Die menschliche Psyche und das Nervensystem sind untrennbar miteinander verbunden. Stress, Fehlernährung und andere Belastungen können diese Verbindung beeinträchtigen und zu psychischen Problemen führen. Dieser Artikel beleuchtet die komplexen Zusammenhänge zwischen Nerven und Psyche und gibt Einblicke in mögliche Lösungsansätze.
Die Bedeutung von Nährstoffen für Nerven und Psyche
Unsere Nerven und psychischen Funktionen benötigen eine Vielzahl von Nährstoffen, um optimal zu funktionieren. Vitamine wie B1, B3, B6 und B12 sowie Folat und Vitamin C tragen zu einer gesunden psychischen Funktion bei. Magnesium, Vitamin B3 und B6 unterstützen das Nervensystem, während Vitamin B5 eine Rolle bei der Synthese von Neurotransmittern spielt.
Eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend, um den Bedarf an diesen wichtigen Nährstoffen zu decken. Alltagsbedingte Fehlernährung kann jedoch zu Mangelerscheinungen führen, die sich negativ auf Nerven und Psyche auswirken können. In solchen Fällen kann eine reichhaltige, gut bioverfügbare Nahrungsergänzung sinnvoll sein.
Dr. Jacob's AminoBase als ganzheitlich-pflanzlicher Mahlzeitersatz
Dr. Jacob's AminoBase ist ein vollwertiger Mahlzeitersatz auf pflanzlicher Basis, der alle wichtigen Nährstoffe in einem natürlichen Verhältnis enthält. Es liefert essentielle Aminosäuren, komplexe Kohlenhydrate, Ballaststoffe, essentielle Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. AminoBase ist ideal als Ergänzung einer pflanzlichen Ernährung, insbesondere bei erhöhter körperlicher und geistiger Beanspruchung. Es ist zudem geeignet für Veganer und Vegetarier sowie bei Allergien und Unverträglichkeiten, da es ohne Gluten, Laktose, Süßstoffe und Konservierungsmittel hergestellt wird.
Magnesium: Ein Schlüsselmineral für Nerven, Psyche und mehr
Magnesium ist ein lebenswichtiges Mineral mit vielfältigen Funktionen im Körper. Es ist an über 300 Stoffwechselprozessen beteiligt und spielt eine wichtige Rolle für die Funktion von Muskeln, Nerven und Herz. Magnesium trägt zur normalen Funktion des Nervensystems und der psychischen Funktion bei. Es ist zudem an der Regulierung des Blutdrucks und des Blutzuckerspiegels beteiligt.
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Magnesiummangel: Ursachen und Folgen
Ein Magnesiummangel kann verschiedene Ursachen haben, darunter eine einseitige Ernährung, chronischer Stress, die Einnahme bestimmter Medikamente und bestimmte Erkrankungen. Symptome eines Magnesiummangels können vielfältig sein und reichen von Muskelkrämpfen und Müdigkeit bis hin zu Herzrhythmusstörungen und psychischen Problemen wie Angstzuständen und Depressionen.
Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel: Dosierung und Risiken
Magnesium ist als Nahrungsergänzungsmittel in verschiedenen Formen erhältlich, darunter Magnesiumcitrat und Magnesiumglycinat. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei etwa 250 mg, kann aber je nach Alter, Geschlecht und individuellen Bedürfnissen variieren. Eine Überdosierung von Magnesium kann zu Nebenwirkungen wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen führen. In seltenen Fällen kann eine schwere Magnesiumüberdosierung auch zu Herzrhythmusstörungen und Atemproblemen führen.
Es ist wichtig zu beachten, dass Magnesium in zahlreichen Lebensmitteln enthalten ist, darunter Vollkornprodukte, Gemüse, Nüsse und Samen. Eine ausgewogene Ernährung kann in der Regel den Magnesiumbedarf decken. Eine dauerhafte Einnahme von Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel ist bei einer gesunden Ernährung nicht erforderlich.
Fallbeispiel: Magnesium-Überdosierung und ihre Auswirkungen
Eine 64-jährige Patientin stellte sich in der Cardiopraxis® mit Beschwerden vor, die auf eine Magnesium-Überdosierung hindeuteten. Sie berichtete von innerer Unruhe, Schlafstörungen, Herzrasen und stark schwankendem Blutdruck. Die Patientin hatte seit mehreren Wochen täglich 600 mg Magnesiumcitrat als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen. Nach dem Absetzen des Magnesiums und einer Umstellung auf eine ausgewogene Ernährung besserten sich die Symptome deutlich.
Dieses Fallbeispiel verdeutlicht, dass eine unkontrollierte Einnahme von Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann. Es ist daher ratsam, vor der Einnahme von Magnesiumpräparaten einen Arzt oder Apotheker zu konsultieren.
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Neuroplastizität und die Behandlung von Depressionen
In der Depressionsforschung rückt zunehmend die Heterogenität der Erkrankung und ihrer Genese als multifaktorielle Erkrankung in den Fokus. Pathologische Modifikationen finden auf verschiedenen Ebenen statt: Zellen und Zellverbindungen, Balance der Neurotransmitter sowie Gehirnnetzwerke.
Eine Vielzahl von Studien deutet darauf hin, dass die Behandlung von Depressionen auch über die Verbesserung von Neuroplastizität, Synapto- und Neurogenese vermittelt wird. Neuroplastizität bezeichnet die Fähigkeit des Gehirns, sich an neue Erfahrungen anzupassen und neue Verbindungen zwischen Nervenzellen zu bilden.
Antidepressiva und Neuroplastizität
Verschiedene Antidepressiva, darunter selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), Ketamin und serotonerge Psychedelika, können die Neuroplastizität im Gehirn fördern. Ein gemeinsamer Mechanismus scheint die direkte Bindung an die Tropomyosin-Rezeptor-Kinase B (TrkB) zu sein, an die normalerweise das Neurotrophin BDNF („brain-derived neurotrophic factor“) bindet und diese aktiviert. Die Aktivierung von TrkB löst intrazelluläre Signalkaskaden aus, die Zelldifferenzierung und Zellwachstum fördern können.
Ein erhöhtes bzw. schnelleres Zellwachstum wird häufig mit einer erhöhten kognitiven Flexibilität assoziiert, die es den Patient:innen ermöglicht, sich leichter von pathologischen Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen zu distanzieren.
Der Einfluss von Umweltfaktoren auf die Neuroplastizität
Die Wirkmechanismen antidepressiver Substanzen, wie Neuro- und Metaplastizität, die Veränderung negativer kognitiver Verzerrungen und die Stabilisierung von Neurotransmitterdysbalancen, hängen stark von Interaktionen mit der Umwelt, anderen Menschen und dem eigenen Körper ab.
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In einer präklinischen Studie konnte gezeigt werden, dass die Gabe eines SSRI in einer förderlichen Umwelt zwar antidepressive Effekte hatte, in einer stressbezogenen Umgebung den depressiven Phänotyp sogar verschlechterte. Zudem resultierte soziale Isolation in einer Aufhebung der antidepressiven Effekte von Fluoxetin und Sertralin.
Diese Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung von Kontextfaktoren bei der Behandlung von Depressionen. Eine Verschreibung eines Antidepressivums sollte nie unabhängig vom Kontext des/der Betroffenen geschehen.