Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die im Kindes- und jungen Erwachsenenalter auftritt. Anders als beispielsweise Epilepsie, bleibt MS ein Leben lang bestehen und verursacht neben Nervenschmerzen und -entzündungen auch Funktionsstörungen des Nervensystems. Ayurveda, die traditionelle indische Medizin, bietet einen ganzheitlichen Ansatz zur Behandlung von MS, der darauf abzielt, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Obwohl MS nicht heilbar ist, zeigt die indische Heilkunst gute Erfolge bei der Behandlung von krankheitsbedingten Schmerzen und Entzündungsvorgängen.
Grundlagen des Ayurveda
Ayurveda ist ein umfassendes System, das verschiedene gesundheitsfördernde Maßnahmen und Therapieverfahren für die unterschiedlichen Aspekte des Lebens nutzt, um Gesundheit und ein langes Leben zu erreichen. Die Aufzeichnungen der klassischen Texte der Ayurveda sind etwa 3.000 Jahre alt. Seit Jahrtausenden wurden die verschiedenen Wissenstraditionen jedoch schon mündlich überliefert und sind somit älter als jede andere medizinische Wissenschaft.Wie auch bei anderen asiatischen Heilmethoden betrachtet die Ayurveda den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele und sieht einen harmonischen Energiefluss als Ziel der Behandlung und als Grundvoraussetzung für einen gesunden Menschen. Grundlage der Ayurveda ist diese ganzheitliche Betrachtungsweise des Menschen, die davon ausgeht, dass bei einem kranken Menschen die drei Doshas (Vata, Pitta, Khappa) im Ungleichgewicht sind. Verursacht wird das Ungleichgewicht durch Ablagerung von Schlacken im Körper. Das Ziel besteht darin, ein ausgewogenes Gleichgewicht aller drei Doshas, den ständig ändernden äußeren Einflüssen anzupassen. Die Therapien der Ayurveda sind sanft und die Behandlungen natürlich. Die ganzheitlichen Methoden sind in den letzten Jahrhunderten leider teilweise zerfallen und in Vergessenheit geraten. Erst Mitte der 70er Jahre haben ayurvedische Ärzte begonnen, die Pusselsteine wieder zu einer funktionierenden Ayurveda zusammenzusetzen - in einer sinnvollen Kombination mit westlichen Erkenntnissen. Dazu zählen zum Beispiel Reinigungskuren (Panchakarma).
Die drei Doshas
Kennzeichnend für die Ayurveda-Medizin ist ihre Ganzheitlichkeit und die Wahrnehmung der Patientinnen und Patienten als eigenverantwortliche Individuen. Demnach besteht jedes Individuum aus den drei fundamentalen Elementen: Vata, Pitta und Kapha. Wenn dieses drei sogenannten Doshas sich in einem ausgeglichenen Zustand und Harmonie befinden, wird die Gesundheit erhalten. Disharmonie der Doshas entsteht durch konstante Negativfaktoren wie übermäßige oder einseitige Ernährung, ungesunder Lebensstil, mangelnde Bewegung, Stress, ungünstiges Klima, Umweltgifte/-verschmutzung, Trauma und genetische Disposition. Dies kann zu Erkrankungen führen. Ein wesentlicher Bestandteil der Ayurveda-Medizin ist die vorausschauende Strategie, Krankheiten durch Vorsorge zu vermeiden.
Die Doshas unterstützen unseren Körper in der reibungslosen Funktion der anatomischen und physiologischen Entwicklung und helfen dem Stoffwechsel. Ayurveda-Ärztinnen und -Ärzte analysieren die Qualität der Doshas mit verschiedenen Methoden (z. B. Pulsdiagnose, Zungendiagnose, Befragung) und erkennen abnormale Doshas, die Krankheiten verursachen. Aus diesem Grund behandelt die ayurvedische Medizin nicht die Krankheit, sondern den Krankheitszustand eines Individuums. Um die maßgeblichen Informationen von den Patientinnen und Patienten zu erhalten, dauert die erste Konsultation etwa eine Stunde. Befinden die drei Doshas sich im Gleichgewicht, bedeutet dies eine gesunde Verfassung für unsere Patientinnen und Patienten.
Ayurveda und das Nervensystem
Im Ayurveda wird unser Nervensystem dem Vata-Dosha zugerechnet. Diese enge Vernetzung macht die Wirkungsweisen wechselseitig. Aus diesem Grunde wird im Ayurveda das Nervensystem als Summe all seiner Aspekte im Dosha des "Vata" zusammengefasst. Störungen in diesem Vata manifestieren sich in körperlichen Beschwerden, Erkrankungen wie Multipler Sklerose. In den 1000 Jahre alten Caraka-Samhita-Standardwerken des Ayurveda werden 80 neurologische Erkrankungen als Störungen des Vata beschrieben. Die Ursachen für diesen Prozess sind sehr vielschichtig, und abhängig von den betroffenen Nervengeweben treten auch entsprechend unterschiedliche Symptome auf. Entsprechend der Komplexität von Nervensystem und Vata-Dosha kann eine Störung mannigfaltige Ursachen haben, die in erster Linie in Umweltfaktoren, Ernährung, Lebensstil und Exposition zu finden sind.
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Ayurveda-Behandlung bei Multipler Sklerose
Die Erkrankung MS wird im Ayurveda als eine Störung des zentralen Nervensystems betrachtet, die durch ein Ungleichgewicht der Doshas verursacht wird. Das Vata Dosha spielt dabei eine entscheidende Rolle, da es für Bewegung und Kommunikation im Körper zuständig ist. Eine ayurvedische Kur bei der Krankheit Multiple Sklerose zielt darauf ab, das Gleichgewicht der Doshas wiederherzustellen und den Körper von Toxinen zu reinigen. Im Gegensatz zur Schulmedizin liegt der Fokus nicht nur auf Symptombehandlung, sondern auch auf Prävention und Lebensstiländerungen. Die individuelle Konstitution (Prakriti) jedes Patienten bestimmt dabei die Wahl der Behandlungsmethoden in Form von Kräutern, Massagen oder Yoga Übungen. Ayurveda gegen die Krankheit Multiple Sklerose hat als Zielsetzung die Heilung des gesamten Organismus und Stärkung des Wohlbefindens.
Ziele der Behandlung
Das Ziel einer Ayurvedabehandlung besteht darin, den Krankheitsprozess zu stoppen und die Auswirkungen der Symptome zu mildern. Im Frühstadium der Multiplen Sklerose wird der Patient im Verlauf von drei Therapiebehandlungen in drei aufeinander folgenden Jahren wieder in einen normalen Lebensalltag zurückgeführt. Bei fortgeschrittener Erkrankung bei Patienten mit einer EDSS Einstufung ab 5,5 stehen die Schmerzlinderung und langsame Verbesserung der Symptome im Vordergrund.
Therapieansätze
Die Ayurveda-Therapie vermittelt in vielerlei Hinsicht eine heilsame Lebenseinstellung. Geregelte Schlafzeiten, eine entspannte Alltagsplanung, positives Denken - es ist die Gesamtheit aller Maßnahmen zum Verhaltenstraining, die sich schonend und somit entzündungshemmend auf die Nerven auswirkt. Es gibt sogar ein explizites Erfolgserlebnis einer Ayurveda-Therapie bei Multipler Sklerose aus dem Kurort Bad Kissingen. Eine MS-Patientin, die dort wegen schwerer Symptome im Rollstuhl ihre Behandlung begann, tanzte am Ende ihres Aufenthalts überglücklich für ihre Therapeuten.
Ein Therapiezyklus beinhaltet die Behandlung des Patienten mit verschiedenen Sorten von Kräuterzubereitungen, entsprechend seiner Konstitution, seinem Stoffwechsel, seinem mentalen Zustand, sowie der Schwere der Erkrankung und der Symptome. Im täglichen Mittelpunkt steht die Hauptbehandlung "Shiro Vasthi", die auf das zentrale Nervensystem gerichtet ist.
- Reorganisierung und Feinabstimmung des Stoffwechsels.
- Auf diesem Wege werden Wirkstoffe anders verstoffwechselt, direkt und lokal zur Anwendung gebracht.
Um maximale Wirksamkeit zu gewährleisten sind unsere Kräuteröle für neurologische Erkrankungen mehrfach potenziert und werden speziell zubereitet. Die Basis der Kräuteröle ist zumeist Sesamöl. Für die Herstellung der Kräuteröle und -pasten werden die Pflanzen, Wurzeln, Rinde, Blätter oder Blüten in Wasser-Öl-Mischung zubereitet. Bei der Potenzierung von Kräuterölen werden sowohl Kräutersud als auch Extrakt wiederholt zugeben. Diese so potenzierten Öle haben eine erhöhte Wirksamkeit und werden unter anderem bei Multiple Sklerose zur Shiro-Vasti-Behandlung, Shiro Dhara oder Nasenspülung verwendet.
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Individuelle Konstitution und Behandlung
Eine Ayurveda Kur bei MS ist eine ganzheitliche Methode, die auf den individuellen Dosha Typ Vata, Pitta oder Kapha des Patienten abgestimmt wird. Die Kur dauert mindestens 14 Tage und beginnt mit einem Eingangsgespräch inklusive einer Dosha Typbestimmung durch einen erfahrenen Arzt. Während der Kur werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um das Vata Dosha zu reduzieren und somit die Symptome der chronisch entzündlichen Erkrankung des zentralen Nervensystems zu lindern. Hierzu gehört unter anderem eine spezielle Ernährung, welche auf den jeweiligen Typ des Patienten angepasst wird. Zudem werden ayurvedische Heilkräuter wie Ashwagandha, Ingwer oder Basilikum eingenommen. Yoga Übungen sowie Meditation helfen dabei, Stress abzubauen und Körper sowie Geist in Einklang zu bringen. Ölmassagen mit speziellen Kräuterölen tragen ebenfalls dazu bei, Verspannungen im Körper loszulassen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Die Abschlussuntersuchung erfolgt wiederum durch einen Arzt - weitere Termine können nach Bedarf während der gesamten Therapiezeit vereinbart werden.
MS lässt sich im Rahmen einer Ayurveda Kur gut behandeln, weil diese ganzheitliche Therapie auf individuelle Bedürfnisse eingeht und den Körper auf natürliche Weise stärkt. Die drei Dosha Vata, Pitta und Kapha werden in Einklang gebracht dank der individuellen Therapie durch erfahrene Ärzte. Es ist vor allem die Ernährungsumstellung während der Kur, die Patienten mit der Erkrankung MS auch zu Hause helfen kann. Eine sanfte Massage mit Kräuterölen beruhigt die Nerven und kann die Symptome lindern.
Empfehlungen für die Ernährung
- Vermeiden Sie Glutin (Gluten), d.h. Sie sollten auf Getreide wie Weizen, Gerste, Hafer und Roggen verzichten und auf alle Speisen, die mit diesen Zutaten zubereitet werden, wie Pudding, Müsli etc. Essen Sie statt dessen Indischen Basmati Reis.
- Vermeiden Sie raffinierten Zucker.
- Vermeiden Sie tierische Fette. Essen Sie statt Fleisch Fisch.
- Vermeiden Sie Molkereiprodukte und Margarine.
- Vermeiden Sie Coffein, Alkohol und Rauchen; sie alle haben einen negativen Effekt auf das Nervensystem.
- Benutzen Sie Oliven- oder Kokosnussöl zum Kochen.
- Essen Sie, wenn möglich, nur frisches Essen und nichts aus der Tiefkühltruhe.
- Essen Sie viel Rohkost, wie Kohl, Karotten und Rote Beete.
- Essen Sie viel grünen Salat, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen.
- Essen Sie frische Früchte jeden Tag.
Die ayurvedische Küche kennt zahlreiche Lebensmittel, die das Vata ausgleichen. Diese zeichnen sich für gewöhnlich durch einen flüssigen, öligen oder wärmenden Charakter aus. Hierzu gehören Suppen, flüssiger Getreidebrei, wasserreiche Gemüsesorten wie Spargel und schleimstoffreiche Lebensmittel wie Vollkornreis oder Haferschleim sowie Linsen und Mungdahlbohnen, die mit reichlich Wasser zubereitet werden. Zu den gesunden Ölen zählen Ghee, Sesamöl und Olivenöl. Vorsicht ist bei Früchten angesagt, denn eigentlich wasserreiche Obstsorten wie Wassermelonen sind zu meiden, wohingegen Früchte wie Kirschen, Trauben oder Pflaumen und Südfrüchte wie Orangen, Mango, Papaya und die ölreiche Avocado bei MS empfohlen sind.
Heilkräuter und Nahrungsergänzungsmittel
Ayurveda empfiehlt für jeden Typ verschiedene Nahrungsergänzungsmittel aus Kräutern, um dem Körper Kraft zu verleihen. Für Personen, die an MS leiden, empfiehlt sich die Konsultation bei einem approbierten Ayurveda-Arzt, der zuerst eine gründliche Diagnose machen wird und die Medizin entsprechend der physischen Konstitution des Patienten verschreiben wird. Nahrungsergänzungsmittel, die Sie in der Apotheke bekommen, sind ebenfalls zu empfehlen, wie
- Fish oil supplement
- Multivitamin supplement täglich
- Vit C täglich
- Vit E täglich
Heilpflanzliche Hausmittel kennt Ayurveda gegen Multiple Sklerose viele. Wie bereits erwähnt, sieht Ayurveda für MS die Behandlung mit Ashwagandha vor. Das Heilkraut wird als wässriger Extrakt oder Tee verabreicht. Und auch andere Kräuter und Gewürze wie Basilikum, Ingwer, Kardamom, Kreuzkümmel, Kurkuma, Muskat, Minze, Oregano, Senf oder Zimt in der Ayurveda Küche als heilpflanzliche Mittel gegen Multiple Sklerose bekannt.
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Ebenfalls interessant sind einige Studien zu ayurvedischen Kräutern bei Multipler Sklerose. So fand die Abteilung für Biotechnologie an der Guru Nanak Dev University in Amritsar beispielsweise heraus, dass ein Extrakt der in Indien als Ashwagandha bekannten Schlafbeere (Withania somnifera) gegen die für neurodegenerative Krankheiten wie MS typische Neurotoxizität durch Glutamat hilft. Der Botenstoff ist zwar ein wichtiger Transmitter für die Lernfähigkeit des Gehirns, kann bei Überschuss aber auch zu einem Untergang von Nervenzellen beitragen, wie er für Multiple Sklerose typisch ist.
Entspannungsmaßnahmen
Abgesehen von ernährungsbasierten Maßnahmen sind bei Ayurveda gegen Multiple Sklerose auch Entspannungsmaßnahmen gebräuchlich. Die Nerven müssen krankheitsbedingt in besonderem Maße geschont und beruhigt werden, was sich dank ayurvedischen Traditionen wie Yoga, Entspannungsbädern und entspannenden Ölmassagen wunderbar erreichen lässt. Die westliche Medizin beurteilt das symptom- und schmerzlindernde Potenzial dieser Behandlungsansätze als durchaus positiv und viele MS-Patienten fühlen sich nach einer ayurvedischen Anti-Stress-Therapie deutlich wohler.
Die fortwährenden Nervenentzündungen der MS sorgen bei Patienten für einen großen Leidensdruck. Sie befördern nicht nur starke Schmerzen, sondern auch eine chronische Nervenanspannung, was zu zusätzlichem Stress und seelischer Belastung führt. Auch verursacht der anhaltende Spannungszustand weitere Schmerzsymptome, Entzündungsherde und kann zu Muskelkrämpfen und Bewegungseinbußen führen. Ein Teufelskreis, aus dem viele Betroffene keinen Ausweg finden.
Entspannungsmaßnahmen wie ayurvedisches Yogatraining sind hier ein guter Weg, um die Nervenanspannung zu lösen und Symptome zu entschärfen. Zu diesem Schluss kommt auch eine Studie der Shoolini University of Biotechnology and Management Sciences im indischen Solan aus dem Jahr 2018. Laut Studienergebnis nimmt Yoga vor allem auf Bio-Marker wie Corticoid und Cortisol einen positiven Einfluss. Während Corticoid als Stresshormon nervliche Anspannung begünstigt, ist Cortisol unter anderem für die Unterdrückung von Entzündungsvorgängen im Körper verantwortlich. Eine Regulierung beider Hormone ist bei einer Ayurveda MS Behandlung also sehr wünschenswert.
Panchakarma
Durch die ayurvedische Panchakarma-Kur wird der Körper entschlackt und wieder ins Gleichgewicht gebracht. Zu den Therapien zählen ebenfalls, mineralische und pflanzliche Arzneien, Ölmassagen, Meditation und Yoga. Mit Ayurveda kann man viele Krankheiten mit natürlichen, bewährten Mitteln lindern. Eine weitere Stärke der Ayurveda liegt in der Prävention durch die Entschlackung.
Um Entzündungsstoffe auszuleiten und den Stoffwechsel gründlich zu reinigen, ist eine ayurvedische Fastenkur genau das Richtige. Die leichten und kleinen Portionen einer Ayurveda Kur erlauben außerdem eine sorgfältige Überprüfung möglicher Entzündungstrigger in der Ernährung. Grundsätzlich gemieden werden sollten in diesem Zusammenhang Lebensmittel, die Glutamat als Geschmacksstoff enthalten. Auch wenn es sich hier um einen natürlich im Körper vorkommenden Botenstoff handelt, kann eine Überdosierung in Lebensmitteln zu schweren Krankheitsschüben und sogar einem Erstausbruch der MS führen.
Wissenschaftliche Erkenntnisse
Die Geduld zahlt sich am Ende aus, das haben auch zahlreiche Studien beweisen. So beispielsweise die Studie von Singh et al. (2010). Sie untersuchte die Wirksamkeit einer ayurvedischen Behandlung bei MS Patienten und ergab signifikante Verbesserungen in Bezug auf Fatigue, Spastizität und Gehfähigkeit. Eine weitere Studie von Raghavendra et al.
Ayurveda-Kuren in Indien
Viele Länder bieten inzwischen Ayurveda-Kuren an. So ist es auch in Spanien, Sri Lanka, den Malediven, Malta und in Deutschland möglich, eine Ayurveda-Kur zu buchen. Es ist dennoch persönlich schöner, eine Kur direkt in Indien zu machen, als sechs Wochen in dem doch eher ungemütlichen Deutschland. Dazu kommt noch, dass die Kuren in Indien bezahlbar sind. So kostet eine Kur in Indien höchstens 30 Prozent einer Kur in Deutschland. Wenn man mit Kuwail Airlines fliegt, ist man in neun Stunden in Kerala, einem wunderschönen, freundlichen und gemütlichen Bundesstaat von Indien. Nicht die Armut, die ich vermutet hatte, kaum Bettler, keine nervenden Händler, aber dafür freundliche lächelnde Menschen, gutes Klima, wunderbares, preiswertes Essen und ein Ambiente zum Erholen.
Persönliche Erfahrungen
Eine Reihe von Multiple Sklerose-Patienten, die in Indien mit den ayurvedischen Methoden wie "pizhichil" und "sirodhara" behandelt wurden, zeigten erstaunliche Resultate, und Fälle, bei denen Patienten mit Marutha Öl behandelt wurden, zeigten sofortige Wirkung im Hinblick auf eine Verminderung der Symptome.
Die ruhige, freundliche Art der Inder und die wunderbaren Behandlungsmethoden führen dazu, dass man sich in diesem Land einfach gesund fühlen muss. Die ayurvedischen Ärzte bekommen ihre Erfahrungen über Ayurveda von den Vätern und Großvätern überliefert und studieren zusätzlich Medizin an den Universitäten des Landes. Damit haben Sie die allgemeinen medizinischen Kenntnisse, die gepaart mit den ayurvedischen Anwendungen zu einer sehr hohen Behandlungseffektivität führen.
Integration von Ayurveda in die moderne Medizin
Das naturheilkundliche Medizinsystem aus Indien ist eng verflochten mit der konventionellen Schulmedizin, um als Integrative Medizin bestmögliche Ergebnisse bei der Heilung zu erzielen.
Grundsätze der indischen Medizin auf einen Blick
- Individuelle Diagnostik und Therapie
- Psychosomatisches Konzept von Arznei und Krankheit
- Stimuliert und stärkt Verteidigungsmechanismen des Körpers
- Rein pflanzliche Medizin
- Behandlungen immer in Kombination mit spezifischen Ernährungs- und Bewegungsvorgaben
- 90 Prozent der Ayurveda-Behandlungen mit pflanzlichen Präparaten zur innerlichen Verabreichung (Repertoire aus über 3.000 Pflanzen)
- Ziel: Tiefes Bewusstsein des eigenen Selbst, Harmonie zwischen Vorstellung und Realität