Eine Mittelohrentzündung ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch das Hörvermögen beeinträchtigen. In vielen Fällen ist der Hörverlust nach einer Mittelohrentzündung vorübergehend, doch in einigen Fällen sind bleibende Schäden möglich. Die frühe Erkennung und Behandlung sind entscheidend, um Spätfolgen wie dauerhaften Hörverlust zu vermeiden. Besonders Babys und Kleinkinder sind anfällig für Mittelohrentzündungen und sollten daher bei ersten Anzeichen möglichst schnell einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) vorgestellt werden.
Was ist eine Mittelohrentzündung?
Eine Mittelohrentzündung, auch Otitis Media genannt, ist eine Entzündung des Mittelohrs, die häufig durch eine virale oder bakterielle Infektion ausgelöst wird. Die akute Mittelohrentzündung (akute Otitis media) ist eine der häufigsten Erkrankungen bei Babys und Kleinkindern. Die meisten Kinder erkranken bis zum Alter von drei Jahren mindestens einmal daran.
Ursachen und Risikofaktoren
Die Ursachen der Otitis media sind meist Infekte der oberen Atemwege, eine Erkältung, eine Nebenhöhlenentzündung oder eine Mandelentzündung. Insbesondere eine heftige und langanhaltende Erkältung, die die Belüftung der Ohrtrompete (Eustachische Röhre) beeinträchtigt, kann eine akute Mittelohrentzündung fördern. Das liegt vor allem daran, dass die Ohrtrompete eine Verbindung vom Nasen-Rachen-Raum zum Ohr darstellt, wodurch Krankheitserreger leicht aufsteigen können.
Die Mittelohrentzündung kann durch Erreger von Atemwegs-Infektionen verursacht werden. Dazu zählen etwa Erkältungsviren und Bakterien wie Streptokokken, Haemophilus influenzae oder Moraxella catarrhalis. Hat man sich mit einem der Erreger infiziert, können diese über die Ohrtrompete aus dem Rachen in die Paukenhöhle gelangen.
Es gibt Faktoren, die das Risiko für eine akute Entzündung des Mittelohrs erhöhen. Dazu zählen unter anderem:
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- Allergien
- Funktionsstörungen des Immunsystems (Immundefekte)
- vergrößerte Rachenmandeln
- Passivrauchen
- bei Babys: der häufige Einsatz des Schnullers
Bei Kindern führen fünf bis zehn Prozent der bakteriellen Entzündungen zu Komplikationen wie bei Erwachsenen. Manchmal ist auch eine vergrößerte Rachenmandel - besser bekannt als „Polypen“ - die Ursache. Die Kinder machen ein schläfriges Gesicht, halten den Mund ständig offen und schnarchen. Um wiederkehrende Entzündungen zu vermeiden, kann die betroffene Rachenmandel operiert werden.
Arten der Mittelohrentzündung
Es gibt drei Arten der Mittelohrentzündung:
- Virale Mittelohrentzündung: Sie wird durch Viren hervorgerufen. Antibiotika sind bei der viralen Otitis Media nicht wirksam. Abschwellende Nasentropfen können jedoch Linderung verschaffen.
- Eitrige Mittelohrentzündung: Sie wird von Bakterien ausgelöst, die vorwiegend vom Nasen-Rachen-Raum in das Mittelohr wandern. Sie dauert meist etwas länger als die bakterielle Mittelohrentzündung. Bei der bakteriellen Otitis Media kann die Einnahme von Antibiotika Sinn machen.
- Chronische Mittelohrentzündung: Chronische Mittelohrentzündungen treten in Form einer chronischen Schleimhauteiterung oder in Form einer chronischen Knocheneiterung auf. Beide Formen heilen nicht von alleine aus, sie müssen operativ behandelt werden.
Ist eine Mittelohrentzündung ansteckend?
Ob eine Mittelohrentzündung ansteckend ist, hängt von den konkreten Begleitsymptomen ab. Für sich allein genommen ist eine Mittelohrentzündung eigentlich nicht ansteckend. Wer eine akute Mittelohrentzündung hat, muss nicht befürchten, andere Menschen damit anzustecken - anders als es etwa bei dem auslösenden Infekt der Fall sein kann.
Symptome einer Mittelohrentzündung
Eine Mittelohrentzündung zeigt sich in aller Regel durch plötzlich auftretende pulsierende oder stechende Schmerzen im Ohr. Diese können einseitig oder beidseitig auftreten. Manchmal geht der Mittelohrentzündung eine Erkältung voraus. Liegt die Ursache in einer Infektion der oberen Atemwege, sind Husten und Schnupfen meist zusätzliche Anzeichen der Mittelohrentzündung. Symptome und Verlauf können jedoch von Fall zu Fall unterschiedlich sein.
Ist das Mittelohr akut entzündet, zeigt sich das typischerweise an Beschwerden wie:
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- plötzliche, heftige Ohrenschmerzen: Bei Babys erkennt man das zum Beispiel oft daran, dass sie unruhig schlafen, weinerlich sind und sich häufig ans Ohr fassen.
- Druckgefühl im Ohr, so als hätte man Wasser im Ohr: Ärztinnen und Ärzte sprechen mitunter von Völlegefühl.
- Probleme beim Hören: Diese resultieren meist aus einer Ansammlung von Flüssigkeit hinter dem Trommelfell im Mittelohr, wodurch sich das Trommelfell vorwölbt. Man bezeichnet das auch als Paukenerguss.
- allgemeines Krankheitsgefühl, Reizbarkeit, Schwindel und Fieber
Symptome bei Babys und Kleinkindern
Bei kleinen Kindern wird die Erkrankung nicht immer gleich erkannt, denn hier fehlen oft die typischen Anzeichen einer Mittelohrentzündung. Symptome bei einem Baby zeigen sich eher an unruhigem Schlaf oder vermehrtem Quengeln. Da sie oft von Viren hervorgerufen wird, machen bei Mittelohrentzündung Antibiotika nicht immer Sinn. Mittelohrentzündung bei Kindern und Babys meist Schmerzmittel und abschwellende Medikamente. kindgerechte Dosierung zu achten.
Da sich das Immunsystem der kleinen Körper noch im Aufbau befindet, sind sie besonders häufig von einer Mittelohrentzündung betroffen. Zudem ist bei Kindern die Ohrtrompete kürzer und liegt flacher als bei Erwachsenen. Somit ist die Distanz für Erreger aus den oberen Atemwegen geringer und der Aufstieg einfacher. Häufig ist eine Mittelohrentzündung mit einer Infektion der oberen Atemwege verbunden.
Ein Vorbote ist eine Infektion der oberen Atemwege wie zum Beispiel Schnupfen. Die Kleinen reagieren häufig in der Nacht mit unruhigem Schlaf, werfen sich hin und her oder quengeln, da sie noch nicht so gut artikulieren können, was ihnen fehlt.
Auswirkungen auf das Hörvermögen
Eine Mittelohrentzündung kann häufig zu einem vorübergehenden Hörverlust führen. Dies geschieht, weil sich aufgrund der Entzündung Flüssigkeit im Mittelohr ansammelt. Darüber hinaus kann die Entzündung des Mittelohrs das Trommelfell und die Gehörknöchelchen schädigen, was ebenfalls zu Hörverlust führen kann. In den meisten Fällen bessert sich der Hörverlust, sobald die Entzündung abklingt und die Flüssigkeit abfließt.
Wenn durch eine Mittelohrentzündung das Hören stark beeinträchtigt ist und das Gefühl von „nichts hören“ oder einem „tauben Ohr“ auftritt, sollte umgehend ein HNO-Arzt aufgesucht werden. Ein weiteres Warnsignal ist ein Loch im Trommelfell, das durch den Druck der angesammelten Flüssigkeit oder Eiter im Mittelohr entstehen kann. Dies kann nicht nur zu Schmerzen, sondern auch zu einer dauerhaften Schädigung des Gehörs führen. Zusätzlich sollten Symptome wie Schwindel, Übelkeit oder ein ständiges Druckgefühl im Ohr ernst genommen werden, da sie auf eine schwerwiegendere Infektion hinweisen können.
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Ein Hörverlust nach einer Mittelohrentzündung ist keine Seltenheit, doch oft vorübergehend. Wenn nach der Mittelohrentzündung schlecht gehört wird, hilft in den meisten Fällen eine schnelle medizinische Abklärung durch einen HNO-Arzt bei der rechtzeitigen Behandlung. Denken Sie daran, dass eine unbehandelte Mittelohrentzündung nicht nur starke Schmerzen verursacht, sondern auch zu dauerhaften Hörminderungen führen kann. Im schlimmsten Fall kann eine unbehandelte Mittelohrentzündung sogar zur Taubheit führen.
Dauer des Hörverlusts
Wie lange man nach einer Mittelohrentzündung schlecht hört, kann stark variieren und hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend ist, wie schwer die Entzündung war und ob Komplikationen wie eine chronische Mittelohrentzündung oder eine Schädigung des Trommelfells aufgetreten sind. Bei einer akuten Mittelohrentzündung, die rechtzeitig und effektiv behandelt wird, kann das Hörvermögen oft schon nach wenigen Tagen bis zu einer Woche wieder normal sein.
Diagnose einer Mittelohrentzündung
Um die Diagnose zu stellen, kommen eine Inspektion des Trommelfells, Hörtests und eine Ohrdruck-Messung (Tympanometrie) infrage. Tritt eine Mittelohrentzündung bei Erwachsenen auf, begutachtet der Hals-Nasen-Ohren-Arzt das Trommelfell und führt einen Hörtest durch.
Das Trommelfell wird mit einem sogenannten Otoskop untersucht. Das ist ein Gerät mit einer Lupe und einem Lämpchen, das es der Ärztin oder dem Arzt ermöglicht, in den Gehörgang hineinzusehen. Mit einem „Tympanometer“ lässt sich die Hörfähigkeit prüfen. Das Gerät kann Geräusche erzeugen und aufnehmen.
Behandlung einer Mittelohrentzündung
Wenn nach der Mittelohrentzündung schlecht gehört wird, hilft in den meisten Fällen eine schnelle medizinische Abklärung durch einen HNO-Arzt bei der rechtzeitigen Behandlung.
Besonders dann, wenn Sie nach einer Mittelohrentzündung schlecht hören, sollten Sie sich ausreichend Ruhe gönnen und die Anweisungen Ihres HNO-Arztes befolgen. Dieser kann Medikamente wie Antibiotika verschreiben, um die Entzündung zu behandeln und den Heilungsprozess zu unterstützen.
Warten, bis es irgendwann vorbeigeht, ist die falsche Medizin bei Schmerzen im Ohr. Denn eine unbehandelte Mittelohrentzündung kann zu schweren Komplikationen führen, im schlimmsten Fall sogar zur Taubheit.
Medikamentöse Behandlung
Zunächst behandelt der Arzt bei Erwachsenen in den ersten 1-2 Tagen allein die Symptome der Mittelohrentzündung, zum Beispiel durch die Verabreichung von Schmerzmitteln und Nasenspray zum Abschwellen der Schleimhäute. Tritt in diesem Zeitraum keine Verbesserung der Entzündung ein, können Antibiotika eingesetzt werden. Ein Abstrich und eine anschließende bakteriologische Untersuchung werden nur bei immunschwachen Erwachsenen und bei Erkrankten durchgeführt, die trotz Antibiotikatherapie keine Besserung aufweisen. Mithilfe der bakteriologischen Untersuchung kann der genaue Krankheitserreger bestimmt und damit ein gezieltes Antibiotikum eingesetzt werden.
Eine virale Infektion lässt sich mit Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten behandeln. Wird eine bakterielle Infektion nachgewiesen, verschreiben HNO-Ärzte in Deutschland in der Regel ein Antibiotikum - spätestens wenn sich die Symptome nach zwei bis drei Tagen nicht gebessert haben. So sollen Komplikationen verhindert werden.
Bei Kleinkindern, die noch nicht sprechen können, gibt es Alarmzeichen, die Eltern verstehen können. Eine „echte“ Mittelohrentzündung, also nicht nur eine Reizung oder Rötung, geht fast immer mit Fieber und starken Schmerzen einher, erklärt der in Berlin niedergelassene Kinderarzt Jakob Maske:„Feststellen kann sie aber nur der Arzt, indem er das Trommelfell begutachtet. Wenn sich kleine Kinder häufig ans Ohr fassen, steckt meist einfach Müdigkeit dahinter.“ Er rät davon ab, unter Zwölfjährige mit Antibiotika zu behandeln - mit Ausnahme von Babys, für die eine Mittelohrentzündung sehr gefährlich werden kann. Bei älteren Kindern empfiehlt Maske Wärme, Schmerzbekämpfung und abschwellende Nasensprays. Wenn es irgendwie möglich ist, solle die Gabe von Antibiotika bei Kindern vermieden werden: „In 95 Prozent der Fällen verschwindet die Erkrankung auf diese Weise“, erklärt der Kinderarzt. Eltern sollten Rotlicht oder eine Wärmflasche, so weit dem Kind das angenehm ist, mit Nasensprays kombinieren. In keinem Fall dürften feuchte Tücher auf das Ohr gelegt werden, weil die Nässe in Kombination mit Zugluft gefährlich werden kann. Nach etwa zwei bis fünf Tagen verschwindet die Erkrankung in der Regel.
Hausmittel
Bewährt haben sich bei Mittelohrentzündung Zwiebel - Säckchen. Dafür schälen Sie eine Zwiebel und schneiden sie klein. Füllen Sie die Zwiebelwürfel in ein dünnes Stofftuch oder ein Säckchen, sodass nichts herausfallen kann. Anschließend erwärmen Sie den Beutel vorsichtig, zum Beispiel über Wasserdampf, zwischen zwei Wärmflaschen oder auch in der Mikrowelle. Auch möglich: Braten Sie die Zwiebelwürfel vor dem Einfüllen kurz in einer Pfanne an. Doch Vorsicht, das Säckchen darf auf keinen Fall zu heiß sein, wenn Sie es anwenden. Legen Sie das Säckchen so auf das Ohr, dass auch der Schädelknochen hinter der Ohrmuschel bedeckt ist. Um die Wirkung voll zu entfalten, sollte es mindestens eine halbe Stunde auf dieser Stelle bleiben, gerne auch länger. Um das Säckchen auf dem Ohr zu fixieren, können Sie eine Mütze, ein Stirnband oder auch ein umgebundenes Handtuch verwenden.
Auch die Wärme einer Rotlichtlampe empfinden manche Patienten mit einer Mittelohrentzündung als wohltuend. Achten Sie bei der Anwendung auf einen ausreichenden Abstand zwischen Körper und Lampe. Die Rotlichtlampe darf außerdem nicht zu lange angewendet werden bei einer Mittelohrentzündung.
Operative Eingriffe
Bei wiederholten Mittelohrentzündungen oder anhaltenden Mittelohrergüssen kann es sinnvoll sein, ein kleines Röhrchen in den Schnitt zu setzen. So wird das Mittelohr belüftet und kann ausheilen.
Bei Komplikationen wie einer Mastoiditis, Labyrinthitis oder Meningitis können operative Eingriffe erforderlich sein: Bei der so genannten Antrotomie werden die entzündeten Warzenfortsatzzellen des Schläfenbeins entfernt. Bei einer Mastoidektomie wird die Haut hinter der Ohrmuschel eingeschnitten, der Knochen des Warzenfortsatzes aufgefräst, so dass ein Röhrchen zum Abfluss des eitrigen Sekrets eingelegt werden kann.
Komplikationen einer Mittelohrentzündung
Generell sind Komplikationen bei einer Mittelohrentzündung selten. Treten allerdings doch welche auf, können sie die Gesundheit stark beeinträchtigen. Ärzte sprechen in diesem Fall von einer akuten Mastoiditis, die sich durch eine Rötung und eine wechselhafte Schwellung der Haut an der betreffenden Stelle zeigt.
Wie Professor Roland Laszig, Direktor der Universitäts-Hals-Nasen-Ohren-Klinik in Freiburg erläutert, kann eine unbehandelte Mittelohrentzündung nämlich schwerwiegende Folgen haben. Es sei möglich, dass die Entzündung auf das Gleichgewichtsorgan übergreift, den Gesichtsnerv schädigt oder zu einem Abszess im Warzenfortsatz führt - einer sogenannten Mastoiditis, die operiert werden muss. Wenn die Entzündung ins Innenohr vordringt, kann das zum Verlust des Hörvermögens führen, ein Durchbrechen bis ins Hirn ist sogar lebensbedrohlich.
Auch ist es möglich, dass die Entzündung auf das Innenohr übergreift, was Hörverluste zur Folge haben kann. Breiten sich die Erreger weiter aus, besteht das Risiko für eine Gehirnhautentzündung (Meningitis). Diese äußert sich zunächst durch Symptome wie hohes Fieber und Kopfschmerzen. Im Verlauf kommen Verwirrtheit, Lichtempfindlichkeit, Erbrechen und Nackensteife dazu.
Häufige Mittelohrentzündungen bringen außerdem die Gefahr für einen chronischen Verlauf mit sich. Dadurch kann das Trommelfell vernarben und auch die Gehörknöchelchen können Schaden nehmen. Diese sind nur wenige Millimeter groß und können durch eine chronische Mittelohrentzündung verwachsen oder auch zerstört werden.
Vorbeugung
Am besten ist es, Mittelohrentzündung vorzubeugen. Wer zum Beispiel bei Schnupfen nicht ständig ins Taschentuch schnäuzt, sondern eher die Nase hochzieht, vermindert laut Laszig das Risiko. „Wenn man ausschnaubt, hält man die Nase zu und erhöht dadurch den Druck. So drückt man über den Nasenrachen die Erreger durch die Ohrtrompete in das Mittelohr - das kann dann eine Mittelohrentzündung begünstigen.“ Er empfiehlt bei einer Erkältung außerdem abschwellende Nasentropfen, sich warm zu halten und eine Mütze aufzusetzen.
Wer einige Tipps beherzigt, kann einer akuten Mittelohrentzündung in begrenztem Maß vorbeugen. Dazu zählen zum Beispiel:
- Nicht rauchen und Orte meiden, an denen geraucht wird: Das gilt vorrangig im Umfeld von Babys und kleinen Kindern.
- Stillen: Kinder, die gestillt werden, erkranken etwas seltener an einer Mittelohrentzündung.
- Kinder impfen lassen: Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Impfungen gegen Pneumokokken und Haemophilus influenzae. Diese Erreger können unter anderem eine Mittelohrentzündung auslösen.
Vermeiden lässt sich die nicht ansteckende Mittelohrentzündung bei Kindern nicht. Wegen Verengungen im Nasen-Rachen-Raum sind einige einfach empfindlicher als andere.
Hörgeräte bei Mittelohrentzündung
Eine chronische Mittelohrentzündung kann zu Hörverlust führen. Hörgeräte verhelfen in diesem Fall zu mehr Lebensqualität. Während einer Mittelohrentzündung sollten Träger von Hörgeräten allerdings Folgendes beachten: Liegt eine chronische Mittelohrentzündung vor, sind In-dem-Ohr-Hörgeräte und Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte mit geschlossener Otoplastik (Ohrverschluss) ungünstig. Zu empfehlen ist eine „offene Hörgeräteversorgung“ mit Hinter-dem-Ohr-Hörgeräten, die einen dünnen Schlauch ins Ohrinnere führen. So bleibt das Ohr ausreichend belüftet.
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