucht die komplette Rumpfmuskulatur und sorgt so dafür, dass die Wirbelsäule stabilisiert wird.
  2. Beckenheben: Mit dieser Übung kann der Spieler sein Becken und seinen Rücken stärken und gleichzeitig auch seine Beweglichkeit und sein Gleichgewicht verbessern.
  3. Rückenstrecker: Er wird sehr häufig auch in der Physiotherapie wie auch in der Krankengymnastik angewandt und kann auch zu Hause durchgeführt werden, um die Muskeln zu trainieren.
  4. Beinheben in Bauchlage: Mit dem Beinheben in Bauchlage können die Rückenstrecker, die Po-Muskulatur und auch die sogenannten Beinbeuger trainiert werden.
  5. Der Adler: Diese Übung trainiert die komplette Rückenmuskulatur und dazu auch noch einige weitere Muskelgruppen, wie zum Beispiel die Beinmuskulatur, das Gesäß und auch die Bauchmuskulatur.

Rückenschmerzen im Fußballtraining

Jeder Fußballer hat ab und zu irgendwelche körperlichen Beschwerden. Sehr häufig kommt es zu Problemen am Rücken. Denn dieser ist bei dieser Sportart sehr stark gefordert. Wenn die Muskeln in diesem Bereich nicht gestärkt sind, kann es schnell zu Problemen kommen. Während der Therapie bei Rückenschmerzen werden zunächst die körperlichen Aspekte betrachtet und beleuchtet. Allerdings können auch die mentale Einstellung und die Motivation des Spielers einen großen Einfluss auf den Erfolg der Heilung haben. Sehr wichtig ist bei Rückenschmerzen Physiotherapie. Denn der Therapeut begleitet den Patienten und zeigt ihm nützlich Übungen. Diese sind direkt nach der Verletzung zumeist recht schmerzhaft. Daher sollte langsam mit den Übungen begonnen werden. Auch hierbei gibt der Physiotherapeut nützliche Hilfestellungen. Ein Patient, der in der Therapie einen Sinn erkennt, wird mehr bei der Sache sein und auch über seine Grenzen hinaus gehen. Auch wenn viele Bewegungen durchaus schmerzhaft oder anstrengend sind, sollte er nicht aufgeben. Denn schließlich macht er die Therapie für sich. Denn Ersterer treibt den Sport zumeist nur als Hobby und bekommt kein Geld dafür. Das bedeutet dann auch, dass er eventuell seinem Job nicht nachgehen kann, wenn er sehr starke Rückenschmerzen hat. Daher sollte er unbedingt Physiotherapie in Anspruch nehmen. Der Profi bekommt dagegen zumeist sehr viel und in vielen Fällen auch zu viel Geld für das Fußballspielen. Das bedeutet, dass er sich zunächst einmal gar nicht selber um die Therapie kümmern muss. Denn jeder Profiverein hat einen oder mehrere Physiotherapeuten angestellt. Auch das soziale Umfeld eines Sportlers kann einen großen Einfluss auf den Rehabilitationsprozess bei Rückenschmerzen haben. Denn dieses kann eine sehr wertvolle Stütze sein und den Sportler dabei unterstützen, die Therapie aus der richtigen Perspektive zu sehen. Er sollte die Anstrengungen als notwendiges Mittel betrachten, um bald wieder ohne Schmerzen spielen zu können. Einige der Übungen machen sogar Spaß und lassen den Spieler erkennen, dass sein Körper auch in diesem Zustand noch leistungsfähig ist. Gerade bei einer längeren Verletzung wird der Spieler für eine lange Zeit aus den gewohnten Strukturen geworfen. Dabei kann schnell das Gefühl aufkommen, dass er alleine und isoliert ist. Um dieses zu verhindern, sollte er auch bei einer Verletzung regelmäßig zum Sportplatz fahren und einfach nur anwesend sein. Das heißt, dass er bei Spielen zuschaut und beim Training vielleicht einfach den Trainer unterstützt. Eine gute Interaktion zwischen dem Sportler und dem Trainer kann ebenfalls die Rückkehr auf den Platz beschleunigen und erleichtern. So kann es zum Beispiel sehr helfen, wenn der Spieler seinem Coach zu jeder Zeit seine Ängste mitteilen kann. Letzterer sollte sich diese anhören und immer auch einige aufbauende Worte für seinen Schützling haben.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Es gibt bestimmte Symptome, bei denen man bei Rückenschmerzen bei Kindern und Jugendlichen unbedingt einen Arzt aufsuchen sollte:

  • Kinder, die jünger als 10 Jahre sind.
  • Fieber und Gewichtsverlust
  • Kontinuierliche und nächtliche Schmerzen
  • Allgemeines Krankheitsgefühl
  • Weitere ernste Symptome wie Ausstrahlen der Schmerzen ins Bein
  • Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang
  • Verletzungen, Tumorerkrankungen oder Tuberkulose in der Vorgeschichte

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