Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), die Gehirn und Rückenmark betrifft. Durch Entzündungen an den Markscheiden der Nervenfasern im ZNS kommt es zu Funktionsstörungen und Gewebeschädigungen, die sich in einer Vielzahl von Beschwerden äußern können. Dazu gehören Sehstörungen, Lähmungen und Gefühlsstörungen. Die Erkrankung tritt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf und verläuft in der Regel in Schüben, wobei sie langsam fortschreitet. Die Ursache von MS ist bis heute nicht vollständig geklärt, es wird jedoch eine Störung des Immunsystems im Sinne einer Autoimmunerkrankung vermutet.
Die Rolle des Neurologen bei Multipler Sklerose
Die Neurologie ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit Erkrankungen des Nervensystems befasst, einschließlich des Gehirns, des Rückenmarks und der peripheren Nerven. Ein Neurologe ist ein Spezialist für die Diagnose und Behandlung dieser Erkrankungen. Bei Multipler Sklerose spielt der Neurologe eine zentrale Rolle bei der Diagnose, der Erstellung eines Behandlungsplans und der langfristigen Betreuung des Patienten.
Neurologische Praxis Eppendorf: Ein Schwerpunkt für MS-Patienten in Hamburg
Die Neurologische Praxis Eppendorf hat sich als eine der großen Hamburger Schwerpunktpraxen für MS etabliert. Sie betreut Patienten bereits bei der ersten Verdachtsdiagnose und bietet alle notwendigen Untersuchungen und Therapien direkt in der Praxis an, wodurch Krankenhauseinweisungen nur in seltenen Fällen notwendig sind. Neben der ärztlichen Kompetenz stehen im Praxisteam zwei erfahrene und qualifizierte MS Nurses bereit, die in allen Fragen rund um MS Hilfe anbieten können. Die Praxis veranstaltet auch Patientenseminare und Beratungen zum Thema MS und ist Studienzentrum für innovative neue Therapieverfahren. Zudem nimmt sie an Projekten zur Erfassung und Verbesserung der Lebensqualität von MS-Patienten teil. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit der MS Ambulanz der Neurologischen Klinik des UKE. Für neue Patienten werden je nach medizinischen Erfordernissen zeitnahe Ersttermine zur Beratung ermöglicht.
Dr. med. Ulrich von Eitzen: Ihr Spezialist in Hamburg
Dr. med. Ulrich von Eitzen ist Neurologe und Psychiater, Mitglied der kassenärztlichen Vereinigung Hamburg und verfügt über eine umfassende medizinische Ausbildung, unter anderem an der Universität Hamburg (UKE), der University of London und dem Royal Free Hospital, School of Medicine, Neurology. Seine Expertise umfasst verschiedene neurologische Bereiche, mit einem besonderen Fokus auf Multiple Sklerose. Er hat an zahlreichen Forschungsprojekten teilgenommen und Publikationen veröffentlicht, die sich mit verschiedenen Aspekten der MS befassen, darunter MRI-basierte Hirnvolumetrie, die Wirkung von multimedialem digitalem Unterricht für MS-Patienten und die Überwachung krankheitsmodifizierender Therapien.
Diagnostik von Multipler Sklerose
Die Diagnostik der Multiplen Sklerose umfasst verschiedene Verfahren, um die Erkrankung zu bestätigen und andere mögliche Ursachen auszuschließen. Zu den wichtigsten diagnostischen Methoden gehören:
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- Magnetresonanztomographie (MRT): MRT-Aufnahmen des Gehirns und des Rückenmarks sind entscheidend, um Entzündungsherde und Schädigungen der Markscheiden sichtbar zu machen.
- Evozierte Potentiale: Diese Messungen überprüfen die Funktionsfähigkeit der Nervenbahnen und können Hinweise auf eineVerlangsamung der Nervenleitgeschwindigkeit geben.
- Liquoruntersuchung: Die Untersuchung des Nervenwassers (Liquor) kann Entzündungszeichen und spezifische Antikörper nachweisen, die typisch für MS sind.
- Blutuntersuchungen: Blutuntersuchungen dienen dazu, andere Erkrankungen auszuschließen, die ähnliche Symptome wie MS verursachen können.
Symptome der Multiplen Sklerose
Die Symptome der Multiplen Sklerose sind vielfältig und können von Patient zu Patient unterschiedlich sein. Sie hängen davon ab, welche Bereiche des zentralen Nervensystems betroffen sind. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
- Sensibilitätsstörungen: Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Schmerzen in Armen, Beinen oder im Gesicht.
- Lähmungen: Schwäche oder Verlust der Bewegungsfähigkeit in einzelnen Gliedmaßen oder im ganzen Körper.
- Koordinationsstörungen: Schwierigkeiten beim Gehen, Gleichgewichtsprobleme oder Zittern.
- Sehstörungen: Verschwommenes Sehen, Doppeltsehen oder Entzündungen des Sehnervs (Neuritis nervi optici).
- Müdigkeit (Fatigue): Erschöpfung und Antriebslosigkeit, die auch nach ausreichend Schlaf nicht verschwinden.
- Blasen- und Darmfunktionsstörungen: Häufiger Harndrang, Inkontinenz oder Verstopfung.
- Kognitive Beeinträchtigungen: Gedächtnisprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten oder Schwierigkeiten beim Planen und Organisieren.
Therapie von Multipler Sklerose
Die Therapie der Multiplen Sklerose zielt darauf ab, die Entzündungsaktivität zu reduzieren, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Es gibt verschiedene Therapieansätze, die je nach Art und Verlauf der MS eingesetzt werden:
- Schubtherapie: Bei akuten Schüben werden in der Regel hochdosierte Kortikosteroide eingesetzt, um die Entzündung zu reduzieren und die Symptome zu verbessern.
- Basistherapie: Die Basistherapie umfasst Medikamente, die das Immunsystem modulieren und die Häufigkeit und Schwere der Schübe reduzieren sollen. Dazu gehören Interferone, Glatirameracetat, Teriflunomid, Dimethylfumarat und andere.
- Symptomatische Therapie: Die symptomatische Therapie zielt darauf ab, die einzelnen Symptome der MS zu lindern. Dazu gehören Medikamente gegen Schmerzen, Spastik, Fatigue, Blasenfunktionsstörungen und andere Beschwerden.
- Rehabilitation: Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie können helfen, die körperlichen und kognitiven Funktionen zu verbessern und die Lebensqualität zu erhalten.
Innovative Therapieverfahren und Forschung
Die Neurologische Praxis Eppendorf engagiert sich in der Forschung und nimmt an Studien teil, um innovative neue Therapieverfahren für MS-Patienten zu entwickeln. Dies ermöglicht es den Patienten, von den neuestenFortschritten in der MS-Behandlung zu profitieren. Dr. Raji hat sich im Rahmen seiner Forschungstätigkeit intensiv mit der Anwendung quantitativer MRT-Methoden zur Beurteilung des Krankheitsverlaufs bei MS beschäftigt. Seine Arbeiten umfassen die Analyse von Hirnvolumetrie, Läsionslast und Eisenanreicherung im Gehirn. Ziel dieser Forschung ist es, die Diagnose und Prognose von MS zu verbessern und neue Therapieansätze zu entwickeln.
Begleitende Maßnahmen und Lebensqualität
Neben der medikamentösen Therapie spielen begleitende Maßnahmen eine wichtige Rolle bei der Behandlung von MS. Dazu gehören:
- Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse undBallaststoffen kannEntzündungen reduzieren und das Immunsystem stärken.
- Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität kann dieMuskelkraft, die Koordination und die Ausdauer verbessern.
- Stressmanagement: Stress kann Schübe auslösen und den Krankheitsverlauf verschlechtern. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder autogenes Training können helfen, Stress abzubauen.
- Psychologische Unterstützung: Eine psychologische Beratung oder Therapie kann helfen, mit den emotionalen Belastungen der Erkrankung umzugehen und die Lebensqualität zu verbessern.
Die Neurologische Praxis Eppendorf legt großen Wert darauf, die Patienten ganzheitlich zu betreuen und alle Aspekte der Erkrankung zu berücksichtigen. Das Team aus Ärzten und MS Nurses steht den Patienten mit Fachwissen und Empathie zur Seite und unterstützt sie dabei, einbestmögliches Leben mit MS zu führen.
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Zusätzliche Informationen und Ressourcen
Für weitere Informationen zum Thema Multiple Sklerose stehen folgende Webseiten zur Verfügung:
- www.dmsg.de (Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft)
- www.msundich.de
- www.ms-life.de
- www.kompetenznetz-multiplesklerose.de
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