Multiple Sklerose (MS): Eine umfassende Betrachtung von Symptomen, Diagnose und Therapie

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), die Gehirn und Rückenmark betrifft. Sie ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Symptomen und Verlaufsformen, was die Diagnose und Behandlung komplex macht. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über MS, von den Ursachen und Symptomen bis hin zu den verschiedenen Diagnose- und Therapieansätzen.

Was ist Multiple Sklerose?

Multiple Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die Myelinscheiden angreift, die die Nervenfasern im Gehirn und Rückenmark umhüllen. Diese Schädigung der Myelinscheiden beeinträchtigt die Fähigkeit der Nerven, Informationen effizient zu übertragen, was zu einer Vielzahl von neurologischen Symptomen führt. Die Erkrankung ist chronisch, was bedeutet, dass sie sich über einen längeren Zeitraum entwickelt und derzeit nicht heilbar ist. Es ist wichtig zu betonen, dass MS nicht ansteckend, nicht zwangsläufig tödlich, kein Muskelschwund und keine psychische Erkrankung ist.

Ursachen und Risikofaktoren

Die genauen Ursachen von MS sind noch nicht vollständig geklärt. Mediziner sprechen von einem "multifaktoriellen" Geschehen, bei dem mehrere Faktoren zusammenkommen müssen, um die Erkrankung auszulösen. Es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren eine Rolle spielt.

Genetische Faktoren

Genetische Komponenten können eine Rolle spielen, jedoch ist MS keine klassische Erbkrankheit, da nicht die Krankheit selbst vererbt wird, sondern nur eine genetische "Neigung", an MS zu erkranken. Das bedeutet, dass das Vorliegen von MS in der Familie das Risiko erhöht, selbst daran zu erkranken, insbesondere bei Verwandten ersten Grades wie Eltern oder Geschwistern.

Umweltfaktoren

Bestimmte Umweltfaktoren und geografische Bedingungen können das MS-Risiko beeinflussen. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die näher am Äquator aufwachsen, ein geringeres MS-Risiko haben als diejenigen, die in nördlicheren oder südlicheren Regionen leben. Nordeuropa und Nordamerika weisen die höchste Erkrankungsrate auf. Weitere Umweltfaktoren, die möglicherweise eine Rolle spielen, sind Vitamin-D-Mangel, Infektionen und Rauchen.

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Epidemiologie: Wer ist betroffen?

Weltweit sind fast drei Millionen Menschen von MS betroffen, über 280.000 davon in Deutschland. Die Erkrankung tritt zumeist im jungen Erwachsenenalter auf, wobei die meisten Neupatienten zwischen 20 und 40 Jahre alt sind. In einigen Fällen wird MS jedoch bereits bei Kindern und Jugendlichen festgestellt. Frauen sind von MS doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Symptome der Multiplen Sklerose

MS ist als die "Krankheit mit den tausend Gesichtern" bekannt, da sie eine Vielzahl von Symptomen verursachen kann, die von Person zu Person unterschiedlich sind. Die Symptome hängen davon ab, welche Bereiche des zentralen Nervensystems von den Entzündungen betroffen sind. Einige der häufigsten Symptome sind:

  • Motorische Störungen: Muskelschwäche, verlangsamte Bewegungsabläufe, Koordinationsprobleme, Spastik (erhöhte Muskelspannung und Steifigkeit), Zittern
  • Sensibilitätsstörungen: Missempfindungen auf der Haut (Kribbeln, Taubheitsgefühle, Ameisenlaufen), Schmerzen in Armen und Beinen
  • Sehstörungen: Entzündung des Sehnervs (Optikusneuritis) mit Schmerzen beim Bewegen der Augen und Sehverschlechterung, unkontrollierte Augenbewegungen (Nystagmus), verschwommenes Sehen, Doppeltsehen
  • Gleichgewichtsstörungen: Schwindel, unsicherer Gang
  • Fatigue: Chronische Müdigkeit und Erschöpfung, die durch Ruhe oder Schlaf nicht besser wird
  • Blasen- und Darmstörungen: Häufiges Wasserlassen, Harndrang, Inkontinenz, Verstopfung
  • Kognitive Beeinträchtigungen: Gedächtnisprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Aufmerksamkeitsdefizite
  • Psychische Probleme: Depressionen, Angstzustände, Wesensveränderungen

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Menschen mit MS alle diese Symptome entwickeln und dass die Schwere der Symptome im Laufe der Zeit variieren kann.

MS-Schübe und Pseudoschübe

Häufig kennzeichnet sich der Beginn einer MS durch einen sogenannten Schub. Während eines MS-Schubes treten neue neurologische Symptome auf oder bestehende Symptome verschlimmern sich. Ein Schub ist definiert als das Auftreten von neurologischen Ausfällen, die mindestens 24 Stunden anhalten und nicht durch äußere Faktoren wie Infektionen oder Temperaturschwankungen verursacht werden. Die Dauer eines Schubs kann zwischen einigen Stunden, Tagen oder Wochen variieren. Danach klingen die Beschwerden langsam ab.

Von einem "echten" MS-Schub zu unterscheiden ist ein sogenannter Pseudoschub. Dabei können sich bestehende neurologische Symptome oder die allgemeine Leistungsfähigkeit vorübergehend verschlechtern, jedoch aufgrund von kurzzeitigen körperlichen oder psychischen Extrembelastungen. Ein Beispiel hierfür ist das Uhthoff-Phänomen, bei dem eine Erhöhung der Körpertemperatur (z. B. durch Sport, Sauna oder Fieber) zu einer Verschlechterung der Symptome führt.

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Diagnose der Multiplen Sklerose

Die Diagnose von MS kann eine Herausforderung sein, da es keinen einzelnen Test gibt, der die Erkrankung zweifelsfrei nachweisen kann. Stattdessen stützt sich die Diagnose auf eine Kombination aus:

  • Anamnese und neurologische Untersuchung: Der Arzt erfragt die Krankengeschichte des Patienten und führt eine umfassende neurologische Untersuchung durch, um die Symptome und neurologischen Defizite zu beurteilen.
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Die MRT ist ein bildgebendes Verfahren, das detaillierte Aufnahmen des Gehirns und Rückenmarks liefert. Bei MS-Patienten können im MRT Entzündungsherde (Läsionen) nachgewiesen werden, die typisch für die Erkrankung sind. Um die Sichtbarkeit der Läsionen zu verbessern, wird häufig ein Kontrastmittel verwendet.
  • Liquoruntersuchung (Lumbalpunktion): Bei einer Lumbalpunktion wird eine kleine Menge Nervenwasser (Liquor) aus dem Wirbelkanal entnommen und im Labor untersucht. Bei MS-Patienten finden sich im Liquor häufig oligoklonale Banden, die ein Hinweis auf entzündliche Prozesse im zentralen Nervensystem sind.
  • Evozierte Potenziale (VEP, SEP): Diese Messungen untersuchen die Funktion von Nervenbahnen, indem sie elektrische, akustische oder visuelle Reize setzen und die Reaktion des Gehirns messen. Verzögerte oder abnormale Reaktionen können auf eine Schädigung der Nervenbahnen hindeuten.

Da es keine Einzel-Diagnose gibt, mit der sich Multiple Sklerose sicher feststellen lässt, haben Experten eine Reihe von Kriterien festgelegt, deren Auftreten die Diagnose MS zumindest nahelegen. Die Diagnosekriterien berücksichtigen die zeitliche und räumliche Dissemination der Läsionen im zentralen Nervensystem. Das bedeutet, dass die Läsionen zu unterschiedlichen Zeiten aufgetreten sein müssen und an verschiedenen Stellen im Gehirn und Rückenmark lokalisiert sein müssen.

Differenzialdiagnose

Es ist wichtig, andere Erkrankungen auszuschließen, die ähnliche Symptome wie MS verursachen können. Dazu gehören beispielsweise die Neuromyelitis optica (NMO), eine verwandte Autoimmunerkrankung des ZNS, sowie andere entzündliche, infektiöse oder vaskuläre Erkrankungen.

Verlaufsformen der Multiplen Sklerose

MS kann verschiedene Verlaufsformen annehmen, die sich in ihrem Fortschreiten und ihren Symptomen unterscheiden. Die wichtigsten Verlaufsformen sind:

  • Schubförmig-remittierende MS (RRMS): Dies ist die häufigste Verlaufsform, bei der die Symptome in Schüben auftreten, gefolgt von Phasen der Remission, in denen sich die Symptome teilweise oder vollständig zurückbilden.
  • Sekundär progrediente MS (SPMS): Bei dieser Verlaufsform geht die RRMS nach einigen Jahren in eine kontinuierliche Verschlechterung der Symptome über, unabhängig von Schüben.
  • Primär progrediente MS (PPMS): Diese Verlaufsform ist durch eine von Beginn an kontinuierliche Verschlechterung der Symptome gekennzeichnet, ohne dass Schübe auftreten.
  • Progressiv-schubförmige MS (PRMS): Diese seltene Verlaufsform ist durch eine kontinuierliche Verschlechterung der Symptome von Beginn an gekennzeichnet, wobei zusätzlich Schübe auftreten.

Therapie der Multiplen Sklerose

Obwohl MS derzeit nicht heilbar ist, gibt es eine Reihe von Therapien, die dazu beitragen können, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Die Therapie von MS umfasst mehrere Säulen:

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Schubtherapie

Die Schubtherapie zielt darauf ab, die Entzündung im akuten Schub zu reduzieren und die Symptome schneller abklingen zu lassen. Die Standardtherapie ist die intravenöse Gabe von hochdosiertem Kortison (Methylprednisolon) über drei bis fünf Tage. Bei unzureichendem Ansprechen auf die Kortisontherapie kann eine Plasmapherese (Blutwäsche) oder Immunadsorption in spezialisierten MS-Zentren durchgeführt werden.

Immunmodulatorische Therapie (Verlaufsmodifizierende Therapie)

Die immunmodulatorische Therapie zielt darauf ab, das Immunsystem zu beeinflussen und den Krankheitsverlauf langfristig zu verlangsamen. Es gibt eine Vielzahl von Medikamenten, die für die immunmodulatorische Therapie von MS zugelassen sind, darunter:

  • Interferon-beta-Präparate: Diese Medikamente werden parenteral (subkutan oder intramuskulär) verabreicht und haben eine immunmodulierende Wirkung.
  • Glatirameracetat: Dieses synthetische Aminosäure-Copolymer wird täglich subkutan injiziert und hat ähnliche immunmodulierende Eigenschaften wie Interferone.
  • Orale Immunmodulatoren: Fingolimod, Teriflunomid, Ozanimod und Ponesimod sind orale Medikamente, die das Immunsystem beeinflussen und den Krankheitsverlauf verlangsamen können.
  • Monoklonale Antikörper: Natalizumab, Alemtuzumab, Ocrelizumab, Ofatumumab und Ublituximab sind monoklonale Antikörper, die spezifisch auf bestimmte Immunzellen abzielen und deren Eindringen ins Gehirn verhindern oder ihre Konzentration im Blut reduzieren.

Die Wahl des geeigneten Medikaments hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Verlaufsform der MS, der Krankheitsaktivität, dem individuellen Risikoprofil des Patienten und seinen persönlichen Vorlieben.

Symptomatische Therapie

Die symptomatische Therapie zielt darauf ab, die verschiedenen Symptome von MS zu lindern und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Dazu gehören:

  • Physiotherapie: Zur Verbesserung der Muskelkraft, Koordination und Beweglichkeit
  • Ergotherapie: Zur Verbesserung der Alltagskompetenzen und zur Anpassung der Umgebung an die Bedürfnisse des Patienten
  • Logopädie: Zur Behandlung von Sprech- und Schluckstörungen
  • Schmerztherapie: Zur Linderung von Schmerzen, z. B. mit Medikamenten, physikalischen Therapien oder Entspannungstechniken
  • Medikamente zur Behandlung von Fatigue, Spastik, Blasen- und Darmstörungen, Depressionen und Angstzuständen

Komplementäre Therapien

Viele MS-Betroffene greifen zu Mitteln aus der Naturmedizin, um ihre Beschwerden und Symptome zu lindern. Einige komplementäre Therapien, die bei MS eingesetzt werden, sind:

  • Vitamin D: Hochdosierte Vitamin-D-Gaben können MS-Schübe vermindern und die MS-Aktivität verlangsamen.
  • Ernährung: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Fisch und Vollkornprodukten kann sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken. Es gibt zwar keine spezielle MS-Diät, aber einige Patienten profitieren von einer veganen Ernährungsweise, einer antientzündlichen Diät oder einer kohlenhydratarmen Ernährung.
  • Homöopathie: Einige Patienten berichten von einer Linderung ihrer Symptome durch homöopathische Mittel. Es ist jedoch wichtig, den Einsatz homöopathischer Mittel mit dem Arzt und einem Therapeuten zu besprechen.
  • Sport und Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität kann die Muskelkraft, Ausdauer und Koordination verbessern und die Fatigue reduzieren.

Es ist wichtig zu beachten, dass komplementäre Therapien die schulmedizinische Behandlung von MS nicht ersetzen können, sondern diese lediglich ergänzen sollten.

Leben mit Multipler Sklerose

Die Diagnose MS kann für viele Menschen zunächst ein Schock sein. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass das Leben auch mit einer MS-Diagnose lebenswert ist. Vorausgesetzt, die Betroffenen nehmen ihre Erkrankung an und gestalten ihr Leben mit der MS - statt gegen sie.

Selbsthilfe und Unterstützung

Es gibt viele MS-Selbsthilfegruppen, die Betroffenen Halt und ermöglichen, sich untereinander auszutauschen. Dies kann die Lebensqualität immens erhöhen. Auch digitale Programme, wie beispielsweise levidex, können wertvolles Krankheitswissen, psychologische Unterstützung und spezielle Bewältigungsstrategien vermitteln.

Patientenverfügung

Eine Patientenverfügung stellt sicher, dass Ihre medizinischen Wünsche auch in unerwarteten Situationen respektiert werden und bewahrt so Ihre Selbstbestimmung. Sie greift in Situationen, in denen Sie aufgrund von Krankheit oder Verletzung nicht in der Lage sind, sie selbst auszudrücken. Dieses Dokument entlastet zudem Ihre Angehörigen von schwierigen Entscheidungen, vermeidet Missverständnisse und schützt vor unerwünschter Über- oder Unterbehandlung.

Beruf und Familie

Multiple Sklerose steht grundsätzlich weder einer Ausbildung noch der Berufsausübung, Freundschaften, Sport, sozialen Kontakten oder der Gründung einer Familie im Wege. Während der Schwangerschaft nimmt die Wahrscheinlichkeit für einen Schub ab. In den ersten drei Monaten nach der Geburt nimmt sie zu. Stillen scheint vor Schüben zu schützen. MS-Medikamente können sich auf das ungeborene Kind auswirken, weswegen besondere Vorsicht geboten ist. Eine Schwangerschaft sollte daher möglichst in einer stabilen Phase der Erkrankung geplant und Medikamente eher abgesetzt werden.

Multiple Sklerose vs. Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

Obwohl sowohl Multiple Sklerose als auch Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) neurologische Erkrankungen sind, die das zentrale Nervensystem betreffen, handelt es sich um unterschiedliche Krankheiten mit unterschiedlichen Ursachen, Symptomen und Verläufen.

Unterschiede in den Symptomen

Am Beginn des Krankheitsverlaufs können bei beiden Krankheiten ähnliche Beschwerden auftreten (Muskelschwäche und -steifheit, Schwierigkeiten beim Bewegen der Gliedmaßen, motorische Koordinationsstörungen…). Doch die Symptome unterscheiden sich in Wahrheit erheblich. Menschen mit Multipler Sklerose zeigen normalerweise während der ersten Ausbrüche die folgenden Symptome: Kribbeln, unsicherer Gang, Ataxie… Im Verlauf der Krankheit treten emotionale und kognitive Beschwerden auf (Angst, Depression, Gedächtnisstörungen…). Bei ALS kommt es in der Regel nicht zu kognitiven Problemen. Andererseits treten viele motorische Symptome auf, die die Kontrolle willkürlicher Bewegungen nach und nach verringern. In den Armen und Beinen geht die Kraft verloren und am Ende der Krankheit treten Schwierigkeiten beim Sprechen, Schlucken und Atmen auf.

Unterschiede in den Ursachen

Die Ursachen der beiden Krankheiten sind ebenfalls unterschiedlich. Die genauen Gründe für Multiple Sklerose sind nicht ausreichend erforscht, wir wissen jedoch, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt. Die Amyotrophe Lateralsklerose verläuft unterschiedlich, da in diesem Fall die Motoneuronen angegriffen werden. Diese Nervenzellen kontrollieren die willkürlichen Bewegungen. Im Verlauf der Krankheit kommt es deshalb zu einer Muskelatrophie, da der Nervenimpuls nicht auf die Muskeln des Körpers übertragen werden kann.

Unterschiede in Inzidenz, Alter und Geschlecht

Multiple Sklerose tritt normalerweise viel früher auf als ALS, das Alter bei der Diagnose liegt zwischen 20 und 40 Jahren (das Durchschnittsalter beträgt 29 Jahre). Die Amyotrophe Lateralsklerose tritt meist erst im Alter zwischen 40 und 70 Jahren auf. In Bezug auf das Geschlecht ist Multiple Sklerose häufiger bei Frauen als bei Männern zu beobachten, während ALS häufiger bei Männern auftritt.

Unterschiede in Erblichkeit und Behandlung

Obwohl nicht nachgewiesen ist, dass Multiple Sklerose erblich ist, wird die Erkrankung eines Familienmitglieds als Risikofaktor betrachtet. Im Falle von ALS sind 10 % der Fälle mit einer Mutation eines von den Eltern geerbten Gens verbunden. In beiden Fällen handelt es sich um Erkrankungen, die nicht geheilt werden können. Die Behandlungsmethoden zur Linderung der Symptome und zur Verbesserung der Lebensqualität der Patienten sind jedoch unterschiedlich.

Unterschiede in Krankheitsprogression, Sterblichkeit und Schweregrad

85 % der Patienten mit Multipler Sklerose leiden an der schubförmig-remittierenden Variante (mit Ausbrüchen, die zurückgehen und in der Regel kontrolliert werden können). Die Amyotrophe Sklerose ist jedoch immer progressiv und verläuft nicht schubweise. Die Amyotrophe Lateralsklerose ist deutlich schwerwiegender als Multiple Sklerose. Die Lebenserwartung nach der Diagnose beträgt im Durchschnitt drei bis fünf Jahre, es kann jedoch auch Ausnahmen geben. Multiple Sklerose muss nicht tödlich verlaufen, allerdings ist die Lebensqualität meist stark eingeschränkt. Die Lebenserwartung bewegt sich jedoch im Normalbereich.

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